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D - Gasteinertal/Dokumentation: Brauchtum - Gasteiner Perchtenlauf vor 1950
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Dokumentation . Gasteinertal

Gasteiner Perchtenlauf

» Der Perchtenlauf in der Gastein vor 1950 «

Der Niedergang jedes wahren Volksbrauches, dem ja immer ein tieferer Sinn zugrunde liegt, ist dadurch erkenntlich, wenn er zu einer Schaustellung oder gar zu einem Fremdenverkehrsförderungsmittel herabsinkt. Nur dem Umstande, dass der Perchtenlauf zur Mitterwinterszeit stattfindet, zu welcher Zeit das Gasteinertal bis zum Jahre 1905 nur mittels Postschlitten zu erreichen war ist es zu danken, dass der Fremdenverkehr diesem alten Brauchtume noch nicht den Todesstoß versetzt hat. Es wurden zwar schon öfters in dieser Richtung Versuche unternommen - so im Jahr 1880 -, den in Gastein anwesenden Kurgästen den Perchtenlauf vorzuführen. Diese Versuche scheiterten aber Gott sei Dank daran, dass die Perchtenläufer ausschließlich der bäuerlichen Bevölkerung entstammen, die im Sommer für derlei "Brauchtum" keine Zeit hat. So zitiert Heinrich v. Zimburg in seinem Buch "Der Perchtenlauf in der Gastein" und schließt einleitend einen Bericht aus dem Jahre 1902 an, niedergeschrieben von Maria Andrée-Eysen, nachdem diese am 6. 1. 1902 mit dem Schlitten in Hofgastein eintraf.

Perchtenlauf in Gastein 1902

» Bericht von Andrée-Eysen, 1902 «
Zimburg zitiert den Bericht der Volkskundlerin Maria Andrée-Eysen wie folgt : "Als ich gegen Mittag in Hofgastein anlagte, waren die Gasthöfe voller Menschen und die Straße, trotz der strengen Kälte, belebt, alle erwarteten die Perchten. Gegen 3 Uhr sah man einen sich langsam fortbewegenden Zug vom Wildbad herankommen, hörte Trompetenstöße - es waren die schönen Perchten. Allen voran der "Rößlreiter" - eine vermummte Gestalt auf einem Steckenpferd - mit der Peitsche laut knallend und für die Kommenden Platz schaffend; hinter ihm schritten die Musiker, fünf Rauriser Bauern mit Trompete, Bombardon, Flügelhorn und zwei Klarinetten, dann erschien der "Vorpercht" mit der am schönsten herausgeputzten Kappe und dem schmuckesten Begleiter, der "G'sellin", - ähnliche Paare folgten, regellos von den anderen Vermummten umgeben. Geschäftig eilten zwei Lustigmacher in weißem Gewand mit hohen, spitzen, weißen Filzhüten, an deren Band zahlreiche Schellen baumelten, hin und her; der eine bewaffnet mit einem mit Sand gefüllten Kuhschwanz; der andere eine halben Meter lange, wurstförmige, mit Werg ausgefüllten Leinwandhülse schwingend. Beide versetztem mit ihren Schlaggeräten den zusehenden Mädchen und Frauen einen