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D - Gasteinertal/Dokumentation: Badehütten im Wildbad Gastein und Markt Hofgastein
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Dokumentation . Gasteinertal

Badehütten im Wildbad Gastein

18./19. Jahrhundert

Badestuben im 19. Jh. im Wildbad Gastein Muchar, 1830 beginnt seine Beschreibung der Bäder und Unterkünfte wie folgt: "Unter allen Gebäuden zur Unterkunft für Badegäste im Wildbade der Gastein ist das Schloßgebäude Nr. I das vorzüglichste und beste ..." - und weiter im Originaltext - "... und das Gebäude des Straubingerwirthes, bestehend aus dem alten hölzernen und aus dem neuen ganz vom Grunde auf gemauerten Hause, Nr. 3 und 4, mit den dazu gehörigen alten und neuen Solitär- und Communebädern."
Es folgen in der Beschreibung weitere öffentliche Bäder im Wildbade, welche kranken Heilungsbedürftigen Unterkunft gewähren, wie das Gebäude des Mitterwirths Nro. 8 - das Gasthaus des Grabenwirthes Nro. 14 - die Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Grabenbäckers Nro. 13 - letztlich das Spital Nro. 12.

Dr. Otto Gerke, 1946 lässt kein gutes Haar an den damaligen Badeeinrichtungen und schreibt (Originaltext): "Die Bäder im Schloß und alles daselbst bedarf keiner Kritik. Das alte Straubingerhaus besitzt 7 Bäder, und zwar ein 1 Kommun- oder gemeinschaftliches, dann 4 Solitär- oder Separat- und 2 für gemeine Leute bestimmte Bäder. Außerdem besitzt der Mitterwirt 3 und der Grabenwirt ebenfalls 3 Bäder, und endlich ist noch im Hause des Chirurgen das sogenannte Schröpf- oder Krükenbad. Die gemeinschaftlichen oder Vollbäder sind alle kaum so groß, daß 12-16 Personen bequem zusammen baden können, d.h. jedoch nur in dem Fall, wenn die Ankleidezimmer danach eingerichtet wären. Diese aber sind in einer Art angelegt, daß man sich nicht genug über den Baumeister wundern kann. Denn, hat man sich eine 42 Stufen zählende, ziemlich steile Stiege mühsam hinabgeschleppt, so gelangt man durch einen engen Gang in die bretternen Verschläge, die man Ankleidezimmer nennt. Sie sind sämtlich so eng, daß sich höchstens 2 Personen zu gleicher Zeit an- und auskleiden können, aber dabei so finster, daß man anfangs beim Eintritt ganz blind zu sein scheint, und endlich bieten sie zur Bequemlichkeit außer einer, kaum einen Schuh breiten, längs der Wand hinlaufenden hölzenen Bank, ein Paar Nägel zum Aufhängen der Kleider und einen eisernen Ofen zum Wärmen der Badewäsche, weiter nichts dar. Ein jedes Vollbad besitzt, was ebenfalls begreiflich ist, nur ein solches Zimmer und man kann sich demnach leicht denken, wie sehr die Badegäste hier beengt sind, indem beide Geschlechter sich desselben Zimmers bedienen müssen und der kleine Raum desselben nicht gestattet, auf einmal mehr als 2 Personen aufzunehmen. Die Solitärbäder sind nur etwas wenig kleiner, entsprechen daher ihrem Zweck insofern gar nicht, als sie für jedes einzelne Bad nicht besonders ab- und vollgelassen werden können, weil sie zu groß sind und daher zu langsam erkalten würden. Man badet also auch hier zumeist in demselben Wasser, worin sich früher ein anderer schon befunden hat. Alle Bäder haben den gemeinschaftlichen Fehler, daß sie nur mit einem bretternen Dach bedeckt, daher nicht selten dem Wind und Wetter zu sehr preisgegeben sind, indem es sich selbst sogar in diesem Jahr ereignet hat, daß die Badenden mit Schneeflocken heimgesucht wurden ....".
Nachdem weder das k.k. Schloss, noch Straubinger und der Landarzt einen Anspruch auf die Hauptquelle haben, konnte eine Thermalleitung nach Hofgastein realisiert werden. Den unteren Bädern beim Mitter- und Grabenwirthe und im Spital kann durch die Verwendung des unbenützt abfließenden Heilwassers keine Beeinträchtigung zugehen. Die Leitungslinie über Badbrücke und Kötschachdorf ist zudem die sicherste und zweckmäßigste. Somit konnten auch den Badehäusern in Hofgastein direkt Thermalwasser zugeführt werden. Erst wurde das Notbad gebaut (1830). Es folgte der Bau eines größeren Badehauses, das spätere Gemeindebad beim Bräuer Moser, das Militär-Badehaus, Gemeinschaftsbäder beim Brauerei Moser (ehemals Hötzendorf) und je ein Bad beim Apotheker Pelikan, Hotel Norica und bei Anton Schernthaner. - Quelle: Hinterseer

