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D - Gasteinertal/Dokumentation: Gastein-Projekte - Bauten, Anlagen, Konzepte
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Dokumentation . Gasteinertal

Gastein-Projekte nach 1945

Bauten . Anlagen . Konzepte

Neben dem - Projekt-Gastein - des Architekten Gerhard Garstenauer mit dem - Felsenbad - und dem - Kongresszentrum - in Bad Gastein, sowie des Solarbades in Dorfgastein - realisiert und beschrieben im Buch Interventionen von Gerhard Garstenauer - gab es noch andere größere Projekte im Gasteinertal, die für Einheimische wie Tourismus gleichermaßen eine Bereicherung darstellten. Dazu gehört insbesondere das Freischwimmbad in Bad Hofgastein, ebenso wie das Thermal-Hallenbad, welches im Jahre 2002 abgetragen und neu aufgebaut wurde oder aber auch diverse Liftanlagen, Sportanlagen, Gesundheitseinrichtungen und Schulen. Derartige und weitere "Groß-Projekte" sollen im folgendem kurz skizziert werden.
Konzepte und Anlagen betreffend den Schitourismus werden im Kapitel - Liftanlagen - Straßen, Brücken, sowie - Bahnanlagen - im Kapitel - Verkehrswege - vorgestellt.
Aufgrund des zunehmenden "Wellness-Booms" in Österreich wurde auch in Gastein ein "Bäderkonzept" notwendig, welches die drei bestehenden Bäder Solarbad, Alpentherme und Felsenbad neu positionieren sollte. Nach den Sanierungs- und Erweiterungsbauten aller drei Bäder ab 2003 konnte das Gesamtkonzept verwirklicht werden. Das Freischwimmbad in Bad Hofgastein musste dabei leider aufgegeben werden.

Gesundheitszentren . Schwimmbäder

» Freischwimmbad in Bad Hofgastein - 1964 «
Spatenstich zum Bau des neuen Schwimmbades am 12. August 1962. Eröffnung der neuen Standseilbahn und des neuen Schwimmbades durch Bundespräsident Dr. A. Schärf am 20. September 1964. Freischwimmbad - eröffnet am 20. September 1964 (Quelle: S. Hinterseer).
Im Jahre 1983 erfolgte die Modernisierung des Freischwimmbades. Im Herbst 2000 musste das Freischwimmbad geschlossen und in weiterer Folge abgetragen werden, um dem Neubau des Rehabilitationszentrum der PVA Platz zu machen.
Freischwimmbad, Bad Hofgastein Freischwimmbad, Bad Hofgastein Freischwimmbad, Bad Hofgastein 1967
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» Kurmittelhaus statt "Märktische Badeanstalt" «
Das Kurmittelhaus wurde 1954 gebaut (Baubeginn 1. Oktober 1954) mit Inbetriebnahme im Jahr 1957, nachdem im Spätherbst 1956 die längst veraltete, aus der Gründerzeit stammende Märktische Badeanstalt oberhalb des Hotels Moser abgerissen worden war. Mit Beginn des Jahres 1970 setzten die Planungen zur Errichtung eines neuen Kur-, Erholungs- und Sportzentrums ein. Dazu gehörte die Errichtung von Autoparkanlagen und neuen Kurparkanlagen, die Verwirklichung eines Thermalhallenbades und im Anschluss die Errichtung einer neuen Therapiestation im Anschluss an das bestehende Kurmittelhaus mit einem Verbindungstrakt zum Hallenbad (Quelle: S. Hinterseer). Die Architektur des ehemaligen Kurmittelhauses wurde so westseitig stark verändert, die Ost- und Nordseite blieb weitgehend erhalten.

