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A2hex-h - Fauna/Gasteinertal: Insecta, Homoptera, Cercopidae, Psyllidae - Artenzahl: 2
Tiere, Insekten Insekten - Ordo
Familia / Genus

Homoptera

Gleichflügler

Der wissenschaftliche Name Homoptera bedeutet Gleichflügler, was sich aber nicht auf die gleiche Größe der Flügel bezieht, weil die Hinterflügel stets kleiner als die Vorderflügel sind, sondern es soll besagen, dass die Vorderflügel nicht derber sind als die Hinterflügel.
Die meisten Homoptera saugen an Siebröhren der Gefäßbündel von Pflanzen, wobei der Saftdruck dem Insekt das Saugen erspart. Die vielen Kohlenhydrate können aber nicht verwertet werden und es kommt zum Ausscheiden über den Kot ("Honigtau"). Dieser tropft auf den Boden oder wird von Ameisen abgemolken.
Der Zucker wird aber auch von manchen Arten im Körper zu Wachs umgewandelt und in Form von Fäden ausgeschieden. Eiweiß wird noch zusätzlich gewonnen, indem Bakterien in besonderen Organen (Myzetomen) beherbergt werden, welche den Stickstoff der Luft binden und dem Insekt zur Verfügung stellen.

Systematik

Es gibt etwa 4.000 Arten! Winzig bis sehr große Individuen. Flügelreduktion ist häufig. Paurometabolie, mitunter Neometabolie.

4 U-Ordnungen werden unterschieden: Die Cicadina haben Trommelorgane, produzieren Wachs und geben flüssigen Kot ab. Bei den Psyllina (Blattflöhe) sind die Hinterflügel viel kleiner als die Vorderflügel, wobei die Hinterbeine als Sprungbeine ausgebildet sind. Bei den Aleurodina (Mottenschildläuse) sind die Flügel mit einem Wachssekret bestäubt. Die Aphidina (Blattläuse) geben zuckerhaltige Exkremente ab und bei den Coccina (Schildläusen) sind die Männchen fast stets geflügelt, die Weibchen aber stets flügellos.

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Gleichflügler alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Cercopidae
Die Larven der Cercopidae besitzen die Eigentümlichkeit, sich mit Flüssigkeitsschaum zu umgeben - "Kuckucksspeichel", welche durch Einblasen von Luft in die Kotflüssigkeit entstehen - Schaumzikaden!. Vorderflügel schwarz mit dunkelroter Zeichnung. Der Kopf ist deutlich schmäler als das Pronotum.
Cercopis vulnerata Cercopis vulnerata
Blutzikade
Rot-schwarz gezeichnete Flügeldecken. Körperumriss länglich oval. Die rote Binde in der Flügelspitze folgt der Rundung. Das sprunghafte Insekt nimmt die Pflanzensäfte mit einem kräftigen Rüssel auf. Die Eier werden in Rindenspalten abgelegt. Die Tiere sind träge und wenig sprungfreudig.
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Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Unterberg, Gasteinertal 26.05.2007
Philaenus spumarius Philaenus spumarius
Kuckucksspeichel
Halsschild ohne Kiel. Scheitel stumpfwinkelig. Flügel mit sehr variablem Fleckenmuster, oft auch einfärbig. KL etwa 6mm.
Die Larve lebt einzeln in Schaumgebilden an krautigen und holzigen Pflanzen - "Kuckucksspeichel". Die farblosen Schaumballen dienen dem Schutz vor Feinden und Austrocknung. Dort leben die Larven bis zur letzten Häutung.
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Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Tofererböden, Gasteinertal 19.7.2008
Psyllidae
Die U-Ordnung Psyllina enthält nur diese eine Familie mit ca. 1.000 Arten! Die Vollkerve der Psyllidae ist den Zikaden ähnlich, unterscheidet sich aber durch die langen Fühler, die auf zwei Grundgliedern eine schlanke, achtgliedrige Geißel tragen. Die Flügel sind ärmer an Adern als bei den Zikaden. Sehr sprungfreudig aber schlechte Flieger. Die Larven sind abgeplattete Wesen mit 3 Klammerbeinen. Sie scheiden Wachs aus und erzeugen Honigtau.
Psylla alni Psylla alni
Erlen-Blattfloh
Fam: Psyllidae - Blattflöhe! - Etwa 5 mm. Erlenblattfloh einfarbig grün, Flügel dachförmig aufgestellt, durchsichtig. Antennen lang. Die Flöhe sind gute Springer aber schlechte Flieger. Die Larven bilden weiße, wachsartige Polster zum Schutz vor Feinden. Sie ernähren sich vom Erlensaft.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hundsdorf, Gasteinertal am 03.06.2012
Siehe auch die Seiten:
- Systematik - Insecta - Hexapoda
- Tierbilder - Bildergalerie - Übersicht

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Fauna/Gasteinertal: Homoptera - Gleichflügler
© 12.5.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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