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EH - Geschichte Gasteins: Kirchenbau in Gastein
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Geschichte . Gasteinertal

Kirchenbau

Kirche, Liebfrauenkirche Die Christianisierung erfolgte von Irland aus über das Frankenreich nach Salzburg und Gastein. Im 7. Jh. erschienen 3 Bischöfe aus dem Frankenreich in unsere Gebiete und zwar Emmeran, Korbinian und Rupert. Von der Maximilians-Zelle (heutiges Bischofshofen), gegründet von Bischof Rupert wurde der Glaube in die Gebirgstäler weitergetragen.
Die "Gasteinerische Chronica" berichtet dazu (1540): "Anno 678 als St. Rueprecht der erste Bischoue zu Salzburg gewesen, ist das ganze gepürg mit dem christlichen Glauben bekehrt und erstlich dies Thall Gastein gefondten worden, welches vormals mit Holz verwaxen und auff dem Poden und beeden Seiten der Perg ain großer Wald gewesen."

Mit Ende des 7. Jahrhunderts scheint im Wesentlichen die Christianisierung des gesamten Gebietes vollzogen. In diese Zeit fällt auch die Errichtung der Preimskirche (696 ?) und der Hofgasteiner Pfarrkirche (894).
Das Gasteinertal war im 10. Jh., wo der Name Gastein erstmals in Urkunden erwähnt wird wahrscheinlich ein geschlossenes Herrschaftsgebiet. Den gesamten Grund und Boden besaßen wohl schon vor 1023 die Grafen von Peilstein, die auch Herren der Gastein genannt werden. Die Erzbischöfe überließen ihnen die Kirche samt zugehörigen Rechte. Sie waren eines der mächtigsten Dynastiegeschlechter des Landes Salzburg.

Liebfrauenkirche zu Hof

Die Liebfrauenkirche befindet sich in der Mitte des Marktes auf dem Grieß des Rastötzenbaches. Es war die erste gotische Kirche des Salzburger Gebirgslandes, die Kirche "zu Unserer Lieben Frauen auf dem Grieß", bezeugt 894. Bis zum 13. Jahrhundert ist über die Baugeschichte der Kirche wenig bekannt, weder vom damaligen Aussehen dieser Kirche noch wer sie eigentlich gebaut hat. Im Jahre 1023 wird das romanische Gotteshaus erbaut und "Mutter- und Pfarrkirche der Gastein" genannt.
Die Gasteiner Chronik 1540 berichtet über ihre Errichtung: "Anno 894 ist erstlich der Marckht vnnd die Pfar-Khirchen, zu Hof genant, erpaut vnnd erhöbt worden; vormahls ist ain Capeln alda gestandten Unser lieben Frauen auff dem Grieß genant." Im Codex Hartuuici unter Erzbischof Hartwig (991 bis 1023) ist das Gotteshaus zum erstenmal urkundlich als Pfarrkirche und Eigenkirche der Aribonen genannt. 1023 erhielten der Diakon Fridarici und der Graf Sigihard vom Erzbischof die "St.-Marien-Kirche" im Gasteiner Tale mit allen Rechten und Nutzungen einer Mutter- und Pfarrkirche. Nach dem Aussterben der Peilsteiner und dem Erlöschen des erzbischöflichen Lebens der Kirche zu Hofgastein schenkt Erzbischof Eberhard II. im Jahre 1219 die Kirche seinen geliebten Brüdern und Kanonikern der Salzburger Erzkirche. Im Jahre 1297 geht die Gastein wieder an den Erzbischof über, der damit die Grafen von Goldegg belehnte.

Mehrere Katastrophen zerstörten bzw. beschädigten die Kirche schwer. Im Jahre 1502 fiel die Kirche einem Brand zum Opfer, wobei nicht bekannt ist, wieviel und was von der Kirche zerstört wurde. Im Jahr 1507 wird die Kirche in gänzlich veränderter Gestalt im spätgotischen Stil (nur der Unterbau des Turmes ist romanischen Ursprungs) neu aufgebaut.
Die Kirche erhielt ein 25 m langes und 18 m breites Langhaus mit drei gleich großen Schiffen, welche durch vier glatte, schlanke, mit einfachen Gesimsen versehenen Rundsäulen getrennt waren. Leichte Netzgewölbe spannten sich über die Schiffe und das langgestreckte eingezogene Presbyterium. Der Turm aber wies nur drei getrennte Geschosse auf, gegen deren fünf heute. Auch die Dachkonstruktion des Turmes war früher eine andere. Bei der alten Kirche ragten über dem dritten Geschoss steile Giebel auf.

Am Pfingstsonntag des Jahres 1596 entsteht ein großer Brand im Markt, wobei 70 Häuser brannten und auch der Glockenturm und das Kirchdach betroffen waren. Nach 2 Jahren war die Kirche wieder aufgebaut. Im Jahre 1602 wurde der Turm um zwei weitere Geschosse aufgestockt, so dass er nunmehr ungefähr die heutige Gestalt erhielt. An allen vier Ecken wurden Halbgiebel aufgesetzt, die der Kirche ihr charakteristisches Aussehen verleihen.
Gegen Ende des 17. Jh. wird die Kirche als sehr baufällig bezeichnet, wobei für deren Renovierung Strafgelder verwendet werden sollten. Zudem zerstörte im Jahre 1723 ein furchtbarer Sturm das Dach des Turmes. 1751 kam es zur Aufstellung einer neuen Turmuhr, 1752 erfolgte die Ausbesserung der Turmknöpfe und das Färben des Turmes. 1788 bis 1792 wird der Turm neuerlich repariert, ebenso die Uhr und ihre Ziffernblätter und das Dach der Kirche mit neuen Schindeln gedeckt. 1796 wird, nachdem in diesem Jahr ein Blitzschlag die Orgel zerstört hatte, ein Blitzableiter aufgesetzt. Die Turmhalle, musste 1801 wegen Einsturzgefahr erneuert werden. Orkanartige Stürme beschädigten am 11. Dezember 1867 den Turmaufsatz schwer, wobei der 22jährige Peter Wenger aus eigenem Verschulden unter Außerachtlassung aller Vorsichtsmaßnahmen vom Turm auf das Kirchdach und weiter auf die Friedhofsmauer stürzte und verstarb. Am selben Tag noch vollendete Neumyer die Arbeit und setzte Kreuz und Hahn auf.
Es gab zahlreiche Reparaturen und Veränderungen an der Liebfrauenkirche, zuletzt 1911 unter Pfarrer Georg Höller. Eine Außenrenovierung wurde 1959/1960 durchgeführt. Das Dach des Turmes wurde 2005 erneuert, die Grabkapellen renoviert.