Wildbad Gastein

Ortskern von Bad Gastein im 19. Jh. Neben dem k.k. Schloss und dem Straubinger werden weitere Gebäude genannt: das Haus des Landarztes Nro. 7, welcher auch im Jahre 1830 ein eigenes Badehäuschen erbaut hat; das Vicariatsgebäude Nro. 9 - das Haus des Schullehrers Nro. 10 - das Bad beim unteren Krämer Nro. 16, der sein baufälliges Haus erweitert und aus Steinen fest hergestellt hat; das Binderhause Nro. 6 - und das Haus des Herrn Provengers - hart an der Hauptstraße, und nahe dabei die sogenannten - Prälatur.
Dabei sollten in weiterer Folge neue Badeeinrichtungen entstehen, so auch in Badbrücke, wo bereits im 18. Jh. Pläne zur Ableitung des Thermalwassers nach Badbruck existierten.
Nach den Aufzeichnungen vom Militärbadearzt in Hofgastein Dr. Tost gab es dann im Wildbad Gastein um 1840 im Haus des Erzherzogs Johann 1 Separatbad, in Straubingers neuem Hause 17 Separatbäder und ein Communbad, im k. k. Schloßgebäude 6 Separatbäder und ein Communbad, im Spitale 2 Separatbäder und 2 Communbäder, beim unteren Krämer 8 Separatbäder, beim Herrn Baron Mesnil 3 Separatbäder, bei Frau Bar. v. Proengeres 3 Separatbäder, beim Mitterwirth 3 Separatbäder und 2 Communbäder, beim Grabenwirth 6 Separatbäder und 1 Communbad , in der Prälatur 2 Separatbäder, beim oberen Krämer 4 Separatbäder, beim Chirurgen Lainer 4 Separatbäder, und beim Grabenbäcker 2 Separatbäder.
Bad Gastein vergrößerte sich in den Jahren von 1830 bis 1847 von 141 auf 285 Zimmer und von 17 Einzel- und 11 Gemeinschaftsbäder auf 61 Einzelbäder und 7 Gemeinschaftsbäder. Die Gemeinschaftsbäder verschwanden zunehmend zugunsten der Solitärbader. Das letzte Communbad verschwand mit der Erneuerung des Badehospitzes im Jahre 1928 aus Bad Gastein. - Quelle: Zimburg