Kurmittelhaus, Bad Hofgastein Kurmittelhaus, Bad Hofgastein
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» Alpenthermalbad in Bad Hofgastein - 1972 «
Unter Vorsitz des Erbauers des Olympiageländes in München, Dipl.-Aren. Prof. Günther Behnisch, entschied sich eine zu diesem Zwecke einberufene Jury eindeutig für die Verwirklichung der von den Linzer Architekten Rüdiger Stelzer und Walter Hutter.
Am 6. April 1971 erfolgte die Vergabe der Baumeisterarbeiten zur Errichtung des Thermalhallenbades und der Therapiestation. Der Bau der Parkanlagen wird an die Firmen Angerer und Svietelsky vergeben, die Aufschließungsarbeiten für den Kurpark an die Hofgasteiner Baufirma Pokorny. Die eigentlichen Bauarbeiten am Thermalhallenbad beginnen am 2. Mai 1971.
Am 9. Februar 1972 wird der Bau eines Solariums für 14 Personen beschlossen und neben dem Thermalwasser-Außenbecken wird ein eigenes Kaltwasserbecken errichtet. Offiziell wird das neue Thermalhallenbad am 27. Dezember 1972 eröffnet. Das Thermalhallenbad umfasst im Wesentlichen das eigentliche Thermalhallenbad mit der Durchschwimm-Schleuse zu den beiden Außenbecken. Großzügige Restauranträume mit den zugehörigen Einrichtungen werden geschaffen. Ein Solarium, eine Sauna und ein Fitness-Center mit angeschlossenen Ruheräumen stehen zudem zur Verfügung. Durch eine entsprechende Ozonanlage wird eine hervorragende Wasserqualität erzielt. Im Spätsommer 1973 wird im Kurzentrum das Hallenbad, das Solarium, das Fitness-Center, die Sauna und die Kunsteisbahn fertiggestellt. Anfang 1976 empfängt das Thermal-Hallenbad Hofgastein seinen millionsten Besucher (Quelle: S. Hinterseer).
Möglich war der Bau aufgrund eines großzügigen Angebotes der Geschwister Andreas, Hans und Elisabeth Hampl, die zu besonders günstigen Konditionen die "Wiglitz-Gründe" im Ausmaß von ca. 8 ha zum Kauf anboten mit der Widmung verbunden, hier einen - Kurpark - sowie ein Erholungszentrum zu errichten. Für diese großzügige Entscheidung wurden die Geschwister Hampl per Gemeindebeschluss am 24. September 1969 zu Ehrenbürgern Bad Hofgasteins ernannt, da ansonsten der Bau des Alpenthermalbades und des knapp 80.000 ² großen Kurparks mit Teich und Brunnen nicht möglich gewesen wäre. Nach dem Zubau einer modernen, römischen Saunalandschaft wurde das Bad am 5. März 1990 offiziell eröffnet und erhielt einen neuen Namen: "Thermentempel".
Im Jahre 2001 wurde beschlossen, im Einvernehmen mit der Hampl-Stiftung ein neues Erlebnis- und Gesundheitszentrum zu errichten. Im Rahmen eines Wettbewerbs wurde der Entwurf des Wiener Architekten Martin Kohlbauer prämiert. Der Spatenstich dazu erfolgte am 11. Oktober 2002. Der einzigartige Standort ermöglicht einen Panorama-Bergrundblick. Sportanlagen und ein Beauty-Zentrum wurden eingerichtet. Die Sauna-Anlage liegt dabei außerhalb des Thermengebäudes inmitten einer 18.000 m² großen Grünfläche. Ebenso wurde eine Rafting-, eine Speedrutsche, sowie ein Lazy-River-Strömungskanal gebaut.
Nachdem der "Thermentempel" zunächst weitgehend abgetragen war, konnte die heute sogenannte - Alpen-Therme Gastein - den Probelauf am 25. Dezember 2003 aufnehmen.
- Quelle: "Die Gasteiner Thermen ", Verlag Franz Hochwarter 2004

