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Ftri - Pilze im Gasteinertal: Tricholomataceae - Artenzahl: 14
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Genus

Tricholomataceae

Trichterlinge, Ritterlingsartige

Stiel stark exzentrisch, seitlich oder fehlend! Kein Schleier, der Sporenstaub ist meist weiß, aber auch cremefarben, weniger häufig blassrosa. Trama (Pilzfleisch) faserfleischig, Hymenophor lamellig, ziemlich dünn, stets am Stiel angewachsen; auch ausgebuchtet angewachsen; Lamellentrama irregulär oder regulär. Sporen nicht cyanophil. Unterteilung nur durch Mikromorphologie (Trama, Sporen, Basidien etc.) möglich.

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Trichterlinge alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Clitocybe candicans Clitocybe candicans
Wachsstieliger Trichtlerling
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Lamellen nur kurz herablaufend bis breit angewachsen, weißlich. Hut 1-3 cm, konvex, alt niedergedrückt. Hutrand lange eingerollt (feucht trocken) weißlich, weiß bereift. Lamellen weißlich. Stiel weiß, oft gekrümmt, bereift, 2-4 cm lang und 3-4 mm dick. Geruch schwach. Sporenpulver weiß - Der Pilz enthält Muscarin und kann Seh- und Bewusstseinsstörungen hervorrufen.
MIKRO: Sporen 4,5-6 x 2,5-3,5 µm.
Bestimmungshilfe:
DD: Clitocybe phaeophthalma - Peter Specht, Pilz-Forum am 9.12.2008 (Geruch und mikroskopische Kontrolle der Huthaut notwendig!)
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Clitocybe nebularis Clitocybe nebularis
Nebelkappe
Graukappe
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Hut 5- 25 cm breit, anfangs stark gewölbt, später ausgebreitet, Mitte oft schwach gebuckelt oder niedergedrückt. Oberfläche glatt, trocken, feucht etwas fettig, mit abwischbarem Reif, aschgrau-graubraun. Rand anfangs eingerollt, alt flatterig. Lamellen schmal, am Stiel gerade angewachsen bis etwas herablaufend, sehr dicht stehend, untermischt, leicht vom Hut lösbar, blassgelb. Stiel 6-10 cm lang und 2-4 cm dick, kräftig, voll, später hohl, cremeweißlich bis hellgrau. Basis oft stark erweitert, weißfilzig. Fleisch dick, jung fest, weißlich. Geruch süßlich, etwas unangenehm. Geschmack mild, säuerlich.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg, Bad Hofgastein 30.9.2008 / 31.10.2008
Clitocybe metachroa Clitocybe metachroa
Dunkelfüßiger Trichterling
Staubfüßiger Trichterling
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Hutdurchmesser 2-6 cm, konvex, alt niedergedrückt, hygrophan, feucht graubraun bis grau, etwas fettig wirkend, trocken beige bis weißlich, Rand meist gerieft. Lamellen graubraun bis hell beigebraun, gedrängt, herablaufend. Stiel wie der Hut gefärbt, nach abwärts schwärzlich, Spitze weißlich bereift, Basis dunkler. Fleisch blass graubraun. Geruch unauffällig (selten schwach mehlig). Geschmack mild. Sporenpulver weißlich. Anmerkung: Der Pilz wird von vielen Autoren mit Clitocybe vibecina synonymisiert.
Flachland bis subalpine Zone, Laubstreu, Nadelstreu. - MIKRO: Sporen 8-10 x 4-5 µm.
Bestimmungshilfe: Peter Specht, Pilz-Forum am 5.12.2008
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Collybia butyracea Collybia butyracea
(=Rhodocollybia)
Butterrübling
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Hut feucht deutlich hygrophan, gerieft, graubraun oder rotbraun, 3-8 cm im Durchmesser. Hut glänzend, etwas gebuckelt. Huthaut glatt, bei Berührung fettig wirkend. Stiel knorpelig berindet, gleichfarben wie der Hut, 4-8 cm lang und 0,5- 2 cm breit. Stiel zur Basis hin keulenförmig, faserig gerieft. Stielbasis dunkler, faserig, hohl. Lamellen weißlich, locker angeheftet und manchmal frei, dünn, dicht stehend. Lamellenschneiden fein gekerbt bis gesägt.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 31.10.2008
Cystoderma amiantinum Cystoderma amiantinum
Amiant-Körnchenschirmling
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Hut 2-5 cm, anfangs konvex oder gebuckelt, mit feinkörmiger Huthaut. Huthaut lebhaft ockergelb bis blassbraun. Lamellen weiß bis cremefarben. Stiel 4-8 x 0,4 cm, von der Basis bis zum Ring feinkörnig und wie der Hut gefärbt, darüber glatt und weiß, Ring flockig. Fleisch weißlich, Geruch erdig.
