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Insekten - Ordnungen | ||
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In diese Ordnung werden kleine bis sehr große Insekten zusammengefasst, die mit ihren stark entwickelten Hinterbeinen gut springen und meist mit Hilfe spezieller Stridulationsorgane Laute erzeugen können, die charakteristische 'Gesänge' ergeben.
Körperbau: Gewöhnlich ist der Körper langgestreckt und seitlich etwas abgeflacht. Er zeigt eine auffällige Gliederung in Kopf, die von einem großen, sattelförmigen Halsschild überdeckte Vorderbrust, der sich das gedrungene Abdomen eng anschließt. Der Kopf trägt große Augen, 3 Ozellen, borsten- und fasdenförmige Fühler und kräftige, nach unten gerichtete beißende Mundwerkzeugen. In der Regel sind 2 Flügelpaare gut ausgebildet, von denen das vordere Paar länglich, lederartig verstärkt aber trotzdem mit Adern versehen ist. Unter diesen liegen die breiten, häutigen, manchmal bunt gefärbten Hinterflügel fächerartig zusammengefaltet verborgen. In der Ruhe werden die Flügel dachartig über dem Hinterleib aneinandergelegt. Zahlreiche Arten sind kurzflügelig oder flügellos. Die beiden vorderen Beinpaare sind meist als Laufbeine ausgebildet, die hinteren hingegen als Sprungbeine.
Die Schrecken springen mit dem 3.Beinpaar, indem sie die Schienen gegen den Schenkel ruckartig strecken
(saltator= Springer). Das Sprunggelenk der Schrecken ist das Kniegelenk. Die Muskeln dazu finden
sich in den Schenkeln, deshalb sind diese verdickt. Kräftige Sporne an den freien Enden der Hinterbeine
sorgen dafür, dass die Sprungbeine beim Absprung nicht von der Unterlage abgleiten.
Die beiden anderen Beinpaare sind Laufbeine oder können besonderen Aufgaben dienen.
Bei den jagenden Laubheuschrecken sind die Schienen mit kräftigen Dornen besetzt, um die Beute festhalten
zu können oder die Vorderbeine sind zu Grabschaufeln umgebildet.
Die Flügel können mehr oder weniger rückgebildet sein (auch innerhalb der Art).
Kurzflügelige Vollkerfen sehen den Larven ähnlich, sind aber leicht dadurch zu unterscheiden,
dass bei den Larven die Hinterflügel über den Vorderflügel liegen.
Der Hinterleib weiblicher Schrecken trägt einen Legeapparat.
Nach dem Bau dieses Legeapparates und der Länge der Fühler unterscheidet man 2 U-Ordnungen
und zwar die Ensifera (Langfühlerschrecken) und die Caelifera (Kurzfühlerschrecken).
In Mitteleuropa kommen rund 130 Arten vor.
Nach dem Bau dieses Legeapparates und der Länge der Fühler unterscheidet man 2 U-Ordnungen und zwar
die Ensifera (Langfühlerschrecken) und die Caelifera (Kurzfühlerschrecken).
Arten der im Gasteinertal vorkommenden Schrecken alphabetisch nach dem lateinischen Familiennamen geordnet . . .
| ARCHIV - Beschreibung der Familien und Arten | ||
| Acrididae | ||
| Die Familie der Feldheuschrecken umfasst etwa 5.000 Arten! Es werden 2 U-Familien unterschieden und zwar die Oedipodinae (Schnarrheuschrecken) und die Acridinae (Eigentliche Feldheuschrecken). Beide unterscheiden sich durch die Schrillorgane. Vorderbrust unterseits ohne oder nur mit einem kleinen warzenförmiger Erhebung. Die männlichen Arcididae zirben durch Reiben der Hinterschenkel an einer Leiste der Vorderflügel. KL: 11-40 mm. Zahlreich in der Bodenvegetation an sonnigen Stellen. Grau oder braun, manche Arten grün. Eiablage in der Erde oder an Stängeln und Blättern in Bodennähe. Überwinterung stets als Ei. Die Männchen der Grashüpfer lassen an warmen Sommertagen zu Hunderten auf Wiesen und Feldern ihr feines rhythmisches Zirpen ertönen. | ||
| Chorthippus alpicola ? Höhengrashüpfer |
Habitus m
