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A1mam - Fauna/Gasteinertal: Mammalia - Artenzahl: 7
Tiere, Index Tiere - Verzeichnis
Genus
  • Capra - Ziege
  • Cervus - Hirsch
  • Marmota - Murmeltier
  • Lepus - Hase
  • Rupicapra - Gämse
  • Sciurus - Eichhörnchen
  • Vulpus - Wölfe

  • Domestikation
  • Mammalia

    Säugetiere

    Die große Formenvielfalt der Säugetiere beinhalten etwa 6.000 Arten. Als besondere Kennzeichen gilt die Fähigkeit, die Körpertemperatur konstant zu halten, was die Ausbreitung von Arten auch in Gebieten ermöglicht, wo alle wechselwarmen Tiere keine derartige Überlebenschance hätten.
    Als typische Bildungen gelten bei den Säugetieren die Haut, das Haar und die Milchdrüsen. Die Ausbildung eines Mutterkuchens (= Placenta) ist dabei bezeichnend für die U-Klasse der Theria bzw der Placentalia. Die U-Klasse der Protheria mit den Kloakentieren und die Metatheria mit den Beuteltieren sind im Gasteinertal auch als Nutztiere nicht vertreten.

    Die Haare dienen der Temperaturisolation, dem mechanischer Schutz, der Tastfunktion und semantischen Funktionen. Die Krallen, Nägel oder Hufe an den Endphalangen als Hautanhangsbildungen dienen der Fortbewegung, dem Nahrungserwerb und als Waffe, wie auch das Gehörn (Waffe und semantische Funktion).
    Die Haut weist eine 3-Schichtung auf und ist örtlich unterschiedlich dick. Die unterschiedlichen Drüsen in der Haut haben entsprechende Aufgaben:
    Die Duftdrüsen dienen dem artlichen Zusammenhalt, die Schweißdrüsen der Temperaturregulation und die Talgdrüsen der Einfettung. Von größter Bedeutung sind die Milchdrüsen, da ihr Sekret die ausschließliche Nahrung des Neugeborenen darstellt.
    Das Skelett weist immer ein Brustbein (=Sternum) und Rippen auf. Sekundär wasserlebende Formen zeigen Skelettveränderungen, wie z.B. Polyphalangie (Paddelbildungen bei Delphinen etc.).

    Echte Säuger = Placentalia

    Alle in Gastein vorkommenden Säugetiere gehören zur U-Klasse der THERIA (= Placentalia). Die Ausbildung eines Mutterkuchen (= Placenta) ist bezeichnend für diese U-Klasse und inkludiert, dass alle Saugetiere lebendgebährend sind. Die Brutfürsorge erfolgt durch unterschiedlich langes Austragen der Jungen in der Gebärmutter (= Uterus),

    Domestizierte Tiere (Nutztiere) wie das Pferd, die Kuh etc. finden sich auf der Seite
    - - - D o m e s t i k a t i o n - - -

    Arten der in Gastein vorkommenden Säugetiere alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .

