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Die Greifvögel (siehe auch im - Archiv - ) unterteilt man in 4 Unterfamilien. Davon sollen hier die Bussarde (Buteoninae) und an anderer Stelle die - Altweltgeier - vorgestellt werden. Nur wenige Greifvögel sind auch Raubvögel. Viele dieser Vögel leben zwar von tierischer Kost, töten aber selbst keine Tiere, sondern leben vom Raub anderer oder ernähren sich von Aas und pflanzliche Kost.
Was die Greifvögel als solche auszeichnet sind ihre "Waffen" - nämlich der stark gebogene und hakig überkrümmte Schnabel und die langzehigen Füße mit hochentwickelten scharfen Krallen. Die Grifftöter gestalten ihre Horste (Nester) selbst, wohingegen die Griffhalter fertige Horstplattformen wie Felsnischen oder alte Horstanlagen beziehen. Das Sehvermögen der Greifvögel ist ausgezeichnet, ebenso das Gehör, nicht aber das Riechvermögen.
So unterscheidet man nach der Art des Beutefangs die - Grifftöter mit Reißhaken-Schneideschnabel - kurzen Zehen aber besonders langen Klauen zum Töten der Beute durch Stich. An der Hinterzehe und der Vorderinnenzehe befinden sich stärker oder stark entwickelten Klauen. Die Seitränder des Oberschnabels sind scharf, wobei der Oberschnabel scherenförmig über den oberen Rand des Unterschnabels greift (Schneideschnabel zum Anschneiden der getöteten Tiere). Zu den Grifftötern gehört z.B. der Adler, der Habichte u.a.
Die Griffhalter mit Reißhaken-Beißschnabel haben im Gegensatz dazu lediglich eine etwas längere hintere Fangklaue und einen Schnabel mit Reißhaken ("Zahn") um damit den Hinterkopf der Beute zu knacken. Die Fänge der Griffhalter besitzen gleichwertige Klauen; lediglich die Klaue der Hinterzehe ist etwas länger (Fangklaue). Die Schnäbel dienen dem Zerknacken des Hinterkopfes der Beute (z.B. Falken).
Der Steinadler - Aquila chrysaetos - wiegt 4- 6 Kilogramm und seine Spannweite beträgt über 2 m. Den Steinadler kann man am Flugbild gut ausmachen und er ist im Gasteinertal auch regelmäßig bei der Beutesuche zu beobachten. Man erkennt ihn im Flug an den gefingerten Schwingen und seinen mittellangen, leicht gerundeten Stoß. Alte Steinadler sind beinahe ganz dunkelbraun gefärbt und im Nackenbereich goldgelb gefärbt. Jüngere Steinadler haben einen halbmondförmigen weißen Fleck unterhalb der Schwingen. Der Stoß ist dabei weiß gefärbt mit dunkler Endbinde.
Wenn die Sonne in den Morgenstunden die Felsen erwärmt, um dem großen Vogel Aufwind zu verleihen, ziehen sie hoch oben im Himmel ihre Kreise. Die Reviergröße eines Steinadlerpaares beträgt bis 150 Quadratkilometer. Manche müssen sich mit 30 qkm begnügen.
Stundenlang sucht er das Gelände nahe dem Erdboden ab um aufgescheuchte Beute sofort im Stoßflug zu schlagen. Oft jagen die Steinadler gemeinsam, wobei einer die Beute auftreibt und müde hetzt und dann der zweite zustößt und die Beute tötet. Die Steinadler bevorzugen als Nahrung Murmeltiere. Haben sie allerdings Junge aufzuziehen, dann gehören auch Gemsen, Schneehasen, Füchse, Rehkitze etc. zu ihrer Beute. Ausgwählt werden dabei immer nur räudige, schwache Tiere, was im hohen Maße der Gesunderhaltung der Arten dient. Er ist in der Lage Beutetiere bis zu 5 Kilo zu tragen. Davon zählt auch ein hoher Anteil von Fallwild. Wird ein Jungadler aufgezogen werden im Jahr etwa 270 kg Beute benötigt. Bezogen auf die Reviergröße ist dieser Anteil aber gering.
Der überaus strenge Blick des Adlers kommt durch den Knochenvorsprung über den Augen zustande. Die Mimik fehlt dem Adler allerdings und beeindruckt gerade deshalb mit dem "Adlerblick" in besonderer Weise.
Der Mäusebussard brütet meist im Wald, doch er haltet sich vorwiegend im freien Feld auf, wo er seine Beute
im Such-Segelflug auswählt und erbeutet. Dabei verweilen Bussarde häufig auf freistehende Bäume, Steinen oder
Erdhügeln.
Zu den beliebtesten Beutetieren zählt die Feld- und Erdmaus, aber auch Heuschrecken, Käfer, Schlangen, Blindschleichen, Regenwürmer und Schnecken.
Der Mäusebussard wird erst im 3. Lebensjahr geschlechtsreif. Sein größter Feind ist nach wie vor der Mensch.
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Gastein im Bild - Greifvögel
© 21.8.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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