MIKRO: Sporen 5 - 8,5 x 3,5 - 4,5 µm, amyloid.
Nadel- und Mischwälder, grasige Wegränder.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 27.9.2008
Laccaria amethystina Laccaria amethystina
Lackbläuling
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Hut violett oder lila; gewölbt genabelt, Rand eingerollt bis ausgebreitet, wellig, eingekerbt; dünnfleischig. Hutdurchmesser 2- 7 cm. Lamellen dem Hymenophor gleichfarben, dick; breit angewachsen bis etwas herablaufend, durch Sporen weiß bestäubt. Stiel dem Hut gleichfarben, zählich. Sporen , rundlich, stachelig.
Bestimmung mit freundlicher Unterstützung von Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 31.7.2008
Laccaria laccata Laccaria laccata
Rötlicher Lacktrichterling
Roter Lackpilz
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Hut 1-4 cm breit, jung gewölbt, später abgeflacht bis niedergerückt. Oberfläche glatt bis feinschuppig, hygrophan, feucht orangebraun, trocken blasser. Hutrand jung eingerollt, später wellig verbogen, durchscheinend gerieft. Lamellen am Stiel breit angewachsen, bisweilen etwas entfernt herablaufend, lachsrosa bis braunrötlich. Stiel bis 10 cm lang, schlank, zylindrisch, oft gedreht, zäh, hutfarben, weißlich längsfaserig. Fleisch dünn, rötlich. Geruch schwach würzig. Geschmack mild. Essbar.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 6.10.2008
Lepista nuda Lepista nuda
Violetter Rötelritterling
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Hut 5-15 cm breit, anfangs gewölbt, später flach ausgebreitet, wellig verbogen. Oberfläche glatt, matt oder glänzend, violett bis bräunlich-violett, alt hell- bis graulila ausblassend. Rand lange eingerollt, glatt. Lamellen am Stiel ausgebuchtet, angewachsen, fast gedrängt, leicht vom Hutfleisch lösbar, violett bis graulila, nicht braun verfärbend. Stiel 4-12 cm lang, bis 3 cm breit, zylindrisch bis keulig, voll, violett mit weißsilbrigen Längsfasern. Basis verdickt. Fleisch weich, zart, weißlich-lila. Geruch angenehm würzig-aromatisch, nach Parfüm, etwas süßlich aber auch leicht nach Rettich. Geschmack mild nussartig. Essbar, individuell unverträglich.
Bemerkung (Frau Univ.-Prof. Mag. Dr. Irmgard Greilhuber) : Lepista glaucocana (lilarosa bis weißlich), ohne den warmen rotlila Ton, riecht nur unangenehm erdig, nicht süßlich, in den Alpen häufig).
Anmerkung : wird teils als Varietät von Lepista nuda angesehen = Lepista nuda var. claucocana
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 23.10.2008
Mycena galericulata Mycena galericulata
Rosablättriger Helmling
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Hut 2-5 cm breit, halbkugelförmig, bald breit ausgebuckelt kegelförmig, dann weit ausgebreitet, manchmal radial gefurcht, häutig, zäh, lederig. Huthaut fühlbar glatt, speckig, runzelig, weißlich, grau, bräunlich (knirscht zwischen den Zähnen). Lamellen entfernt stehend, weisen zahlreiche Verbindungen auf, elastisch, ausgebuchtet und über ein Zähnchen herablaufend. Schneide angegraut und im Alter rosa. Der Stiel bildet eine Wurzel, ist langgezogen, dünn, zäh, kahl und glatt, bräunlich bis hellgrau, an der Spitze weißlich. Fruchtfleisch des Hutes dünn, zäh, angegraut. Geruch und Geschmack mehlig gurkig. Nur die Hüte sind essbar.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 18.10.2008
Mycena pura Mycena pura
Rettich-Helmling
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Hut 2-5 cm breit, anfangs glockig, bald ausgebreitet, mit stumpfen Buckel. Oberfläche glatt, hygrophan, mit heller Trockenzone in der Hutmitte und dunklerem, durchwässerten Rand, nicht schmierig. Farbe variabel, typisch ist blasslila bis violett. Rand durchscheinend gerieft, im Alter etwas aufgebogen. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, bauchig breit, am Grunde aderig verbunden, weiß bis grauweiß. Schneiden schwach gekerbt. Fleisch sehr dünn, brüchig. Geruch und Geschmack rettichartig. Sporenpulver weiß.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 24.10.2008
Panellus stipticus Panellus stipticus
Herber Zwergknäueling
Eichen-Zwergknäueling
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Hut 1,5- 4cm breit, halbkreis- bis muschelförmig, abgeflacht. Oberfläche matt, fein kleiig-schuppig, schwach konzentrisch gezont, klebrig, bräunlich gelb, ockergelb, trocken blassbeige. Rand jung eingerollt, später wellig, gekerbt, gerillt. Lamellen dicht stehend, teilweise gegabelt, mit Anastomosen, deutlich vom kurzen Stielchen abgesetzt, zimtbräunlich bis hellbräunlich, klebrig anzufühlen. Stiel 0,5- 2 cm lang, seitlich stehend, voll, elastisch, gegen die Lamellen verbreitert, hellbeige bis ockerbräunlich, feinkleiig. Fleisch dünn elastisch, blass ockerfarben. Geruch unbedeutend. Geschmack nach längerem Kauen herb, kratzend, bitter. Büschelig oder dachziegelartig das ganze Jahr über an totem Holz von Laubbäumen. Kein Speisepilz!