leichten Schlag, wobei sie aber nur solche berücksichtigten, denen sie freundlich gesinnt waren und ihr Perchtenwohlwollen bezeugen wollten. Ebenso gekleidet wie diese beiden Lustigmacher tritt noch eine dritte wesentliche Figur auf, die ein aus Leinwandfetzen gebildetes Wickelkind (Fatschkind) an einer langen Schnur mit sich führt, das sie gelegentlich denjenigen Frauen und Mädchen zuwirft und wieder an sich zieht, denen sie Gutes wünscht, keineswegs aber an Fremde oder minderwertige Frauen. In allen früheren Beschreibungen der Perchtenumzüge wurde dieser Vorgang, das Werfen mit dem Wickelkinde, unerwähnt gelassen, und doch scheint er mit für die Erklärung von nicht zu unterschätzender Bedeutung.
Ist nun der beschriebene Zug an seinem Ziele, einem Bauernhause oder im Dorfe vor einem Honoratiorenhause angelangt, so wird Halt gemacht; die Musiker spielen Tanzweisen in langsamen Walzertempo, nach Art der steirischen Ländler, und das Perchtenpaar dreht sich um sich selbst dabei, gleichzeitig mir den übrigen Paaren einen großen Kreis beschreibend. Der Tanz ist schon aus dem Grund schwerfällig und langsam, weil die hohe Kopfbedeckung selbst jede raschere oder hüpfende Bewegung verhindert und nur eine drehende gestattet.
Ebenso unrichtig ist es, diesen Umzug als Perchten-Lauf zu bezeichnen, ein Ausdruck, der von dem jetzt eingegangenen Lauf der nächtlichen "schiachen" Perchten herzurühren scheint. Niemals verlangen die Perchtentänzer - noch ihr Gefolge - eine Gabe, doch bietet der Besitzer des Hauses, vor dem sie tanzen, einen Trunk, und in neuester Zeit wird ihnen von den Wohlhabenden in den Märkten der Tanz vor deren Häusern durch ein Geldgeschenk gelohnt, das später zur Verteilung kommt und zur Bezahlung ihrer Auslagen dient. Die Bewohner der Märkte beteiligen sich nur als Zuschauer, die Veranstalter der Umzüge gehören ausschließlich dem Bauernstande an, wie sich dieses auch aus der Liste der Teilnehmer des 1902 zu Gastein beobachteten Umzuges ergibt. Keineswegs sind es bloß junge Burschen, welche Perchtenumzüge veranstalten, wenn auch die weiblich gekleideten nur dem jungen Volke angehören, so finden wir doch unter den anderen auch Verheiratete, selbst ältere Männer von 50 Jahren und mehr, und so mancher hat den "Lauf" schon 30 Jahre mitgemacht. Alle diese Leute sind noch so eifrig bei der Sache, dass der Fortbestand dieser volkstümlichen Umzüge sich noch auf lange Jahre hinaus erhalten dürfte; das ist umso erfreulicher, als selbst seitens der Behörde versucht wurde, der Sache ein Ende zu bereiten. So wurde vor einiger Zeit in Hofgastein das "Laufen" verboten und die Straße durch Gendarmen abgesperrt."