Architektur
Die Liebfrauenkirche zu Hof ist eine dreischiffige Staffelkirche. Das Langhaus ist dreischiffig und zählt drei Joche, die Seitenschiffe besitzen noch zwei den Turm flankierende Halbjoche. Die Schiffe sind durch profilierte Längsgurtbogen getrennt. Das Mittelschiff hat ein Sternrippengewölbe, während die Seitenschiffe ein Netzgewölbe zeigen, dessen sehr dünne Rippen unvermittelt aus den Säulen wachsen.
Liebfrauenkirche, Säule Liebfrauenkirche, Säule Strebepfeiler, Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche
Pfarrkirche - Bildgalerie - Bad Hofgastein

Außen zeigt das Langhaus am Grunde einen Steinsockel und als Abdeckung ein steiles Schindeldach. Der Westen ist durch den Turm teilweise verbaut, beiderseits des Turmes befinden sich Grabarkaden. Die südlichen und nördlichen Außenwände wie das Dach erhalten ihre Stütze von gestuften Strebepfeilern; verschieden geartete Spitzbogenfenster unterbrechen sie.
An der Südseite der Kirche befindet sich eine doppelte, rundbogige Arkade mit Grabdenkmälern, welche am Pfeiler die Jahreszahl 1573 und im vierten Joch ein Steinmetzzeichen trägt. Hier befindet sich auch der Zugang zur Unterkirche, die ehemals die Gruft der Gewerken "Krünner" gewesen sein soll und später lange Zeit als Gebeinkammer diente, dann aber geräumt wurde. In ihr fanden bis in die zwanziger Jahre die Ölbergandachten statt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie als Luftschutzkeller freigemacht. Seit 1949 ist sie zugemauert.
Der Turm besteht aus fünf durch Zahnschnitt voneinander getrennten Geschossen. Im dritten Geschoß befindet sich ein Holzbild, und zwar eine erneuerte Schutzmantelmadonna, im fünften sieht man die durch Pfeiler gekoppelten Schallfenster der Glockenstube und darüber ein später aufgesetztes, niedrigeres Geschoß mit dem Ziffernblatt der Uhr.
Der Turm ist in seiner Grundlage quadratisch und hat nach alten Aufzeichnungen eine Gesamthöhe von 37 Klaftern (=264 Gewerkenschuh). Das Mauerwerk des Turmes misst nach Berichten von 1752 etwa 124 alte Gewerkenschuh, das Holzwerk bis zum Kreuz samt Knopf 152 alte Gewerkenschuh, die Gemäuerdicke 2 1/2 Gewerkenschuh. Es zeigt durchwegs romanische Ornamente, horizontale Rundbogenfriese mit Zahnschnitt-Lisenen an den Ecken und zweifach gekuppelte Schallfenster. Jedenfalls dürfte der gemauerte Teil älter sein als die Kirche selbst, doch damit nicht über das 14. Jahrhundert hinausreichen.

Das Innere der Kirche
Die Turmhalle, die 1801 infolge Einsturzgefahr erneuert werden musste, zeigt ein gotisches Sterngewölbe mit Rippen auf niederen Konsolen. In ihrem Inneren befindet sich links ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges mit Fresken von Fritz Dürnberger, einem gebürtigen Hofgasteiner, die 1925 angebracht wurden. Das Portal ist spitzbogig, zum Rundbogen geschlossen, mit Stab und zwei Kehlen. Ebenso finden wir einen gotischen Türbeschlag mit Lilien.
Kriegerdenkmal, Bad Hofgastein Turmhalle, Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche Fresko, Liebfrauenkirche
Turmhalle - Liebfrauenkirche

In den Jahren 1715 bis 1738 werden die gotischen Altäre vom Barock abgelöst. Letztes Stück vergangener gotischer Herrlichkeit ist die wunderbare Madonna des Hochaltars aus der Schule des Meisters Michael Pacher (1500).
Der Hochaltar wurde entworfen von Fischer v. Erlach und ausgeführt von den Schülern des Mondseer Meisters Meinrad Guggenbichler (Josef Eisl und Paul Mödlhammer).
1961 begann die Erneuerung der Innenkirche, durchgeführt von Ignaz Dallendörfer, Malermeister und Kirchenrestaurator aus Koppl. Die Renovierung der Altäre, der Kanzel, des von 1654 stammenden Hängekreuzes und der Bilder vollzog der bekannte Kirchenrestaurator Alfred Tschullnigg aus Saalfelden. Die umfassende Innenrestaurierung der Pfarrkirche wurde 1963/64 abgeschlossen.

Der heutige Hochaltar nimmt das vierte Chorjoch ein und bildet den Abschluss des Presbyteriums. Er besteht aus Holz und wurde im Jahre 1912 in hellen Steingrün und Marmor neu gefasst. Er hat eine geschwungene, sarkophagähnliche Mensa.

Das Tabernakel hat gewundene Säulchen, zurückspringende Seitenteile, in deren abwechslungsweise konvex und konkav gebildeten Kompartimenten drehbaren Nischen Statuetten der vier Kirchenlehrer stehen. Über jeder Nische aber befindet sich ein Engelkopfpaar, Leuchterband und Gesims mit reichem Riemenwerk und charakteristisch entflammten Herzen auf dem Gesimse unterhalb des Mittelteils. Predella und Mittelteil des Altares sind durchbrochen. Beiderseits stehen konvexe Sockel, an die sich auf hohem Unterbau die Seitenteile mit Durchgängen anschließen. Vergoldetes Gitterwerkornament schmückt es. Der Hauptbau steht auf Säulen, die durch eine vergoldete Blumenschnur miteinander verbunden und oben durch das Gebälk, das nach vorne und nach oben ausbiegt (ein auf Fischer Erlach zurückgehendes Motiv) zusammengeschlossen wird. Der Aufsatz mit durchbrochenem Mittelteil zeigt Säulen und Auslaufvoluten.

Tabernakel, Hofgastein Hofer Mutter, Liebfrauenkirche Hochaltar, Liebfrauenkirche Hochaltar, Liebfrauenkirche
Liebfrauenkirche - Bildgalerie - Baugeschichte . . .

Als zentrales Bild steht als Holzbildwerk ein Gnadenbild, eine sitzende hl. Maria mit dem Kinde, bunt gefasst und vergoldet, Mutter und Kind mit Krone, das Kind mit einem Zepter. Die Figur als Hintergrund einen großen goldenen Strahlenkranz auf rotem Tuchuntergrund. Der Hochaltar stammt in dieser Form aus dem Jahre 1739.
Das Thema "Erlösung" gruppiert sich um die Gottesmutter mit dem Kind: prächtiges Mittelstück und Juwel des Hochaltars. Sie ist die Pforte, durch die mit dem Sohn Gottes der Himmel auf die Erde kam - sie hat den Erlöser geboren. Rings um zeigen Engel die Anrufungen aus der Lauritanischen Litanei. Zu ihren Füßen St. Dominikus der eben der hl. Katharina v. Siena gegenüber den Rosenkranz reicht. Links und rechts die beiden Patrone der Erzdiozöse Salzburg St. Rupertus und Virgilius. Auf Konsolen vor den Säulen stehen die Holzbildwerke des hl. Karl Borromäus und des hl. Johann von Nepomuk, zwischen den Säulen auf den Durchgängen die des hl Rupert und Virgil (das Salzfass des ersteren scheint erst später beigegeben worden zu sein und der Heilige dürfte ehemals den hl. Ulrich dargestellt haben). Am Ende der Leuchterstelle befindet sich je ein anbetender Engel, während am Aufsatz die Hl. Dreifaltigkeit, beiderseits Isidor und Notburga zu sehen sind, auf den Voluten aber große Engel, am Rande die hl. Katharina und die hl. Magdalena und ganz oben der hl. Michael. Quelle: S. Hinterseer

Der Altar ist einer der prächtigsten Barockaltäre des Landes und wurde 1738 vom Maler Josef Andrä Eisl von Neumarkt bei Salzburg geliefert. Die Skulpturen stammen vom Bildhauer Paul Mödlhamer.

