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Fbol - Pilze im Gasteinertal: Boletaceae - Artenzahl: 8
Pilze, Flechten - Index Pilze, Flechten - Index
Genus
  • Boletus - Porenpilz
  • Leccinum - Rauhfußröhrling
  • Paxillus
  • Tylopilus
  • Xerocomus
  • Boletaceae

    Röhrenpilze

    Die Boletaceae wurden früher zu den Lamellenpilzen gerechnet (Agaricales), werden aber neuerdings zunehmend aufgeteilt und somit als eigene Ordnung geführt (Boletales).
    Zu der Ordnung Boletales werden auch die Familien der - Paxillaceae - Strobilomycetaceae und Gomphidiaceae gerechnet.

    Boletaceae: Anstelle der Lamellen finden sich dicht gepackte Röhren, welche durch Vernetzung von Lamellen entstanden sind. Das Hymenophor besteht aber nicht immer aus Röhren, sondern manchmal aus flachen Gruben. Das Basidiokarp (=Schicht mit Pilzsporen tragenden Hyphen) ist weich und verfaulend. Das Hymenophor (Fruchtschicht) läßt sich leicht vom Gewebe abtrennen. Die Pilzhüte sind stets zentral gestielt.

    Paxillaceae: Sie zeigen schmale, herablaufende und oft gegablete Lamellen. Der Hutrand bleibt oft lange eingerollt. Es sind Fäulniszersetzer auf Holz oder Erdboden.

    Arten der in Gastein vorkommenden Röhrenpilze alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .


