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EE03 - Gasteinertal/Ereignisse: Schlittenhunde in Sportgastein
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Schlittenhunde in Sportgastein

Husky im Gespann, Sportgastein Alljährlich sollten in Sportgastein Schlittenhunderennen veranstaltet werden, wo Sibirian Huskys, Samojeden, Malamuts und Grönländer vertreten sind, im Ein- wie im Achtergespann. Sportgastein (=Nassfeld) ist ein von hohen Bergen umgebenes Hochplateau knapp an der Grenze zu Kärnten. Das Gebiet grenzt direkt an den Nationalpark Hohe Tauern.

Wegen erhöhter Lawinengefahr entlang der Hochalpenstraße waren die Veranstaltungen nicht selten unzugänglich. Auch stand der Schibetrieb, insbesondere der Langlauf nicht immer im Einklang mit den Hundeschlittenrennen, was dazu führte, dass in den folgenden Jahren gar keine derartigen Veranstaltungen mehr durchgeführt wurden. Zwischenzeitlich versuchte man auch, die Hundeschlittenrennen ins Tal bzw. nach Böckstein zu verlegen, bis sie letztlich gar nicht mehr stattfanden. Die wenigen Bilder stammen von der Veranstaltung 2003 in Sportgastein (Nassfeld).

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Sportgastein 2003 . . .

Am 6./7. März 2010 fand zur Freude aller wieder ein Hundeschlittenrennen statt, zumal die Lawinengefahr entlang der Hochalpenstraße durch den Bau von "Galerien" im Jahre 2009 entschärft wurde und auch sonstige Hindernisse aufgearbeitet bzw. beseitigt werden konnten.

Hier die einzelnen Rassen zu unterscheiden ist nicht immer ganz einfach. Eine kurze Beschreibung der Rassemerkmale soll die Bestimmung etwas erleichtern. Samojeden, Grönländer, Sibirian Husky und Malamute sind die "Husky-Rassen" schlechthin und auch zu den Rasse-Weltmeisterschaften zugelassen.

Samojeden

Samojeden in Sportgastein Der Samojede ist ein relativ großer, weißer, spitzähnliche Hund mit dem bekannten "lächelnden Gesicht". Er soll ein treuer, gehorsamer, anschmiegsamer aber doch auch sehr selbständiger Hund sein. Ihren Namen haben sie vom Nomadenstamm der Samojeden, die im Grenzgebiet des europäischen und asiatischen Sibirien wohnen. Seine Aufgabe dort ist es Schlitten zu ziehen, Lasten zu tragen, Rentiere zu hüten und bei der Jagd behilflich zu sein.

Rassemerkmale - Bei den Rüden wird eine Schulterhöhe von 54 - 60 cm verlangt. Kopf kräftig, keilförmig mit leicht hochgezogenen Mundwinkeln. Dunkle, mandelförmige Augen und kleine, dreieckige, hoch angesetzten Ohren mit leicht gerundeter Spitze. Kräftiger Hals von mäßiger Länge und gut gewölbtem Nacken. Die dicht und buschig behaarte Rute ist hochangesetzt und wird über den Rücken gerollt getragen. Die Pfoten sollen oval geformt sein, mit hochgewölbten Zehen und dicken, widerstandsfähigen Ballen.
Das Fell weist eine doppelte Behaarung auf: Die glatten, grannenartigen Deckhaare stehen etwas vom Körper ab, darunter findet sich eine weiche und sehr dichte Unterwolle. Rüden haben oft eine kräftig ausgebildete Mähne. Lediglich der Kopf und die Ohren wie die Vorderseite der Läufe sind kurz behaart. Fellfarbe ist meist weiß evtl. mit biskuitfarbenen Abzeichen oder sahnegelb. Pigmentierung von Nase, Lefzen, Augenumrandung und Ballen meist schwarz.

Alaskan Malamute

Alaskan Malamute in Sportgastein Sie haben ihren Namen in Analogie zu den Samojeden von einem in Alaska lebenden Eskimovolk, die sich als Malamuten bezeichnen. Diese Rasse ist die größte und schwerste unter den Schlittenhunderassen. Im Rudel gehalten benötigen die Malamuts aufgrund ihrer Körpergröße und -stärke, eine fachkundige Führerhand . . .

