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Siedlungsgeschichte

Dorfgastein

Dorfgastein um 1900 Die Schreibung des Namens Dorfgastein findet sich in älteren Schriften als "ze Dorff". Gemeint ist das "Dorf in der vorderen Gastein". Urkundlich verfolgt können diese Bauten meistens nur bis etwa um 1500 werden, da weiterhin Urbare (= Grundbücher) und ähnliche Aufzeichnungen fehlen. Nur noch besonders erhalten gebliebene Dokumente, wie die Steuerliste von 1497, die sogenannte "Liste des zehnten Mannes" von 1456 und die Liste der "Freisassen" vom 24. Juni 1350. Die Siedlungsgeschichte Dorfgasteins ist im Buch "Heimatbuch Dorfgastein" von Sebastian Hinterseer ausführlich beschrieben und schließt dazu noch die Grundherren und wo es möglich war die Besitzer bis weit ins Mittelalter ein. Zahlreiche protestantische Emigranten, die des Landes verwiesen wurden, waren Besitzer der nachfolgend angeführten Gehöfte. Sie alle werden im "Heimatbuch Dorfgastein" namentlich genannt.

Zu dem ältesten Güterbestand zählen sicherlich: das "Lothringerhaus" (Steindlwirt Nr. 4), das Bleiwanggut, das Michlbauerngut, das Dorferwirts-Anwesen (die "taberna in Dorf"), vermutlich auch das Stallergut Nr. 23, weiters das Pilzlehen Nr. 25, das Wölflgut Nr. 26, das Wengergut, das Stöcklgut Nr. 41 und wahrscheinlich auch das Untermüllergut. Die sogenannten "Haymoosgüter" (Rodlberg, Simonbauerngut und Hartlgut) und die "Grubgüter" (Paulbauer, Lenzbauer, Hauserbauer) gehören der urkundlichen Nennung nach in die Zeit zwischen 1300 und 1400, wie auch das höchstgelegene Gehöft, der Reiterbauer.

Dorfgastein Dorfgastein Dorfgastein Dorfgastein 1939 Dorfgastein 1963 Dorfgastein 1960 Dorfgastein 1970, Gasteinertal Dorfgastein, Bernkogel Dorfgastein, Bernkogelblick 1953 Dorfgastein, Schuhflicker Dorfgastein, Schuhflicker Dorfgastein, Schuhflicker 1985

» Pfarrhaus Nr. 1 «
In früheren Zeiten auch "Schneiderlehen" (Schneyderlechen) genannt oder "Hofstath und Garten, das Schneiderhäusl". Auch dieses Haus, das 1594 einem Bericht zufolge umgebaut wurde, war früher direkt mit einem Stall verbunden, der dann abgerissen wurde (hinter diesem alten Stall befand sich ehedem das sogen. Hammerlhäusl, das um 1900 noch bewirtschaftet war). Heute steht hier der Pfarrsaal. Das Gut geriet 1735 "auf den ersten Grundbuchkörper an das ehrwürdige Gotshaus St. Ruperti zu Dorf", und zwar als sogen. "Vicariatspfrunde". Es umfasste das Schneiderlehen, das "andere halbe Gut Pilzlehen" und den "3. Thaill des Häckhllehens", alles zusammen im Jahre 1735 als "Heigllehen" bezeichnet. Nach anderen Angaben wurde es 1733 zur Dotation des Vikars erworben, und zwar von dem Emigranten Peter Heigl auf dem Wege über die für solche Erwerbungen zuständige Preußische Commission. Das Haus war damals als so baufällig beschrieben worden, daß man es sogleich mit einem neuen Mauerwerk versehen ließ. Im Jahre 1735 wurde es anscheinend völlig abgerissen und durch einen neuen Bau ersetzt. 1786 erfolgten umfassende Reparaturen des Hofinneren und des Stalls. Wesentliche Umbauten und Erneuerungsbauten erfolgten in den Jahren zwischen 1970 und 1974.
Auf Grund eines Tauschvertrages gerieten am 8. Mai 1868 noch weitere Grundteile an die Kirche. Im Verzeichnis der Salzburger Emigranten- und Erbgüter von 1732 wird es bezeichnet als "Peter Heigls Gut zu Dorff, so aus drey Iteme bestehet, also zu Schneiderlehen, Häckellehen und dem halben Pilzlehen zu Dorff". Der Name "Schneiderlehen" dürfte von Jörig Schneider (1453) stammen oder von einem seiner Vorfahren.
Frühe Besitzer: Jörig Schneider (Jorig Sneider) 1453
- heute: Pfarramt - Dorfstraße 33