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    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Boletus calopus Boletus calopus
    Boletus olevatius
    Dickfuss-Röhrling
    Schönfuß-Röhrling
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     Habitus   Hut   Hutunterseite   Jung1   Jung2   Jung3
    Hut gelblichgrau bis graubräunlich; matt. Hutdurchmesser: 6 - 20 cm. Hymen röhrig, zitronengelb bis olivgelb, Druckstellen blaugrün. Stiel knollig, bauchig (selten gestreckt) mit erhabenen Netz; obere Hälfte gelb, untere karminrot (wenn alt, dann oft ausblassend). Stielbasis intensiv karminrot. Fleisch hart, weiß bis blassgelb, blauend. Geschmack bitter. Sporen ellipsoid-spindelig.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal am 28.07.2001 // Tofererböden, Gasteinertal 19.7.2008
    Boletus edulis Boletus edulis ssp. edulis
    Steinpilz
    Herrenpilz
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     Habitus1   Jung1   Jung2   Habitus2   Habitus3   Detail
    Hut erst halbkugelig, dann flach gewölbt bis fast ausgebreitet. Huthaut glatt, bei Feuchtigkeit leicht schmierig, ocker, hellbraun bis kastanienbraun. Röhren lang, am Stiel fast frei (anfangs weißlich, dann olivgrün). Poren klein, wie die Röhren gefärbt, rundlich. Fleisch weiß. Stiel weißlich bis blaßbräunlich mit Netz bis unter die Mitte. Geruch angenehm, Geschmack mild, nussartig. Sporen olivbraun, spindelig. Eßbar!
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Gasteinertal 29.7.2008
    Boletus erythropus Boletus erythropus
    Flockenstielige Hexenröhrling
     Habitus   Hutunterseite
    Hut dunkelbraun, samtfilzig, festfleischig, in der Farbe recht variabel. Hymenium röhrig; Mündungen orangerot bis blutrot, bei Druck sofort schwarzblau. Stiel bauchig bis gestreckt, oben gelb und weinrötlich durchzogen, nach unten purpurrot mit mehr oder weniger, purpurroten groben Maschennetz. Fleisch sattgelb, bei Verletzung rasch dunkelblau.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal/Gasteinertal am 28.07.2001
    Leccinum scabrum Leccinum scabrum
    Boletus scaber
    Birkenpilz
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     Habitus1   Habitus1   Habitus1 
    Hut 5- 15 cm breit, jung halbkugelig, bald polsterförmig. Oberfläche graubraun bis rötlich-braun, glatt, kahl, trocken feinsamtig, feucht schmierig. Huthaut nicht überhängend. Röhren 1-3 cm lang, kissenartig vorgewölbt, am Stiel tief ausgebuchtet angewachsen, leicht ablösbar, weiß, reif aschgrau. Poren klein, weißlich bis weißgrau, an Druckstellen langsam bräunlich werdend. Stiel 15-20 cm lang und 1-3,5 cm breit, schlank, nach oben verjüngt, weiß mit braunschwarzen Stielschuppen. Fleisch fest, später weich, im Schnitt nicht verfärbend. Geruch und Geschmack unbedeutend. Essbar !
    MIKRO: Sporenpulver gelbbraun. Sporen 12,5 - 21 x 4-6,5 µm, glatt, mit Tropfen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 30.9.2008
    Leccinum versipelle Leccinum versipelle
    Leccinum testaceoscabrum
    Birken-Rotkappe
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     Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4   Habitus5   Details
     Details   Hymenium   Biotop
    Hut 5 - 20 cm breit, erst halbkugelig, dann breit polsterförmig, dickfleischig. Die Oberfläche ist filzig, trocken matt, bei feuchter Witterung leicht schmierig, orangegelb. Rand mit kleinen Saum überstehend. Die Röhren sind bis zu 3 cm lang, jung schmutzig weißlich, später gräulich, leicht ablösbar. Die Poren sind ziemlich klein, graubraun. Der Stiel ist jung bauchig, später zylindrisch-keulig, weißlich; von Anfang an dicht mit abstehenden, schwärzlichen Stielschuppen bedeckt, bei Druck grünblau verfärbend. Das Fleisch ist fest, der Hut im Alter weich, weiß, im Schnitt schwach blauend, beim Kochen schwärzend.
    MICRO: Pulver olivbraun. Sporen elliptisch, glatt, mit Tropfen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 25.7.2008
    Tylopilus felleus Tylopilus felleus
    Boletus felleus
    Gallenröhrling
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     Stiel   Detail   Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4   Habitus5
    Hut anfangs halbkugelig, dann polsterförmig bis ausgebreitet, hellbräunlich bis dunkel graubraun, auch mit Olivtönen. Oberseite feinfilzig, trocken matt, feucht etwas schmierig. Rand stumpf. Haut nicht abziehbar. Röhren am Stiel ausgebuchtet angewachsen, später polsterartig vorgewölbt, leicht ablösbar, weißlich bis blass rosafarben. Poren rundlich eckig, erst weißlich, dann lachsrosa, an Druckstellen schmutzig bräunlich. Stiel bis 15 cm lang und bis 4 cm dick, keulig, am Grund bauchig verdickt, hellbräunlich mit Olivton, zur Spitze heller, mit einem dunkleren, erhabenen, grobmaschigen Netz, welches fast den ganzen Stiel überzieht. Fleisch weiß, im Schnitt kaum verfärbend, bisweilen schwach rosa. Geschmack sehr bitter. Fichtenwald!
    Bestimmung mit freundlicher Unterstützung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
    Fundort (GIS) : östliche Länge 13° 7′ 19” - nördliche Breite 47° 10′ 4”
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rauchkogelgraben, Bad Hofgastein am 27.7.2008
    Xerocomus badius Xerocomus badius
    Maronen-Röhrling
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     Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4
    Hut 3 - 12 cm breit, jung halbkugelig, bald polsterförmig gewölbt bis flach. Oberfläche feucht schmierig-klebrig, trocken matt, schokoladen- bis dunkelbraun, alt glänzend. Röhren 1-2 cm lang, am Stiel ausgebuchtet, jung blassgelblich, später grüngelb-oliv. Poren groß, eckig, jung weißlich, bald grüngelb, auf Druck blaugrün. Stiel bis 10 cm lang und bis 4 cm breit, zylindrisch, voll und fest, längs gefasert ohne Netz. Basis heller bis weißlich. Fleisch dick, weißlich bis hellgelb, im Schnitt etwas blauend, fest, erst im Alter weich. Geruch pilzartig, Geschmack nussig. Sporenpulver olivbraun. Nadelwälder, selten Laubwälder, auf sauren Boden, einzeln oder gesellig. Essbar.
    Bestimmung mit freundlicher Unterstützung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
    Fundort (GIS) : östliche Länge 13° 7′ 19” - nördliche Breite 47° 10′ 4”
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rauchkogelgraben, Bad Hofgastein am 27.7.2008
    Xerocomus ferrugineus Xerocomus ferrugineus
    Braunhütiger Filz-Röhrling
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     Habitus1   Habitus2   Habitus3   Habitus4   Hut   Poren
    Hut 40 - 150 cm im Durchmesser. Huthaut (auch feucht) trocken, olivbraun, rotbraun oder dunkelbraun, trocken filzig. Stiel (apikal) mit Netz. Poren jung gelblich, nicht oder nur schwach blauend. Fleisch weißlich bis gelblich, nicht blauend. Stiel heller, meist gegen die Stielbasis verjüngt.
    Bestimmungshilfe : Herr Wolfgang Klofac und Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rauchkogelgraben, Bad Hofgastein am 31.7.2008

    Paxillaceae
    Paxillus involutus Paxillus involutus
    Kahler Krempling
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     Habitus  Hut  Lamellen  Lamellen  Gruppe
    Hut oliv bis rotbraun, anfangs flach, am Rand eingerollt und filzig. Lamellen gegabelt, am Stiel herablaufend und adrig verbunden. Lamellen olivocker, sind leicht vom Hutfleisch abtrennbar und färben sich bei Druck dunkelbraun. Der zylindrische 4-5 cm lange Stiel verjüngt sich am Grunde und ist schmutzig gelb oder braunrötlich. Beim Kochen schwärzt sich das gelbe Fleisch. Giftig = Paxillus-Syndrom (allergische Spät-Reaktion). Kein Speisepilz!
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Gasteinertal 14.10.2008

    Klasse : Basidiomycetes
    Den - Boletaceae - und den - Paxillaceae - wird folgende Ordnung zugeteilt:
    Lehrbuch der Botanik, Strasburger (2002) : Boletales
    Internet - http://www.pilzbestimmer.de (2008) : Boletales
    Internet - http://zipcodezoo.com (2008) : Boletales

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    Pilze im Gasteinertal: Boletaceae - Röhrenpilze
    © 29.9.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
    f-boleta