Rassemerkmale - Rüden haben eine mittlere Größe von 63 cm Schulterhöhe bei einem Gewicht von 38 kg, Hündinnen 58 cm bei einem Gewicht von 34 kg. Ihr schwerknochiger, kraftvoller Körperbau mit kräftigen Schultern weist schon auf ihre Eignung zum Ziehen von schweren Lasten hin. Der Kopf des Alaska Malamut ist breit mit einer massiven Schnauze, die von der Wurzel bis zur Nase nur unwesentlich zugespitzt ist Im Verhältnis zum Kopf sind die Ohren klein und liegen weit auseinander. Die Augen sind mandelförmig und meist von dunkler Farbe. Das Fell des Alaska Malamut weist einen dicken, rauhen Schutzmantel auf, der vom Körper absteht und im Schulterbereich und am Hals etwas länger wird; die Unterwolle ist dicht, ölig und wollig. Der Alaskan Malamute kann alle Schattierungen von hellem grau bis schwarz zeigen, charakteristisch ist eine masken- oder haubenartige Zeichnung am Kopf und eine dunklere mantelartige Zeichnung über dem Rücken. Die Farbe kann aber auch rein weiß sein. Sie Rute wird nicht geringelt, sondern geschwungen wie eine Schmuckfeder getragen.

Grönlandhund

Grönlandhund in Sportgastein Vom Erscheinungsbild her, ist der Grönlandhund ein ausgesprochen starker Hund, gebaut für ausdauernde harte Arbeit als Schlittenhund. Für die Grönländer sind diese Hunde auch heute noch lebensnotwendig. Sie werden auch als reine Arbeitstiere angesehen, die ein Höchstmaß an Arbeitsleistung, Zugkraft, Ausdauer und Widerstandskraft aufweisen müssen.

Bei uns ist der Grönlandhund die seltenste Schlittenhunderasse. Seine Haltung blieb bisher ausgesprochenen Liebhabern vorbehalten, da sie auch nicht ganz einfach scheint. Heftig und gern wird um die Rangordnung im Rudel gestritten, was nur selten ohne Blessuren abgeht. Seine scheinbare Wildheit entpuppt sich aber letztlich als Ungestüm und Lebensfreude und für liebevolle Ansprache sind Grönlandhunde mehr als dankbar.

Rassemerkmale - Er zeigt einen schweren Körperbau, mit breiter, tiefer Brust und schweren Gliedmaßen bei kräftig ausgebildeter Muskulatur. Kopf breit, leicht gewölbt mit kräftiger, keilförmiger Schnauze und relativ kleinen Ohren. Das Fell besteht aus einem Doppelmantel mit dicker Unterwolle und geradem langem Grannenhaar. Die Mindesthöhe beträgt für Rüden 60 cm, für Hündinnen 55 cm Schulterhöhe. Der Grönlandhund zeigt mehrere Farbvarianten.
Die Rute ist buschig und eher kurz, hoch angesetzt und kräftig geringelt.

Sibirischer Husky

Sibirian Husky Unter den Schlittenhunden zählt der Sibirian Husky zu der beliebtesten Rasse. Der Farbkontrast seines Fells, die schrägen, lausbubenhaften Augen, in den ungewöhnlichen Farbvarianten blau, braun oder marmoriert, lassen diesen Hund als etwas Besonderes erscheinen. Der Drang zum Laufen und Erobern, sein starker Jagdtrieb und seine Unabhängigkeit lassen ihn kein bequemer Begleiter sein.

Rassemerkmale - Mäßig kompakter, dicht behaarter Körper, aufrecht stehende Ohren, buschige Rute - dies sind Zeichen der nordischen Herkunft. Seine charakteristische Gangart ist flüssig und scheinbar mühelos. Er ist nach wie vor äußerst fähig, seine ursprüngliche Funktion als Schlittenhund zu erfüllen und zieht leichtere Ladung mit mäßiger Geschwindigkeit über große Distanzen. Seine Körperproportionen und seine Körperform widerspiegeln dieses grundlegende Gleichgewicht von Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer. Die Rüden der Rasse Sibirian Husky sind maskulin, aber nie ungeschliffen-grob, die Hündinnen sind feminin, jedoch ohne Schwachheit der Struktur. Ein Sibirian Husky in guter Kondition hat eine kräftige und gut entwickelte Muskulatur und kein überflüssiges Fett.
Körperbau : Der Aufbau des Körpers scheint rechteckig, wodurch die Höhe des Rumpfes im ausgeglichenem Verhältnis zur Länge steht. Seine Knochen sind von mittlerer Stärke. Die Schulterhöhe liegt bei Rüden zwischen 53 und 59 cm, bei Hündinnen 50 und 56 cm. Dabei schwankt das Gewicht zwischen 20 und 27 kg, beziehungsweise 15 und 22 kg. Das Fell, ein sogenannter Doppelmantel aus Unterwolle und Grannenhaaren, ist dicht und weich. Der Kopf ist edel geformt mit mandelförmigen, schräg eingesetzten Augen von interessiertem, freundlichem Blick und mittelgroßen, aufrecht stehenden Ohren. Die Farben des Sibirian Husky variieren von rein weiß bis rot und schwarz mit allen erdenklichen Zwischenstufen. Bauch und Brust sind meist rein weiß. Verbreitet sind die weißen Abzeichen (=Maske) am Kopf. Die Augenfarbe ist blau, braun oder marmoriert. Verschiedenfarbige Augen sind zulässig. Die Ohren sind dreieckig, eng beieinander stehend, hoch angesetzt und gut behaart. Die gut behaarte Rute wird sichelförmig über den Rücken getragen, wenn der Hund sich präsentiert.