» Schlossgebäude Nro. 1 «

Badeschloss, Wildbad Gastein Koch-Sternfeld, 1820 schreibt (Originaltext): "Die hier wohnenden Gäste bedienen sich der zunächst hinter dem Schloss im J. 1810 erbauten Commun-, Solitär- und Tropfbäder in drey Abtheilungen, mit gewärmten Gemächern zum Aus- und Ankleiden versehen. Man gelangt dahin auf die bequemste Art aus dem Mittelstockwerke des Schlosses durch einen kurzen bedeckten Gang. Das kleine unmittelbar im Schlosse selbst befindliche ehemalige Fürstenbad faßt 4 Personen, in einer niedlichen, mit Serpentin ausgelegten Versenkung."
Mitterdorfer, welcher in den Sommermonathen 1817 und 1818 in Gastein weilte, schreibt (Originaltext): "Die in Gastein bestehenden Bäder entsprechen der Anzahl der jeweilig dort befindlichen Kurgäste. Es sind hier 22 Bäder vorhanden. Den ersten Platz unter selben behauptet das Fürstenbad, welches sich unmittelbar im Schloße selbst befindet. Es faßt 4 Personen, und bestehet in einer niedlichen, vergitterten, mit Serpentin ausgelegten, Versenkung. Es bleibt fürstlichen Personen vorbehalten und darf ohne Bewilligung der höchsten politischen Stelle in Salzburg von Niemanden benützt werden. Hinter dem Schloße befinden sich die, mit selben durch einen verdeckten Gang in Verbindung stehenden, Schloßbäder in drey Abtheilungen, mit vier zum Aus- und Ankleiden versehenen, gewärmten Gemächern. Nicht nur allein die Bequemlichkeit, sondern auch die hier herrschende Reinlichkeit trifft man in den übrigen Bädern der Wirthe nicht durchgehends an."
Muchar, 1830 schreibt: "Unter allen Gebäuden zur Unterkunft für Badegäste im Wildbade der Gastein ist das Schloßgebäude Nr. I das vorzüglichste und beste. Es ist ein großes, geräumiges, trockenes, mit den Dachzimmern oder Mezzaninen zwei Stockwerke hohes, ganz aus Steinen festerbautes Herrschaftshaus von dem ehemahligen Landesherrn und Erzbischofe Hieronymus Grafen von Coloredo erbaut; - es ist aber erst im Jahre 1807 auf Befehl Sr. Majestät Kaiser Franz I. zum allgemeinen Gebrauche geöffnet worden. Die Stelle dazu mußte mühesam gewonnen, und der Felsenstock, der sich ehedem bis nahe an das heutige Straubingerhaus herabgesenkt hatte, ausgesprengt werden."
» Bau des Badeschlosses «
Dem Buch von Zimburg ist zu entnehmen, dass Erzbischof Hieronymus erst einen monumentalen Schlossbau plante, welcher aber mangels geeignetem Baugrund in Gastein letztlich zu einem "kleineren", erzbischöflichen Privat-"Badeschloss" schrumpfte. Als Bauplatz schien zunächst ein Grundstück nächst der Nikolauskirche geeignet, wo auch schon mit dem Bau begonnen wurde. Dann entschloss sich der Erzbischof aber doch für den felsigen Grund gegenüber vom Straubinger. Vor Baubeginn befand sich hier ein Garten, die Fleischbank, ein Schweinestall, eine Kegelbahn, ein Wagenschuppen und ein Getreidekasten nebst der Mitterecktaferne.
» Straubingerquelle «
Der Erzbischof versicherte sich auch des Thermalwassers, welches ihm Straubinger aus seiner Quelle zugesagt hatte, ließ die Quelle auf seine Kosten fassen und durch einen Stollenbau sichern. So wurde die "Straubingerquelle" zur "Fürstenquelle" (heute "Rudolfsquelle"). Eine Hebemaschine ermöglichte die Leitung des Thermalwassers aus der Fürstenquelle in das Badeschloss. Die Grundsteinlegung fand ohne Feierlichkeit am 9. September 1791 statt; der Bau wurde 1794 fertiggestellt. Das Schloss sollte ausschließlich dem Kurgebrauch des Erzbischofes dienen.
» Bäder «
Erzbischof Hieronymus bezog es erstmalig im Herbst 1794 und wohnte bis zum Jahre 1800 alljährlich während seines Kuraufenthaltes in demselben. Erst im Jahre 1807 ist das Badeschloss auf Befehl Sr. Majestät Kaiser Franz I. zum allgemeinen Gebrauch geöffnet worden. Das Fürstenbad ist mit einem Bassin ganz mit weißaderigen Serpentinsteinplatten ausgelegt, mit zwei großen Messing-Röhren, um kaltes und warmes Quellwasser einzulassen. Weiter existieren zwei Solitärbäder für je 5-7 Personen mit Kalt- und Warmwasser, sowie einem angeschraubtem Schlauch, um sich "ein Duschbad geben zu können". Für 12 bis 15 Personen gibt es ein geräumiges und lichtes Communebad, mit zwei Ankleidezimmer aber nur einer Stiege. Weitere Schlossbäder, 1810 erbaut befinden sich auf einem Absatz des Schlossfelsens.
» Gewohnheiten «
Muchar schreibt (Originaltext): "Das naturwarme Heilwasser strömt von der Doctors- und Fürstenquelle, durch die Druckmaschine gehoben, unmittelbar in einem hölzernen Vorrathsbehälter ein, aus welchem auch der Vorrathsbehälter des kalten Quellenwassers gefüllt wird. Von beiden diesen Behältern gehen nun die Leitungscanäle ab, durch welche, sowohl das erkaltete, als das warme Mineralwasser in das Fürstenbad, in das Communebad und in die zwei Solitärbäder geführt, und von woher auch die Duschbäder mit warmen Heilwasser versehen werden." - und weiter bzgl. der Gewohnheiten: "Außer den (in der Tariftabelle angeführten) Gebühren sind die im Schlosse wohnenden Badegäste zu keinerlei Honorar verbunden, und es hängt bloß allein nur von deren Willkür ab, ob sie das dienende Personale mit besonderen Trinkgeldern beschenken wollen. Da aber das Zimmerwärter-Personale im k. k. Badschlosse nur zur Besorgung und Reinhaltung der Bäder, der Zimmer und der Bettwäsche, dann des k. k. Schlosses selbst verpflichtet ist; so kann auch Niemand von demselben eine weitere persönliche Bedienung fordern; und es muß daher eine solche Bedienung, wenn sie in Anspruch genommen wird, und von Seite des Zimmerwärter-Personales ohne Vernachlässigung seiner Dienste geleistet werden kann, nur dem wechselseitigen Einverständnisse, das Honorar aber de Bescheidenheit des Bedienenden und der Großmuth der Badegäste überlassen bleiben."
- siehe weiter den Originaltext von Muchar, 1830 - Badehütten in Gastein - . . .

