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Schmetterlinge - Familien | ||
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Früher wurden die Schmetterlinge (Lepidoptera) in zwei Gruppen, nämlich die Kleinschmetterlinge -
Microlepidoptera - und die
Großschmetterlinge - Macrolepidoptera - eingeteilt und die Großschmetterlinge wiederum je nach ihrer
Lebensweise in Nachtfalter - Heterocera und Tagfalter - Rhopalocera.
Nach den Gesichtspunkten der modernen Systematik ist diese Einteilung jedoch keineswegs gerechtfertigt,
denn es gibt kein Unterscheidungsmerkmal, das die Trennung in Klein- und Großschmetterlinge wirklich
begründen kann. Trotzdem sollen hier der Übersicht und der volkstümlichen Abgrenzung wegen
die sogenannten "Kleinschmetterlinge"
auf dieser Seite extra vorgestellt, ohne dies als systematische Abgrenzung zu verstehen.
Die - 'Kleinschmetterlinge' - umfassen zahlreich Familien, die nach ihrem Merkmalsbild manchen Familien der
Großschmetterlinge näher verwandt sind als andere Kleinschmetterlingsfamilien.
Hierzu gehören zum Beispiel die Zünsler (Pyralidae) und die Spanner (Geometridae).
Auch das früher so hervorgehobene Merkmal der Körpergröße ist für
die systematische Einordnung nicht brauchbar, denn es gibt sowohl unter den Kleinschmetterlingen sehr große,
als auch unter den Großschmetterlingen sehr kleine Arten.
Ebenso ließe sich die Unterteilung in Tag- und Nachtfalter nur mit Zwang begründen,
da es unter den Echten Tagfaltern (Papilionoidea) zumindest einige Dämmerungsfalter gibt,
während unter der Familien der Nachtfalter zahlreiche Gruppen nur tagsüber im Sonnenschein fliegen.
Familien der "Microlepidoptera":
Blattminiermotten (Lithocolletinae),
Blattmotten, Tütenmotten, Miniermotten (Gracillariidae),
Echte Motten (Tineidae),
Federmotten (Pterophoridae),
Flachleibmotten (Depressariidae),
Gespinstmotten (Yponomeutidae),
Glasflügler (Sesiidae),
Grasminiermotten (Elachistidae),
Langhornmotten (Adelidae),
Miniersackmotten (Incurvariidae),
Sackträgermotten (Coleophoridae),
Schleiermotten und Halbmotten (Plutellidae),
Urmotten (Micropterigidae),
Wickler (Tortricidae),
Zünsler (Pyralidae) und
Zwergmotten (Nepticulidae).
Im Gasteinertal können wohl nur wenige Arten aus den genannten Familien angetroffen werden; so einige aus der Familie der Urmotten - Micropterydidae, der Wickler (Tortricidae) oder der Zünsler (Pyralidae). Oft und gerne werden sie aber übersehen oder als Ungeziefer verkannt ("Motten"). Die Gesamtübersicht der Gattungen, die u. a. auch im Gasteinertal vorkommen, sind in der Tabelle der - Lepidoptera - aufgelistet . . .
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Pyralidae | ||
| Die Zünsler sind meist bunt und glänzende, kleine bis mittelgroße Falter mit etwa 15.000 Arten. Ihr Körperbau wie ihre Lebensweise ist vielfältig. Gemeinsames Merkmal ist das an der Hinterleibsbasis liegende Trommelfellorgan (Tympanalorgan), das die Falter als Gehörgang vor den Ultraschall ihrer ärgsten Feinde, der Fledermaus, warnt und ihnen oft eine rechtzeitige Flucht ermöglicht. Andererseits können manchen Zünsler selbst Geräusche erzeugen. Viele U-Familien werden unterschieden. Erstes Hinterleibssegment mit Tympanalorganen. Hinterflügel mit 3 Innenrandadern. Maxillentaster und Labientaster ausgebildet. Fühler nackt oder bewimpert, oft mit Schuppenwülsten hinter dem Basalglied. Chaetastoma und Saugrüssel vorhanden oder fehlend. In Europa über 900 Arten mit 13 Familien! Viele sind Vorratsschädlinge. | ||
| Agriphila straminella |
Habitus
Flügelspannweite: 16 - 19 mm. Die Vorderflügel sind bleich ockergelb und spärlich braun bestäubt. Der Saum ist schwarz punktiert. Die Hinterflügel sind hellbraungrau. Die Raupen überwintern. Bestimmungshilfe : Rolf Mörtter, Entomologie-Forum. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Tofererböden, Gasteinertal 19.7.2008 | |
| Anania funebris Pracht-Wickler |
Flügel schwarz mit weißen Punkten. Imagines fliegen vom späten Mai bis Juli. Raupe an Solidago virgaurea und Genista tinctoria
Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Luggau, Gasteinertal 19.5.2005 | |
| Crambus lathoniellus |
Habitus1
Habitus2
Der Vorderflügel ist im Umriss langestreckt zugespitzt, der Apex ist deutlich vorgezogen und bildet einen spitzen Winkel, der Außensaum ist unter dem Apex deutlich geknickt. Die Art ist in Färbung und Schärfe der Zeichnungselemente ziemlich konstant. Aus der Flügelwurzel entspringen die Costalstrieme und die mediane Strieme, die bei Crambus pratella nahezu parallel verlaufen. Der Vorderrand des Vorderflügels und der Vorderrand der medianen Strieme verlaufen nahezu parallel, dazwischen existiert ein schmaler, strichförmiger Zwischenraum. Die mediane Strieme verläuft insgesamt näher am Vorderrand. DD: Crambus pratellus - der Raum zwischen den Striemen verlaufen hier nahezu parallel. Text: Helmut Kolbeck Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 30.5.2008 | |
| Pyrausta aerealis |
Habitus
Die Arten der Gattung Pyrausta haben eine Vielzahl von Futterpflanzen erschlossen. Die Raupen fressen gewöhnlich in Bodennähe in zusammengesponnenen Blättern der Futterpflanzen. Text in Arbeit - ... Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Böckfeldalm, Hirschkarkogel am 6.7.2008 | |
| Pyrausta purpuralis Purpurroten Zünsler |
KL: ca. 20 Millimeter. Die Vorderflügel sind mit purpurfarbenen Schuppen bedeckt und weisen mehrere goldgelbe
Flecke auf. Die Hinterflügel besitzen eine schwärzliche Grundfärbung und tragen eine hellgelbe Binde.
