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EH - Gasteinertal/Menschenwerke: Fresken und sakrale Bilder
Gasteinertal, Menschenwerke Menschenwerke
Menschenwerke

Menschenwerke . Gasteinertal

Sakrale Kunst

Das vordere Gasteinertal wurde, so kann urkundlich nachgewiesen werden bereits um 1100 besiedelt. Zu dieser Zeit waren die Landkirchen fast überall noch Eigentum ihrer geistlichen oder weltlichen Gründer. Im Jahre 1219 überließ Erzbischof Eberhard II. seinen geliebten Brüdern, den Kanonikern der Salzburger Erzkirche das "Gozhaws zu Gastune" zum ewigen Besitze. Erst 1228 aber kommt Gastein nach einem längeren Streite mit den Bayernherzögen, die infolge ihrer Verwandtschaft mit den Peilsteinern Anspruch erhoben, wie Sebastian Hinterseer in seinem Buch "Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins" schreibt, wirklich an den Salzburger Erzbischof.

Liebfrauenkirche zu Hof

Liebfrauenkirche, Bad Hofgastein Der heutige Hochaltar, entworfen von Fischer v. Erlach, ausgeführt von den Schülern des Mondseer Meisters Meinrad Guggenbichler (Josef Eisl und Paul Mödlhammer), ist eine bildgewordene Darstellung katholischer Glaubenslehre.

Als zentrales Bild steht als Holzbildwerk ein Gnadenbild, eine sitzende hl. Maria mit dem Kinde. Die Figur zeigt als Hintergrund einen großen goldenen Strahlenkranz auf rotem Tuchuntergrund. Der Hochaltar stammt in dieser Form aus dem Jahre 1739. Das Muttergottesbild aber - die Hofer-Mutter, welche als eine der kostbarsten Kunstschätze des Tales gilt, stammt aus der Zeit um 500 und ist ein Meisterwerk der Spätgotik, wahrscheinlich der Pacherschen Schule. Der Name des Meisters ist leider nicht überliefert.
Um die Gottesmutter mit dem Kind gruppiert sich das Thema Erlösung. Sie ist die Pforte, durch die mit dem Sohn Gottes der Himmel auf die Erde kam - sie hat den Erlöser geboren. Rings um zeigen Engel die Anrufungen aus der Lauritanischen Litanei. Zu ihren Füßen St. Dominikus; er reicht eben der hl. Katharina v. Siena den Rosenkranz. Links und rechts die beiden Patrone der Erzdiozöse Salzburg St. Rupertus und Virgilius. Außen Johannes von Nepomuk als Patron des Beichtgeheimnisses und der gesamten Kirche in den Konzilien Karl Borromäus.
Im oberen Mittelfeld lichtumstrahlt die Hlst. Dreifaltigkeit: Gott Vater mit der Weltkugel, Gott Sohn mit dem Kreuz und der Hl. Geist. Zu Mitarbeitern am Schöpfungswerk Gottes sind die Engel und Menschen berufen. Helfer und Schutzpatrone der Menschen sind die Heiligen: Isidor und Notburga, Katharina v. Alexandrien und die Hl. Barbara.

Heiligenfigur, Liebfrauenkirche, Hochaltar links Liebfrauenkirche, Madonna am Hochaltar/Hofer Mutter Liebfrauenkirche, Dreifaltigkeit Hofer Mutter, Liebfrauenkirche Heiligenfigur, Liebfrauenkirche, Hochaltar rechts
Liebfrauenkirche - Bildgalerie - Hochaltar

Das zentrale Bild im linken Seitenaltar zeigt die Geburt Jesu und stammt von Martin Prugnoller aus Bramberg. Die im Vordergrund dieses Gemäldes mit einem Säugling im Arm abgebildete Frauengestalt bezieht sich auf die Sage, dass die Gemahlin des Pflegers Hans Strochner in der darunter liegenden Gruft in hochschwangerem Zustande scheintot begraben liegt, während der Geburtswehen aber wieder zum Leben erweckt und durch das "Lautgeben" eines Hundes gerettet werden konnte.
Das Oberbild stellt den Hl. Konrad vom Bodensee dar. Die Figuren (von Sebastian Eberl) zeigen die Heiligen Augustinus und Gottfried, am Aufsatz den heiligen Georg und den Hl. Florian, in der Mitte oben den Hl. Petrus.
Als Gegenstück zur Schmerzensmutter des rechten Seitenaltares steht vor einem Chronogramm, dass die Kirchenrenovierung zeitlich mit dem II. Vatikanischen Konzil in Verbindung bringt, ein eindrucksvolles "Ecce Homo", dessen Meister unbekannt ist.