Fam: Acrididae - Feldheuschrecken! / U-Fam: Gomphocerinae (Grashüpfer) Die Form der Halsschildseitenkiele variiert sehr von leicht gebogenen Kielen bis zur deutlichen Winkelung. Dieses Merkmal variiert sogar innerhalb einzelner Populationen. Das Hörorgan ist oval geformt. Die Flügel reichen beim Männchen bis kurz vor die Abdomenspitze, beim Weibchen sind sie stark verkürzt. Die Färbung schwankt ganz außerordentlich; die Hinterschienen sind honiggelb. An den Abdomenseiten zieht eine breite, aoft in Flecken aufgeloste Längsbinde zur Abdomenspitze. Das Männchen besitzt eine leuchtend blutrote Hinterleibsspitze und ebenso gefärbte Hinterleibsschienen (beim Weibchen sind diese gelblich oder rötlich). DD: Chorthippus parallelus s.u. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Präaualm/Gasteinertal am 29.6.2002 | |
| Chorthippus parallelus Gemeiner Grashüpfer |
Aufsicht
Habitus
Schrägansicht
Fam: Acrididae - Feldheuschrecken! / U-Fam: Gomphocerinae (Grashüpfer) Hinterflügel nur wenig kürzer als der Vorderflügel. Angelegte Flügel überragen die das Hinterknie. Vorderflügel 4 x so lang wie breit. Hinterknie schwärzlisch. Querfurche der Halsschildes hinter der Mitte. Vorderflügel normal geformt, am Ende gerundet. Männchen: Hinterflügel ca. 5 mm lang, knapp so lang wie die Vorderflügel (von der Seite durchscheinend). Weibchen: Vorderflügel 4-11 mm lang, schuppenartig, in der Mitte breit und am Ende zugespitzt. Legescheidenklappen 3-4 x so lang wie hoch. Feuchtwiesen, Nassstellen, Wedien, Magerrasen und Moore. Anmerkung: Wurde von Peter Reger aus Nürnberg dankenswerterweise korrigiert und als Chorthippus parallelus erkannt. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Präaualm/Gasteinertal am 29.6.2002 | |
| Chrysochraon dispar Große Goldschrecke |
Habitus
Fam: Acrididae - Feldheuschrecken! / U-Fam: Gomphocerinae (Grashüpfer) Kopf spitzwinkelig - Männchen: Vorderflügel mindestens 7,5 mm lang, bedecken etwa 3/4 des Hinterleibs, an der Spitze abgerundet. Weibchen: Vorderflügel berühren sich fast am Rücken, Basis ohne Ausbuchtung. Hinterschenkel unten und Hinterschienen weinrot. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schmalzscharte/Gasteinertal am 13.09.2001 | |
| Miramella alpina Alpine Gebirgsschrecke |
Habitus1
Habitus2
Fam: Acrididae - Feldheuschrecken! / U-Fam: Catantopinae (Knarrschrecken). Hell olivgrün und schwarz. Vorderflügel am Ende gerundet. Hinterschienen gelbbraun, schwarz oder rot. Männchen 16-23 mm, Weibchen 22 - 31 mm. LARVE: Grundfärbung grün, am Vorderkörper kein gelb, untere Legeröhrenklappen gezähnt. Anmerkung: Erstbestimmung - wurde von Peter Reger aus Nürnberg als Miramella alpina erkannt. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Präaualm 29.6.2002 // Schwalbenkar, Gasteinertal am 19.7.2006 | |
| Odontopodisma spec. | Leuchtend hellgrün mit schwarzem Längsband und rosafarbenen schmalen Flügelstummeln und rosa Hinterknien. Art-Bestimmmung ?
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hintere Prossau/Gasteinertal am 30.7.2004 |
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| Omocestus viridulus Bunter Grashüpfer |
Habitus
Männchen 13-17 mm, Weibchen 20-24 mm. Die Grundfarbe ist in der Regel leuchtend grün, nicht selten auch olivgrün oder gelbbraun. Die meist weißen Halsschild-Seitenkiele sind in der Regel schwarz gesäumt und im ersten Viertel mäßig gebogen. Die Vorderflügel erreichen bei beiden Geschlechtern die Hinterknie. Sie tragen oberseits die Grundfarbe, auf der Seite sind sie braun bis schwarz. Beim Weibchen zieht durch den Vorderrand häufig ein heller Streifen. Die Legeröhrenklappen sind schlank und ungefähr gleich lang wie die Subgenitalplatte. Taster einfärbig. Der weit hörbare Gesang ist eine 10-20 s dauernde, tickende Folge von kurzen Einzellauten. Die Tiere sind scheu und aufmerksam. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Badesee/Grauerlenau, Bad Hofgastein 15.7.2008 |
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| Tettigoniidae | ||
| Fam: Singschrecken - Vorderschienen oben mit 2 nach vorn gerichteten spaltförmigen Öffnungen
von der Seite trommelartig durchscheinend. Hinterschild über die ganze Länge gleich
hoch, Fühler zwischen den Augen eingelenkt, näher zum Scheitel als zum Kopfschild.