Die Anzahl der Perchten hat sich heute wesentlich erhöht, von 58 Teilnehmern im Jahre 1944 auf 137 Mitwirkende im Jahre 1998, davon 30 Kappenträger; deren Ausstattung ist seit dem Bericht 1902 im Wesentlichen gleich geblieben. Hinzugekommen sind die Hl. Drei Könige und einige neue Kappen.
Seit 1902 wurde auch in den Jahren 1907, 1912, 1922, 1928, 1936, 1940 und 1944 gelaufen. Der folgenden Beschreibungen der früheren Perchtenumzüge, wieder entnommen dem Buch von H.v.Zimburg aus dem Jahre 1947 berichten über die Vorbereitungen, den Perchtenzug selbst, deren Zusammensetzung und den damals wie heute teilnehmenden Perchtenfiguren. Nachdem sich früh morgens alle mit ihren Kappen und Gewändern am Treffpunkt versammelt haben und entsprechend adjustiert sind, gibt der Perchtenhauptmann den Befehl zum Abmarsch.

» Der Aufbruch : Befehl zum Abmarsch «
Zimburg schreibt, 1947 : "Ist nun der Dreikönigstag angebrochen, so rüsten sich die Perchten schon frühmorgens zum Laufe. Anfang Jänner ist es meist grimmig kalt, und es ist keine Kleinigkeit, den ganzen Tag über in dieser Kälte unterwegs zu sein. Alle eilen sie zu dem nur ihnen bekanntgegebenen Sammelplatz, denn den Perchten sind die müßigen Zuschauer höchst unwillkommen. Der Hauptmann mustert dann die Teilnehmer, ob alles seinen Weisungen gemäß durchgeführt wurde, und gibt Anordnungen zum Aufstellung des Zuges. Insbesondere das Aufsetzen der sehr schweren Perchtenkappen bedarf der Hilfe mehrerer, so dass mit den Kappenperchten auch immer Gehilfen mitgenommen werden.
Ist nun die Zeit zum Aufbruch gekommen, gibt der Hauptmann den Befehl zum Fertigmachen. Man kann hier wirklich von einem Befehl sprechen, denn die Perchten halten streng auf Zucht und Ordnung, und freiwillig unterordnen sich alle dem Perchtenhauptmann. Jede Ordnungswidrigkeit oder gar Berauschung während des Laufes wurden den dauernden Ausschluss aus der Gemeinschaft der Perchtenläufer zur Folge haben. Alles folgt daher sofort der Weisung des Hauptmannes, und bald wimmelt es unter den Perchten wie in einem Ameisenhaufen. Alles läuft durcheinander, jeder hat es eilig. Die schweren Kappen werden mit Hilfe anderer aufgesetzt und angeschnallt und die schiachen Perchten, die in der Stube beim Reitlbauer auf Vorschuss ein Schnapsel getrunken haben, treten ins Freie und beginnen ihren Unfug. Der Hauptmann lässt nun die Musik aufspielen und veranstaltet mit den Kappenperchten einen Probetanz, wenn er nun sieht, dass alles klappt, gibt er das Zeichen zum Abmarsch. Langsam setzt sich der Zug in Bewegung."

Der Perchtenzug vor 1950

Noch in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ging nur - ein - Rösslreiter dem Zug voran, gefolgt vom Vorteufel, einer Hexe, dem Waldmandel, dem schönen Hanswurst und der Musikkapelle. Dann folgte der Zug der Kappenträger mit den Nachtänzern (G'sellinen). An die Schönperchten schlossen der Herodes, der Türk und der Mohr auf und weiter die zweite Hexe, der schiache Hanswurst und die Klaubaufe. Ungezwungen dann die weiteren Figuren in loser Reihenfolge. Der Glockenträger war mit den Bären und Bärentreiber am Ende des Zuges positioniert.

» Perchtenzug : Rösslreiter . Vorteufel . Hexe . Waldmandel «
Zimburg schreibt, 1947 : "An der Spitze der Rösslreiter, der meist auf einem Steckenpferd reitet und mit seiner kurzstieligen Peitsche den Weg für den Zug bahnt. Ihm folgen dann in loser Reihenfolge der schöne Hanswurst, der Vorteufel oder Klaubauf mit der Mistkrampel, die Hexe und die Waldmandel, von denen einer mit vielen Tannenzapfen behängt ist, während ein anderer ein Kleid aus Baumflechten trägt, aus welchem kaum das Gesicht herausragt; er wird "Baumwercher" genannt. Diese klettern auf Hausdächer um von dort oben die Menge mit Schnee zu bewerfen und anderen Unfug zu treiben."
Ihnen folgt die Musikkapelle, meist in der Stärke von 5- 7 Mann. In früheren Jahrzehnten kamen die Musikanten für den Perchtenzug immer aus Rauris. Sie wurden von den Gasteinern mit einem Fuhrwerk von Lend abgeholt. 1936 besorgte die Musik die Mitterberger Knappenmusikkapelle mit ihren alten, selbstgemachten Holzinstrumenten, 1940 war es die heimische Böcksteiner Knappenmusik und 1944 die Bischofshofener Bauernkapelle in der Tracht der Gasteiner Musik."

Dazu zwei Hexen, die schöne und die schiache. Sie führen Besen mit sich. Eine davon befindet sich an der Spitze des Zuges, wo sie mithilft, Platz für den kommenden Zug zu schaffen.
Das Zapfenmandl und der Baumwercher versinnbildlichen die Wald- und Holzarbeit, die immer auch mit besonderen Gefahren und Mühen verbunden sind. Sie sind dem Zug stets voraus und nahezu nur auf Dächern und Balkonen zu erblicken.

