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A1avepf - Fauna/Gasteinertal: Aves, Fringillinae, Carduelinae, Emberizinae - Artenzahl: 4
Vögel, Aves Vögel - Aves
Genus

Passeriformes . Oscines

Finken und Ammern

Die Finken und Ammern haben viele Gemeinsamkeiten und können so auch zu einer Familie-Gruppe zusammengefasst werden. Teilweise werden die Ammern aber auch im Gegensatz dazu als U-Familie - Emberizinae - geführt.
Emberizidae - Ammern
Diese Familie hat den Gaumenbau gemeinsam. Es sind sperlingsgroße, finkenartige Vögel, die sich viel am Erdboden aufhalten. Schnabel kegelförmig. Nahrung: Insekten und Sämereien. Männchen anders als Weibchen gefärbt. Junge dem Weibchen ähnlich. Z.T. Zugvögel. 3-6 gefleckte Eier. Nest am Boden. Einteilung in 3 U-Familien. Im Gasteinertal kommen lediglich Arten aus der U-Familie der - Emberizinae - vor.
Fringillidae - Altweltfinken
Die Finken unterscheiden sich von den Ammern meistens durch das Fehlen der Unterschnabelentwicklung. Der Schnabel ist kurz, kegelförmig, kräftig. Nest napfförmig auf Bäumen oder Sträuchern. Eier gefleckt. Das Männchen füttert das brütende Weibchen. Nester im Gebüsch oder auf Bäumen. Sie kommen in allen Erdteilen vor (Ausnahme: Madagaskar).
2 U-Familien: Fringillinae und Carduelinae - Zeisige und Siglitzverwandte.
Im Gasteinertal vorkommmende Finken und Ammern: Buchfink, Bergfink, Birkenzeisig, Erlenzeisig, Grünfink, Distelfink, Gimpel, Girlitz, Goldammer, Kreuzschnabel . . .