Die beiden Seitenaltäre stehen an den Ostwänden des Langhauses und sind im Aufbau einander gleich, obwohl sie nicht aus der gleichen Zeit stammen.
Linker Seitenaltar: Die zentralen Bilder zeigen auf Holz in Öl gemalt die Geburt Christi. Dieses Bild stammt von Martin Prugnoller aus Bramberg im Pinzgau. Dieser Strochneraltar, genannt nach der Gewerkenfamilie Strochner wurde am 13. Juli 1748 bewilligt. Die Figuren stammen von Sebastian Eberl. Sie stellen den hl. Augustinus und den hl. Gottfried dar (einen Bischof mit kleinen Löwen in der Hand), am Aufsatz den hl. Georg und den hl. Florian, auf der Bekrönung der Apostel Petrus, beiderseits Engel mit einer Tiara und dreifachem Kreuz und zwei weitere Engel. Das Oberbild stellt den hl. Konrad v. Konstanz dar.
Als Gegenstück zur Schmerzensmutter des rechten Seitenaltares steht vor einem Chronogramm, das die Kirchenrenovierung zeitlich mit dem II. Vatikanischen Konzil in Verbindung bringt, ein eindrucksvolles "Ecce Homo", dessen Meister unbekannt ist.

Liebfrauenkirche, Seitenaltar rechts Hochaltar, Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche, Seitenaltar rechts
Seitenaltar - Bildgalerie - rechts / links

Rechter Seitenaltar: Dieser trägt als zentrales Bild die Anbetung des Kindes durch die Heiligen 3 Könige, bezeichnet mit "M. Pusjäger invententor et pinxit 1716". Das Oberbild stellt die Taufe Christi dar. Die Statuen dieses rechten Seitenaltars zeigen den hl. Paul als Märtyrer (mit Speer und Blitz) und hl. Johannes, Märtyrer (mit Fahne und Schwert), am Aufsatz die hl. Josef und Joachim. Am Aufsatz steht auch Gottvater auf der Weltkugel und zu beiden Seiten befinden sich Engel.

Der Taufstein neben dem linken Seitenaltar, besteht aus einem runden, halbkugelförmigen glatten Becken, einem Monolithen aus Serpentin und einer achtseitigen kielbogigen Holzkuppel mit s-förmigen Akanthusranken. Er stammt aus dem 17. Jh., die dazugehörige Gruppe der Taufe Jesu aber aus dem 18. Jh. - sie wird im Archiv aufbewahrt.

Im Hintergrund der Kirche ruht auf einem stark verschlungenen Netzgewölbe, das sich in drei Arkaden gegen die Kirchenschiffe öffnet, die große Empore, über der seinerzeit, eine zweite gebaut war, die dann abgeschlagen wurde (bis 1829 waren die oberen Emporen noch vorhanden, und die Orgel reichte noch bis in die Mitte der unteren Empore. 1829 wurden die Emporen umgestaltet).
1911 wurde unter Pfarrer Georg Höll eine neue Orgel gebaut, die dann bis in die dreißiger Jahre bestand und in den Jahren 1929/30 vom Orgelbaumeister Hans Mertel aus Salzburg zur heutigen elektrisch-mechanischen Orgel mit zwei Manualen und 26 Registern umgebaut wurde.

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Pfarrkirche - Bildgalerie - Hofgastein

Die Weihbrunnschale in der mittleren Arkade bildet ein geschlungenes, zweifach mit Stab abgekehltes Zwölfeck aus buntscheckigen Marmor als Muschel. Die Schale stammt aus dem Jahre 1520. Die dabei befindliche Serpentinsäule wurde 1868 beim Einschlagen eines Gewölbes im Hause des Riemers Klausner gefunden.

Die Kanzel ist achtseitig, von Pilastern auf verkröpften Konsolen gebildet, die mit Blättern verkleidet sind. Die Statuetten stellen den Guten Hirten und die vier Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes dar. Im Ablauf befindet sich ein Akanthus und ein Ananasapfel. Der Schalldeckel bildet einen Baldachin von Voluten, darauf die auf Wolken von Strahlen umgebenen Gesetzestafeln stehen. Das Gesimse zieren fünf sitzende Putten. Die Kanzel, die auch einen Priesterarm mit Kruzifix zeigt, wurde von Bildhauer Georg Mayr aus Mittersill um 1716 angefertigt.

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Pfarrkirche Hofgastein - Kanzel

Das Hängekruzifix im Mittelschiff unter dem Kirchengewölbe stammt aus dem 17. Jh. und trägt die Initialen seines Stifters Hans Zott (H.Z.1654) und die seines Restaurators Josef Gmainer (J.G.1843). Die Apostelbilder in Mannsgröße, die an den beiden Wandseiten hängen, sind eine Spende Seiner fürstlichen Gnaden in Chiemsee.

Die Kirche enthielt früher mit den zwei Emporen und den zwei Oratorien insgesamt 197 Kirchenstühle, deren Zuteilung an die einzelnen Familien in mehreren, noch vorhandenen "Stuelbüchern" festgehalten ist. 1684 erfolgte die Errichtung eines Opferstöckls bei dem Bilde des hl. Antonius von Padua. Im Jahre 1950 wurde durch Franz Dumm aus Hofgastein auch die Turmuhr einer vollständigen Erneuerung unterzogen, ebenso ein Teil ds Glockenstuhles und schließlich das Turmgitter. 1960 erfolgte die Errichtung eines elektrischen Läutwerkes.

St. Preimskirche

Preimskirche, Bad Gastein Die Preimskirche in Bad Gastein weist in der ältesten Darstellung ein rechteckiges Langhaus und ein spitzgiebeliges Zeltdach auf, mit einem Dachreiter an seiner Nordseite, der einen vierseitigen Spitzhelm trägt. Die Sage von der Entdeckung der heißen Quellen im Jahr 680 bringt diese mit den beiden Heiligen Primus und Felizian in Zusammenhang, die hier als Einsiedler gelebt haben sollen und die auch die Patrone dieser Kirche wurden. Im Volksmunde heißt die Kirche seit je her nur Preimskirche, was die deutsche Übersetzung von Primus ist.

In der Gasteiner Chronik 1540 heißt es: "Anno 696 ist die Khirchen bei dem Pad, so St. Primus genant worden, welche war die erste und die Pfahrkirchen gewesen sein soll, erpaut worden. Die Zall der Taffeln in dem Khar (Chor) soll Ao 1122 in das Khor gesözt sein und von ainem Maister zu Kitzpichl gemacht sein worden; coßt 220 Gulden Rheinisch. Die Tafel ist ano 1522 im Karr (Chor) gefunden."