» Straubingerwirth, Nro. 3 und 4 «

Straubingerwirth, Wildbad Gastein Koch-Sternfeld, 1820 schreibt (Originaltext): "Das morsche Straubingerhaus, welches vermöglichere Badegäste besuchen, enthält über 20 größere und kleinere mit guten Betten, aber zur Noth nur mit anderm Geräthe versehene Wohnzimmer, für deren jedes dem Wirthe wöchentlich 2, 3, auch 4 fl. bezahlt werden. Von den sieben erst erneuerten Bädern dieses Hauses dienen zwey als Communbäder für Honoratioren, vier als Solitärbäder, und eines für gemeine Leute. Bey dem Mitterwirthe sind 4 Zimmer und 5 Kammern zur Wohnung, ein neuerbautes sogenanntes Herrenbad, und 3 Bäder für gemeine Leute vorhanden."
Mitterdorfer, 1820 schreibt (Originaltext): "Beym Straubinger Wirthe sind fünf Bäder. Das erste und besuchteste ist das Herrenbad mit einem erwärmten Gemache zum Aus- und Ankleiden. Es ist das reinlichste und bequemste Bad, welches Straubinger hat. Das Herrenbad wird immer von den galantesten Kurgästen besucht, welche bey Straubinger einkehren. Die meistens zahlreiche Gesellschaft im selben von beyden Geschlechtern ist fast immer gut gelaunt; wenn aber dieses nicht gefällt, der kann sich in das sogenannte Fürstenbad dieses Wirthes verfügen, in welchen er nicht die Bequemlichkeiten des vorigen Bades, aber leider nur zu oft dahin verirrte Krämer, Kutscher und Bediente antreffen wird. Zwey kleine Bäder bey Straubinger werden gewöhnlich von höhern und wohlhabenden Kurgästen ausschließend bestellt, und benützt, wenn sie im stark besetzten Herrnbade nicht Gesellschaft leisten wollen. Das fünfte Bad ist im völligen Verfalle, weil selbes von keinem gemein seyn wollenden Kurgast besucht wird, für welche es ursprünglich bestimmt war."
Als Muchar 1828 das Wildbad besuchte, bestand das Gebäude des Straubingerwirthes aus dem alten hölzernen, die Straubingerhütte und aus dem neuen ganz vom Grunde auf gemauerten Haus, Nr. 3 und 4, mit den dazu gehörigen alten und neuen Solitär- und Communebädern. Das neue ganz festgemauerte Straubingerhaus bestehet erst seit dem Jahre 1826. Alle Solitär- und Communebäder Straubingers werden mit dem Heilwasser der Franzensquelle versehen, das in hölzernen Röhren über den Schloßgraben her in einen beim Herrnbade befindlichen Vorrathsbehälter eingeleitet, und aus diesem in alle Bäder des alten und neuen Hauses vertheilt wird. Detailiert beschreibt er dabei die zahlreichen Zimmer und Stübchen.
Siehe dazu den - Originaltext - . . .
Zuvor war Georg Arlschwaiger Besitzers der damals sog. Mitterecktaverne, welche danach Benedikt Straubinger erwarb (Straubinger Taverne). Zimburg schreibt bzgl. der Verköstigung der Badegäste: "Die Kost bei Straubinger wurde als "mager und schmal" bezeichnet, wobei das Kalb die Hauptrolle spielte, während man Fisch fast nie zu sehen bekam, weil dieser nur den hohen Herren vorbehalten blieb. Hingegen wurde der Wein ausnahmslos sehr gelobt und auch billig gefunden. Schlecht war es mit dem Bier bestellt. Es bestanden im Land Salzburg mehrere bevorzugte Brauereien, die es beim Erzbischof durchsetzten, daß im Lande Salzburg ein Brauereizwang bestand. Bad Gastein mußte sein Bier von der hochfürstlichen Kameralbrauerei Kaltenhausen beziehen. Das Fuhrwerk war drei Tage unterwegs, und wenn das Bier in Gastein anlangte, war es zickend und sauer."
Im Jahre 1786 errichtete Straubinger oberhalb seines Hauses mittels einer hölzernen Zuleitung aus der Wasserfallquelle ein Pferdethermalbad, in welchem alle nach Gastein fahrenden Postpferde in die Schwemme getrieben wurden. Das Bad wurde später auf das linke Achenufer verlegt, wo es bis zur Errichtung des Hotels Austria in Betrieb war. - Quelle: Zimburg.
»Eble, 1834 - im Straubingerbad «
"Die Straubinger-Bäder sind theils dem alten, theils dem neuen Hause angebaut. Von den 7 Bädern, die zur sogenannten Straubingerhütte gehören, dient eines als Communbad für Honoratioren (und heisst desshalb auch das Herren- oder Fürstenbad), das andere zu gleichem Zweck für gemeine Leute (es wird auch Capucinerbad genannt). Das erste fasst ungefähr 16 Personen; das zweite ist etwas kleiner, und um den Anstand bei Leuten, die öfters keine Bad-Leibwasche haben, nicht zu verletzen, für die zwei Geschlechter abgetheilt. Die vier Separat- oder sogenannten Solitär-Bäder fassen nur 222-278 Cubik-Fuss Wasser und können nötigenfalls 3- 4 Personen zugleich aufnehmen. Übrigens gelangt man zu diesen, in einer schauerlichen Tiefe unfern vom Wasserfall befindlichen Bädern mittelst einer Stiege von 42 Stufen, ein Umstand, der für manche Badende unter die unangenehmsten gehört.
Zu dem neuen Hause gehören 1 Voll- oder Communbad, und 4 Separatbäder, welche ebenfalls zwischen dem Wasserfall und dem Hause, etwas tiefer als dieses errichtet sind, und zu denen eine kürzere und bequemere Stiege hinab fuhrt. Mit Ausnahme des sogenannten Capucinerbades besitzt jedes dieser Bäder im alten Hause nur l heitzbares Vorzimmer zum An- und Auskleiden."
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» Schröpfbad (Krückl Bad) «