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» Erweiterungsbau der Alpentherme - Thermalwasserbadesee - 2016/17 «
Im südlichen Teil der Alpentherme - ehem. Kurpark - entsteht ein Thermalwasserbadesee mit einer Länge von ca. 50m und einer Maximaltiefe von bis zu 4 Meter mit verschiedenen Flachwasserbereichen und Schwimmzonen. Gefüllt mit reinem Thermalwasser werden die beiden Seen täglich nachgespeist. Die Reinigung soll biologisch ohne Zugabe von chemischen Stoffen vor sich gehen; also ohne Chlor und sonstigen Desinfektionsmitteln.
Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase konnte Mitte August das herausragende Projekt fixiert und im September 2016 mit dem Bau von zwei Thermalwasser-Badeseen begonnen werden. Dabei wurde ein Teil des Kurparks von Bad Hofgastein dem Thermenareal angeschlossen und zwar ein mit 1.300 m² größere See und ein zweiter mit 370 m², welcher sich in den Saunabereich integriert. Im Außenbereich der Family World ist eine 4-Bahnen-Wellenrutsche mit sechs Metern Höhe, 4 Metern Breite und einer Länge von 28 Metern geplant. - Quelle: Gasteiner Rundschau, 2016
Nachdem der zukünftige Thermalbadesee betoniert und mit einer schwarzen Folie ausgekleidet wurde, konnte im Mai bereits das Wasser eingelassen werden. Zudem wurde mittels Plattenrasen eine Fläche von 7.200 m² ausgelegt. Am Beckenrand werden Liegeflächen geschaffen und eine Bepflanzung mit Wasserpflanzen vorgenommen. Im Juni 2017 kann bereits in beiden neu geschaffenen Seen gebadet werden. In der 3. Juniwoche dann allerdings ein Rückschlag - Algenwachstum und in der Folge Badeverbot. Die offizielle Eröffnung wird mit 1. Juli 2017 angesetzt. Die - Baustelle-Kurpark - wird mit Humus eingeebnet und teilweise neu bepflanzt.

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Erweiterungsbau Alpentherme - Bilder-Galerie - Kurpark 2016
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Erweiterungsbau Alpentherme - Bilder-Galerie - Kurpark 2017
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Smaragdsee u. Kristallsee - Bilder-Galerie - Thermalbadesee

» Solarbad Dorfgastein - 1977 «
Wie bereits in den Ausführungen auf der Seite - Gastein-Projekte - des Architekten Gerhard Garstenauer dargestellt konnte 1977 mit dem Bau des Solarbades begonnen und am 16. Juni 1978 in Betrieb genommen werden. Dazu wurde am 7. Mai 1975 die Dorfgasteiner Freizeitanlagen GesmbH gegründet, die von der Dorfgasteiner Gemeinde, dem Fremdenverkehrsverband und den Dorfgasteiner Bergbahnen getragen wurde. Bewusst wurde hier vom Architekten Gerhard Garstenauer ein besonderer Bädertyp geplant. Es sollte ein "Allwetterbad" geschaffen werden, wobei die gesamte Anlage sich im Sommer wie im Winter nach dem Sonnenkreis ausrichtet und so die natürliche Sonnenwärme optimal ausgenützt wird. Der oberste Bauring sollte das eigentliche ">Winterbad" aufnehmen, inkl. Saunabereich. Der untere Ring nimmt die Sommergarderoben und das Restaurant auf mit Ausblick auf das Bad und die Bergwelt. Der tiefst gelegene Ring stellt das eigentliche Solarium dar; das der Sonne zugekehrt ist.
Im Oktober 2003 wurde mit der Revitalisierung des Solarbades zum "Sommerfreibad des Tales" begonnen. Das Eingangsgebäude wurde saniert, ein Sportbecken geschaffen und techn. Einrichtungen verbessert. Die Sauna wurde zu einer zeitgemäßen Wellness-Anlage umgebaut. am 20. Mai 2004 konnte das Bad wieder eröffnet werden.
- Quelle: "Die Gasteiner Thermen ", Verlag Franz Hochwarter 2004

» Felsenbad in Bad Gastein - 1968 «
Siehe dazu die Ausführungen auf der Seite - Gastein-Projekte - das Felsenbad in Bad Gastein. Zuvor bestand schon ein Freibad, welches in die "Felsenbadplanung mit einbezogen werden musste.
Zitat: Da die Lage der Freibecken fixiert war, wurde der Platz für die neue Schwimmhalle in den Felsen gesprengt. Verstärkt wurde dies noch durch die Entscheidung, den natürlichen Felsen sichtbar zu lassen - und weiter: Das Felsenbad ist, wie Friedrich Achleitner schreibt, "ein gelungenes Beispiel für die Überbauung eines Ortes, für die Sichtbarmachung seiner topographischen Gestalt, ohne eine Interpretation zu versuchen."
- Quelle: Architekturzentrum Wien, 2003
Die offizielle Eröffnung erfolgt am 29. September 1968 in Anwesenheit des Herrn Bundeskanzlers Dr. Josef Klaus und des Herrn Landeshauptmannes DDr. Hans Lechner.
- Quelle: Zimburg
Ab September erfolgte der Neubau und die Sanierung des Felsenbades (Spatenstich am 23. September 2003). Zuerst wurden neue Saunen, Dampfbäder, sowie eine Sonnenwelt mit mehreren Solarien errichtet. 2004 wird das Bad geschlossen und die Halle saniert. In der Erlebnistherme wird ein abgestufter Badebereich mit zwei Becken geschaffen, die durch einen Wasserfall verbunden sind. Insgesamt wird durch den Umbau eine Gesamtwasserfläche von ca. 1.000 ² geschaffen.
- Quelle: "Die Gasteiner Thermen ", Verlag Franz Hochwarter 2004

