Die Ordnung der Haften, auch Plattflügler genannt haben einen rundlichen Kopf und nach unten gerichtete
kauende Mundwerkzeuge. Seitlich liegen große, halbkugelige Augen. Zwischen den Augen entspringen kurze bis lange,
keulen-, faden- oder perlschnurförmige, bisweilen sogar gekämmte Fühler.
Gewöhnlich sind 2 Paar gleichartige, großflächige Flügel vorhanden (Ausnahme: Nemopteridae), die eine reiche
netzförmige Aderung und ein Flügelmal (Pterostigma) aufweisen.
Die durchsichtige Flügelmembran ist manchmal getönt, bisweilen bunt gefleckt. In Ruhe werden die Flügel meist
steil dachförmig über den gewöhnlich wesentlich kürzeren Hinterleib zusammengelegt.
Die Beine sind als gleichartige Schreitbeine mit 5-gliedrigen Füßen und 2 Krallen ausgebildet.
Vollkommender Verwandlung (Holometabolie).
Die Larven haben Saugzangen und leben räuberisch. Die meisten Larven leben auf dem Land.
Arten der im Gasteinertal vorkommenden Netzflügler, Haften alphabetisch nach dem lateinischen
Namen geordnet . . .
ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Chrysopidae
In Mitteleuropa sind 29 Arten von Florfliegen bzw. Goldaugen bekannt! Die Flügelspanne liegt um 12 - 72 mm.
Der zarte Körper ist meist grünlich, selten bräunlich gefärbt. Ihre goldgrün schimmernden Augen und
florartig den Körper verhüllenden transparenten Flügel, deren breites Costalfeld, zahlreiche parallele,
unverzweigte Queradern aufweisen, kennzeichnen sie unverwechselbar.
Die Flügelpaare werden unabhängig voneinander bewegt, da ein Koppelungsmechanismus fehlt, was die kurzen Flügel
besonders unbeholfen erscheinen lässt. Zur Verteidigung gebrauchen sie seitlich an der Brust gelegene Stinkdrüsen.
Die Vollkerfe lebt auf Bäumen und Sträucher.
Die Larven sind oft Blattlausjäger. Vorzugsweise nachtaktive Tiere.
Die Imagines manchmal Pollen, Nektar und Honigtau.