Schmerzensmann Geburt Christi, Liebfrauenkirche Liebfrauenkirche, Seitenaltar links Seitenaltar links, Oberbild Augustinus, Liebfrauenkirche, Strochneraltar Godefrid, Liebfrauenkirche, Strochneraltar
Seitenaltar - Bildgalerie - links (Strochneraltar)

Der rechte Seitenaltar zeigt als zentrales Bild die Anbetung des Kindes durch die Heiligen 3 Könige. Das Oberbild stellt die Taufe Christi dar. Die Statuen zeigen den hl. Paul als Märtyrer (mit Speer und Blitz) und den hl. Johannes, Märtyrer (mit Fahne und Schwert), am Aufsatz die heiligen Josef und Joachim und Gottvater auf der Weltkugel.
Die Meister waren Bildhauer Georg Mayr von Mittersill und Fasser Martin Prognoller (oder Prugmöller) aus Bramberg/Pinzgau. Die Blätter sind von dem Loth-Schüler Martin Pusjäger aus Bozen und zeigen einen entsprechenden venezianischen Einschlag. Die Skulpturen des rechten Seitenaltares stammen vom Halleiner Bildhauer Johann Georg Mohr.

Liebfrauenkirche, Taufe Christi/Oberbild Liebfrauenkirche, Seitenaltar rechts Anbetung Johannes, Liebfrauenkirche, Seitenaltar rechts Paulus, Liebfrauenkirche, Seitenaltar rechts Liebfrauenkirche, Schmerzensmutter
Seitenaltar - Bildgalerie - rechts

Die Statuetten der Kanzel stellen den Guten Hirten und die vier Evangelisten dar. Die Kanzel, die auch einen Priesterarm mit Kruzifix zeigt, wurde von Bildhauer Georg Mayr aus Mittersill um 1716 angefertigt.

Kanzel, Liebfrauenkirche Kanzel, Liebfrauenkirche Kanzel, Guter Hirt
Liebfrauenkirche - Bildgalerie - Kanzel

Die Apostelbilder in Mannsgröße, die an den beiden Wandseiten hängen, sind eine Spende Seiner fürstlichen Gnaden in Chiemsee. Sie haben laut Archivaufzeichnungen einen Rahmenhöhe von "7 Schuech und 4 Zahl und eine Braithe von 3 Schuech 10 Zahl " und sind nach Abbruch der "vorragenden ohnförmlichen Emporkirche " im Juni 1758 in Hofgastein eingetroffen und hier "der Reih nach richtig " aufgehängt worden. Von wem die Bilder stammen und geschaffen wurden, ist nicht bekannt. Die Darstellung von Dr. Franz Martin, der sie dem Maler Wilhelm Faistenberger zuschreibt, ist wahrscheinlich unrichtig, bemerkt Sebastian Hinterseer in seinem Buch; vielleicht sind sie Werke des Salzburgers Nesselthaler?

Bilderreihe . Kreuzgang
Kreuzgang 1, Liebfrauenkirche Kreuzigung 2, Liebfrauenkirche Kreuzgang 3, Liebfrauenkirche Kreuzgang 4, Liebfrauenkirche Kreuzgang 6, Liebfrauenkirche Kreuzgang 7, Liebfrauenkirche Kreuzgang 8, Liebfrauenkirche
Kreuzgang 9, Liebfrauenkirche Kreuzgang 10, Liebfrauenkirche Kreuzgang 11, Liebfrauenkirche Kreuzgang 12, Liebfrauenkirche Kreuzgang 13, Liebfrauenkirche Kreuzgang 14, Liebfrauenkirche
Liebfrauenkirche zu Hof - Bildgalerie - Kreuzigung Christi

Die Apostelbilder sind beiderseits an der Kirchenwand angebracht. Die Bilderreihe an der Empore stellt den Kreuzgang dar.
Zur Baugeschichte und weiteren Einzelheiten siehe den - Kirchenbau - der Liebfrauenkirche.

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Nikolauskirche

Hochaltar

Die gotischen Altaraufbauten fielen der Barockisierung zum Opfer. Im Jahre 1755 entstand der von einem unbekannten Meister angefertigte Hochaltar. Das Altarbild zeigt den Hl. Nikolaus, der von zwei Holzplastiken - des Hl. Martin und des Hl. Ulrich - flankiert wird. Lange Zeit befand sich an Stelle des Tabernakels eine, die Pieta darstellende Holzplastik, die heute den Mittelpunkt des Kriegerdenkmales bildet und sich nun rechts neben der Steinkanzel befindet. Weitere Ausführungen, insbesondere der spätgotisch, prismatischen Steinkanzel finden sich in der - Baugeschichte - der Nikolauskirche.