» Mesnerhaus Nr. 2 «
auch "Meßnerpfründe" oder "Altes Schulhaus" genannt, ebenso "ain Guett Meßnerhaus, das bißher ain ieder Mößner zu bemeltem Dorff inne hat", bezeichnet auch als "ein Guet zu Mühlbach, so zum Meßnerambt Dorf gehörig, darauf 1576 eine Hofstat gezimmert, mit einem Gärtl".
1784 bis 1789 wurde es nach dem Abbruch von Grund auf neu errichtet. Es war schon 1673 als sehr baufällig bezeichnet worden. Am 20. 9. 1879 wurde es auf Grund der bisherigen bücherlichen Eintragungen als "ein Gut zu Mühlbach" vermerkt, "zum Meßneramte zu Dorf gehörig" und daher als zur Kirche Dorf gehörig ausgewiesen. 1839 wurde es der Kirche Dorfgastein einverleibt. Es handelte sich dabei wahrscheinlich um den als "dritten Thaill des Häckllehens" bezeichneten Besitz, der bereits im Jahre 1735 der Kirche zum Kauf gegeben wurde. Das Gebäude wurde 2006 abgetragen und neu errichtet.
Frühe Besitzer: Cristan Stainer zu Mairhoff 1496, Sigilein, Mesner zu Dorff 1421
- heute: Wohnhaus - Dorfstraße Nr.31

» Baderhäusl Nr. 3 «
auch "Steinkollhäusl" genannt, "aine Hofstath und Garten auf einem Außbruch als ein Theill des Guetts Bichl zu Dorff laut Befehl vom Juni 1641, das bereits vor dißem Datum mit gnädigem Consens in hernach beschriebene dreyzechen undterschidliche Iteme oder Thaill zertrennt worden" mit vielen verschiedenen Besitzern. Heute wird das Haus auch einfach "Deutinger" genannt. Die Herkunft des Namens Baderhäusl ist ungeklärt. Vielleicht waren aber die Angehörigen der Familie Gold nicht nur Lehrer - wie es in alten Berichten heißt -, sondern auch "Bader".
Frühe Besitzer: K. Hanns Moser der Jünger und Brigitha Heiglin, sein Eheweib 1680, K. Gregory Steindl 1675
- heute: Deutinger - Dorfstraße 34

Steindlwirt, Dorfgastein » Steindlwirt Nr. 4 «
auch als "Staindl oder Lothringerhaus" bezeichnet oder als "Steindlwirt" auch "Staindlkramer und Bierwirthsbehausung", auch als "ain Haußund Gartl, das Lottringerhauß genannt, ain Ausbruch aus dem Saalfeldnerlehen Nr. 27 mit Mühle, verstuckt 1691". Die Kramerei befand sich von ältesten Zeiten her im Altbau des Hauses. Die Gewerbeberechtigung zum Wirtshaus und zur Kramerei wurden von jeher, so wie bei dem Krämerhäusl bei der Kirche (Nr. 8), von den Hofgasteiner Bürgern verliehen.
Im Jahre 1940 wurde das Gut auch in die nicht mehr auffindbare seinerzeitige Erbhofrolle, Blatt 9, in Dorfgastein aufgenommen. Das Gut wird auch genannt in den Salzburger Erbgütern 1732, und zwar als "Engelhard Gruebers Haus und Garten Lothringerhauß genannt sambt Mühl". Die Kramerei befand sich noch bis zu den neuerlichen Umbauten im Jahre 1934/35 in dem erst im Jahre 1840 errichteten Altteil des heute bestehenden Hauses. 1954 erfolgte als ältester derzeitiger Umbau der Aufbau eines Geschosses, 1962 wurde der Saal errichtet, 1968 ein neuerlicher Geschoßaufbau vorgenommen und im Jahre 1971 schließlich der heutige Bauzustand hergestellt und vor allem auch der Hauseingang und Hausflur verändert. 1980 wurde der Saal neuerlich umgebaut. Der Name "Steindl" stammt von 1637, die Herkunft des Namens Lothringerhaus ist bisher ungeklärt.
Frühe Besitzer: Barbara Mittereggerin 1595, Martin Mitteregger 1584
- heute: Steindlwirt - Dorfstraße 30

» Lothringerhäusl Nr. 5 «
"ain Heusl zu Dorf, ain Grundfleck oder Garten" zwischen "Deutinger" und Steindlwirt gelegen, das 1962 abgerissen wurde. Vermutlich ist dieser Besitz identisch mit dem in den Bürgerspitalurbarien genannten "Guett zu Dorff hat In gehabt Michael Herant". An dieser Stelle wurde der Saal des Steindlwirtes errichtet, und nach dem Neubau dieses Saales wurde der Name auf die "Pension Lothringerhaus" übertragen. Die Herkunft des Namens ist bisher nicht geklärt.
Frühe Besitzer: Jörig Herrant 1450
- heute: Steindlwirt - Lothringerstaße 7

