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A1pis - Fauna/Gasteinertal: Pisces, Osteichthyes
Wirbeltiere Vertebrata/Wirbeltiere
Genus

Osteichthyes

Knochenfische

Bei den echten Knochenfischen sind alle Skelettteile verknöchert. Die Wirbelsäule bildet die eigentliche Achse des Gesamtskeletts. Der Hirnschädel ist zu einer festen Kapsel geworden, die aus unterschiedlichen Knochenteilen besteht. Die meisten Knochenfische besitzen eine Schwimmblase, mit deren Hilfe sie ihr Eigengewicht verändern können um das Aufsteigen und Absinken im Wasser ohne Flossenbewegungen bewerkstelligen zu können.

Fisch, Skizze Die im Gasteinertal vorkommenden Arten wie z.B. die Forellen oder die Saiblinge gehören alle zur Ordnung der Lachsartigen (Salmoniformes); andere wieder wie z.B. die Elritzen zu den Karpfenartigen (Cupriniformes). Ein besonderer Fisch ist die Koppe, die weit abgelegen im zoologischem System den Panzerwangenfischen (Scorpaeniformes) zugerechnet wird.

Salmonidae - Lachsähnliche i.e.S.
Diese Familie beinhaltet mäßig gestreckte, im Querschnitt angedeutet drehrunde Fische mit zahlreichen, verhältnismäßig kleinen Schuppen. Mundöffnung weit gespalten mit kräftiger Bezahnung. Am Kiemendeckel ist ein zusätzlicher Knochen, das Supraorbiculum vorhanden.
Bei uns gibt es die Gattung Salmo mit der Bachforelle und dem Saibling (Salvelinus). Viele Arten bilden höchst unterschiedliche örtliche Formen aus.
Der Bachsaibling kann sich mit der Bachforelle kreuzen ist aber nicht mehr weiter fortpflanzungsfähig und heißt bei uns Blendling bzw. Tigerforelle. Diese führt ein kannibalisches Leben und ist eher ein ungebetener Gast.
Cyprinidae - Karpfenfische
Artenreichste Fischfamilie überhaupt. Vorhandensein einer Mahl- und Kauplatte. Mund von den Zwischenkieferzähnen umsäumt, Bartfäden entweder fehlend oder höchstens in 2 Paaren vorhanden. Mundspalte klein, Mundhöhle zahnlos. Die am Eingang des Schlundes bogenförmigen Knochenstücke tragen in wechselnder Anzahl Zähne und werden durch Schlundzahnformeln beschrieben. Rundschuppen. Süßwasserfisch.
Cottidae - Groppen i.e.S.
Körper schuppenlos bzw. mit rückgebildeten Schuppen oder mit großen Knochentafeln, die Stacheln tragen können. Zwei Rückenflossen, entweder getrennt oder durch eine Haut verbunden. Auffällig große fächerartige Brustflossen. Bauchflossen entweder fehlend oder aus einem Stachel bestehend. Körper mehr oder weniger gestreckt. Kopf breit und flach, mit Stacheln vor allem am Vorkiemendeckel. Mundöffnung groß, endständig und in verschiedenem Ausmaß vorstreckbar. Schwanzflosse abgerundet oder ausgeschnitten. Schwimmblase fehlt. Alle Groppen sind Bodenfische.

