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A1ave-s - Fauna/Gasteinertal: Aves, Strigiformes - Artenzahl: 3
Vögel, Aves Vögel - Aves
Genus
  • Athene - Steinkauz
  • Strix - Waldkauz
  • Tyto - Schleiereule
  • Strigiformes

    Eulen

    2 Familien, 28 Gattungen und etwa 144 Arten! Die Ähnlichkeiten mit den Greifvögeln weist keine Verwandtschaft auf, sondern ist auf Konvergenz zurückzuführen. Fossil seit dem Eozän (Amerika).

    Habitus: GL 15-80 cm, Gewicht 55-4200 g. 11 Handschwingen, 12 Schwanzfedern. Alle Brustwirbel nicht verwachsen. Nasenloch vom Nasenbein begrenzt (holorhiner Schädel). Der Syrinx wird nur von den Bronchien gebildet. Langer Blinddarm mit keulenförmigen Enden. Burzeldrüse nackt, kein Kropf; trübe Nickhaut (einzigartig bei den Vögel). Ambiens-Muskel am Oberschenkel fehlt. Vierte Zehe abgespreizt. Schnabel tief heruntergezogen, Oberschnabel hackig gekrümmt. Gefieder in der Grundfarbe meist bräunlich mit dunkler Zeichnung.
    Ernährung: Hauptsächlich Wirbeltiere (Säuger, Vögel), Würmer und Insekten. Unverdauliche Nahrungsreste werden als Gewölle ausgewürgt (enthalten im Gegensatz zu den Gewöllen der Greifvögel auch Knochenreste).
    Sinnesorgane: Augen nach vorne gerichtet, von einem Federkranz umgeben (Schleier), darin der hakige Schnabel gewöhnlich teilweise verborgen. Eulen sind weitsichtig, sehen aber auch bei Tag gut. Die Augen können nicht bewegt werden. Hervorragendes Gehör; diese sind durch befiederte Klappen verschließbar - nicht zu verwechseln mit den Federbüscheln am Kopf (Schmuckfedern), die meist als "Ohren" bezeichnet werden. Meist in der Nacht jagend; daran angepasst durch große Augen, hochentwickeltes Gehör und geräuschloser Flug.
    Nestbau: Das Gelege besteht aus 1- 12 rundliche, weiße Eier. Richtige Nester werden aber keine gebaut. Das Gelege wird entweder am Boden abgelegt oder in verlassenen Nestern von Greif- oder Krähenvögel. Die Eulenkinder werden blind geboren.

    Tytonidae - Schleiereulen
    2 Gattungen, 11 Arten! Gesichtsschleier mehr oder weniger herzförmig, weiß. Gefieder hell. Keine Ohrbüschel. Beine lang. Kralle der Mittelzehe "gekämmt". Im Gasteinertal kommt nur die Schleiereule vor.

    Strigidae - Eulen i.e.S.
    2 U-Familien (Buboninae, Striginae), 24 Gattungen und 133 Arten! Sehr groß (Länge um 70 cm), mit großen Federohren. Schleier vollständig oder unvollständig. Gefieder häufig dunkel. Beine kürzer als bei den Schleiereulen. Im Gasteinertal kommt der Steinkauz, der Waldkauz und die Waldohreule (?) vor.

    Arten der im Gasteinertal vorkommenden Eulen alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .

    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Kein Foto Athene noctua
    Steinkauz
    Strigidae
    GL 20-23 cm. Kopf flach, mit niedriger Stirn. Oberseite dunkelbraun mit weißer Fleckung, Unterseite hell, mit dunklen Längsstreifen. Schleier undeutlich begrenzt. Zehen wenig dicht, weiß befiedert. Augen gelb. Bewegung ruckartig. Flug in Wellen, bei Erregung Knicksen u Schwanzschlagen nach der Setie. Stimme monoton. In offenen Gelände mit Gehölzen, auch in Siedlungen. Brütet in Höhlen. Brutplätze sind meist Baumhöhlen, Felsnischen oder auch Erdhöhlen. Nahrung: Käfer, Heuschrecken, Regenwürmer, Raupen, Mäuse, Eidechsen, Frösche, Vögel bis zur Drosselgröße.
    Kein Foto
    Kein Foto Strix aluco
    Waldkauz
    Strigidae
    Länge 38 cm; Grundfärbung grau oder braun. Kopf groß, rund. Augen groß, dunkel längsgestreift oder gebändert. Unterseite mit pfeilförmigen Flecken. Brütet in Baumhöhlen.
    Kein Foto
    Kein Foto Tyto alba
    Schleiereule
    Tytonidae
    36 U-Arten (die in Gastein lebenden Arten dzt. nicht bestimmbar)! GL 34 cm, Gewicht 300 g. Gesichtschleier herzförmig; Augen verhältnismäßig klein, schwarzbraun. Flügel lang, ziemlich spitz. Laufgelenke werden beim Sitzen einander genähert (wie X-Beine). Geschlechter äußerlich nicht zu unterscheiden. Oberseite mehr oder weniger grau, zart schwarz-weiß punktiert, Unterseite gelblich bis weiß, mit feiner Tropfenfleckung. Im Sitzen schnarchende Laute Nahrung: Kleinsäuger bis zu Rattengröße.. Bewohner zerklüfteter Felswände, Kirchtürme u.a. Gebäuden (brütet häufig auf Dachböden). Sie benötigt zum Jagen offenes Gelände. Standorttreu. Sehr kälteempfindlich (können kein Speicherfett ansetzen).
    Kein Foto

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    Fauna/Gasteinertal: Strigiformes - Eulen
    © 2.11.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
    a-strigi