Alaskan Husky in Sportgastein

eAlaskan Husky
Anfang des 20. Jahrhunderts begann man in Alaska, die einheimischen Hunde ("Indianerhunde", eher wolfsähnlich) mit Polarhunden wie den Sibirian Husky zu kreuzen, um den optimalen Schlittenhund mit unbändigen, ausdauernden Willen zum Laufen für Schlittenhunderennen zu erhalten - den Alaskan Husky. Im Lauf der Zeit kamen in der Zucht noch Jagdhunde und Windhunde dazu.
Merkmale - Für schwere Rennen hat sich ein eher leichter Typ etabliert: Hündinnen sollten zwischen 22 und 25 kg und ein Rüde zwischen 25 und 27 kg wiegen und sollten über 32 km/h für eine Distanz von 50 km durchhalten. Der Alaskan Husky soll fähig sein, 240 km pro Tag für 10 und mehr Tage zu laufen. Bei Distanzen von 80-100 km kann eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 25-27 km/h akzeptiert werden. Der Alaskan Husky hat einen starken Instinkt zu ziehen und eine gute Kondition. Er zieht stärker und rennt schneller als jeder andere Hund. Das Fell des Hundes ist ausreichend dicht um auch extreme Wetterverhältnisse zu überstehen. Die Pfoten sind kräftig und ausreichend gegen harte Trails geschützt. Er bringt bei warmen, als auch bei kalten Umgebungstemperaturen seine Leistung. Genügsamkeit und Verträglichkeit mit anderen Hunden wie dem Menschen sind weitere Kennzeichen. Der Sibirian Husky ist vom FCI als eigenständige Rasse (Nr.270, Nr.5, Sek.1) anerkannt; nicht aber der Alaskan Husky, da es sich nicht um eine Rasse im eigentlichen Sinn handelt, sondern um einen Hundetyp der in unterschiedlichen Linien gezüchtet wird und oft nur noch geringe Ähnlichkeit mit dem Sibirian Husky aufweist.
Anmerkung: Husky - plural Huskys (engl. Husky, plural Huskies) - Alaska Malamut, plural Malamuts (engl. Alaskan Malamute, plural Malamutes).

Schon knapp 10 Jahre kann man die ganze Wintersaison über in Sportgastein Schlittenhunde sehen, insbesondere Sibirian Huskys und Alaska Malamuts. Präauer Christian - selbst Züchter und Besitzer mehrerer Hundeschlitten, ermöglicht den Besuchern auch Hundeschlittenfahrten. Es ist auch seiner Initiative zu verdanken, dass im Jahr 2010 in Sportgastein wieder ein - Schlittenhunderennen - durchgeführt werden konnte.

Sportgastein 2010 . . .

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Schlittenhunderennen 2018

Nach zweijähriger Pause konnte nun im Jahr 2018 das 19. Internationale Schlittenhunderennen in Sportgastein durchgeführt werden. Auf Einladung der Veranstalter RSSC, sowie des Tourismusverbandes Bad Gastein in Zusammenarbeit mit dem Skiclub Badgastein, absolvierten einem Pressebericht zufolge rund 300 Hunde mit 90 Musher aus sieben Nationen in den Klassen Skijöring und Pulka Klassen B, C, A und O ihr Sprintrennen. Bei hervorragend schönem Wetter aber stürmischen Winden am Nachmittag konnte der Bewerb ohne größere Probleme durchgeführt werden.

19. Internationale Schlittenhunderennen in Sportgastein 2018

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Elisabeth Riff, Sportgastein 2018 Götz Bramowski, Sportgastein 2018 Lajos Köffer, Sportgastein 2018 Skijöring, Sportgastein 2018 Petra Bergauer, Sportgastein 2018 Schlittenhunderennen, Sportgastein 2018
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© 21.12.2011 by Anton Ernst Lafenthaler
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