» Gerstmaiergütl Nr. 6 «
auch "Maurer Peterl" genannt (nach Peter Rohrmoser 1906) bzw. ehemals Riesers Kaufhaus - später Kaufhaus Gstrein. Es wurde abgerissen und von Johann Rieser neu aufgebaut - Geschäft eingerichtet 1936. Es folgte der Bau eines Lagers und eines Wohnhauses. Die zweite Hälfte des Geschäftsausbaues wurde 1960 abgeschlossen, das neue Geschäft am 17.7.1972 eröffnet. Vermutlich handelt es sich um das in den Bürgerspitalurbarien genannte "halbe Guett Dorf" bzw. "ain Guett zu Dorff zu Paurecht". Die Herkunft des Namens ist bisher ungeklärt.
Frühe Besitzer: Cristoff (vermutlich Lechner) 1519
ehem. Kaufhaus Gstrein- heute: Haus Gstrein - Dorfstraße Nr.28

» Bleiwanggut Nr. 7 «
anerkannt als Erbhof nach dem Landesgesetz von 1929, auch "Bleiwenggut" genannt oder "Bleywanggut", bis 1936 auch "Bleiwing-Wirt". Der Gastbetrieb wurde in diesem Hause wahrscheinlich erst um 1860 eingerichtet. Am 1. 7. 1680 erhielt ein Hans Rest zusammen mit Hanns Täxer "beede zu Dorff die Cramberey und Pranndweinausschank" zugestanden. Dieses Gewerberecht lag allerdings auf dem sogenannten "Laubenheusl" (Nr. 8).
Das Gut wurde 1620 auch noch als Dorfergut oder Dorferlehen bezeichnet, ist als Beuttellehen aber seit 1350 auch als "Ortner- und Mayrlehen" benannt, zusätzlich aber auch als "Laubenlehen". Das ehemalige Ortnerlehen dürfte das Stammlehen sein, da der Holzbezug darauf Bezug nimmt. Nach dem Urbar der "Lieben Frauen Stadt-Pfarr-Khürchen zu Salzburg" wird noch 1843 vermerkt, dass die beiden Gütl Ortner- und Mayrlehen unverteilbar zu Dorf beisammen sind. Die Herkunft des Namens Bleiwang ist bisher ungeklärt, der Name Ortnerlehen stammt sicherlich von der Familie Ortner, die nach den bisherigen Feststellungen mindestens von 1350 bis 1493 das Gut besaß.
Frühe Besitzer: Heinrich Orttner 1350
- heute: Bleiwang - Kirchplatz 3

» Kirchenwirt Nr. 8 «
auch "das Kirchenkrameranwesen" genannt oder einfach "Kirchenkramer", auch "Alter Kramer" oder Kirchenwirts-Gasthaus oder ehedem auch als "Grueber- oder Laubenhäusl" bezeichnet, "ain Hauß bey der Khürchen zu Dorff". Hier befand sich seit den frühesten Zeiten der "alte Bey-Chramberbey der Khürchen zu Dorff". Das Recht, die "Cramerey" zu treiben, wurde jeweils von der Bürgerschaft zu Hof (Hofgastein) verliehen, wie auch das zum Haus gehörige Recht zur "Prandtwein-Zäpflerey, zur Möth-Ausschank und zur Pier-Verleithgebung". Das alte Haus (zuletzt auch Koller-Gasthaus genannt) wurde im Jahre 1970 abgerissen und der Neubau, in dem im August 1972 als Hotel Kirchenwirt neu eröffnet.
Frühe Besitzer: Rueprecht Riser 1546
- heute: Kirchenwirt - Kirchplatz 2

» Könighäusl Nr. 9 «
aber auch "Straßer- oder Könighäusl" zu Dorf genannt, "das vom Schmuck und Krenlehen gebrochen". Der Umbau des Stalles in ein Wohnhaus erfolgte im Jahre 1958? Das hier befindliche Friseurgeschäft wurde von Roupetz eingerichtet. Die Herkunft des Namens ist bisher ungeklärt.
Frühe Besitzer: Georg Rebhendl 1732
- heute: Dorfstraße 24

» Friedrichgütl Nr. 10 «
auch Friedrichguett oder "Guett Fridllehen" genannt, auch Friedrichhäusl oder Schustergütl, in früheren Zeiten aber auch "Guett Frankenlehen nebst Mühle auf dem Viertel Rohrmooslehen". Die Herkunft des Namens ist bisher ungeklärt. Das Haus wurde 1957/58 umgebaut und aufgestockt.
Frühe Besitzer: Wolf Fürtaller und Christian Haussteiner 1630
- heute: Haus Strobl - Dorfstraße 21

