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Tiere - Verzeichnis | ||
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Die große Formenvielfalt der Säugetiere beinhalten etwa 6.000 Arten.
Als besondere Kennzeichen gilt die Fähigkeit, die Körpertemperatur konstant zu halten,
was die Ausbreitung von Arten auch in Gebieten ermöglicht, wo alle wechselwarmen Tiere keine
derartige Überlebenschance hätten.
Als typische Bildungen gelten bei den Säugetieren die Haut, das Haar und die Milchdrüsen.
Die Ausbildung eines Mutterkuchens (= Placenta) ist dabei bezeichnend für die U-Klasse der Theria bzw der Placentalia.
Die U-Klasse der Protheria mit den Kloakentieren und die Metatheria mit den Beuteltieren sind
im Gasteinertal auch als Nutztiere nicht vertreten.
Die Haare dienen der Temperaturisolation, dem
mechanischer Schutz, der Tastfunktion und semantischen Funktionen. Die Krallen,
Nägel oder Hufe an den Endphalangen als Hautanhangsbildungen dienen der Fortbewegung,
dem Nahrungserwerb und als Waffe, wie auch das Gehörn (Waffe und semantische Funktion).
Die Haut weist eine 3-Schichtung auf und ist örtlich unterschiedlich dick.
Die unterschiedlichen Drüsen in der Haut haben entsprechende Aufgaben:
Die Duftdrüsen dienen dem artlichen Zusammenhalt, die
Schweißdrüsen der Temperaturregulation und die Talgdrüsen der Einfettung. Von größter Bedeutung sind
die Milchdrüsen, da ihr Sekret die ausschließliche Nahrung des Neugeborenen darstellt.
Das Skelett weist immer ein Brustbein (=Sternum) und Rippen auf. Sekundär wasserlebende Formen
zeigen Skelettveränderungen, wie z.B. Polyphalangie (Paddelbildungen bei Delphinen etc.).
Alle in Gastein vorkommenden Säugetiere gehören zur U-Klasse der THERIA (= Placentalia). Die Ausbildung eines Mutterkuchen (= Placenta) ist bezeichnend für diese U-Klasse und inkludiert, dass alle Saugetiere lebendgebährend sind. Die Brutfürsorge erfolgt durch unterschiedlich langes Austragen der Jungen in der Gebärmutter (= Uterus),
| ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten | ||
| Capra ibex ibex Alpen-Steinbock ◊ Bild-Galerie |
Gruppe 2002:
Jungsteinbock
Gruppe
Altbock
Gruppe 2004: Steingeiß
Paar
Gruppe 2005: Steingeiß
Gruppe
Gruppe
Fels
35-150 kg - Hörner der Männchen je nach Unterart verschieden, 70-140 cm lang, doch niemals mit scharfer Vorderkante oder enger Schraubenwindung. Die Hörner der Weibchen schmal, einfach bogig, nach hinten gekrümmt. Siehe auch - Steinböcke in Gastein Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Silberpfennig/Gasteinertal am 16.8.2002 |
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| Cervus elaphus Edelhirsch |
Hirschkuh
Kopf
Körperhöhe 75- 150 cm, Gewicht 175- 340 kg. 23 U-Arten! Kennzeichnend ist das Stangengeweih mit aufeinanderfolgenden einfachen Abzweigungen (Enden), die alle etwa in einer Ebene liegen. Mit zunehmenden Alter setzen hier immer wieder neue Enden an. Haarkleid starr und etwas struppig, mit ausgebildeter Haarmähne. Haarkleid wechselt jahreszeitlich. Spiegel (helle Zeichnung zu beiden Seiten des Schwanzes auf den Hinterschenkeln) nicht rein weiß und auch keine schwarze Zeichnung. Erwachsene Tiere sind immer ungefleckt. Siehe auch - Wildtiere in Gastein Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Faschingberg/Gasteinertal am 16.1.2003 |
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| Lepus timidus varronis Alpen-Schneehase |
Familie der Leporidae - Hasenartige.