Urkundlich ist die Preimskirche erstmalig 1333 wie folgt erwähnt: "15 Juni 1333. Die Brüder Thurn geben zur St. Jacobskapelle im Friedhof beim Rupertsmünster zu Salzburg dem Domkapital zur Haltung einer täglichen Messe 7 Pfund 3 Schilling Salzburger Pfennige u. a. auf den Gütern in der Gastein am Berg gegenüber der Pfarrkirche, über 20 Schilling dienend, davon 30 Pfennig nach St. Preims zum Licht."

Das Schicksal der Preimskirche war durch ihr Baugelände bestimmt, das in nächster Nähe der heißen Quellen und einem Steilhange liegt, der von der Ache unterspült und daher dauernden Erdrutschungen preisgegeben ist. So beinhalten die seit dem 17. Jh. auf uns gekommenen Berichte über die Preimskirche vorwiegend Klagen über Baufälligkeit und häufige Reparaturen waren insbesondere im 17. Jh. immer wieder nötig. 1618 beschädigte das Hochwasser die Kirche, die ohnehin schon 1613 Einsturz gefährdet war. In den Jahren 1619 bis 1639 wurde sie von Grund auf neu errichtet, wozu die Handelskassa (Goldbergbau) 1175 Gulden beisteuerte. Erzbischof Paris Lodron, erhob die bis dahin nur als Filialkirche von Hofgastein bestandene Preimskirche 1623 zum Vikariat. Als Seelsorgekirche diente die Preimskirche erst ab 1639.

1718 waren wieder derart große Schäden zu verzeichnen, dass man sich entschloss, die Kirche abzutragen und eine neue zu errichten, was in den Jahren 1720 - 1736 geschah. Die Glocken, eine zu sechs Zentner wurde 1720 neu angeschafft; die zweite zu drei Zentner im Jahr 1842. Nach den neuen Plänen von Oswald Stuehlehner war die Kirche nach Süden gerichtet. An der Nordseite hatte sie statt einen Turm nur einen Dachreiter mit achtseitigem Zwiebelhelm. Sie war mit 2 Glocken ausgestattet.

Das Hochwasser 1789 gefährdete die Kirche abermals (große Sprünge sind aufgetreten, die eigentlich zum neuerlichen Abbruch zwangen). Doch man behalf sich noch siebzig Jahre lang mit Reparaturen und erst 1858 wurde die Kirche abgetragen. Während dieser Zeit wurde der Gottesdienst in die Nikolauskirche verlegt.

Man erwog, die Kirche an anderer Stelle wie etwa auf dem Grundstück neben dem Hotel Bellevue zu errichten, wie Erzherzog Johann vorschlug oder aber auf der Sonnenwende, wie die Gasteiner Bevölkerung es wollte. Fürst Camil Rohan aber, der für die Mittel des Baugeschehens aufzukommen hatte entschied sich wieder für den alten Platz, zumal es ihm gelungen war, die Mitterwirtstaferne zu erwerben und abzubrechen, um so die Baufläche zu verdoppeln. Nach erfolgreicher Sammeltätigkeit des Fürsten Rohan konnte am 14. Feber 1866 die Grundsteinlegung erfolgen. Den Plan für die neugotische, einschiffige, nach Norden ausgerichtete Kirche mit Südturm lieferte der k.k. Bezirksingenieur Pieschel, den Bau führte der Salzburger Baumeister Jacob Ceconi durch. Der Linzer Dombaumeister Friedrich von Schmidt lieferte die Zeichnungen für die Einzelheiten und die Einrichtungen.
Dem Fürsten Rohan wurde in der Preimskirche eine Gedenktafel gewidmet - mit folgender Inschrift . . .

Ihrem Ehrenbürger dem durchlauchtigsten Fürsten
CAMIL ROHAN
Herzog zu Montbazon und Bouillon
Prinz zu Guemenée Rochefort und Montauban
Ritter des goldenen Vliesses etc. etc.
dieser Kirche und Gemeinde treuer Gönner
gewidmet im Jahre 1879 von der dankbaren Gemeinde
B a d g a s t e i n

Die Kirchenweihe konnte nach 10-jähriger Bautätigkeit am 27. November 1876 stattfinden; an diesem Tage endeten die täglichen Gottesdienste in der Nikolauskirche. Die von der Bevölkerung Bad Gasteins gespendeten Kirchenglocken fielen im Jahre 1916 dem Krieg zum Opfer. Bei der letzten Restaurierung wurde der alte Hochaltar entfernt und durch einen neuen, prachtvollen Hochaltar, des Professors Jakob Adlhart aus Hallein ersetzt, mit der gotischen Madonna (um 1430). Die Kanzel aus Eiche, das Kommuniongitter, die Kreuzigungsgruppe im Altarraum und die vierzehn Kreuzwegstationen blieben.

Preimskirche, Hochaltar Preimskirche, Hochaltar Preimskirche, Bad Gastein Madonna, Preimskirche in Bad Gastein
Preimskirche - Bildgalerie - Baugeschichte . . .

Nikolauskirche

Nikolauskirche, Bad Gastein Die Nikolauskirche in Bad Gastein gilt als das älteste Baudenkmal des Gasteinertales, da sie sich in nahezu unveränderter Form bis heute erhalten hat. Sie liegt an der Badbergstraße am Nordende des alten Dorfes Wildbad Gastein. Hier führte einst die bis 1554 Poststraße war. Charakteristisch der weit hin sichtbare steile, spitze Turmhelm. Umgeben ist die Kirche von einem alten Friedhof.

Das Baujahr 1389 dieser Kirche ist uns durch die "Gasteinerische Chronica 1540" wie folgt überliefert: "Nachfolgendes ann 1389 ist St.Nicolaus-Kürchen und die Pfarrkürchen erpaut aud auferhebt, die Tafel im Chor ist auch bis man zu Hof die Kürchen bepaut, gesetzt von Salzburg gebracht, kost 105 fl Rheinisch Münz."
Erstmalig ist sie urkundlich im Jahre 1412 wie folgt genannt (Urkunde Museum, Salzburg): "Hans Ramseyd, Pfleger zu Lichtenberg, schenkt im Jahr 1412 zwo Mülen an der Ketschach den drey Gozhäußern zu Hof, St. Primus und St. Niklas." Die Tatsache, dass Nordtürme nach 1400 kaum mehr gebaut wurden, sowie das Auffinden eines Sakramentshäuschens auf der Evangelienseite der Presbyteriumswand anlässlich der Restaurierungsarbeiten 1951, die in dieser Form nur vor 1400 errichtet wurden, sprechen dafür, dass die Kirche vor dem Jahr 1400 entstanden ist.