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Singvögel alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Carduelinae
Die U-Familie der Zeisige (Stieglitzverwandte) weisen weltweit 28 Gattungen mit 116-122 Arten auf. Sie ernähren sich von Samen (Krautsamenspezialisten). Merkmale: 9 Handschwingen. Schnäbel stark kegelförmig (zum Aufbrechen von Samen). Speiseröhre dehnbar. Im Kropf werden Samen gespeichert, Muskelmagen stark. Füttern ihre Jungen durch Auswürgen, vor allem von Samen (Kropfatzung der Jungen). Einteilung in 3 Gattungsgruppen: Karmingimpel, Gimpel und Kernbeißer!
Acanthis flammea Acanthis flammea
Birkenzeisig
Etwa 13 cm groß mit rotem Stirnfleck. Kinn schwarz. Schnabel gelblich. Oberseite braun, dunkel gestrichelt, 2 helle Flügelbinden. Brust beim Männchen rot, beim Weibchen und juvenil braun.
Das Birkenzeisig-Weibchen hat wie das Männchen einen bräunlichen Rücken, einen dunklen Schwanz, eine rote Stirn, einen dunklen Kehlfleck und eine helle, weiße bis bräunliche Unterseite mit dunklen Streifen. Eine rosa Brust hat nur das Männchen. Birkenzeisige legen 4 bis 6 hell bräunliche Eier mit rotbraunen Flecken.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Kurpark, Bad Hofgastein am 28.4.2012
Carduelis carduelis, Stiglitz Carduelis carduelis
Stiglitz
Distelfink
GL 12 cm. Kräftig rote Gesichtsmaske. Kopf mit weißen Halsseiten und schwarzem Nacken und Oberkopf. Flügel mit deutlich abgesetzter, breiter leuchtender gelben Binde. Rücken ist hellbraun, der Bürzel weiß. Schwanz gegabelt mit weißen Flecken. Schnabel kräftig, lang und spitz, elfenbeinfarben. Bei den Weibchen ist die Schnabelspitze gerade, das untere Bauchgefieder grüngelb und die kleinen Deckfedern braun bis graubraun. Schnabelspitze der Männchen gebogen. Das untere Bauchgefieder ist gelblich. Nahrung: Sämereien von Stauden, Wiesenpflanzen und Bäumen.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein/Gasteinertal am 24.5.2017
Carduelis chloris Carduelis chloris
Grünling
Grünfink
Größte Art in der nördlichen Welt. GL 15 cm. Auffällig gelber Flügelspiegel. Die Weibchen sind überwiegend graugrün, die gelben Abzeichen an Flügeln und Schwanz sind hier weniger deutlich.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein/Gasteinertal am 21.3.2003
Carduelis chloris Carduelis spinus
Erlenzeisig
Zeisig
KL 12 cm. Gelblichgrün, dunkel gestrichelt. Bürzel und Flügelbinde gelb. Männchen mit, Weibchen ohne schwarze Kopfplatte. Schnabel hell. Die Jungvögel bräunlich. Eier gefleckt. Ernährung: Sämereien (Birken, Erlen); im Sommer auch Insekten.
Vorkommen: Nadelwälder. Außerhalb der Brutzeit auch in Parks, vor allem aber in Birken- und Erlenbeständen, auch in Schwärmen. 2 Bruten. Nest auf Nadelbäumen.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Höhenweg, Bad Hofgastein am 23.3.2013
Fringillinae
Die Gattung Fringilla kennt nur 3 Arten, wovon der Bergfink und der Buchfink auch im Gasteinertal vorkommen! Es gibt sie in der gesamten nördlichen Welt - sie leben generell im Wald! Ernähren sich von Samen und Insekten. Geschlechtsdimorphismus! Sie weichen im Körperbau und Verhalten von den Siglitzverwandten nur geringfügig ab, hauptsächlich dadurch, dass sie ihre Nestlinge gänzlich mit wirbellosen Tieren (in erster Linie Raupen) füttern, die sie im Schnabel zu den Jungen bringen. GL 15 cm. Gewicht zwischen 17 und 30g. Zu dieser U-Familie soll hier auch die Gattung Phyrrula gestellt werden.
Fringilla coeleps Fringilla coeleps
Buchfink
GL: 16cm - Männchen mit graublauer Haube, rostbraunen Rücken und bräunlich-rote Unterseite. Weibchen hell olivbraun. Bei beiden auffällige doppelte, weiße Flügelbinde und weiße Schwanzaußenseite.
Teilzieher. Überwintert in Mittel- und Südeuropa, z.T. auch in Skandinavien. Weibchen überwintern vornehmlich in Irland. Der Artname "coeleps (= ehelos) rührt daher, weil die Männchen überwiegend in Schweden überwintern (Linne's Heimat). Er brütet fast überall, wo sich große Bäume befinden. Das Nest wird auf einen Zweig gebaut und ist gewöhnlich ein mit Flechten getarnter Napf. Der Buchfink überwintert in Österreich, die Weibchen nicht.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein, Gasteinertal 23.3.2007 // 29.7.2008
Pyrrhula pyrrhula Pyrrhula pyrrhula
Gimpel
KL: 14,5 cm - Kopfkappe schwarz, Bürzel weiß, Flügel und Schwanz schwarz, weiße Flügelbinde, kurzer, kräftiger Schnabel. Männchen mit leuchtend rosafarbener Unterseite und blaugrauen Rücken.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein, Gasteinertal am 29.4.2005 //20.3.2007
Emberizinae
Man unterscheidet bei den Ammern 3 Gattungsgruppen (Emberizini, Tiaridini, Geospizini). GL 9 - 21 cm. Füße gewöhnlich groß. Schwanz kurz bis mittellang. Schnabel kurz, kegelförmig zugespitzt. Federkleid meist braun oder olivfarben.
Emberiza citrinella Emberiza citrinella
Goldammer
KL: um 16 cm. Bürzel rotbraun. Schwanzkante weiß. Beim Männchen Kopf und Unterseite gelb. Rücken braun mit dunklen Längsstreifen. Brust braun gefleckt. Beim Weibchen sind der Kopf und die Unterseite weniger leuchtend.
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Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein am 22.03.2007
Siehe auch die Seiten:
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- Archiv - Muscicapoidea - Oscines
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© 2.11.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
Rev. 25.5.2017
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