Kleinere isolierte U-Art des nördl. Schneehasen. Sommerhaar rötlichbraun bis braungrau. Winterhaar weiß, lediglich die Löffelspitzen sind schwarz eingefasst. Pfoten stark behaart. Bei der Spur fallen die Hinterläufe mit den langen gespreizten Zehen auf, die ein Einsinken im Schnee verhindern. VO: Tauernregion: 1300 - 3400 m Seehöhe! Sucht im Winter Schutz in Schneehöhlen. Bewohnt den Krummholzgürtel bzw. den baumlosen, steinigen Hochgebirgsbereich. Ihr Tageslager beziehen sie in den Rhododendronstauden oder zwischen Steinen, Wurzeln und Legföhren. Foto: Kein Foto |
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| Marmota marmota Alpenmurmeltier ◊ Bild-Galerie |
Habitus 2
Habitus 3
Habitus 4
Biotop
Warnstellung
Familie der Sciuridae / Gattungsgruppe Marmotini (= Erdhörnchen). Gewicht je nach Jahreszeit 4-8 kg. Nasenbeine nach hinten verjüngt. Vom Daumenskelett ist nur der Mittelhandknochen vorhanden. Nagezähne an der Vorderseite braungelb, bei den Jungtieren weißlich. Der Winterschlaf wird noch vor dem Beginn der geschlossenen Schneedecke angetreten. Die Murmeltiere kauern sich zu mehreren in ihren Höhlen zusammen und überwintern so 6-7 Monate, ohne irgend eine nahrung aufzunehmen. Ihre Körpertemperatur sinkt dabei bis auf 2-3°C ab. In dieser Zeit wird ihr gesamtes (braunes) Fett aufgebraucht. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schlossalm/Gasteinertal am 19.9.2002 |
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| Rupicapra rupicapra Gämse ◊ Bild-Galerie |
Kitz
Sommer
Kitz/Geiß
Winter
Rudel
9 Suspecies! KRL: 110- 130 cm; KH: 70 - 85 cm. Gewicht: 14- 62 kg. Kopf kurz, Stirn vor den Hörnern plötzlich aufsteigend. Augen groß. Rückenlinie gerade, aber durch Haarkamm ungleich wirkend. Haarkleid im Sommer kurz und ziemlich glatt, im Winter lang, dicht mit sehr feiner Unterwolle, besonders auf Widerrist und Kruppe verlängert. Kräftig, gedrungene Hörner ("Krickel") bei beiden Geschlechtern aufrecht, an der Spitze hakig nach hinten und unten gekrümmt. Beine außen dunkelbraun. Gesicht gelblich mit dunklen Binden vom Ohr zum Mundwinkel. Das längere Winterhaar fast schwarzbraun. Rückenhaare stark verlängert und aufrichtbar ("Gamsbart"). Nahrung: Gras, Kräuter, Heidekraut Zwerg- und Beerensträucher, Moose und Flechten. Tagtier, stark optisch orientiert, auch Geruchssinn bedeutsam. Bei Gefahr Alarm durch "Pfiffe" und Stampfen mit den Füßen. Brunft: X-XII. Bock setzt Duftmarken aus dem Sekret der unter den Krickeln gelegenen Drüsen ("Brunftfeigen") zur Reviermarkierung. Tragzeit: 24-26 Wochen. Meist nur 1 Kitz. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Erzwies, Gasteinertal am 24.07.2005 |
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| Sciurus vulgaris Eichhörnchen Eichkätzchen |
Krallen
Habitus1
Habitus2
Habitus3
Habitus4
Familie der Sciuridae, Gattungsgruppe Sciurini (= Baumhörnchen). Nur 1 Art in Mitteleuropa! Gewicht 250 - 480 g. Auffällige Haarbüschel an den Ohrspitzen. Schwanz zweizeilig behaart, buschig, wird beim Sitzen meist über den Rücken gelegt. Schnauzenrücken gebogen, Stirn flach. Hinterbeine wesentlich länger und kräftiger als die Vorderbeine. Färbung fuchsrot bis schwarzbraun, zuweilen an den Seiten eine gelbe Zone, unterseits sauber abgegrenzt weiß. Schwanz mit 10 cm langen Haaren besetzt. Daumen rückgebildet mit Nagel die übrigen Finger sind lang mit scharfen Krallen. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Höhenweg/Gasteinertal am 20.8.2002 |
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| Vulpes vulpes Rotfuchs |
Familie der Canidae (Hunde) - Gattung Vulpes (Wölfe). Oberseite gelbrot, Unterseite und meist auch die Schwanzspitze weiß. Unterer Teil der Beine, Mundwinkel und Ohren schwarz. Färbungsformen: Brandfuchs (schwarz gestricheltes Fell, graue Kehle), Kreuzfuchs (dunkle Rückenmitte und Schulter), Silberfuchs (ganz schwarz mit weißer Strichelung und weißer Schwanzspitze). Foto: © Astrid Bermoser - Nassfeld/Gasteinertal |
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Fauna/Gasteinertal: Mammalia - Säugetiere
© 22.7.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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