» Perchtenzug : Hauptmann . Kappenträger . G'sellin «
"Gleich nach der Musik schreitet der Hauptmann mit gezogenem Säbel. Um seiner Würde mehr Nachdruck zu verleihen, trägt er - so wie alle Schönperchten - einen langen, schwarzen Vollbart aus Watte. Zehn bis zwölf Kappenperchten folgen ihm, an deren Spitze der goldgeschmückte Vorpercht schreitet, welcher die schönste und wertvollste Kappe trägt.
Unter den Gasteiner Kappenperchten befinden sich als besondere Eigenart des Gasteiner Perchtenlaufes auch zwei bis drei Turmperchten. Als letzte der Kappenperchten geht die sogenannte "schiache Kappenpercht", welche statt Schmuck nur Hässliches auf ihrer Kappe trägt, wie tote Ratten, tote Vögel und dergleichen.
Die Kappenperchten, die alle einen gezogenen Säbel in der Hand halten, sind jeweils von einer Nachtänzerin oder "G'sellin" begleitet, welche aber keine Mädchen, sondern durchwegs junge Burschen sind, die in Gasteiner Tracht, als Mädchen verkleidet, gehen. Die G'sellin der schiachen Kappenpercht ist ebenfalls ein hässliches Mädchen - meist ein derber Bursche, der sein Gesicht mit Russ und Erde beschmiert hat. Er wird die schiache "Baßdirn" genannt.
Den Kappenperchten folgen die Wildperchten, die in Jägerkleidern mit Hirschfängern erscheinen und am Kopfe als Schmuck die Nachbildung eines Rehes, einer Gams und eines Hirschen tragen und die Jägerpercht, welche auf der Kappe Jagdtrophäen führen."

Die Turmkappen sind Holzgestelle in Form von Fischreusen, welche eine Höhe von bis 3 Meter erreichen. An ihrer Spitze ist ein Hahn angebracht. Die schiache Tafelpercht, ist eine Tafelkappe, die nicht Schmuck, sondern allerlei abstoßende Sachen trägt. Diese schiache Tafelpercht versinnbildlicht, dass der Bauer vor Herannahen des Frühjahres seinen ganzen Hof in Ordnung zu bringen hat. Die Wildkappen tragen anstatt Schmuck Nachbildungen von den drei wichtigsten heimischen Wildarten, Gams, Hirsch und Reh, die Jagdpercht trägt Jagdtrophäen. Alle Kappenperchten tragen einen gezogenen Säbel in ihrer rechten Hand. Bei den damaligen Umzügen trugen alle einen dichten, künstlichen Vollbart.
Die Tracht der G'sellinen, heute auch Nachtänzer genannt, ist eine alte bäuerliche Tracht: ein mit Goldquasten geschmückter Reindlhut und ein schwarzes Seidenkleid mit bunter Schürze. Ist eine derartige Tracht nicht verfügbar, müssen Dirndlkleider mit dem Salzburger Lamberghut getragen werden.

» Perchtenzug : Herodes . Mohr und Türke . Teufel «
"Der Gruppe von Schönperchten folgen 3 Paare, nämlich Herodes, der Türk und der Mohr, von welchen jeder sein "Weibl" mit am Arm führt. Diese Frauengestalten sind, wie die G'sellin, verkleidete Männer, denn am ganzen Perchtenlauf nimmt kein einziges weibliches Wesen teil. König Herodes ist durch ein Szepter, der Türk und der Mohr durch lange Säbel und Pfeifen gekennzeichnet. Herodes spricht über die von den schiachen Perchten verhafteten Leuten das Urteil. Ihnen folgen die zweite Hexe, der schiache Hanswurst und die weiteren Teufel, welche die Aufgabe haben, die nachdrängenden Zuschauer abzuhalten.

Die Teufel als schiache Perchten tragen aus Holz geschnitzte Masken mit Hörnern, Lammfeld und schwarzen Gürtel mit schweren Glockenrollen. Diese stammen noch aus der Zeit des Bergbaues, wo mit Saumpferden Lasten über die Tauern befördert wurden und so im dichten Nebel das Herannahen einer "Samerkolonne" ankündigten. Teufelsgestalten nehmen in beliebiger Zahl teil.