Bei stark abgeflogenen Exemplaren sind die namensgebenden purpurroten Schuppen fast nicht mehr vorhanden.
Der immer vorhandene gelbe Fleck am Hinterrand liegt saumwärts und er ist meist halbmondförmig ausgebildet.
Zum Saumfeld hin fasert der Fleck häufig aus, kann aber auch gerade abgeschnitten sein.
Die zweite Generation ist größer und trägt meist eine breitere gelbe Zeichnung.
Larve auf Minze und Dost (Origanum). Die Raupen fressen in Bodennähe in zusammengesponnenen Blättern der Futterpflanzen. Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Heinreichalm, Amoseralm, Gasteinertal 26.05.2007 | |
| Udea alpinalis |
Habitus
Fundort - GIS: östliche Länge 13° 9′ 10” - nördliche Breite 47° 8′ 53” Seehöhe ca. 1.500 m. Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Tofererböden, Gasteinertal 19.7.2008 | |
| Udea lutalis |
Flügelspannweite: 23- 26 mm. Vorderflügel cremefarben. Die Hinterflügel sind hellgrau bis weißlich.
Die äußere Querlinie am Vorderflügel ist stark gewellt, im vorderen Teil gezackt,
im hinteren Teil ein zungenförmiger Lobus. Ein Nierenmakel liegt direkt neben dem Lobus der äußeren
Querlinie, ein Ringmakel liegt näher zur Wurzelzone.
Die innere Querlinie ist undeutlich und meist unterbrochen.
RAUPE: 13 bis 15 mm.
Anmerkung: Bestimmung durch Ruedi Bryner, Entomologie-Forum am 13.12.2008 Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Dorfgastein am 30.5.2008 | |
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Tortricidae | ||
| Als Falter sind die Wickler oft recht bunt und durch eckige Flügelform gekennzeichnet.
Spannweiten 10- 25 mm. In Ruhe werden die Flügel dachförmig über den Körper zusammengefaltet.
Die Falten fliegen meist abends oder in der Nacht. Die Raupen leben zwischen zusammengesponnen Blättern,
Nadeln oder Trieben, die sie durch Gespinnstfäden zusammenziehen oder in Früchten, Stängeln,
Knospen, Blüten, Gallen, in der Rinde oder im Wurzelstock.
Viele sind Schädlinge in der Landwirtschaft.
Merkmale: Labialtarsen nach vorn gestreckt oder aufwärts gebogen. Basalglieder klein. Mundglieder in Seitenansicht dreieckig. Maxillartarsen rudimentär. Flügelumriss sehr verschieden. Sichere Bestimmung nur durch Untersuchung der Kopulationsorgane möglich. |
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| Aethes tesserana ◊ Bild-Galerie |
Habitus
Flügel mit gelber Grundfarbe, mit orange- bis rostroten Flecken besetzt. Die Flecken sind größtenteils bleimetallisch gesäumt. Flügelspannweite 11 - 20 mm. LARVE (Raupe): gelblich mit dunklem Kopf und gelben Nackenschild. Futterpflanzen der Raupen: Wurmlattich, Gemeines Bitterkraut, Pippau, Habichtskraut, Dürrwurz. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 30.5.2008 | |
| Diasemia reticularis |
Kopf, Brust und die Grundfarbe der Flügel sind braun. Auf den Flügeln befinden sich mehrere weiße Binden und Flecken.
Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm, Gasteinertal 31.5.2008 | |
| Epiblema scutulana Pracht-Wickler |
Habitus
Biotop
KL: 18-23 mm. Ganz ähnlich die Art Epiblema sticticana und Epiblema cirsiana. Sie sind nur durch die Untersuchung der Genitalien zu unterscheiden. Anmerkung: Bestimmung unsicher! - DD: Epiblema sticticana und Epiblema cirsiana. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Wieden, Gasteinertal 24.5.2008 | |
| Olethreutes arcuella Pracht-Wickler ◊ Bild-Galerie |
Biotop
Flügelspannweite von 14 bis 18 mm. Grundfarbe orange mit silberglänzenden, grauen, schwarzen und gelblichen Mustern. Kommt an Waldlichtungen und verbuschten Trockenrasen vor, meist auf Blättern. Die dunkelbraun gefärbten Raupen leben vom Spätsommer bis zum Frühjahr des Folgejahres an welken Blättern von Pflanzen und an Falllaub, die auch als Nahrung dienen. Unter Laubansammlungen überwintern sie. Im April und Mai verpuppen sie sich in einem Kokon in der Laubstreu. Anmerkung: Bestimmung durch Herrn Mag. Dr. Patrick Gros, Haus der Natur, Salzburg. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Wieden, Gasteinertal 24.5.2008 | |
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Fauna/Gasteinertal: Lepidoptera - Kleinschmetterlinge
© 29.5.2008 by Anton Lafenthaler
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