» Stollenkurhaus in Böckstein - 1953/1954 «
Bereits 1944 wurde nach Anschlag des Paselstollen erkannt, dass diesem Heilwirkung zukam, da die Bergleute trotz schwerster körperlicher Arbeit nicht wie sonst üblich an rheumatischen Beschwerden litten. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges verbreitete sich rasch die Nachricht von diesem "Wunderstollen" in Böckstein. Nach intensiven Forschungsarbeiten von 1946-1951 kam die Forschergruppe rund um Prof. Dr. Ferdinand Scheminzky und den Vorstand der medizinischen Klinik der Universität Innsbruck, Prof. Dr. Anton Hittmair zum Schluss, dass diesem Stollen ein Heilwert zuzusprechen sei, worauf die - Heilstollen Betriebsgesellschaft m.b.H. Gastein-Böckstein - gegründet und Dr. Otto Henn zum Chefarzt ernannt wurde. Ersten Pläne für die Errichtung eines "Behandlungsheimes" entstanden und so wurde im August 1953 mit den Bauarbeiten begonnen, um diese im Frühjahr 1954 mit einem zeitgemäßen "Stollenkurhaus" zu vollenden. Der vierstöckige Gesamtbau hatte eine Ausdehnung von 25 Metern Länge und 14 Metern Breite. Der Stollenbahnhof wurde direkt an das Kurhaus angebaut, sodass den Patienten der direkte Zugang zum beheizten Bahnsteig möglich war. Neue, geschlossene und bequemere Liegewaggons wurden angeschafft. Siehe weiter die Dokumentation - Gasteiner Heilstollen - . . .
Quelle: Gold & Gesundheit in Gastein - Eigenverlag, Gasteiner Heilstollen.

» Pensionsversicherungsanstalt - 1968 «
Im Gebiet des ehemaligen "Krallerhofes" wurde 1966 mit der Errichtung eines neuen Großbaues der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) begonnen. Der viele Jahrhunderte alte Krallerhof wird abgerissen. Am 3. September 1968 wird durch Herrn Bundespräsidenten Franz Jonas das neue Gebäude der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) nach 30-monatiger Bauzeit eröffnet. Die neue "Sonderheilanstalt für Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises" soll als Rehabilitationsstation vor allem der Bekämpfung der Frühinvalidität dienen. Die auf einem Gelände von 32.000 qm erbaute hochmoderne Anlage beherbergt ein sechsgeschossiges Gästehaus, einen dreigeschossigen Medizinaltrakt mit allen erforderlichen medizinischen Einrichtungen modernster Art, Aufenthalts- und Speiseräume und ein eigenes Personalhaus. 180 Kurgäste können hier in Einzelzimmern Aufnahme finden. Zu den Therapieeinrichtungen gehören u. a. hochmoderne Untersuchungs-Diagnose-Röntgeneinrichtungen, Thermalbäder, Räume zur Unterwasserbehandlung, Inhalationseinrichtungen, Kneippanlagen usw., eine große Schwimmhalle, ein Gymnastiksaal, eine Sauna, Räume für Massagen und eine Sportanlage im Freien. Die Anstalt steht unter ärztlicher Leitung eines Primarius (seit 1968 unter Prim. Dr. Ernst Prohaska) und eines Teams von Fachärzten und anderem Fachpersonal.
Mit Ende des Jahres 1973 hat das zuständige Ministerium der Sonderheilanstalt der Pensionsversicherung in Bad Hofgastein, die bisher schon den Status eines Krankenhauses besaß, die Teilanerkennung als Ausbildungsstätte für Fachärzte für das Sonderfach "Innere Medizin" zugesprochen.
- Quelle: S. Hinterseer