Das Schröpfbad befand sich nahe dem heutigen Dampfbad bzw. nahe der Lainerquelle und war Eigentum des damaligen Landarztes im Wildbad. Im Jahre 1643 sah sich Veith Straubinger genötigt, das ihm gehörige Krückelbad mitsamt dem nötigen Wasser an den Bader Georg Nußbaumer zu verkaufen.
Muchar,1830 schreibt dazu: "Von der Franzensquelle wird auch das sogenannte Schröpfbad (Krückenbad) versehen. Der uralte Gebrauch, an gewissen Tagen des Jahres sich schröpfen oder zur Ader zu lassen, wird hier von dem Landvolke noch sorgfältig geübt."
Eble, 1834 schreibt: "Das Schröpfbad, zum Gebrauch für arme, schröpfsüchtige Leute ist nur um etwas weniger kleiner als das des Chirurgen, füllt sich aber erst in 5 Stunden."
Mitterdorfer, 1820 (Originaltext): "Endlich hat jeder der beyden Ortschyrurgen ein eigenes Schrepfbad, dessen sich nach alter löblicher Gewohnheit sowohl Kranke als Gesunde bedienen, wenn sie besonders an Feyerabenden sowohl in Loden- als Kaputröcken daher kommen."
Zimburg, 1948 schreibt: "In Bad Gastein erfreute sich das Naturdunstbad oberhalb der Elisabethquelle starken Zuspruches, während das Schröpfbad, welches Eigentum des Chirurgen Lainer war, und gegenüber der Franzensquelle in zwei Abteilungen errichtet war, nur mehr jene Badegäste in Anspruch nahmen, welche sich der blutigen Prozedur des Schröpfens unterzogen."

» Mitterwirth Nro. 8 «

Das Bad in der "Oberen Herberge" (1420), später Mitterwirt genannt bzw. Mitterwirts-Taverne, befand sich an der Stelle der heutigen Vorplatzes der Preims Kirche mit den tiefer gelegenen Badehütten. Die Gebäude wurden 1865 abgetragen. Das alte Gebäude wurde auch Mitterbad genannt. Das Erdgeschoß war gemauert. Ein neueres zweites Gebäude war ganz aus Holz.
Mitterdorfer, 1820 berichtet von "drey Bäder für gemeine Leute beym Mitterwirth". Der Grabenwirth hat drey Bäder für Kurgäste verschiedenen Standes, von welchen eines mit allen Nothwendigkeiten und selbst auch zur Bequemlichkeit versehen ist.
Eble, 1834 beschreibt 3 Bäder beim Mitterwirth: 1 Herrenbad (ungefähr für 8 Personen Raum), 1 Gemeinbad von gleicher Grösse, und 1 Separatbad, welches etwas geräumiger als die beiden andern ist, und allenfalls 10 Personen fassen kann.

» Grabenwirth Nro. 14 «

Grabenwirth, Wildbad Gastein Das aus zwei Stockwerken bestehende Haus steht auf Felsengrund und ist ganz aus Stein. - Koch-Sternfeld, 1820 schreibt: "Der Grabenwirth hat 14 eingerichtete gute Zimmer und 3 Bäder für Gäste verschiedenen Standes."
Der Grabenwirth - schreibt Eble, 1834 hat 3 Bäder: 1 Herrenbad mit einem Fassungsraum von 412 Cubik-Fuss (also ungefähr für 10 Personen) und 2 Separatbäder, und in denen allenfalls 3 - 4 Personen zugleich baden können.
Muchar, 1830 nennt 17 Zimmer für bessere Badgäste und für Honoratioren und es beinhaltet sogar eine Hauskapelle. Das Communeherrnbad ist für ungefähr 18 Personen angelegt.
Emil, 1827 schreibt: "Die Straße wendet sich nun links abwärts dem Grabenwirthshause zu, welches 14 gut meublirte Zimmer mit 4 Bäder für Gäste verschiedenen Standes besitzt, und, aus Stein gebauet, mehr Einladendes, als die übrigen Häuser, hat."
Im Jahre 1842 vergrößerte der Grabenwirt sein Gasthaus durch einen Anbau. - Quelle: Zimburg.

» Grabenbäcker Nro. 13 «

Grabenbäcker, Wildbad Gastein Das Wohn- und Wirthschaftsgebäude befindet sich am linken Achenufer auf der Bäckerwiese und nannte sich im 17. Jh. noch Bach- und Mühlhaus. Gegen den Wasserfall zu befand sich ein kleines Bad mit einer zu- und abfließenden Quelle stets konstanter Temperatur um etwa 28° R (entspricht 35°C).
Später nannte sich die Grabenbäckerquelle : "L. Schurk's Miet- und Badehaus"
Emil, 1827 schreibt: "Der Weg führt (vom Grabenwirth) zur sogenannten Grabenbrücke und dem Grabenbäckerhause, das am anderen Ufer der Ache liegt. Von hier genießt man einen schönen Anblick des Wasserfalles. Sie stürzt südlich am Schlosse, über eine Höhe von 270 Schuh Pariser-Maßes, aus einer Felsenenge, und benetzet weit und breit die Brücken, Häuser und Gemüsegärten. Seit kurzen wurde ein Versuch gemacht, durch eine Schutzwand den Wasserstaub von den Gebäuden abzuhalten, der vollkommen zu gelingen scheinet."
Freiherr von Mesnil kaufte er auch das Grabenbäckeranwesen mit der dort entspringenden warmen Quelle, baute das Haus für Kurgäste aus und errichtete ein Thermalbad. - Quelle: Zimburg.