» Hölzlgütl Nr. 11 «
oder Hölzlhäusl, auch Holz- oder Maurerhäusl genannt, in früherer Zeit aber auch als "Schöllgut" bezeichnet bzw. als "Heyel Guett und Schöllguett zu besagtem Dorff oder Heuglguett". Der Besitz wird auch unter den Erbgütern der Salzburger Emigranten 1732 als "Georg Gruebers Guet Dorf nebst dem Viertel Gmachmühle im Müllbach und allen Pertinentien" genannt. Der Name "Maurerhäusl" dürfte von Urban Maurer (1552) stammen, die Herkunft der anderen Namen ist bisher ungeklärt.
Frühe Besitzer: Hannß Knöll 1453
ehem. Kaufhaus und Gästehaus Göttlich - heute: ehem. Göttlich - Dorfstraße 22

» Stadlergütl Nr. 12 «
auch "ain Guett genannt das Stallergütl zu Dorf", das im Jahre 1772 an das Collegium Virgillianum verkauft worden ist, später auch "Sendlhofer" genannt. Im November 1912 wurden Haus und Stall abgerissen, 1913 eine Kaufhaus-Filiale eingerichtet. Der Name dürfte von der hier genannten Familie Staller stammen (1596 Peter Staller) bzw. Sendlhofer (1751 Hannß Sendlhofer).
Frühe Besitzer: Georg Rißer 1584
- heute: Stadlergut, Ferienappartements - Dorfstraße 20

» Knappengütl Nr. 13 «
auch bezeichnet als "ain Häusl und Gärtl zu Dorf - Knappenhäusl - genannt, das vom Kren- und Schmucklehen gebrochen worden". Die Herkunft des Namens ist bisher ungeklärt, wahrscheinlich dürfte aber einer der Besitzer seinerzeit Bergknappe gewesen sein.
Frühe Besitzer: Paul Kerschpämber 1726
- heute: ehem. Benedikterhaus Raika - Dorfstraße 18

» Michlbauerngut Nr. 14 «
auch "Pichlgut" genannt oder "Güettl Püchl zu Dorff" mit Behausung, Hofzimmer und "6 Heystadl", das 1641 zu zertrennen bewilligt worden. Laut Befehl vom Juni 1641 wurde es damals tatsächlich als "verstuckht" eingetragen, es wird aber dazu berichtet, "ist bereits vor dißem mit gnäd. Consens in hernach beschriebene dreyzechen undterschidliche Iteme oder Thaill zertrennt worden", mit vielen verschiedenen Besitzern. Das Hofgebäude wurde abgerissen - an seiner Stelle entstand das heutige "Haus Hubertus". Das Haupthaus wurde als Wohnhaus eingerichtet. Im Jahre 1974 erfolgte der Umbau des Erdgeschosses zu einem Geschäftslokal (Konditorei). Der Besitz wurde seinerzeit auf Ersuchen des Anerbengerichtes in die Erbhofrolle Dorf, Blatt 23, am 23. 11. 1941 eingetragen. (Diese Erbhofrolle ist nicht mehr vorhanden.) 1978/79 erfolgten weitere Umbauten im Haupthaus. Hier befand sich 1903-1906 auch die Gendarmerie-Dienststelle. Die Herkunft des Namens ist unbekannt. Der Name Michlbauer könnte von Michael Knoll (1829) stammen.
Frühe Besitzer: Chunrat, fil. nycol in Pühel genannt 24.6.1350
- heute: Dorfstraße 17

Hasenauer, Dorfgastein » Dorferwirthsanwesen Nr. 15 «
mit "radiziertem Wirthsgewerbe", auch "Tafern zu Dorf am Mitterpach" genannt oder "Item (de) Taberna in Dorf". In einer Verordnung des Erzbischofs, erlassen 1421, wird darauf hingewiesen, daß hier "von alther ain Extafern" besteht, daß also das Anwesen schon seit ältesten Zeiten das Tafernenrecht und das Recht der "Verleithgebung" besitzt. Die alte Taferne war mit "drey Gärtten bey der Tafern" und selbstverständlich auch mit "einer Gmachmüll" verbunden.
Noch 1676 suchte der Taferner zu Dorf auch um den Salzverlag an zwecks "Erhandlung des Weins und Branntweins bei den Sämern", weil der Tauschhandel Wein gegen Salz eine besondere Rolle spielte. Die uralte Taferne wurde 1964/65 abgerissen. Beim Abbruch stellte sich heraus, daß die Taferne, aus zwei noch viel älteren Turmbauten (wahrscheinlich alten Zehenttürmen) bestand, die durch einen Zusammenbau verbunden wurden. Einer dieser Türme ist erhalten geblieben. Leider ist das Alter und die eigentliche Verwendung der uralten Türme nicht urkundlich zu bestimmen. An der Stelle des Altbaues wurde eine Platzanlage errichtet und dahinter das ehemalige kleine Gasthaus zum Hotel und Restaurant Römerhof ausgebaut. Ausbau und Umbau erfolgten in den Jahren 1964 bis 1970. Ein weiterer Umbau (Küche und Teile des Erdgeschosses) erfolgte im Jahre 1974/75, 1978 und in den Jahren 2011/12.
Frühe Besitzer: Wulfing von Goldekke belehnt Ruprecht den Auffner, Bürger zu Salzburg, mit dem Guete "daz dem wirthe", 1340
- heute: Römerhof - Römerplatz 1