» Perchtenzug : Hexen und weitere Figuren . . . «
"In ungezwungener Reihenfolge folgen weitere Figuren dem Zug. Es sind dies der Schnabelpercht, der Rauchfangkehrer, der Scherenschleifer, der Ölträger, der Jäger und der Wildschütz, ein Körbelweibl, ein Rastelbinder (Siebmacher, Kesselflicker), ein Schneider mit der Streckschere und ein Glockenträger, der auf einem mit Tannengrün geschmücktem Holzgestell eine größere Anzahl verschieden gestimmter Kuhglocken trägt. Er versinnbildlicht den Frühling, in welchem der Bauern unter dem Geläute der Kuhglocken sein Vieh auf die Alm treibt. Aufgabe der Hexen ist es, allerlei Unfug zu treiben und Leben in den ganzen Zug zu bringen. Wehe, wer der Hexe in den Wurf kommt, der wird entweder mit dem Besen gekehrt oder dem König zur Verurteilung vorgeführt."

Zimburg schreibt weiter : "Eine ähnliche Rolle wie den Hexen fällt auch den beiden Hanswursten zu. Auch sie erscheinen in doppelter Gestalt, nämlich ein schöner und ein hässlicher. Einer von ihnen führt den mit Werch oder Sand gefüllten Kuhschwanz mit sich, mit welchem er denjenigen Menschen, welchen er es gut meint, Schläge austeilt. Der andere hat eine an einem Strick gefestigte Leinwandpuppe, welche ein kleines Kind darstellen soll. Dieses wirft er den Mädchen zu, was so viel bedeuten soll, dass sie noch in diesem Jahr ein Kind bekommen wird.
Die große Reihe der Handwerker, die im bäuerlichen Leben eine Rolle spielen, gehen im Zug mit. Sie setzen sich aus allerlei fahrendem Volk zusammen, wie Rastelbinder, Ölträger, Scherenschleifer, Wurzelgräber, Quacksalber, die während des Zuges nicht nur ihre Waren zum Kauf antragen, sondern so wie alle anderen viel Unfug und Späße treiben. Die ärgsten und gefürchtetsten sind die Schneider, deren einer mit einer langen Streckschere den Menschen die Hüte von den Köpfen schnappt und der andere meist Menschen zusammennäht, sind es "geraimte oder ungeraimte", welche dann mit großem Geschimpfe und Geschrei bemerken, dass man sie gegen ihren Willen zusammengehängt hat.

» Perchtenzug : Glockenträger . Bärentreiber «
"Als letzte Figur im Perchtenzug geht der Glockenträger. Er führt auf einer Holzkraxe, welche reichlich mit Tannengrün geschmückt ist, zahlreiche Kuhglocken mit sich, welche beim Gehen ihr verschieden gestimmtes Geläute ertönen lassen, wie denn der Lärm beim Umzug der Perchten eine große Rolle spielt. Das Grollen und Dröhnen der Glockenrollen der Teufel und das vielfältige Geläute des Glockenträgers künden auf weithin das Herannahen des Zuges an, bis es dann wieder in der Ferne verklingt. Den Abschluss aber bildet der Bärentreiber, der an einer langen Kette den Bären führt und so das nachdrängelnde Publikum fernhält."

Der lange Zug bewegt sich von Hof zu Hof, von Haus zu Haus. Während sich die schönen Perchten zum Tanze aufstellen, vollführen die verschiedenen schiachen Perchten, Hexen und Hanswurste ihre Streiche. Die Musik spielt auf und der Hauptmann spricht seinen Glücks- und Segenswunsch . . .

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Anmerkung: Die Informationen wurden auszugsweise dem Buch - "Der Perchtenlauf in der Gastein" Heinrich von Zimburg, 1947 - entnommen.
Die Textauszüge wurden hier überwiegend unverändert wiedergegeben.

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