Der Grundriss der Nikolauskirche ist quadratisch. Das Langhaus wird durch eine mächtige runde steinerne Mittelsäule gestützt. Sie ist Hauptträger der ganzen Deckenkonstruktion. Im Osten ist - etwas schmäler - an das quadratische Schiff, drei Stufen höher, der Chor mit spitzbogigem Rippengewölbe und dreiachtelseitigem Schluss angebaut. Die Rippen wachsen aus Diensten die mit Nischen in achteckiger Konsole und einfachem Baldachin unterbrochen sind; in diesen Nischen stehen Heiligenfiguren. Während sich an der Südseite sechs rundbogige Nischen mit Sitzbänken befinden, ist die Nordseite durch eine Türe durchbrochen, die in die Sakristei führt, welche sich im untersten Geschosse des Turmes befindet. Der untergliederte Turm ist an der Nordseite des Chores angebaut. Im Norden und Süden weist er Biforenfenster auf, während sich an der Ost- und Westseite schmale, rundbogige Fenster befinden. Der hohe, achtseitige, mit Holzschindeln bedeckte Spitzhelm des Turmes verleiht der Kirche ihr typisches Gepräge. Die Glocke der Kirche trägt die Inschrift: "Gottes Wort bleibt ebig", gegossen Georg Achtaller 1564. In beiden Weltkriegen, als die Glocken der Preimskirche eingeschmolzen wurden, wanderte die Nikolausglocke auf den Preimsturm, um dort den Dienst der Pfarrkirchenglocke zu versehen (1616 - 1624 und 1942 - 1950).

Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche, Tor Nikolauskirche, Bad Gastein
Nikolauskirche - Bad Gastein

Zwei Türen führen in das Innere der Kirche. Im Norden ein rundbogiges, zum Rechteck geschlossenen Tor mit Eckkonsolen, gerahmt von einem rechteckigen Gesims; im Süden ein rundbogiges Tor mit drei Kehlen und Stäben. Eine Besonderheit dieser Kirche stellt die im Niveau des Altarraumes nur um eine Stufe erhöhte Steinkanzel ist die älteste im Land Salzburg. Diese gemauerte Steinkanzel besteht aus drei Achteckseiten, von welchem zwei mit vorgeblendetem gotischen Maßwerk geschmückt sind, während die dritte den Grabstein von Jörg Framinger enthält (Besitzer des Grabenwirtshauses, erhielt 1475 einen Wappenbrief).

Nikolauskirche, Bad Gastein Steinkanzel, Nikolauskirche Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche, Tabernakel
Nikolauskirche - Steinkanzel - Epitaphien

Von den ursprünglich gotischen Altären bestehen heute nur mehr die gemauerten gotischen Altartische (Mensen), die mit einer großen Platte aus heimischem Naturstein abgedeckt sind. Die gotischen Altaraufbauten fielen der Barockisierung zum Opfer. Im Jahre 1755 entstand der von einem unbekannten Meister angefertigte Hochaltar. Das Altarbild zeigt den Hl. Nikolaus mit beiderseits zwei Holzplastiken - den Hl. Martin und den Hl. Ulrich. Auch die gotischen Seitenaltäre sind verschwunden und wurden durch Barocke ersetzt.

hl. Sebastian in der Nikolauskirche Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche Christus am Kreuze
Nikolauskirche - Bildgalerie - Seitenaltäre . . .

Der jetzige rechte (südliche) barocke Seitenaltar zeigt zwei kniende Trachtenfiguren (betender Mann und Frau) mit folgendem Schriftinhalt: "Als dem allerhöchsten und allmächtigsten Gott und der werten Mutter Gottes Maria wie auch dem Heiligen Sebastian zu Ehren hat die tugendsame Witfrau Katharin Hoferin Gastgebin allhie bei dem Mitterpad diesen Altar zu ihrer und ihres Hauswirts Hannsen Hofers seligen geistlichen Hilf, Trost und christlichen Andenkens hiero aufrichten und machen lassen 1652 Jahr." Das Altarbild zeigt den Hl. Sebastian am Marterpfahle vor einer Phantasielandschaft.
Der linke (nördliche) Seitenaltar erinnert an die Zeit des Goldbergbaues, was aus folgender Inschrift hervorgeht:
"Dem unschuldigen bitteren Leiden und Sterben unseres lieben Herrn Jesu Christi zu Ehren und Gedächtnis hat ein ganz ehrsamer Perckwerchs Bruderschaft der Rathäuser Pergs allhie in Gastein mit Consens deren Perckwerchs Obmann und Herrn Perckrichters diesen Altar hiehero machen und aufrichten lassen im 1959 Jahr." Zu beiden Seiten der Inschrift knien Bergleute mit dem ledernen Rutschtuch am Gesäß, eine Darstellung, die auch am Deckengemälde der Kirche zu Böckstein zu sehen ist. Das Altarbild stellt Christus am Kreuze zwischen Maria und Johannes dar; darunter ein Schildchen mit dem Bergwerkszeichen und der Inschrift: "stehet auf ir toten und gehet vor Gericht."

Die Altäre ähneln sehr denjenigen von Dorfgastein und dürften daher auch vom Maler Georg Haim und einem Tischler aus Hofgastein stammen. Die beiden Seitenaltäre standen früher parallel zum Hochaltar an den schmalen Mauern links der zum Hochaltar führenden Stufen und rechts der Kanzel. Anlässlich einer Renovierung des Kircheninneren wurden im Jahre 1893 die Fresken aufgedeckt.

Der Zustand der Nikolauskirche noch vor Entdeckung der Fresken war wohl schlecht. Ein besonderer Eingriff, der sich auf das Gesamtbild schwerwiegend auswirkte, war die Entfernung der ursprünglich gotischen Spitzbogenfenster durch rechteckige Abmauerung der Fenster. Schon auf Bildern der Kirche um 1840 sind diese stilwidrigen Fenster anzutreffen. Die alte Fensterform an der Außenfassade wurde um ca. 1915 wieder hergestellt. Vorübergehend war in der Kirche auch eine hölzerne Sängerempore eingebaut, welche die tragende Hauptsäule einschloss und daher das gesamte architektonische Bild der Kirche zerstörte. Sie dürfte in der Zeit um 1858 entstanden sein, als die Nikolauskirche als Pfarrkirche verwendet wurde, da die Preimskirche wegen Baufälligkeit behördlich gesperrt und abgetragen worden war (bis 1876).

Nikolauskirche, Bad Gastein Fresko, Nikolauskirche Nikolauskirche, Bad Gastein Pieta, Nikolauskirche
Nikolauskirche - Epitaphien - und Kriegerdenkmal mit Pieta

Die damals großzügige Renovierung war sehr unglücklich. Die Fresken waren übertüncht, zerkratzt und aufgeraut - zum Teil sogar abgeschabt, die Wände und die Gewölbefenster wurden mit Kalkbrühe gefärbelt. So war der Zustand der Kirche im Jahre 1950 bis Dr. Walliser, Restaurator im Bundesdenkmalamt in Wien und Spezialist für die Restaurierung gotischer Fresken in den Jahren 1950 - 1952 die Renovierung übernahm.

Die Fresken beinhalten folgende Themen: Erlösung und letztes Gericht (Kirchenraum rechts) - Die Liebe Christi geoffenbart in seinem Erlöserleiden (Leidensbilder nach ihrem historischen Ablauf abgebildet im Kirchenraum links). Im Altarraum links ist das Mannawunder als alttestamentarisches Vorbild des hl. Sakramentes und die Schutzmantelmadonna abgebildet, im Altarraum rechts die Legenden des Kirchenpatrons. Rechts im Kirchenraum (1517): Die Wurzel Jesse.