» Weberhäusl Nr. 16 «
"aine Hof stath und Haisl samt ainem Gärtl, so vor etlichen Jahren aus dem halben Pülzlehen gebrochen. . ." oder "Weber- und Ortnerhäusl" genannt, ein Austraghäusl aus dem Ortnerlehen (St. Peter), auch "Schüttkramer" genannt (ehem. Spargeschäft). Abgebrannt am 24. 4. 1933 und wieder aufgebaut.
Frühe Besitzer: Bärtlmä Khräll 1642
- heute: Dorfstraße 1

» Schütthäusl Nr. 17 «
auch "Lacken- oder Schildhäusl vis-a-vis vom Schüttkramer" genannt, aber auch "Häusl auf der Lackenpoint" oder auch bezeichnet als "Mehr ain Häusl am obigen Gut Amoslehen in der Lackenpoint samt Gärtlein unter der Dorfer Pruggen", durch Brand am 15. 8. 1922 zerstört, umgebaut 1980/81. Der Name dürfte durch die geographischen Gegebenheiten am Schüttbach entstanden sein.
Frühe Besitzer: Balthasar Stueller 1736
- heute: ?

» Schmiedhaus Nr. 18 «
auch Schmiedlehen genannt oder "ain Haisl und Schmidten zu Dorf - ain Hofstat und Barm, darauf ain Schmidhaisl gezimmert" bzw. "ain Ausbruch von dem 1691 verstuckten Saalfeldner Lehen zu Dorff", abgebrannt am 24. 4. 1933. Der Name hängt mit der gewerblichen Tätigkeit zusammen. Dazu gehörte "ain Wasserhammer und Feuer oberhalb Dorf am Müllpach unter der alten Saag anno 1639 aufzubauen bewilligt worden".
Frühe Besitzer: Mayster Jörg der smid 1455
- heute: Schüttaustraße 2

» Wollschlagerhäusl Nr. 19 «
"ain Hofstath zu einem Häusl und Gärtl in der Au ob Dorff", das im Jahre 1608 "zu errichten bewilligt ist worden". Namensherkunft ungeklärt.
Frühe Besitzer: Anthony Püchler 1608
- heute: Zollweghaus - Schüttaustraße 4

» Hacklgut Nr. 20 «
auch Hacklhäusl genannt oder "ain Haus und Hof, dann ain Grundstück, das halbe Guett Häckllehen" genannt - "Bäckerei Dürnberger". Der Name dürfte von einer Familie Häckl stammen, die allerdings bisher nicht auf diesem Gute nachgewiesen werden kann.
Frühe Besitzer: Wolf Lackner und Eva, sein Hausweib 1631
- ehem. Bäckerei Dürnberger - heute: Cafe Gastuna - Schulstraße 10

» Hammerlhäusl Nr. 21 «
oder Hammerlhaus, "ain Häusl und Gärtl auf einem Ausbruch des Dorf er-lehens" - zuletzt "Pension Bernkogel" (ausgebaut und umgebaut von Math. Lippitz 1951), versehen mit einem Kleingeschäft: Gemischtwarenhandel. Das alte Gütl stand ehedem an der Stelle des heutigen Pfarrsaales. Es war bis um 1900 noch bewirtschaftet und wurde 1947 abgerissen. Ein Teil wurde am 24. 10.1949 von der Kirche Dorfgastein angekauft zum Bau des neuen Pfarrsaales, der 1949/50 errichtet wurde. Die Herkunft des Namens ist ungeklärt.
Frühe Besitzer: Matthäus Khrantz 1595
heute: Haus Bärenkogel - Schulstraße 6

