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Insekten - Ordo | ||
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Der wissenschaftliche Name Homoptera bedeutet Gleichflügler, was sich aber nicht auf
die gleiche Größe der Flügel bezieht, weil die Hinterflügel stets kleiner als die Vorderflügel sind,
sondern es soll besagen, daß die Vorderflügel nicht derber sind als die Hinterflügel.
Die meisten der Homoptera saugen an Siebröhren der Gefäßbündel von Pflanzen, wobei der
Saftdruck dem Insekt das Saugen erspart.
Die vielen Kohlenhydrate können aber nicht verwertet werden und es kommt zum Auscheiden über
den Kot ("Honigtau"). Dieser tropft auf den Boden oder wird von Ameisen
abgemolken.
Der Zucker wird aber auch von manchen Arten im Körper zu Wachs umgewandelt und in Form
von Fäden ausgeschieden. Eiweiß wird noch zusätzlich gewonnen, indem Bakterien
in besonderen Organen (Myzetomen) beherbergt werden, welche den Stickstoff der Luft
binden und dem Insekt zur Verfügung stellen.
Arten der im Gasteinertal vorkommenden Gleichflügler alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Cercopidae | ||
| Die Larven der Cercopidae besitzen die Eigentümlichkeit, sich mit Flüssigkeitsschaum zu umgeben - "Kuckucksspeichel", welche durch Einblasen von Luft in die Kotflüssigkeit entstehen - Schaumzikaden!. Vorderflügel schwarz mit dunkelroter Zeichnung. Der Kopf ist deutlich schmäler als das Promotum. | ||
| Cercopis vulnerata Blutzikade |
Habitus
Biotop
Rot-schwarz gezeichnete Flügeldecken. Körperumriss länglich oval. Die rote Binde in der Flügelspitze folgt der Rundung. Das sprunghafte Insekt nimmt die Pflanzensäfte mit einem kräftigen Rüssel auf. Die Eier werden in Rindenspalten abgelegt. Die Tiere sind träge und wenig sprungfreudig. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Unterberg, Gasteinertal 26.05.2007 |
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| Philaenus spumarius Kuckucksspeichel |
Kuckucksspeichel
Halsschild ohne Kiel. Scheitel stumpfwinkelig Flügel mit sehr variablen Felckenmuster, oft auch einfärbig. Etwa 6 mm. Die Larve lebt einzeln in Schaumgebilden an krautigen und holzigen Pflanzen - "Kuckucksspeichel". Die farblosen Schaumballen dienen dem Schutz vor Feinden und Austrocknung. Dort leben die Larven bis zur letzten Häutung. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Tofererböden, Gasteinertal 19.7.2008 |
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| Psyllidae | ||
| Die U-Ordnung Psyllina enthält nur diese eine Familie mit ca.1.000 Arten! Die Vollkerve der Psyllidae ist den Zikaden ähnlich, unterscheidet sich aber durch die langen Fühler, die auf zwei Grundgliedern eine schlanke, achtgliedrige Geißel tragen. Die Flügel sind ärmer an Adern als bei den Zikaden. Sehr sprungfreudig aber schlechte Flieger. Die Larven sind abgeplattete Wesen mit 3 Klammerbeinen. Sie scheiden Wachs aus und erzeugen Honigtau. | ||
| Psylla alni Erlen-Blattfloh |
Wachspolster
Fam: Psyllidae - Blattflöhe! - Etwa 5 mm. Meist einfarbig grün. Die Larven bilden wachsartige Polster an Erlenzweige. In der Watte liegen die Larven. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm/Gasteinertal am 06.05.2002 | |
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Fauna/Gasteinertal: Homoptera - Gleichflügler
© 12.5.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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