Stichwortverzeichnis Home Inhaltsverzeichnis Fotogalerie, Gasteinertal
Mtg - Gasteinertal/Fotogalerie: Acrylbilder - Thomas Grabmaier
Thomas Grabmaier, Hofgastein Zur Biographie - Thomas Grabmaier

Kunst & Kultur

Thomas Grabmaier

Acrylbilder
Acrylbild, Thomas Grabmaier, Hofgastein Acrylbild, Thomas Grabmaier, Hofgastein Acrylbild, Thomas Grabmaier, Hofgastein Acrylbild, Thomas Grabmaier, Hofgastein
Serie "Dämmerzustände"
Als Dämmerung bezeichnet man den fließenden Übergang von Lichtverhältnissen zu Anfang und Ende des lichten Tages im Wechsel zur Nacht, die aufgrund des Sonnenstandes und der Lichtstreuung in der Atmosphäre entstehen. Physikalisch bedeutet Dämmerung die Zeitspanne, in der gestreutes Restlicht der Sonne, die unter dem Horizont steht, von einem Ort aus sichtbar ist. Sie dauert so lange, wie die zur Zone des Dämmerlichts nachtseitig verbreiterte Tag-Nacht-Grenze über diesen Standort hinwegzieht. Dämmerungszonen gibt es auf allen Planeten mit einer Atmosphäre. (Wikipedia)
Die Bildserie beschäftigt sich mit der Reduktion des Lichts unter Berücksichtigung von Lichtreflexionen, verdeutlicht durch die Dominanz unterschiedlicher Violett- und Silbertöne, währenddessen weitere Farben lediglich sehr verborgen auftreten bzw. aus tieferliegenden Schichten wirken. Die Bildzeichen nehmen sich ebenso zurück, die reduzierte Darstellung evoziert vordergründig Fragestellungen etwa nach imaginärem Raum versus materieller Beschaffenheit oder Verschwinden versus Erscheinen. Die Annäherung an die Grenzen zur Dunkelheit spielt in den Bildern eine subtil präsente Rolle – die Abwesenheit der nicht verortbaren Lichtquelle wirft zudem Meta-Fragen auf wie:
Momentum fortschreitender (Um)Nachtung oder beginnender (Er)Leuchtung, schleichende Resignation oder aufkeimende Hoffnung, gar jeweils beides gleichermaßen?
Info-Blatt
Betrachtungen zur künstlerischen Arbeit

Meine Malerei ist abstrakt im wörtlichen Sinne, bleibt bewusst offen für unterschiedlichen Interpretationen, wirft dabei offene Fragen bspw. hinsichtlich Materialität, Raum oder auch Lichtphänomenen im Zusammenhang mit menschlichen Sehgewohnheiten auf.
Ich verfolge in meiner Arbeit demnach keine bestimmten Sujets, die es darzustellen gilt, vielmehr kreisen die Arbeiten um thematische Schwerpunkte, die jeweils einen Ausgangspunkt sowie einen weiter gefassten Zusammenhang darstellen und ın der Umsetzung zunächst überwiegend kein festgelegtes Ergebnis verfolgen. Die Bildfindung folgt einem weitgehend intuitiven Vorgehen, obzwar dies einer deutlichen Systematik in der Arbeitsweise unterliegt.
Diese setzt sich aus einigen erarbeiteten Methoden zusammen, welche während des Malprozesses situativ zur Anwendung gelangen. Mehrere Schichten werden ım Prozess übereinander gelegt, mit unterschiedlichen Techniken teilweise wieder freigelegt, be- und überarbeitet und auf diese Weise miteinander in Beziehung gesetzt, wobei das Bild vorzugsweise zwischen diesen Schichten seine eigentliche Aura aufspürt.
Strukturen/Texturen geben den Bildern Rhythmus - dass neben bildender Kunst auch Musik eine wesentliche Rolle in meinem Leben einnimmt, sollte für Betrachtende hoffentlich spürbar werden.
Formale Gesichtspunkte spielen in den Arbeiten eine subtile wiewohl starke Rolle. Eine Konstante zeigt sich in beinahe ausschließlich durch gezielt eingesetztes Rinnen der Farbe zutage tretende vertikale Bildelemente, während horizontal mittels Arbeitsgeräten wie Pinseln, Bürsten, Rakeln, Spachteln u. ä. bzw. durch nachträgliche mechanische Bearbeitung eingegriffen wird. Der Arbeitsprozess ist ziemlich langwierig, was sich im Lauf der Jahre sukzessive intensiviert hat. Waren zunächst Gesten, die eine gewisse Bewegtheit erzeugten, nach gegenwärtig in den Bildern, gerieten diese zunehmend reduzierter also introspektiver, mit zwischenzeitlicher Tendenz zum Monochromen (Serie: Dämmerzustände).

Zum Einsatz kommen praktisch ausschließlich Acrylfarben, da diese relativ kurte Trockenzeiten ermöglichen, was bei den vielen Schichten ziemlich wesentlich für mich ist – ich arbeite nur selten verschränkt an mehreren Bildern. Thematische Ansätze suche ich vorzugsweise in Bereichen des Vagen, Ambiguen, Ambivalenten und denke dabei an Arbeitstitel wie Näherungswerte, Zwischenbereiche, Übergänge, Rand- und Zufallserscheinungen etc. Die in den Bildern aufgeworfenen Fragen lassen also ganz bewusst diverse Assoziationsmöglichkeiten zu.

- Thomas Grabmaier
Grabmaier Thomas, Hofgastein Fotogalerie, Gasteinertal

Gastein im Bild
Fotogalerie: Acrylbilder - Thomas Grabmaier
© 2024 Anton Ernst Lafenthaler
gy-tomgr1