Fresko, Nikolauskirche Nikolauskirche, Kanzel Fresko, Bad Gastein Fresko, Nikolauskirche
Nikolauskirche - Freskenreihe - Bad Gastein

Beim Abtragen des linken Seitenaltars fand man hinter dem Aufbau das Fresko "Christus am Ölberg", welches seinerzeit, da es vom Altaraufbau verdeckt war, teilweise der Übermalung entgangen war und daher in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist. Daraus kann mit Sicherheit angenommen werden, dass die Übermalung der Fresken nicht der Barockisierung angelastet werden darf, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt geschah. Die Seitenaltäre wurden darauf unter die seitlichen Fenster gestellt, um so die Fresken frei sichtbar zu halten. Dasselbe geschah mit dem rechten Seitenaltar, wodurch nun auch die Steinkanzel voll zur Wirkung kommt. Die Pieta bildet heute den Mittelpunkt, als Teil des Kriegerdenkmales.

"Maria von dem guten Rat"

Kirche, Böckstein Die Barockkirche - Maria von dem guten Rat - liegt auf einem Hügel am südlichen Talschluss in Böckstein und ist Teil der Montansiedlung. Erzbischof Sigismund Graf von Schrattenbach war 1759 zur Kur in Gastein und entschied, sich "auf der Passau", die frühere Bezeichnung dieses Ortsteil von Böckstein ein Haus zu erbauen. Berghauptmann Anselm Lürzer von Zehenthal aber erwirkte vom Erzbischof, in Böckstein eine eigene Kirche mit einem Vikariat zu errichten, um den Knappen den langen Kirchweg nach Bad Gastein zu ersparen. Der Erzbischof kaufte daraufhin die notwendigen Grundstücke, um den Kirchenbau zu ermöglichen. Am 26. Juli 1767 fand die Kirchenweihe durch den Erzbischof selbst statt.

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Hochaltar - Bildgalerie - Maria von dem guten Rat

Den Bau führte Maurermeister Christian Glaner aus Werfen durch, unter der Aufsicht des hochfürstlichen Bauverwalters Wolfgang Hagenauer, der den Plan entwarf. Der Hochaltar, der unter Leitung des Hofstatuarius Johann Hagenauer ausgeführt wurde, und die Kanzel wurden im Jänner 1766 von Salzburg hereingebracht und von Weiß alabasterartig gefasst. Johann Hagenauer machte auch die dazugehörigen Leuchter und Buschkrüge.
Die Pfarrchronik berichtet über den Kirchenbau wie folgt (entnommen dem Buch - Die Baudenkmäler von Bad Gastein, von Heinrich Zimburg): "Den 18. Juli 1764 wurde der erste Stein gelegt und sodann der Kirchenbau solchergestalt fortgesetzt, sodaß man noch selbiges Jahr unter das Gewölb gebracht. Anno 1765 Gewölbt, den Dachstuhl aufgesetzt samt dem Kugelturm, meistens gedeckt, in- und auswendig verputzt und das Gewölb ausgemalt mit der wunderbaren Übersetzung Maria von dem guten Rat nach "Lömözzönö" (richtig Genazzano!). Die Kirche wurde "Maria von dem guten Rate" geweiht, weshalb ein selbiges Bildnis von Maria Rosa Hagenauerin, Hofstatuarien Gemahl, bestellt und ein Altar in Salzburg verfrachtet, welcher zu Anfang des 1766 Jahres auf Schlitten in die Pöckh mit 13 Pferden überbracht und alsogleich samt dem vorgemeldeten nunmehr gnadenreichen Bildnis Maria von dem guten Rat aufgerichtet worden ist. In der Fasten die Fassung aus Alabasterart angefangen und des Monats März ist auch die schön gemachte Kanzel von Salzburg überkommen. Um die heiligen Pfingsten war alles fix und fertig."
Am 1 .Dezember 1766 schenkt Erzbischof Siegmund der "Hagenauerin" (Rosa Hagenauer, geborene Barduzzi aus Florenz, seit 26. November 1964 mit Johann Hagenhauer verheiratet), "wegen des U. L. Frauenbildes vom guten Rath zum Altar in der Böckstein" aus seiner Schatulle 60 Gulden. Weiß, fasste auch den Hochaltar und die Kanzel.

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Kanzel - Bildgalerie - Barockkirche

Das Kuppelfresko wurde 1756 von Johann Weihs, dem Freskomaler von Augsburg gemalt. Gegenstand der Darstellung sollte die Ursprungsgeschichte des Gnadenbildes Maria von dem guten Rat (von Genazzano) sein.
Dabei sollte, "da die Kirche hauptsächlich von dem hochfürstlichen Bergwerkshandel erbaut und zu Nutzen der Bergwerksgesellschaft unterhalten wird, an einem bequemen Ort etwas bergmännisches einverleibt werden; man glaubte dahero, es würde nicht gar übel in das Auge fallen, noch zu dem übrigen gar unreimlich sein, wenn ein Berg mit etwelchen Stollen und ein so andere dabey knienden Knappen mit erhobenen und zusammengeschlagenen Händen zu dem in der Höhe schwebenden Marienbild ruhend und bittend entworfen würden. Am Ende ist vorbemelter Maler nochmals zu erinnern, daß er bei gelegener Zeit die Pecksteinische Gegend mit ihm allschon mündlich verabgeredetermaßen nebst dem Wildbad, jedoch jedes in das besondere, aber beide von gleicher Größe abzeichnen solle." (Diese Bilder sind leider verschollen).

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Sakrale Kunst - Bildgalerie - Barockkirche in Böckstein

Die Glocken lieferte Karl Wolfgang Gugg, bgl. Hofglockengießer in Salzburg, die Kirchenuhr wurde 1767 von Anton Kreitl, Großuhrmacher von Niederhart aus dem Zillertal bereitgestellt. Johann Egger, Tischlermeister in Gastein, machte die Sakristeikästen, das Speisgatter und die Kirchen- und Vesperstühle. Die Leuchter für die Totenbahre und Totenköpfe machte Johann Hagenauer 1767. Die "Wäschwerksverwandten" ließen auf eigene Kosten "in das neue herunter der Hauptkirchen stehende Capellel" eine Statue des schmerzhaften Heilandes machen und die "salzburgische Soldatesca" war willens, eine Kriegsfahne aus dem Preußenkrieg nach Böckstein zu opfern.

