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A2gas - Fauna/Gasteinertal: Gastropoda, Stylommatophora, Helicidae - Artenzahl: 3
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Genus

Gastropoda

Schnecken

Man unterscheidet bei den Schnecken 2 U-Klassen und zwar die Streptoneura (gekreuztnervigen) und die Euthyneura (geradnervigen). Insgesamt kennt man etwa 103.000 Arten!

Die Schnecken sind Schalenweichtiere mit meist abgesetzten Kopf und in der Regel mit unsymmetrischen, spiralig angelegten Eingeweidesack. KL 1 mm bis 60 cm. Fuß meist flächig und schwanzförmig verlängert, teilweise lappig verbreitert; nicht selten rückgebildet. Getrenntgeschlechtlich oder Zwitter.

Die Streptoneura - gekreuztnervige Schnecken - werden weiter in 2 Ordnungen eingeteilt: Diatocardia und Monotocardia.
Sie haben eine kräftig entwickelte Schale mit entsprechendem Schalendeckel (Operculum). Die Kiemen liegen vor dem Herzen; seitwärts gelegen die Nervenbahnen mit Überkreuzung. Hierher gehören alle meeresbewohnenden Schnecken mit kräftig entwickeltem Gehäusen (Schalen mit Operculum). Die paaren und manchmal schon unpaaren Fiederkiemen befinden sich noch deutlich vor dem Herzen (Prosobranchia).

Die Euthyneura - geradnervige Schnecken - werden in 8 Ordnungen eingeteilt mit etwa 47.000 Arten! Die Schale ist weniger kräftig und zum Teil in Rückbildung begriffen oder ganz fehlend; Schalendeckel überwiegend auf das Larvenstadium begrenzt. Seitliche Nervenbahnen meist ohne Überkreuzung und nach vorn zusammengedrückt. Polster der Raspelzunge mit starken Muskeln. Fast ausschließlich Zwitter. Dabei ist die Überkreuzung der Nervenbahnen wieder aufgehoben, entweder durch Rückdrehung (Detorsion) des Mantelraumes nach rechts oder durch eine starke Verkürzung des Nervensystems (Lungenschnecken). Hierher gehören auch die im Gasteinertal vorkommenden Landlungenschnecken.

Stylommatophora - Landlungenschnecken

Schalen teilweise rückgebildet, ohne Verschlussdeckel; Atemraum stets mit Gefäßnetz als Lunge ausgebildet. Kopf in der Regel mit 2 Paar einstülpbaren Fühlern. Die Augen liegen am Ende der Fühler. Äußere Gehäuse meist vorhanden, bei einigen Familien verkleinert und bei 3 Familien nicht ausgebildet. Landbewohner. Die Eiablage erfolgt bei Helix und Capaea in eine durch Drehbewegung des Vorderkörpers hergestellte Erdhöhle. Die Landlungenschnecken im Gasteinertal gehören vorwiegend der Familie der Schnirkelschnecken an.
Helicidae - Schnirkelschnecken
Artenreiche Familie der einheimischen Landlungenschnecken. Gehäuseform nicht einheitlich. Gehäusemündung voll entwickelt, fast immer mit einer Lippe, häufig auch mit Zähnen.

Arten der in Gastein vorkommenden Schnecken alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Arianta arbustorum Arianta arbustorum
Baumschnecke
Fam: Schnirkelschnecken!
Gehäuse kugelig, relativ dünnschalig, eng genabelt, 15- 25mm breit. Braun und etwas glänzend, mit dunklem Band an der Peripherie und strohgelben undurchsichtigen Flecken und Striemen. Mündung rundlich, Mundsaum weiß. Form und Farbe sehr variabel. Im Gasteinertal ist auch - Arianta arbustorum alpicola - die Alpen-Baumschnecke zu finden.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg/Gasteinertal am 28.04.2003
Cepaea nemoralis Cepaea nemoralis
Hain-Bänderschnecke
Fam: Schnirkelschnecken! - Gehäuse bis 18 mm hoch und 23 mm breit. Die Färbung ist äußerst variabel. Körper gelb bis dunkelbraun mit dünnen gelben Bändern und allen Zwischenstufen (Polymorphismus). Mundsaum rötlichbraun.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Pirnbacher, Bad Hofgastein am 01.10.2012
Helix pomatia Helix pomatia
Weinbergschnecke
Gehäuse über 30 mm hoch und breit, gelblich-braun mit dunklen Spiralbändern. Schale rippenstreifig. Tiere zweigeschlechtlich. Vor dem Wintereinbruch graben sie sich 30 cm tief in die Erde und verschließen das Gehäuse mit einem Winterdeckel.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Dorfgastein 2007
Siehe auch die Seiten:
- Systematik - Evertebrata - Wirbellose
- Naturbilder - Tiere im Gasteinertal - Übersicht
- Tierwelt - Schnecken -

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Die Artbestimmung und deren Beschreibung ohne Gewähr.
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Fauna/Gasteinertal: Gastropoda - Schnecken
© 12.9.20012 by Anton Ernst Lafenthaler
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