» Gemeinde-Bad und Spital Nro. 12 «

Gemeinde-Bad und Spital, Wildbad Gastein Koch-Sternfeld, 1820 schreibt (Originaltext): "Das Gemeinde-Bad, für Bauersleute, wurde im J. 1814 auf Kosten der Landgerichtsgemeinde in die Nähe des Spitalbades übersetzt, und in zwey Abtheilungen zweckmäßig erneuert. Hier bezahlt die Person wöchentlich nur 3 kr. - Das für kranke In- und Ausländer gestiftete Armenspital enthält zwey große erneuerte Bäder, und in jedem derselben ein kleines für ekelhafte Krankheiten. In einem der Bäder bey den drey Wirthen, und in den zwey Spitalbädern sind Tropfmaschinen vorgerichtet. Jeder der beyden Chirurgen hat ein eigenes, zur Badersgerechtigkeit gehöriges Bad zum Schröpfen, dessen sich aus uralter Gewohnheit sowohl die gesunden als kranken Bauersleute öfters im Jahre, besonders an Feyerabenden, bedienen, wodurch sie gereinigt und gestärkt zu werden wähnen."
Im Spitale befinden sich im Ganzen 4 Bäder, nämlich 2 Commun- und 2 Separatbäder. Von den erstern ist eines für das männliche, das andere für das weibliche Geschlecht bestimmt, und beide von der Grösse, dass 12 Personen zugleich darin baden können. Dagegen sind die Separatbäder sehr klein, denn sie fassen kaum 50 Cubik-Fuss, und höchstens eine Person, können aber schon in l Stunde, 50 Minuten frisch gefüllt werden. - Quelle: Eble,1834
Das Spital Nro. 12 ist das größte und ganz aus Steinen erbaute Gebäude des Ortes, hart an der Hauptstraße unterhalb des Schullehrerhauses gelegen. Es enthält über vierzig lichte und trockene Zimmer und Kammern, und ist mit 50 aufgerichteten Betten versehen. -
Früher bestand im Orte des Wildbades auch eine eigenes Gemeindebad für Bauersleute; welches aber im Jahre 1814 auf Kosten des Landgerichtes in die Nähe des Spitals, wo es dermahlen noch stehet, übersetzt, und in zwei Abtheilungen - für männliche und weibliche Individuen - zweckmäßig erneuert worden ist. - Quelle: Muchar,1830
Dazu schreibt Eble, 1834: "Das Gemeindebadhaus enthält zwei Bäder, eines für Männer, das andere für Weiber; ein jedes fasst 355 Cubik-Fuss Wasser, und ungefähr 8 Personen zu gleicher Zeit."

» Dr. Niederhubers Dunstbad «

Im Originaltext Eble, 1834 heißt es: "Das Gebäude für das Dampf- oder Dunstbad enthält ein Vorzimmer, welches rechterseits in zwei heitzbare Ankleidezimmer, und links zu zwei, von einander getrennten Dampfkabinetten führt. Um die unter diesen Cabinetten von der Hauptquelle angesammelten Dämpfe gehörig anwenden zu können, befinden sich in jedem derselben zwei hölzerne, mit Thermometer versehene Kästen, in welchen der Kranke seinen ganzen Leib den zuströmenden Dünsten aussetzen, und nach Belieben die Menge und Hitze derselben vermindern kann. Die überflüssigen Dünste werden durch eine Art von Kamin vom Innern der Maschine aus gegen das Dach vom Häuschen geleitet, wo sie sich in die Atmosphäre verlieren."
» Erstes Dunstbad 1794 genehmigt «
Dr. Ignaz Niederhuber war als niedergelassener Landarzt in Radstadt gleichzeitig in den Sommermonaten auch als Badearzt im Wildbad Gastein tätig. Da er meinte, nicht das Wasser, sondern der heiße Dunst ist von heilender Wirkung und das Wasser hier auch nicht aufgeheizt werden musste versuchte er, im Wildbad ein Dunstbad zu errichten, was ihm mit 10. Dezember 1794 auch genehmigt wurde. Das Gebäudes musste Niederhuber selbst finanzieren und stand direkt über der Doktorsquelle. Zum dauerhaften Betrieb kam es aber offenbar zu dieser Zeit nicht und das Gebäude wurde ganz abgebrochen und an dessen Stelle eine Hebemaschine gebaut.
Im Jahre 1823 sollte die Hauptquelle unmittelbar unter der Straße "überwölbt" werden und man mauerte einen Stollen durch das Geröll, um den Thermenaustritt im anstehenden Fels zu erreichen. Die Arbeiten waren aufgrund der Hitze aber kaum durchzuhalten und so entschied man sich einen Lüftungsschacht abzuteufen, durch den der heiße Dunst abziehen konnte, was nun wiederum den Bau eines "neuen" Dunstbades möglich machte; und am 4. Juli 1827 auch genehmigt wurde.
Entsprechend einem "Schwitzkasten" saßen die Kranken in abdichtbaren Kästen und bekamen den Wasserdampf durch Löcher am Kastenboden zugeführt. Kaiser Franz II. besuchte am 13. Juli 1832 das Dunstbad und war offensichtlich der zustoppelbaren Dunstlöcher vom Dunstbad sehr angetan. - Quelle: Fritz Gruber.
Gerke, 1946 schreibt in seinem Badebächlein, : "Das alte Dunstbad im Doktorhause, das seinen Dampf aus der Doktorsquelle bezog, wurde, da wegen der geringen Wassermenge die Erfolge ausblieben, wieder aufgelassen und 1827 bis 1829 ein neues Dunstbad erbaut, das über der Hauptquelle lag und seinen Dampf direkt davon erhielt."
1914: Inbetriebnahme des "Neuen Naturdunstbades" . . .

