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Fure - Pilze im Gasteinertal: Uredinales - Arten: 2
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Genus

Uredinales

Rostpilze

Basidiomyceten, die als weltweit vorkommende Parasiten von Farnen und Blütenpflanzen mit mehr als 5000 Arten vorkommen und z.T. streng auf ihre Wirtspflanze spezialisiert sind. Die Sporenlager sind meist orange, braun oder schwarze Häufchen oder Erhöhungen, meist am Stängel. Neben Wirtswechsel (Heterözie) gibt es auch Arten, welche die gesamte Entwicklung auf derselben Wirtspflanze abwickeln (Autözie). Basidie quer septiert, Phragmobasidie. Oft recht wirtsspezifisch. Teilweise obligat wirtswechselnd (heterözische Roste), teils ohne Wirtswechsel (autözische Roste). Fruchtkörper fehlen.

Arten der im Gasteinertal vorkommenden Uredinales . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Chrysomyxa rhododendri Chrysomyxa rhododendri
Fichtennadelblasenrost
Fam.: Coleosporiaceae!
Im Nadelquerschnitt sieht man die gelb-orangen Pilzhyphen, worauf sich die Sporenlager mit Aecidiosporen entwickeln. Leere Sporenlager sind als weiße Häutchen auf jungen Fichtennadeln sichtbar. Die Aecidiosporen (bis 20µm) infizieren Alpenrosenblätter. Nach 10 bis 14 Tagen bilden sich Uredolager mit den Uredosporen (25 x 18µm); Im Frühjahr nach der Schneeschmelze gelbe Sporenlager mit Entwicklung von Basidiosporen (7 x 5µm).
Infektionszyklus: Basidiosporen werden von infizierten Alpenrosenblättern durch den Wind auf die eben austreibenden Fichten übertragen. Diese entwickeln nach etwa 3 Wochen gelb-grüne Querbänder auf den Nadeln (Chlorophyllabbau). Im August bilden sich auf diesen Querbändern Aecidienlager aus (orange-gelbe Pusteln). Nach der Sporenfreisetzung bleiben die leeren Aecidien als weiße, unregelmäßig aufgerissene Hüllen zurück. Die Knospen werden vom Pilz nicht befallen. Die Aecidiensporen infizieren dann wieder die Blätter der Alpenrose und bilden an der Blattunterseite Uredolager (gelb-braun), deren Uredosporen (Sommersporen) weitere Alpenrosenblätter befallen (Selbstinfektion). Fichtennadeln werden von dieser Sporenart nicht infiziert. Im Herbst werden auf den Alpenrosenblättern Teleutosporen (Wintersporen) gebildet, die den Winter überdauern, im Frühjahr reifen und Basidiosporen entwickeln,die unmittelbar wieder junge Fichtennadeln infizieren. Die Teleutolager hinterlassen auf den Alpenrosenblättern braune Flecken.
Siehe auch - Biotische Wechselwirkungen - . . .
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Fulseck, Gasteinertal 2009
Melampsora salicina, Gasteinertal Melampsora salicina
Weidenrost
Fam: Melampsoraceae mit nur 1 Gattung! -
Pustelartige, orangegelbe Sporenlager auf deformierten, später vertrockneten Blättern, meist blattunterseits; auch an jungen Trieben.
Melampsora-Arten: Teleutosporenlager - Sporen im subepidermalen Lager, mehr oder weniger pallisadenförmig angeordnet. Sporen bleiben einzellig, Scheitelpartie nicht besonders verdickt; in flachen, unregelmäßig begrenzten, hell- bis dunkelbraunen Krusten mit pallisadenartig angeordneten Sporen.
Symbol, Pyramide Archivbilder . . .
Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm, Gasteinertal am 1.9.2006
Siehe auch die Seiten:
- Index - Pilze und Flechten - Familien
- Einteilung - Hauptmerkmale der Pilze -
- Übersicht - Pilze Gasteins -
- Naturbilder - Pilze-Galerie -

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Pilze im Gasteinertal: Basidiomycetes, Uredinales
© 8.3.2007 by Anton Ernst Lafenthaler
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