MIKRO: Sporenpulver weißlich. Sporen 3-6 x 2-3 µm, oval, Cheilozysten und Pleurozysten vorhanden.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee, Bad Hofgastein am 15.11.2008
Strobilurus esculentus Strobilurus esculentus
Fichtenzapfen-Nagelschwamm
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Hut horngrau bis graubraun bis dunkelbraun; kahl, matt, flachglockig mit 2-4 cm im Durchmesser. Lamellen weiß bis graulich; gedrängt, fast frei. Stiel ockerbraun, mit weißer Spitze. Stiel mit wurzelartiger Verzweigung auf im Humus liegenden Fichtenzapfen.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Stoffalm 12.4.2004 // Ingelsberg, Gasteinertal 10.04.2008
Tricholoma saponaceum Tricholoma saponaceum
Seifen-Ritterling
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Hut 4-8 cm breit, anfangs halbkugelig, später gewölbt-abgeflacht. Oberfläche kahl, glatt, auch eingewachsen faserschuppig, feucht schmierig. Farbe sehr veränderlich, schwarzbraun, graubraun bis olivbraun, auch mit grünlichen und gelblichen Tönen, selten gänzlich weiß. Dunkle Hüte sind zum Rand hin stets heller gefärbt. Rand hinuntergebogen, die Lamellen etwas überragend. Lamellen breit, entfernt stehend, ausgebuchtet angewachsen, untermischt, schmutzig weißlich bis grüngelblich, bei Verletzung langsam rötend. Stiel 4-10 cm lang, bis 2 cm breit, zylindrisch. Oft spindelförmig, auch keulig, cremeweißlich, mit graubraunen Schüppchen oder Fasern. Basis meist zugespitzt und beim Reiben langsam rötend. Fleisch schmutzig, weißlich, blass, ebenfalls bei Verletzung langsam rötend. Geruch nach Seifenlauge, Geschmack bitterlich-mehlartig. Gesellig in Laub- und Nadelwäldern. Schwach giftig, verursacht Brechdurchfälle. Viele Formvarianten.
Bestimmungshilfe: Frau Prof. Dr. Irmgard Greilhuber, ÖMG
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg 30.9.2008 // Annenkaffee, Gasteinertal am 8.10.2008
Tricholoma vaccinum Tricholoma vaccinum
Zottiger Ritterling
Bärtiger Ritterling
Hut 3- 7cm breit, jung kegelig bis glockenförmig, später abgeflacht mit stumpfen Buckel. Oberfläche stets trocken, blass rotbraun, mit braunen bis braunroten faserigen Schuppen besetzt. Rand stark wollig-filzig, zottig, die Lamellen etwas überragend und eingerollt. Im Alter kann der zottige Hutrand verkahlen. Lamellen am Stiel ausgebuchtet angewachsen, mit Zahn am Stiel herablaufend; jung weißlich bis cremefarben, dann braunrot fleckend, bräunlich. Schneiden schwach wellig. Stiel 3- 10 cm lang, 1-2 cm breit, zylindrisch, bald hohl, grob braunfaserig berindet, unten hell-braunrot, zur Spitze hin heller. Stielbasis etwas verdickt. Fleisch dünn, weißlich, im Schnitt rötend, dann bräunend. Geruch erdig, Geschmack bitter, schärflich. Sporenpulver weiß. Kein Speisepilz, ungenießbar. August bis November meist gesellig in Gruppen oder Reihen in Nadelwäldern, besonders unter Fichten, seltener in Laubwäldern, bevorzugt auf Kalkböden. Bestimmungshilfe: Harald Andreas Schmid und Frau Prof. Dr. Irmgard Greilhuber
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee 1.10.2008 // Kötschachtal, Gasteinertal am 29.9.2008
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Tricholomataceae - Trichterlinge, Ritterlingsartige
© 14.5.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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