PVA, Bad Hofgastein PVA, Bad Hofgastein
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Parkanlagen

» Kurpark Bad Hofgastein - 1972 «
Am 14. April 1969 fasst die Gemeindeverwaltung den Beschluss, die von den Geschwistern Hampl (Besitzer des Hotels Moser) zu besonders günstigen Bedingungen angebotenen Gründe der "Wiglitz" im Ausmaß von ungefähr 8 ha anzukaufen. Das Angebot ist mit der Widmung verbunden, hier keine privaten Hotel-, Wohn- oder Siedlungsbauten errichten zu lassen oder den Grund für andere Zwecke zu veräußern, sondern ihn ausschließlich der Errichtung eines großzügig gestalteten Kurparks und eines damit verbundenen Kur- und Erholungszentrums vorzubehalten. Der Ankauf dieser Gründe stellt die Grundvoraussetzung zur Verwirklichung dieses für die Entwicklung des Kurortes entscheidenden Projektes dar, mit dessen Planung 1970 begonnen werden konnte.
Die erste Bauetappe sieht dazu alle Vorbereitungen wie die Einrichtungen der Zufahrten, der Autoparkanlagen und der neuen Kurparkanlagen vor. Die zweite Bauetappe soll die Verwirklichung des Thermalhallenbades mit allen zugehörigen Einrichtungen einschließlich Sauna, des Gymnastiktraktes und der Kunsteisbahn umfassen. Die dritte Etappe dagegen die Errichtung einer neuen Therapiestation im Anschluss an das bestehende Kurmittelhaus und die Nebeneinrichtungen im Verbindungstrakt zum Hallenbad. Als vierte Bauetappe wird schließlich der Bau eines Mehrzwecksaales für 1200 bis 1500 Personen Fassungsraum geplant. Der gesamte, darüber hinaus auf der sogenannten "Wiglitz" zur Verfügung stehende Raum soll nach diesen Plänen zu einem modernen Alpenkurpark mit künstlichen Wasserbecken umgestaltet werden. Schließlich soll das neue Kur- und Erholungszentrum aber mit Hilfe eines neuen Achensteges mit den Sportanlagen auf der Westseite des Tales verbunden werden. Das Gesamtvorhaben wird dazu in einem Planungswettbewerb ausgeschrieben.
Die Pläne aller Bewerber werden in der Hauptschule der Öffentlichkeit vorgestellt. Unter Vorsitz des Erbauers des Olympiageländes in München, Dipl.-Arch. Prof. Günther Behnisch, entscheidet sich eine zu diesem Zwecke einberufene Jury eindeutig für die Verwirklichung der von den Linzer Architekten Rüdiger Stelzer und Walter Hutter im Rahmen des vorgenannten Architektenwettbewerbes eingebrachten Pläne zur Errichtung des neuen Kur- und Erholungszentrums.
Am 22. Oktober 1970 beginnen die Aufschließungsarbeiten zum Bau des neuen Kurzentrums. Die Arbeiten umfassen, wie vorgesehen, die Herstellung der notwendigen Zufahrtsstraßen und Autoparkplätze, die erforderliche Verlegung der Trinkwasser- und Thermalwasser-Zuleitungen und die Einrichtung der notwendigen Kanalisation. Das ausgehobene Material wird in den Raum verlagert, der für die neuen Kurparkanlagen vorgesehen ist. Die Gestaltung dieser weitläufigen Anlagen wird dem Salzburger Landschaftsarchitekten Ennemoser übertragen. Im Spätherbst wird auch mit den Aushubarbeiten an den geplanten künstlichen Teichen begonnen und mit der Aufschüttung des ausgehobenen Materials im Kurparkgelände.
Die im Herbst des Vorjahres begonnenen Vorarbeiten werden 1971 fortgesetzt. Die Aufbereitung des Geländes für das große Hallenbad und die ihm angeschlossenen Anlagen, die Ausbaggerung der künstlichen Teiche im neuen Kurpark, verbunden mit der Aufschüttung des ausgehobenen Materials, lassen das größte Projekt der Gemeinde bereits deutlich in seinen Umrissen erkennen. Der Bau der Parkanlagen wird an die Firmen Angerer und Svietelsky vergeben, die Aufschließungsarbeiten für den Kurpark an die Hofgasteiner Baufirma Pokorny. Die eigentlichen Bauarbeiten am Thermalhallenbad beginnen am 2. Mai 1971. Am 19. August 1972 werden die neugeschaffenen Kurparkanlagen, die bereits seit Sommeranfang zur Verfügung stehen, offiziell ihrer Bestimmung übergeben.
- Quelle: S. Hinterseer