Nach und nach wurde das Kircheninventar vervollständigt. So spendete der Erzbischof 1769 einen Ornat und einen zweiten Kelch, Christian Grießenböck machte eine Weihnachtskrippe.
Im Jahre 1776 macht der Tischler Leopold Hacksteiner in Rauris Risse zu Seitenaltären. Auch Hagenauer machte solche und beurteilte die Hacksteinerischen, "die dennoch einige Gutsprecher erhalten haben, welche in dieser Kunst und Geschmack zu wenig überleget, zumahlen selbe meistentheils einen Zusammenhang sogenannter Augsburger Muscheln und Schnörkeln ausmachen, welche ohne Kunst und Regeln sind. Auch ist im ganzen Kirchengebäude kein solcher Teil findig oder angebracht worden." Die Altäre waren aber mittlerweile schon aufgestellt worden und Hagenauer beantragte sie wieder wegschaffen zu lassen, da die Pläne ohne Bewilligung des Konsistoriums ausgeführt wurden, und die Gutsprecher mit den Kosten zu beladen. Schließlich erging aber doch am 21. Juli 1777 der Befehl, die Seitenaltäre dem Hochaltar gleich fassen zu lassen.

Im Jahre 1890 wurde die Kirche durch Graf Czernin restauriert, woran die beiden - Wappentafeln - im Vorderraume der Kirche erinnern. Unter Pfarrer August Schreilechner konnte in den Jahren 1951 - 1954 die Kirche generalüberholt und der Hochaltar von manchem störenden Beiwerk befreit werden. Pfarrer Franz Lindner ließ 1962-63 die Grundmauern der Kirche, welche durch Grundfeuchtigkeit sehr gelitten haben, trocken legen und sicherte so den Weiterbestand dieses schönen Barockbaues. Eine neuerliche Außen- und Innenrenovierung wurde 1975/77 durchgeführt; die letzte große Renovierung erfolgte 1995. Dabei wurde die 1895 von der bekannten Salzburger Orgelwerkstatt Albert Mauracher erbaute Orgel, wegen der inzwischen eingetretenen Mängel vom Salzburger Orgelbaumeister Fritz Mertel saniert.

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Taufbrunnen - Orgel

"St. Ruprechtskirche"

Kirchturm, Dorfgastein Im Jahre 1947 erfolgte eine umfassende Renovierung. Der Altarraum weist mit seinem einfachen frühgotischen Maßwerk und mit den Spitzbogenfenstern, die den Hochaltar umrahmen, eine formvollendete Schönheit auf. Die Seitenwände der Kirche wurden erst in späterer Zeit durch spitzbogige, viereckige und kreisrunde Fenster unterbrochen. Die Sakristeitür rechts ist halbrund. Die Strebepfeiler in den Ecken des Langhauses zeigen an der Ost- und Westseite starke Stützpfeiler. Die Bodenplatten stammen aus der Bad Gasteiner "Primus-und-Felizian-Kirche", der sogenannten "Preimbskirche", die 1857 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt worden ist. Die das ganze erste Joch einnehmende Holzempore ist mit Apostelbildern (in Öl auf Leinwand gemalt) geschmückt. Die Empore wurde von dem Gasteiner Tischler Wolf Hofer gebaut.
Sebastian Hinterseer berichtet weiter in seinem "Heimatbuch Dorfgastein": Selbstverständlich erfolgten im Laufe der Zeiten immer wieder Reparaturen verschiedenster Art. Im Jahre 1616 wurden die beiden Turmstützpfeiler aufgerichtet und der Turm selbst "einer Verbesserung" unterzogen. Die Stützpfeiler wurden dann 1797 erneuert. Im Jahre 1668 stellte man "ohne vorangehende Bewilligung" zwei barocke Seitenaltäre auf. Im gleichen Jahr und dann noch einmal in den Jahren 1794,1802 und 1806 wurde das schadhaft gewordene Kirchendach erneuert. Am 27. Jänner 1787 wurde auch die Reparatur und "die dauerhafte Wiederherstellung der daselbigen Thurmuhr" bewilligt. Am 28. Februar 1791 bewilligte das Salzburger Konsistorium die Reparatur "des infolge Verfaulung des Spindlbaumes zum Herabfallen geneigten Thurmkreuzes und die Neuvergoldung des Hahnes auf dem Thurm".

Der Hauptaltar mit ursprünglich eine frühgotischen Bauformen Im Jahre 1754 wurde ein vollständig neuer Hochaltar aufgebaut, wie aus einem Bericht von der Kirchenrenovierung von 1899 hervorgeht. Es heißt darin, "dass an Stelle des alten, schweren und großen Hochaltars von 1754 ein der neuen Bauart entsprechender Hochaltar aufgerichtet worden ist", aus Holz gebaut und mit Statuen versehen, die von einem gewissen Josef Bachlechner stammen. Der damalige Weihbischof, Dr. Katschthaler, weihte diesen neugotischen Altar am 21. Juni 1899.
Sebastian Hinterseer berichtet weiter: Im Jahre 1952 wurden bei Innenumbauten Teile des neugotischen (pseudogotischen) Hochaltars von 1899 entfernt und ein schlichter Renaissance-Altar aufgestellt Die beiden Statuen links und rechts stellen den hl. Rupertus und den hl. Virgilius dar. Die vier barocken Statuen (der hl. Sebastian, die hl. Barbara, die hl. Elisabeth und der hl. Rochus aus dem 17. und 18. Jahrhundert) stehen stufenförmig um die zentrale Madonnengestalt. Vier barockgerahmte Tafeln von 1740, dieEvangelisten darstellend, unterbrechen mit den Leuchtern die vordere Altarfront.

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Hauptaltar-Raum

Die beiden barocken Seitenaltäre mit der "Kreuzabnahme" und dem "Kreuzestod Christi" als Altarbilder stammen aus dem Jahre 1668. In ihrem Aufbau sind die beiden Seitenaltäre gleich. Man hatte sie aus Holz geschaffen und braun marmoriert. Sie besitzen eine holzbekleidete Mensa (die allerdings erst im 19. Jahrhundert in dieser Form aufgesetzt wurde) und eine niedrige Predella. Neben dem rechteckigen Altarbild sind sie mit je einer Säule mit vergoldetem Komporitkapitell versehen. Beide Altäre und Altarbilder sind tatsächlich im Jahre 1669 von dem Tischler Michael Pruest und dem Maler Georg Haim aus Hofgastein geliefert worden.
Die Orgel ist neugotisch gestaltet und stammt angeblich aus Goldegg. Sie wurde am 10. November 1812 von dem Orgelbaumeister Mauracher in Salzburg gebaut, eingeweiht und im September d. J. aufgestellt. Vom 1. Oktober 1802 wird von einem Diebstahl von einigen größeren und kleineren Orgelpfeifen berichtet. Von den ältesten Orgeleinrichtungen aber fehlt jede Nachricht.
Der neue Taufstein kam 1959 zur Aufstellung. Der Steinteil desselben wurde von der Familie Lippitz gestiftet, der Deckel von dem damals in Dorfgastein tätigen Arzt Dr. Wilhelm Netzer.