» Rohrmoosgütl Nr. 22 «
auch "Rohrmooshäusl" genannt, wahrscheinlich das "halbe Rohrmooslehen zu Dorf - ein Haus, Hofzimmer, Getreidekasten usw.", auch als "halbes Rohrmooslehen samt einem halben Maad Frankenegg mit Häusl und Hofgstühl" bezeichnet. Das alte "Hofzimmer" wurde im Oktober 1885 abgerissen, das Häusl in den späteren Jahren zu einem Gasthof umgebaut. Der Name dürfte von der Familie Rohrmoser stammen, die schon im Jahre 1453 genannt wird.
Frühe Besitzer: Nicolaus Rormoser 1453
Teil des Gasthauses Hasenauer (der älteste Teil des heutigen Römerhofes) - Römerplatz 2

» Stallergütl Nr. 23 «
das Wohnhaus Nr. 23 auch als "altes Gemeindeamt und Doktorhaus" bezeichnet bzw. als "altes Schulhaus" (hier befand sich auch die Post), in dessen Räumen auch der Gendarmerie-Posten Dorfgastein Aufnahme gefunden hat und die Ordination des Gemeindearztes. Wahrscheinlich ist dieses Gut das "Peyer liehen zu Dorff ob Dorff in der Gastein". Der Umbau zur Schule wurde Ende August 1885 abgeschlossen. Der Name Stallergütl stammt sicherlich von der Familie Staller (1528), der Name "Peyerllehen" ist ungeklärt.
Frühe Besitzer: Hans Staller 1528
heute: Schulstraße 4

» Kaiserhäusl Nr. 24 «
auch "Kaiser- und Rauchgütl" genannt, "ain Häusl, Hofstat, Garten zu Dorf, so aus dem Wölflehen gebrochen worden" (Nr. 26). Die Herkunft des Namens Kaiserhäusl ist ungeklärt. Der Name Rauchhäusl könnte von der Familie Rauch stammen, die vielleicht hier einmal ein Austraghäusl hatte. Heute gehört das Gebäude zum Wölfgut.
Frühe Besitzer: K. Michl Aigner 1722
heute: Kugelgasse 2

» Pilzgütl Nr. 25 «
genannt auch als "ain Guettl zu Dorf das halbe Pilzlehen (Wolkersdorfer Meßstiftung) mit einem Wohngebäude, Stall, Garten und Pflanzgärtl so vor etlichen Jahren aus dem Pilzlehen gebrochen ..." Seit 1882 dient das Haus als Versorgungshaus (Altersheim) für die Gemeinde. Der Name dürfte von der Familie Pilz stammen, die schon 1424 erwähnt wird. Der Umbau des Altersheimes wurde am 1. 5. 1937 eingeweiht. In den 80er-Jahren wurde das bis dahin als Altenheim geführte Gebäude vom Wölflbauer erworben und zum Wohnhaus umgebaut.
Frühe Besitzer: Georg Staller 1658
heute: Kugelgasse 11

» Wölflgut Nr. 26 «
oder "Wölfllehen zu Mayrhofen" genannt, aber auch als "Guett Amoßlehen zu Dorff" bezeichnet. Es war 1777 noch ein Hauptgut und ist bei den Salzburger Emigrantengütern 1732 als unter "Wolf Grubers Güter zu Dorf, Dorff- und Schmucklehen samt drei Mühlen und Woebergut" genannt. Der Name "Wölflgut" scheint schon 1340 auf, der Name "Amoßlehen" seit 1736.
Frühe Besitzer: Heinrich Wölfl 1350 - Heinrich der Rote und Alheit seine Hausfrau verkaufen Ruepp dem Aufner, Bürger ze Saltzburg, u. a. auch das Wölflarn zu Dorff 1340.
Das Pilzgütl bzw. das bis dahin bestandene Altenheim wurde in den 80er-Jahren vom Besitzer des Wölfllehen erworben und zu einem Wohnhaus umgebaut.
heute: Wölflgut - Kugelgasse 9

» Salfeldner- oder Hacklgütl Nr. 27 «
auch Sattlerhaus, "Hackl- oder Saalfeldhäusl" genannt oder als "ain Guett zu Dorff dz Salfeldnerlehen" bezeichnet, das 1691 "verstuckt" (= geteilt) wurde oder ebenso "Ain Hauß von einem Drittel Häckllehen - Haißl, Hochacker, Salfeldnergut". Am 28. 12. 1914 brannte das Ökonomiegebäude nieder. Die Herkunft des Namens Salfeldnerlehen ist ungeklärt, ebenso wie der Name Hacklgütl. Hier befindet sich seit 1904 auch die Sattlerwerkstätte.
Frühe Besitzer: Hannß Vierther 1453
heute: Haus Petutschnig - Kugelgasse 5