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Knochenfische alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Cottidae
. . . Cottus gobio
Koppe
Groppe
Fam: Cottidae! - GL etwa 15 cm. Körper keulenförmig. Die Seitenlinie reicht bis zur Basis der Schwanzflosse. Bauchflosse nicht quergestreift, farblos; ihr innerer Strahl etwa so lang wie der äußere. Kiemendeckel mit einem starken, gekrümmten Dorn. Brustflosse groß, Schwanzflosse hinten gerundet. Keine Schuppen. Bräunlich mit unregelmäßiger Fleckung. Kopfunterseite schmutzig lilablau.
Steigt in Regionen bis 2000 m hoch. Tagsüber unter Steinen verborgen. Nahrungssuche erst bei Dämmerung. Bevorzugen sandigen, steinigen Grund und klare, schnell fließende Bäche und klare Seen. Laicht März bis April. Eier werden in Laichgruben als Klumpen abgesetzt und vom Männchen bewacht.
Nahrung: Flohkrebse, kleine Fische und insbes. Forellenbrut.
Foto: keines!
Cyprinidae
Phoxinus phoxinus Phoxinus phoxinus
Elritze
Fam: Cyprinidae! - Länge 6-10 cm. Körper spindelförmig, Mund endständig, Schnauze stumpf. Ansatz der Rückenflossen hinter den Bauchflossen. Schuppen klein. Rücken und Seite mit hellen und dunklen Flecken; oberhalb der Seitenlinie meist ein messingfarbener Längsstreif.
Schwarmfisch in sauberen Bergbächen und Flussoberläufen, in schnell fließenden Gewässern und Seen der Alpen mit Sand- und Steingut. Hält sich besonders an der Oberfläche auf.
Nahrung: Insektenlarven und Würmer.
Pyramidensymbol Archivbilder . . .
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Bockhartsee, Gasteinertal am 24.6.2008
Salmonidae
Salmo trutta Salmo trutta f.fario
Bachforelle
Fam: Salmonidae! - GL bis 50 cm. Kennzeichnend sind zahlreiche schwärzliche Flecken oberhalb der Seitenlinie und rötliche, hellumrandete Augenflecken längs der Seitenlinie und darunter. Die Zeichnung hängt stark vom Untergrund ab. Rücken meist oliv-schwarz, die Seiten silbrig grau, gelblich, der Bauch weiß-gelb.
Lebt in kalten, sauerstoffreichen Bächen und Oberläufen mit Wassertemperaturen von 10-18°C. Bachforellen im Gletschergebiet werden nicht größer als 17 cm und max. 100 g (Steinforellen). Sie laichen von Oktober bis Dezember. In Gastein nennt man die Bachforelle den "Ferch".
Hauptnahrung: Larven der Köcherfliege und/oder Flohkrebse. Mit zunehmenden Alter verzerren sie auch jüngere Artgenossen und andere Kleinfische.
Anmerkung: Als Stammform gilt die Meerforelle, woraus sich die Formen See- und Bachforelle ableiten!
Pyramidensymbol Archivbilder . . .
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Bruck, Gasteiner Ache 17.03.2007 // Kötschachbach, Gasteinertal 5.4.2007
Salvelinus fontinalis, Gasteinertal Salvelinus fontinalis
Bachsaibling
Fam: Salmonidae! - GL bis 50 cm, Gewicht über 1 kg - Körperseite nur hell punktiert. Vorderkante der Brust-, Bauch- und Afterflosse weiß, dahinter deutlich schwarz gesäumt. Rücken braun oder oliv marmoriert, Seite heller, gelblich und rötlich punktiert.
Bergbäche! - Der Bachsaibling wurde (gleichzeitig mit der Regenbogenforelle) aus Amerika eingeführt und gilt als Laichräuber unserer Bachforelle. Die Bachsaiblinge gedeihen auch bei Temperaturen, die den Bachforellen zu niedrig sind. Bei beiden fällt die Laichzeit zusammen und es kommt hin und wieder zu Kreuzungen, die man dann Tigerforellen oder Blendling nennt und unfruchtbar sind. Laichzeit Oktober bis März.
Nahrung: Flohkrebse, kleine Fische, Forellenbrut!
Foto: keines!
. . . Salvelinus alpinus
Wandersaibling
Seesaibling
Fam: Salmonidae! - GL bis 70 cm, Gewicht etwa 2 kg - Körperseite nur hell punktiert. Vorderkante der Brust-, Bauch- und Afterflosse nur weiß gesäumt und nicht schwarz abgesetzt. Die Saiblingszeichnungen fallen je nach Örtlichkeit höchst unterschiedlich aus. In Gletscherseen der Alpen häufig ausgesetzt.
Je nach Form werden im Alpengebiet der Normalsaibling, Wildfangsaibling, Schwarzreuter und Tiefensaibling unterschieden. Bei uns ist es der Schwarzreuter.
VO: Bockhartsee, Höhkarseen, Reedsee, Palfnersee ...
kein Foto
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Fauna/Gasteinertal: Pisces, Osteichthyes - Fische
© 1.1.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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