Noch vor den Bau der Kurparkanlage war das Areal vom Schilf beherrscht. Der damals im Kurpark angelegte Brunnen, welcher sich am selben Platz wie die heutige Brunnenanlage mit der Skulptur des Dr. Werner befindet, wurde durch einen Wasserlauf bis zum Teich weiter geführt. Dieser wurde (leider) abgetragen. Neu hinzugekommen sind zwei Brunnenanlagen im oberen Bereich, ein zusätzlicher Übergang nördlich vom großen Teich und zwei Skulpturen aus Bronze (Hirsch, Harfespielerin), sowie ein sog. "Föhnhorn" von Sepp Grabmaier. Unterhalb der Alpenarena, wo sich einst die Eistockbahnen befanden, wurde ein Meditationsgarten errichtet.

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Kurpark 1972 - Bilder-Galerie - . . .

» Erweiterungsbau der Alpentherme im Kurpark 2016 / 17 «
Am - 19. August 2016 - wurde für die Gasteiner Bevölkerung überraschend etwa die Hälfte der Bäume im Kurpark gefällt, um für eine neue Schwimmbadanlage Platz zu schaffen. Der Beschluss dazu erfolgte einstimmig durch die Gemeinde Bad Hofgastein. Mehrheitlich standen hier Lärchen und wenige Fichten, sowie Laubbäume im Alter von etwa 45 Jahren. Schon nach wenigen Tagen konnte mit den Grabungsarbeiten begonnen werden. Mehrheitlich sind auch schon die Bäume und das Geäst nach 1 Woche abtransportiert. Der Kurpark ist so mittlerweile um etwa 1/3 geschrumpft - zugunsten des Projektes - Alpentherme - Thermalbadesee.

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Kurpark 2016 - Bilder-Galerie - . . .

Nachdem schon 2016 zahlreiche Bäume im Zuge des Erweiterungsbaues Alpentherme beseitigt wurden, sind nun am - 20. April 2017 - neuerlich 20 Bäume nahe der noch bestehenden Baustelle-Alpentherme gefallen. Der Kurpark scheint somit auf den Teich mit den umliegenden Bäumen dezimiert. Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ist derzeit nicht einsichtig, zumal die Bauarbeiten des Erweiterungsbaues der Alpentherme bereits zum Abschluss kommen sollten. In den nächsten Wochen werden weitere Bäume gefällt. Unabhängig davon sammeln sich immer mehr Reiherenten im Kurparkteich an. Im Gegenzug schwinden die Weibchen der Stockente auf eine ungewöhnlich niedrige Zahl. Am 6. Mai konnten nur mehr 6 Weibchen gesichtet werden bei über 30 männlichen Exemplaren. Am 20. Mai waren es noch 16 Stockentenmännchen und 2 Stockentenweibchen; wie schon auf der Seite - Projekte-Gasteins - erwähnt. Nach Fertigstellung der beiden Thermalseen, welche nun in die Alpentherme integriert und von außen nicht zugänglich sind, haben sich auch die Stockentenweibchen wieder zahlenmäßig auf 6 Exemplare erhöht. Der "obere" Kurpark, welcher beim Bau der Badeseen zur Gänze als Baustellenareal benutzt wurde, wird nun wieder mit Humuserde bedeckt. Mitte Juli scheint dann der Teich im Kurpark wieder ganz wie zuvor - zahlreiche Stockentenweibchen haben sich wieder eingefunden und das vermeintliche Ungleichgewicht hat sich aufgelöst. Eine neuerliche Baumbepflanzung (19 Ahornbäume) wurde Ende November 2017 vorgenommen, nachdem heftige Stürme wenige Wochen zuvor weitere Bäume zu Fall brachten.
Auch wurde noch im selben Jahr ein "Entenfütterungsverbot" beim Teich im Kurpark amtlich verfügt. Die Folge war ein Abwandern der Enten in den oberen Kurpark Richtung Ortszentrum, insbesondere in den Teich beim Kurmittelhaus. Zu Jahresbeginn 2018 war das Verbot wieder aufgehoben worden. Seitdem verbleiben auch die Enten wieder im Kurparkteich.