» Wengergütl Nr. 28 und 29 «
samt dem "Krenhäusl" -früher auch als "Schmucklehen" genannt. In den Erbgütern der Salzburger Emigranten von 1732 auch als "Wolf Gruebers Güter Dorff- und Schmucklehen nebst den darzu gehörigen drey Mühlen und übrigen Partinentien" bezeichnet. An anderer Stelle wiederum wird berichtet: "Dieses Krennlechen war vorhin mit dem folgenden Schmucklechen ein Gut und Item. Die Absonderung mit Beederseits gegeneinander vorbehaltener Ablösung ist geschechen am 5. 10. 1730. Beede Guetter zusamben hatten 6 Tagwerch Paulandt - haben ain Behaußung, Hofzimmer und Gställ und einen Kleinen Krauthgarten." Es nennet sich "ain Guett zu Dorff das Krennlechen, welches durch Dekret des k. u. k. wohllöblichen Kreisamtes vom 29. 10. 1816 gänzlich zu verstucken bewilligt worden (und zwar ein halbes Haus und ein halbes Hof zimmer oder Stallung mit Scheune)". 1924 wurde ein Stockwerk aufgesetzt.
Frühe Besitzer: Georg Leyrer durch Ablösung 1736 (vorher vermutlich Wolf Grueber), 1730 wurden die Güter geteilt
heute: Wengergut - Solarbadstraße 4 + Kugelgasse 7

» Haarpointhäusl Nr. 30 «
oder Haarpointgütl, "ain Häusl und Hofzimmerl zu Dorf, das 1614 aufzrichten bewilligt worden", und "ain Freyort am Dorferbach, so am 30.6. 1796 einzufangen bewilligt worden" zum "Ulrich Gotshauß in Arl gehörig".
Frühe Besitzer: Mathias Rormoser 1636
heute: Haus Herzog - Solarbadstraße 9

» Stöcklhäusl Nr. 31 «
mit Wohngebäude, Stall und Garten und Pflanzgärtl, "was über Verkauf noch vorhanden: Hauß, Hofzimmer, Garten und Würzgärtl" - vermutlich das sogenannte "andere halbe Pilzgütl in Dorfgastein". Heute ist in dem Hause die Fleischhauerei Trenda untergebracht. Das Gebäude wurde um- und ausgebaut und das Geschäft eingerichtet. Der Name des Gütls dürfte von der Familie Stöckl stammen (1794?), der Name des anderen Pilzgütls von der Familie Pilz, die schon 1424 genannt wird.
Frühe Besitzer: Mathias Rormoser 1636
heute: Fleischhauerei Trenda - Solarbadstraße 7

» Haussteinergütl Nr. 32 «
früher wahrscheinlich "ein halbes Guett Dorf" (Lodronisch). Es wurde um 1900 abgerissen und wieder aufgebaut. Auf Ansuchen des damaligen Anerbengerichtes wurde es am 5.8.1940 in die Erbhofrolle Dorfgastein, Blatt 15, eingetragen, so wie das Wengergütl. Die Aufzeichnungen existieren nicht mehr. Es könnte auch einmal Teil, nämlich "die Hälfte des Fridllehens", gewesen sein.
Frühe Besitzer: Christian Haussteiner 1630
heute: Solarbadstraße 3

» Larvengütl Nr. 33 «
auch "Larfengütl" oder "Lerfenlechen" genannt, ebenso Josengütl (oder Josgütl). Der Name wird bereits 1517 genannt, die Bezeichnung Josengütl stammt vielleicht von Joseph Langprandtner (1716).
Frühe Besitzer: Niclas Platner am Lärfenlehen 1517
heute: Solarbadstraße 1

» Ledererhäusl Nr. 34 «
auch "Lederer- oder Bonerhäusl" genannt (ebenso "Boanerhäusl"). Es stand unterhalb des Bahndurchlasses, wurde abgerissen und ist im alten Grundbuch nicht mehr eingetragen. Der Name könnte von der seinerzeitigen Lederstampf herrühren (Knochen- oder Boanerhäusl?).
Frühe Besitzer: 1608 wird eine Gmachmühl und Lederstampf zu Dorf genannt, Bes.: Adam Veichter.
heute: Ledererstraße 10

» Vorderpatzberggut Nr. 35 «
auch "Gut Vorderpatzberg" genannt oder "erstes Gut am Patzberg mit Gmachmühle am Siglreithpachl". Am 5. 8. 1940 wurde das Gut in die seinerzeitige (nicht mehr auffindbare) Erbhofrolle Dorf, Blatt 6, eingetragen. Die Namen der Patzberggüter sind jeweils bereits 1350 nachweisbar.
Frühe Besitzer: die Singerin an dem Paetzperg, Jacob an dem Paetzperg und Nycolas Zwenng auf dem Pätzperg 1350
heute: Patzberghof - Patzbergweg 5