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Seitenaltäre . Empore mit Orgel

Evangelische Heilskirchen

Bad Hofgastein

Der Ausbau des Kurortes Bad Hofgastein brachte auch eine rapid ansteigende Zahl von evang. Gottesbesuchern mit sich, was einen Kirchenbau im Ort sinnvoll erscheinen ließ. Subventionszusagen gab es von fast allen Deutschen Landeskirchen. Ein Jahr nach der Schaffung einer Pfarrstelle in Bad Gastein konnte dann auch mit der Errichtung der Kirche in Bad Hofgastein begonnen werden. Die Marktgemeinde Bad Hofgastein stellte dafür ein 1000 m2 großes Grundstück zur Verfügung. Am 11. Juli 1959 fand die Grundsteinlegung statt. Der Bau, nach Plänen von Architekt Dipl. Ing. Kurt Glondys entworfen, wurde von Baumeister Pokorny ausgeführt und 1960 vollendet. Mit der Empore konnten insgesamt 300 Sitzplätze geschaffen werden.

Der Altar und die Kanzel, von der Fa. Benno Steller aus Linz ausgeführt sind aus Serpentin, gespendet von Frau Helene Eberspächer aus Stuttgart. Das Taufbecken aus Gasteiner Serpentin ist eine Spende des Baumeisters im Gedenken an seinen Vater. Die Gedenktafel wurde von der Fa. Steller, Linz, gestiftet. Die Altarleuchter sind ein Werk des Salzburger Bildhauers Prof. Resatz, und das Tauffenster wurde von der Künstlerin Rositta Magnus, Salzburg entworfen.

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Evangelische Kirche - Bildgalerie - Altar-, Tauffenster . . .

Die neue Glocke - eine Spende von Frau Else Bacher in Bad Hofgastein wurde am 24. März 1962 von Herrn Superintendent Mensing-Braun aus Linz feierlich eingeweiht. Sie trägt die Inschrift: "Gottes Wort bleipt ebig". Im Gedenken an die Reformationsglocke der Nikolauskirche, gegossen von Georg Achtaller 1564, neu gegossen durch Franz Oberascher 1961 für die Evang. Heilskirchen in Bad Hofgastein.
Im Jahr darauf wurden die Altarfenster farbverglast. Nach einem Entwurf der Salzburger Bildhauerin Erli Beutel-Windischbauer wurden sie in Betonglas gegossen. Sie stellen rechts die "alte Schöpfung" mit dem stilisierten Lebensbaum und Sonne dar und links die "neue Schöpfung" aus dem Kreuz.
Die Orgel ist ein Meisterwerk des Orgelbauers Hermann Oettl aus Salzburg, auf engstem Raum mit 12 Register auf 2 Manualen und einem Pedal, nach den Plänen von Prof. Högner, Landesmusikdirektor aus Bayern mit mechanischer Traktur erbaut.
Da der Dachreiter-Turm ein Glockengeläute nicht aushielt, wurde im Jahr 1969 ein neuer Glockenturm mit Hilfe einer Subvention der Salzburger Landesregierung und namhaften Spenden von Kurgästen errichtet.
In der Festschrift zur Einweihung von Pfarrer Lebouton heißt es: "Das Gedenken an die vertriebenen Protestanten spannt einen Bogen der Gemeinschaft über die Jahrhunderte hinweg zu den Menschen, die wegen ihres Bekenntnisses Land und oft auch Leben lassen mussten. Es ist - Gott sei Dank - eine vergangene Zeit, da Christen ihren Glaubensbrüdern um Lehrauslegungen willen solches Leid zugefügt haben. Heute wissen wir allenthalben um die Verbundenheit in Christus auch über verschiedene Bekenntnisse hinweg. Das darf uns aber nicht hindern, den Menschen ein ehrendes Gedenken zu bewahren, die Glaubensmut und Bekenntnistreue bewiesen haben."
Darum wurde im Rahmen der Einweihung eine Gedenktafel enthüllt, die folgenden Wortlaut trägt: EVANGELISCHE HEILSKIRCHE eingeweiht am 25. Juni 1960 im Gedenken an Martin Lodinger und die vertriebenen Gasteiner Protestanten der Jahre 1525 - 1732

Christophoruskapelle . Bad Gastein
Im Jahre 1867 hatten einige ständige Kurgäste in vornehmen Kreisen den Plan gefasst, in Bad Gastein ein evangelisches Gotteshaus zu schaffen. Gräfin Lehndorf, geborene Gräfin Hahn, Gattin des Generaladjutanten Kaiser Wilhelms I., ermöglichte den Bau einer Kapelle in Bad Gastein, indem sie den Bauplatz gegenüber der Villa Solitude für die Errichtung einer Kapelle schenkte. Staatsminister a. D. von Mühler, übernahm die Organisation eines Fonds. Die unermüdliche Spenderin und Sammlerin war dabei Frl. Laura Heye, eine reiche Kaufmannstochter aus Bremen, die persönlich 5000 Taler spendete und weitere viele tausend Taler aus Spenden anderer Privatpersonen und Institutionen aufbrachte. Als einziger Österreicher beteiligte sich Dr. Pröll, Kurarzt von Bad Gastein an der Sammlung. Durch dessen Frau - eine Holländerin - wurde der Grundstock zur ersten evangelischen Familie in Bad Gastein gelegt. In Zusammenarbeit mit Herrn und Frau Mühler eröffnete Frl. Heye den Weg zu Kaiser Wilhelm I., der das Patronat über die Kirche in Bad Gastein übernahm und ihr den Namen Christophoruskapelle gab.
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Christophoruskapelle - Bildgalerie - Bad Gastein . . .

Im April 1868 wurde mit der Sprengung der Felsen begonnen; am 19. Juli fand die Grundsteinlegung durch Pastor Hävelke aus Danzig statt. Der Bau der Kirche wurde von den Baumeistern Ceconi in Salzburg und Pescol in Schladming ausgeführt.

Die Kapelle ist nach einem von dem Geheimen Oberbaurat Salzenberg in Berlin entworfenen, vom Kaiser gebilligten Plan im neugotischen Stil erbaut. Die Grundform der Kirche ist die eines griechischen Kreuzes. Der Altar aus erzgebirgischen Serpentin stamm aus der Fabrik von Warmer in Berlin. Die gemalten Fenster sind im Königlichen Institut für Glasmalerei in Berlin hergestellt. Die Orgel mit zwei Manualen und 16 Register hat die Firma Mauracher in Salzburg gebaut. 1928 erhielt sie den elektrischen Antrieb. Schlosser Christ in Böckstein hat die Opferstöcke geliefert.
In den Jahren 1955- 1958 wurde die Kirche gründlich renoviert, neu ausgemalt, zusätzliche Heizkörper aufgestellt, Steinboden aus Sollnhofer und Juramarmor von der Steinmetzfirma Benno Steller in Linz verlegt, der auch den Kirchenvorplatz neu gestaltete. Die Mittel dazu kamen vom "Kirchlichen Außenamt der EKD", vom "Gustav-Adolf-Werk", dem "Lutherischen Weltbund" und anderen Spendern.

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Quellen: Die Informationen wurden zum Teil unverändert dem Buch: "Die Baudenkmäler von Bad Gastein" von Heinrich Zimburg, 1978 - "Gastein und seine Geschichte" von S.Hinterseer/Lorenz Krisch - "Die Lutherischen in Gastein" von Ekkehart Lebouton, 1981 - entnommen.

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© 3.4.2008 by Anton Ernst Lafenthaler
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