    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Capra ibex ibex Capra ibex ibex
    Alpen-Steinbock
    ◊ Bild-Galerie
    Gruppe 2002:  Jungsteinbock   Gruppe   Altbock
    Gruppe 2005:  Steingeiß   Gruppe   Gruppe   Fels
    Gruppe 2008:  Steingeiß   Steingeiß   Steingeiß   Mutter/Kitz
    35-150 kg - Hörner der Männchen je nach Unterart verschieden, 70-140 cm lang, doch niemals mit scharfer Vorderkante oder enger Schraubenwindung. Die Hörner der Weibchen schmal, einfach bogig, nach hinten gekrümmt.
    Siehe auch - Steinböcke in Gastein
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Silberpfennig/Gasteinertal am 16.8.2002
    Cervus elaphus Cervus elaphus
    Edelhirsch
     Hirschkuh   Kopf
    Körperhöhe 75- 150 cm, Gewicht 175- 340 kg. 23 U-Arten! Kennzeichnend ist das Stangengeweih mit aufeinanderfolgenden einfachen Abzweigungen (Enden), die alle etwa in einer Ebene liegen. Mit zunehmenden Alter setzen hier immer wieder neue Enden an.
    Haarkleid starr und etwas struppig, mit ausgebildeter Haarmähne. Haarkleid wechselt jahreszeitlich. Spiegel (helle Zeichnung zu beiden Seiten des Schwanzes auf den Hinterschenkeln) nicht rein weiß und auch keine schwarze Zeichnung. Erwachsene Tiere sind immer ungefleckt.
    Siehe auch - Wildtiere in Gastein
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 16.1.2003
    kein Foto Lepus timidus varronis
    Alpen-Schneehase
    Familie der Leporidae - Hasenartige.
    Kleinere isolierte U-Art des nördl. Schneehasen. Sommerhaar rötlichbraun bis braungrau. Winterhaar weiß, lediglich die Löffelspitzen sind schwarz eingefasst. Pfoten stark behaart. Bei der Spur fallen die Hinterläufe mit den langen gespreizten Zehen auf, die ein Einsinken im Schnee verhindern.
    VO: Tauernregion: 1300 - 3400 m Seehöhe! Sucht im Winter Schutz in Schneehöhlen. Bewohnt den Krummholzgürtel bzw. den baumlosen, steinigen Hochgebirgsbereich. Ihr Tageslager beziehen sie in den Rhododendronstauden oder zwischen Steinen, Wurzeln und Legföhren.
    Foto: Kein Foto
    Marmota marmota Marmota marmota
    Alpenmurmeltier
    ◊ Bild-Galerie
     Habitus 2   Habitus 3   Habitus 4   Biotop   Warnstellung
    Familie der Sciuridae / Gattungsgruppe Marmotini (= Erdhörnchen).
    Gewicht je nach Jahreszeit 4-8 kg. Nasenbeine nach hinten verjüngt. Vom Daumenskelett ist nur der Mittelhandknochen vorhanden. Nagezähne an der Vorderseite braungelb, bei den Jungtieren weißlich. Der Winterschlaf wird noch vor dem Beginn der geschlossenen Schneedecke angetreten. Die Murmeltiere kauern sich zu mehreren in ihren Höhlen zusammen und überwintern so 6-7 Monate, ohne irgend eine nahrung aufzunehmen. Ihre Körpertemperatur sinkt dabei bis auf 2-3°C ab. In dieser Zeit wird ihr gesamtes (braunes) Fett aufgebraucht.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schlossalm/Gasteinertal am 19.9.2002
    Rupicapra rupicapra Rupicapra rupicapra
    Gämse
    ◊ Bild-Galerie
     Kitz   Sommer   Kitz/Geiß   Winter   Rudel   Habitus
    9 Suspecies! KRL: 110- 130 cm; KH: 70 - 85 cm. Gewicht: 14- 62 kg. Kopf kurz, Stirn vor den Hörnern plötzlich aufsteigend. Augen groß. Rückenlinie gerade, aber durch Haarkamm ungleich wirkend. Haarkleid im Sommer kurz und ziemlich glatt, im Winter lang, dicht mit sehr feiner Unterwolle, besonders auf Widerrist und Kruppe verlängert.
    Kräftig, gedrungene Hörner ("Krickel") bei beiden Geschlechtern aufrecht, an der Spitze hakig nach hinten und unten gekrümmt. Beine außen dunkelbraun. Gesicht gelblich mit dunklen Binden vom Ohr zum Mundwinkel. Das längere Winterhaar fast schwarzbraun. Rückenhaare stark verlängert und aufrichtbar ("Gamsbart").
    Nahrung: Gras, Kräuter, Heidekraut Zwerg- und Beerensträucher, Moose und Flechten.
    Tagtier, stark optisch orientiert, auch Geruchssinn bedeutsam. Bei Gefahr Alarm durch "Pfiffe" und Stampfen mit den Füßen. Brunft: X-XII. Bock setzt Duftmarken aus dem Sekret der unter den Krickeln gelegenen Drüsen ("Brunftfeigen") zur Reviermarkierung.
    Tragzeit: 24-26 Wochen. Meist nur 1 Kitz.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Erzwies, Gasteinertal am 24.07.2005
    Sciurus vulgaris Sciurus vulgaris
    Eichhörnchen
    Eichkätzchen
     Krallen   Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4
    Familie der Sciuridae, Gattungsgruppe Sciurini (= Baumhörnchen).
    Nur 1 Art in Mitteleuropa! Gewicht 250 - 480 g. Auffällige Haarbüschel an den Ohrspitzen. Schwanz zweizeilig behaart, buschig, wird beim Sitzen meist über den Rücken gelegt. Schnauzenrücken gebogen, Stirn flach. Hinterbeine wesentlich länger und kräftiger als die Vorderbeine. Färbung fuchsrot bis schwarzbraun, zuweilen an den Seiten eine gelbe Zone, unterseits sauber abgegrenzt weiß. Schwanz mit 10 cm langen Haaren besetzt. Daumen rückgebildet mit Nagel die übrigen Finger sind lang mit scharfen Krallen.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Höhenweg/Gasteinertal am 20.8.2002
    Sciurus vulgaris Vulpes vulpes
    Rotfuchs

    Familie der Canidae (Hunde) - Gattung Vulpes (Wölfe).
    Oberseite gelbrot, Unterseite und meist auch die Schwanzspitze weiß. Unterer Teil der Beine, Mundwinkel und Ohren schwarz. Färbungsformen: Brandfuchs (schwarz gestricheltes Fell, graue Kehle), Kreuzfuchs (dunkle Rückenmitte und Schulter), Silberfuchs (ganz schwarz mit weißer Strichelung und weißer Schwanzspitze).
    Foto: © Astrid Bermoser - Nassfeld/Gasteinertal

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    Fauna/Gasteinertal: Mammalia - Säugetiere
    © 22.7.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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