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Kurpark 2017 - Bilder-Galerie - . . .

» Der "Wiglitzgrund" unterhalb des Hotel Germania «
Der "Wiglitzgrund" unterhalb des Hotel Germania, welcher von der Gemeinde 1969 von der Familie Hampl erworben wurde mit der Auflage, hier, wie es wörtlich im Buch von Sebastian Hinterseer heißt: - "keine privaten Hotel-, Wohn- oder Siedlungsbauten errichten zu lassen oder den Grund für andere Zwecke zu veräußern, sondern ihn ausschließlich der Errichtung eines großzügig gestalteten Kurparks und eines damit verbundenen Kur- und Erholungszentrums vorzubehalten" - wird derzeit im Zuge der Erweiterungsbauten der Alpentherme als Schuttablageplatz verwendet. Dieser Zustand bleibt auch noch im Juni 2017 unverändert und es ist schon seit Monaten ein modernder, faulender Geruch wahrzunehmen. Über die weitere Verwendung des Areals ist derzeit nichts bekannt.

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Wiglitz/Kurpark - Bilder-Galerie - 2017

» Neugestaltung Hampl-Platz 2017 «
Im Zuge der Kanalsanierung im Ort Bad Hofgastein wurde auch der Hampl-Platz neu gestaltet. Ende März 2017 beginnen die Bauarbeiten im Ortszentrum, wobei gleichzeitig der Hampl-Platz, inklusive der Vorplatz des Kurmittelhauses neu gestaltet wird. Auch der "Weitmoserbrunnen" des Bildhausers Sepp Viehauser wird hierher versetzt, welcher sich zuvor vor der Salzburger Sparkasse befand. Dieser - Brunnen - ziert nun zentral den Hampl-Platz; leider mit Blickrichtung nach Norden und nicht wie gewohnt nach Süden zu ihren Herschaftssitz, dem Weitmoserschlössl.

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Hampl-Platz 2017 - Bilder-Galerie - . . .

Sporteinrichtungen

» Eislaufplatz - 1924/25 «
Im Winter 1925 wurde in Hofgastein vor der Wandelhalle ein geräumiger Eislaufplatz errichtet, der sich großen Zuspruch erfreute. Anfang Dezember 1973 ging dann in Bad Hofgastein die neue Kunsteisbahn in Betrieb, welche unterhalb des neuen Hallenschwimmbades angelegt wurde. Die Eisbahn mit den internationalen Maßen (30 x 60 m) ermöglichte auch den Eishockeysport. Mittlerweile befindet sich der Eislaufplatz wieder am ursprünglichen Standort - am ehem. Kurplatz bzw. bei der neu gebauten AlpenArena.

Eislaufplatz, Bad Hofgastein 1926 Eislaufplatz, Bad Hofgastein Eislaufplatz, Bad Hofgastein
- Bilder-Galerie -
Im - Doku-Archiv - siehe auch:
  - Liftanlagen -
  - Thermalwasserleitung -
Siehe auch die Seiten:
  - Gastein-Projekte - nach 1945
  - Gerhard Garstenauer - Architekt

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Anmerkung: Die Informationen wurden teilweise dem Buch "Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins" von Sebastian Hinterseer, 1977 - verschieden Zeitschriften und Berichten aus dem Internet - entnommen. Die Angabe von Daten ebenso wie Textauszüge sollen durch entsprechende Quellenangaben nachvollziehbar bleiben.

Dokumentation, Gastein

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Gastein im Bild - Dokumentation
Gastein-Projekte nach 1945 - Bauten, Anlagen, Konzepte
© 21.11.2013 by Anton Ernst Lafenthaler
Rev. 23.6.2017
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