» Haus des Herrn Provengers «

Provenchere, Wildbad Gastein Provenchere, Wildbad Gastein Feldmarschall Provenchere errichtete zum Ärgernis Erzherzog Johanns ein Miet- und Badehaus gegenüber des bergseitig fertiggestellten Meranhauses, mit 18 Zimmern. Die schöne Aussicht wurde dem Erzherzog so gänzlich verbaut. - So schreibt Eble, 1834: "Herrn Feldmarschall-Lieutenant General Provencheres ließ im Jahre 1832 dem erzherzoglichen Landhaus fast gegenüber ein schönes einstockiges, und mit Mezaninen versehenes steinernes Haus aufbauen.". An das Gebäude schloss die Wandelbahn an.

» Prälatur «

Prälatur, Wildbad Gastein Der Kreishauptmann von Salzburg, Graf Montecuccoli, erwarb das Bauernhaus "Die Prälatur", und errichtete an seiner Stelle ein vollkommen modern eingerichtetes Miethaus mit Thermalbädern, welches 1837 seine ersten Gäste aufnehmen konnte. Die "Prälatur" war ehemals ein Bauernhaus am linken Ufer, in welchem 1818 ein Prälat abstieg, der so dem Haus den Namen gab. 1882 baute Alois Windischbauer, neben der alten Prälatur den Elisabethhof. Oberhalb der "Prälatur" errichtet Erzherzog Johann einen Alpengarten, welcher bis zur Böcksteiner Straße reichte. - Quelle: Zimburg.

» Weitere Badehütten «

Ortskern, Wildbad Gastein Weiter gab es um 1820 als Badehütten das Haus des Landarztes Nro. 7 bzw. das - Haus des Chirurgen - mit einem Gesellschaftsbad, welches unter die geräumigsten des Wildbades gehört, indem wohl zwölf Personen zugleich darin baden können. Überdies braucht es nur zwei Stunden zur Füllung. Das - Vicariatsgebäude Nro. 9 - und das - Haus des Schullehrers Nro. 10 - auch das Schul-, Meßner- auch Post-Expeditionshaus genannt, weil der Schullehrer, Herr Johann Michael Donat, zugleich die Briefsammlung besorgt. - Quelle: Emil, 1827. Das - Haus des Krämer Nro. 16 - und das - Binderhause Nro. 6 - das spätere Haus Gruber.

Markt Hofgastein

Eble, 1834 schreibt: "Noch ehe diese Leitung zu Stande kam, nämlich schon im Jahr 1824 wurde das Heilwasser vom Wildbade fuhrenweise in Fässern nach Hof geführt , wo der Bräuer Moser in seiner Bräuerei einen gewölbten Saal zu Wannenbädern einrichten liess. - Im Jahre 1830 aber wurde das grosse neue Badhaus zu Hof schon so weit aufgebaut, dass man im August in einem Voll- und einem Solitärbade baden konnte. Weil aber schon in demselben Sommer eine bedeutende Anzahl von Gästen, wegen Mangel an Unterkunft im Wildbad, hier in Hof zu baden verlangte, so wurde einstweilen das sogenannte Nothbad zur Aushilfe errichtet. Im Jahr 1831 und 1832 erhielt das grosse Badhaus seine gänzliche Vollendung, und die Hofer Bürger strengten sich nun möglichst an, auch die nöthige Anzahl wohl eingerichteter Wohnungen für die Badegäste aufzubringen."

Nach den Aufzeichnungen vom Militärbadearzt in Hofgastein Dr. Tost gab es dann im Markt Hofgastein um 1840 in Mosers Gasthaus 8 Separatbäder und 1 Communbad, beim Apotheker Pelikan 2 Separatbäder, im Gasthaus Schernthaners 2 Separatbäder, im Gasthause des Weiß 2 Separatbäder, im Bräuhause 2 Separatbäder, im Militärbadehause 1 Separatbad und im Gemeindebadehaus f. Ärmere 2 Separatbäder und 2 Communbäder. Hofgastein vergrößerte sich in den Jahren von 1830 bis 1847 von 54 Fremdenzimmer auf 158 Zimmer und von 12 Gemeinschafts- und 6 Einzelbäder auf 4 Gemeinschaftsbäder und 19 Einzelbäder. - Quelle: Zimburg.
S. Hinterseer nennt für das Jahr 1830 zwei Gemeinschaftsbäder und 4 Einzelbäder im Hotel Goldener Adler bzw. der Märkt. Anstalt (heute Hotel Moser), 1 Einzelbad beim Apotheker Pelikan (Haus Nr. 49), 2 Gemeinschaftsbäder und 2 Einzelbäder beim Lackenwirt (heute Hotel Post), 1 Einzelbad beim Anton Schernthaler (später Kaufhaus Rainer) und 2 Gemeinschaftsbäder im Verweserhaus und der ehem. Brauerei. In den Folgejahren wurden die Gemeinschaftsbäder reduziert und zunehmend Einzelbäder eingerichtet. Um 1900 gab es in Hofgastein insgesamt 40 Einzelbäder und keine Gemeinschaftsbäder mehr.