» Patzberghäusl Nr. 36 «
auch "das zweite Gut Pätzberg" oder "das andere Guetth am Pätzperg", ebenso auch Oberpatzberg genannt. Der Name dieser Güter ist jeweils schon 1350 in Urkunden genannt.
Frühe Besitzer: Nycollaus auf dem Pätzperg und Jacobus Wölfen de Pätzperg oder Wolfler de Petzperg 1350
heute: Patzberghof - Patzbergweg 6

» Hinterpatzberggütl Nr. 37 «
auch "drittes Gueth Patzberg" genannt. Es scheint auch auf unter den Salzburger Erbgütern 1732 als eines der Christoph Grueber zugeschriebenen Güter. Der protestantische Emigrant ist auf "drey Gütern, nämlich auf dem Tobhartlehen in Mühlbach, Sterkenlehen und am Pätzberg" verzeichnet.
Zu den Patzberggütern gehörte seinerzeit auch ein viertes Gut, genannt "aber ain Guett daselbs, das vierte Gueth Patzperg".
Frühe Besitzer: Thaman am Pätzberg 1456, vermutlich Fritzl Ebner sup Paetzperg 1350
heute: Hinterpatzberg - Strohlehenweg 1

» Sieglreithgut Nr. 39 «
ganz allgemein auch nur "Sieglreith" genannt oder früher auch Senglreithgut oder ebenso auch "Sigleinsräwtt" genannt oder "ain Guett gegen Dorf yber enthalb der Achen" oder "daz Siglreith jenseits des Wassers". Der Name scheint urkundlich bereits 1421 auf, "Sigleinsräwtt" seit 1528. Es war einige Zeit auch Zulehen des Steinigutes zu Dorf.
Frühe Besitzer: Lentz am Siglreith 1421
heute: Siegelreithhof - Siegelreitweg 3

» Weber- oder Binderhäusl Nr. 40 «
auch Binderlehen genannt oder "Guett Pindterlehen", ebenso auch Bindergütl - wahrscheinlich das "Heusl under Siglreith", ein "Ausbruch aus dem Guett Pichl zu Dorff" - oder einfach "Häusl zu Dorf unter der Siglreith". Aber auch als "Schnellhäusl" bezeichnet - vermutlich nach Hannß Schnell (1758) -, in unseren Tagen auch noch als Schmied-Toni-Häusl. Das Gut wird auch in den Salzburger Erbgütern 1732 genannt als "der Catherina Reckhin Haus zu Dorff". Angeblich wurde das alte Weberhäusl und Pinderlehen beim Bahnbau abgerissen. Der jetzige Neubau stammt von dem jetzigen Besitzer und wurde 1973/74 aufgerichtet. Die Herkunft des Namens Weber- oder Binderhäusl ist ungeklärt, dürfte aber sicherlich auf die Berufsbezeichnung zurückzuführen sein. - Das - Binderzuhäusl Nr. 40a - genannt auch in den Salzburger Erbgütern 1732, und zwar "des Matheus Reutters Güter Kamp und Binderlehen nebst Acker und Wisen", vermutlich dieses Gut zugleich bezeichnend.
Frühe Besitzer: K. Barbara Grueberin 1686
heute: Dorferbergweg 5

» Stöckl- oder Edergut Nr. 41 «
früher auch als "Guett zu Ödt" oder "Oed ob Dorff bey der Straßen oben" und auch als "Guet Edt zu Dorf" bezeichnet, aber auch als "Guetsmänndlguet". Der Name "Guet zu Oedt" tritt bereits 1406 auf, die Bezeichnung Guetsmänndlguett stammt vermutlich von Chaintz Guetzmaendl (1494), die Herkunft des Namens Stöckl ist dagegen bis jetzt ungeklärt (Stöckl sind als Bes. auf dem 1. Patzberggut).
Frühe Besitzer: Matthäus Pranndtner 1503, verkauft Ritter Johann Straßer verkauft 1471 an die Kirche zu Dorf sein Gut zu Oed ob Dorf.
heute: Stöcklgut - Alte Straße 50

Frühe Bauten in Dorfgastein

Ortszentrum, Dorfgastein Hasenauer, Dorfgastein
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- Hofgastein - Markt -
- Dorfgastein - Maierhofen, Mühlbach -
- Dorfgastein - Luggau -
- Klammstein - Unterberg -
Siehe auch die Seiten:
Gem. Dorfgastein - Siedlungen im Tal -
Frühe Siedlungen - Dorfgastein -

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Anmerkung: Die Informationen wurden auszugsweise dem Buch - "Heimatbuch Dorfgastein" von Sebastian Hinterseer, 1981 - sowie
dem Buch "Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins" von Sebastian Hinterseer, 1977 - entnommen.

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