Kopf im Seitenprofil mehr rundlich, am Scheitel einen rechten bis stumpfen Winkel bildend.
Singschrecken mit langen, dünnen Fühlern und 4gliedrigen Füßen. Weibchen mit kurzem, sichelförmig gekrümmten oder langen, schwertartigen Legeapparat. Flügel oft kurz, manchmal fehlend. Die Männchen besitzen jedoch stets einen Rest zum Erzeugen ihres Gesanges. Je eine Höröffnung auf jeder Schienenseite. Meist dämmerungsliebend oder nächtlich. |
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| Decticus verrucivorus Warzenbeißer ◊ Bild-Galerie |
Details
Habitus
KL: 25 - 45 mm. Grün mit schwarzen Flecken auf den langen Flügeln. Vollgeflügelte Singschrecken mit sehr variabler grüner oder gelber bis tiefbrauner Grundfärbung. Dunkle Flügelzeichnung. Bis 2000 m, 60% tierische Nahrung, der Rest Pflanzen. Striduliert laut. Früher lies sich die Landbevölkerung von dieser Heuschrecke die Warzen abbeißen und die Wunde durch den ausgewürgten Verdauungssaft verätzen. Tagaktiv, vorwiegend auf Böden oder in sehr niedriger Vegetation. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseen/Gasteinertal am 25.8.2005 |
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| Metrioptera roeselii Roesels Beißschrecke |
Details
Habitus
Habitus
Flügel viel kürzer als der Hinterleib. KL: 14 - 18 mm. Grundfarbe grün oder hellbraun. Die dunklen Seitenlappen des Halsschildes sind breit gelbweiß oder hellgrün gerandet. Die bräunlichen, manchmal grün gestreiften Flügel bedecken etwa das halbe Abdomen, gelegentlich treten auch voll geflügelte Tiere auf. Die Cerci des Männchens sind im Spitzendrittel gezähnt. Grasland, bis 1500 m. Zur Eiablage beißt das Weibchen meist ein Loch in einen Pflanzenstängel (z.B. Kohldistel) und führt durch dieses den Legebohrer ein. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gruppen abgelegt. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Badesee/Grauerlenau, Bad Hofgastein 15.7.2008 |
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| Pholidoptera aptera Alpen-Strauchschrecke ◊ Bild-Galerie |
Details
Habitus
Habitus
Halsschild hinten breit hell gerandet. KL: 20 - 25 mm. Färbung graubraun bis schwarz. Halsschild hinten mit scharf abgesetzten, weißen Streifen. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hasseckweg/Gasteinertal am 25.8.2005 |
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| Tettigonia viridissima Großes Heupferd |
Kopf
Bein
Habitus
Flügel voll entwickelt aber kein guter Flieger. Der Stridulationsbereich auf den Vorderflügeln beim Männchen ist stets braun. Legesäbel ca. 20 mm lang, erreicht die Flügelspitzen, etwas gekrümmt. Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Stein/Gasteinertal am 30.09.2004 |
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| Gryllidae | ||
| Die Arten der Familie der Grillen zeigen einen gedrungenen, walzenförmigen Körperbau; schwarz, dunkelbraun oder gelblich. Sie leben meist in Erdhöhlen und unter Laub und sind vorwiegend Nachttiere. Hauptsächlich Pflanzenfresser. Überwinterung als Larve, daher schon im Frühsommer geschlechtsreif. Lauter Heuschreckengesang im Mai Juni stammt von Feldgrillen. Die Eiablage erfolgt in der Erde. | ||
| Gryllus campestris Feldgrille |
Habitus
Körper glatt, schwarz glänzend. KL: 20 - 28 mm. Vorderschiene nur außen mit Trommelfell. Schwarze, parallelseitig-walzenförmige Grille mit sehr großem, gewölbtem Kopf, der breiter ist als der Brustabschnitt. Die Augen sind klein, vor ihnen sitzen 2 lange Fühler. Die braunen Hinterflügel sind flach, verkürzt und auf dem Hinterleib zusammengelegt, die Hinterschenkel innen rötlich und die Hinterschienen stark bedornt. Am Hinterende erkennt man 2 schlanke, schwach behaarte Fortsätze (Cerci) zwischen denen die Weibchen die langen Legeröhre trägt. Weit verbreitet. Lebt in selbst gegrabenen Erdröhren. Im Frühjahr legt das Weibchen mehrere hundert Eier in den Boden oder in Hohlräumen, wo sich über 11 Larvenstadien im zweiten Sommer die erwachsenes Grillen entwickeln. Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Steineralm, Gasteinertal 26.5.2008 |
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Fauna/Gasteinertal: Saltatoria - Schrecken
© 26.10.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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