» Das große Badhaus . . . «
. . . hat Herr Moser, Bräuer und Gastgeber zum goldenen Adler im Markte Hofgastein dem hinteren Theile seines Gasthauses angeschlossen. Aus Holz gezimmert umfasst es 2 Vorzimmer, ein kleines Voll- oder Communebad, ein größeres Separatbad, ein größeres Vollbad und drei kleine Separatbäder. Jedes der Vollbäder hat zwei, jedes Separatbad ein Ankleidezimmerchen. - Quelle: Muchar, 1830
S. Hinterseer beschreibt das größere Badehaus bzw. spätere Gemeindebad oder "Actionbad" beim Bräuer Moser hinter dem Gasthof "Zum goldenen Adler" mit zwei Kommunbädern und vier Solitärbädern.

» Militär-Badehaus Nr. 75 «

Militär-Badehaus 1910, Hofgastein Früher auch Anfanghaus (seit 1639), Anfangschloß, ebenso Schottenhaus (seit 1606) genannt. Das Militärkurhaus dürfte lt. S. Hinterseer wohl einer der ältesten Bauten Hofgasteins gewesen sein und zeigte auffällig festungsartigen oder schlossartigen Charakter. Ein Virgilli Krünner (gest. 14. August 1572) verheiratet mit Ursula Schmirbnsattlin (gest. 13. Februar 1568) war damals Eigentümer. Das Militärkurhaus wurde 1964 abgebrochen. - Quelle: S. Hinterseer.
Herrn Erzbischofs von Pyrker erklärte Se. Majestät nach häufigeren Besuchen im Jahr 1832 - "dass er Willens sey, sein mit vielen Kosten zu einem ordentlichen Wohnhaus umgeschaffenes, und mit einem schönen Bade versehenes Besitzthum zu Hofgastein dem Staate mit der Bedingung abzutreten, dass es die Bestimmung eines künftigen Militärbadhause nach dem Muster der bereits anderswärts in der Monarchie bestehenden erhalte." - und die Folge davon war, dass schon im kommenden Sommer 1833 das Haus Officieren und Gemeinen zur Unterkunft und Badanstalt diente. - Quelle: Eble, 1834.
Um 1840 gab es im Militärkurhaus ein Gemeinschafts- und ein Einzelbad, welches ab 1850 als Gemeinschaftsbad ausgebaut wurde. Um 1900 sind keine Gemeinschaftsbäder mehr vorhanden zugunsten von 5 Einzelbädern.

» Brauerei Moser Nr. 48 «

Brauerei Moser, Markt Hofgastein In der Brauerei Moser (Moserbräuhaus, ehem. Kurhaus Hötzendorf) befanden sich zwei kleine, für je sechs Personen bestimmte Gemeinschaftsbäder. Zu diesem Zwecke ließ der hiesige Bräuer Moser auch in seiner Brauerei einen Saal mit vier Wannenbädern einrichten.

» Nothbad «

Muchar schreibt: "Das Nothbad, das zu allererst im Juli 1830 errichtete Bad, in dem zum sogenannten Bockhause des Weißgärbers Johann Hampel gehörigen Garten, mit zwei Vollbädern und einem Separatbade, wird gegenwärtig nur von ärmeren Badegästen gebraucht."

» Weitere Badehäuser «

In den einzelnen Privathäusern befanden sich 1852 Bäder im Wohnhaus des Apothekers Herrn Schlumpf (Fuggerhaus Nr. 49) zwei neue Solitärbäder; im Hause des Herrn Andreas Irenberger (Nr. 77) zwei Solitärbäder; zwei Einzelbäder im Hause des Anton Scherntaner (ehemaliges Hotel Central); vier Solitärbäder im Wirtshause zur Blauen Traube (heute Alte Post); im Hause des Wundarztes (heute Apotheke), im Gebäude des Schullehrers Winkler.
Siehe weiter im - Doku-Archiv - zu diesem Thema:
  - Bader, Wundärzte - in Gastein
  - Muchar,1930 - Badehütten - Wildbad Gastein
  - Alte - Badeordnung -
Siehe auch die Seiten:
  - Ärzte im Wildbad -
  - Thermalwasser - Radon

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Anmerkung: Die Informationen wurden auszugsweise - dem Buch "Gasteiner Badebüchlein" von Dr. Otto Gerke, 1946 - dem Buch: "Die Geschichte Gasteins und des Gasteiner Tales" von Heinrich von Zimburg, 1948 - - sowie den Büchern des 19. Jahrhunderts von Burkhard Eble, 1834 - Dr. Albert von Muchar, 1834 und Josepf Mitterdorfer, 1820 - entnommen.

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Geschichte - Badehütten im Wildbad Gastein und Markt Hofgastein
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