Nikolauskirche, Bad Gastein Nikolauskirche, Hl. Martin Nikolauskirche, Hl. Nikolaus Nikolauskirche, Hl. Ulrich
Hochaltar - Nikolauskirche
Seitenaltäre und Statuen

Die beiden Seitenaltäre standen ursprünglich an den Triumphbogenwänden. Um die Wandmalereien zugänglich zu machen, wurden beide im Jahre 1951 an der Nord- bzw. Südwand aufgestellt. Die auf gemauerten Mensen stehenden Aufbauten bestehen aus einem rechteckigem Altarblatt, flankierenden Säulen, geradem Gebälk und gesprengtem Segmentbogen.
Der rechte, ältere Altar wurde laut Inschrift an der Predella 1652 von der verwitweten Mitterbad-Wirtin Katharina Hofer im Gedenken an ihren Mann Hans gestiftet. Das Gemälde mit dem an den Baum gefesselten Altarpatron stammt mit ziemlicher Sicherheit von GEORG HAIM, der Aufbau möglicherweise vom Tischler MICHAEL PRUEST, der zusammen mit Haim ähnliche Werke in der Kirche von Dorfgastein hinterlassen hat. Die nachträglich angebrachten so genannten - Buschkrüge - oben am Altar gehören zu den wenigen noch erhaltenen in Österreich.

Der linke Altar wurde 1659 von der Bergwerksbruderschaft gestiftet zu Ehren des Leidens und Sterbens des Herrn. Die entsprechende Inschrift an der Predella wird von knienden Bergleuten flankiert, die in ihrer Arbeitstracht samt dem Rutschleder am Gesäß wiedergegeben sind. Am Altarbild ist der Kreuzestod Jesu mit Maria und Johannes unter dem Kreuz dargestellt.

Predella, Seitenaltar Nikolauskirche, Seitenaltar Predella, Seitenaltar
Seitenaltäre

Am Triumphbogen befindet sich eine Kreuzigungsgruppe (1. Hälfte des 18. Jahrhunderts). Das Kruzifix hängt im Bogen, die Figuren von Maria und Johannes stehen seitlich in den Baldachinen des Bogengewändes. An den Diensten im Chor stehen zwei moderne Skulpturen der bäuerlichen Heiligen Isidor und Notburga, die JAKOB ADLHART um 1954 als Ersatz für die zum Hochaltar der Preimskirche übertragenen Bistumspatrone schuf (Text entnommen dem Büchlein von Pfarrer Mag. Frank Cöppicus-Röttger - s.u.).

Oberhalb des Einganges wurde im Kirchenraum eine barocke Figur der unbefleckt empfangenen Gottesmutter (1. Hälfte des 18. Jahrhunderts) angebracht, deren Kleid einem Blumenmuster entspricht.

Eine weitere barocke Marienfigur, nämlich eine Pieta aus der Mitte des 17. Jahrhunderts, wurde 1951 in die Gedenkstätte für die in den Weltkriegen gefallenen bzw. vermissten Bad Gasteiner einbezogen.

Das künstlerisch bedeutendste Epitaph hängt an der Westwand und wurde 1648 von Melchior Straubinger (aus der bedeutenden Bad Gasteiner Gastwirtsfamilie) gestiftet. In den hölzernen Rahmen, stilistisch vergleichbar den Seitenaltären, ist ein Gemälde mit der Anbetung der drei Könige eingefügt (sie wurden als die ersten Reisenden angesehen), im Aufsatz ein kleines Bild des hl. Vitus, einem der 14 Nothelfer, bei seinem Martyrium im heißen Ölkessel (er erinnert an Melchiors Vater Veit Straubinger). Von den übrigen Epitaphien und Gedenktafeln aus dem 16. bis 20. Jahrhundert, die großteils von außen in den Kirchenraum übertragen wurden, sei exemplarisch nur noch der marmorne Wappenstein für Mag. Jörg Strigl (1545) erwähnt. All die Monumente geben Zeugnis von der Funktion von St. Nikolaus als Friedhofskirche bis 1890 (1945 wurde die Tradition durch das Anlegen von Soldatengräbern nochmals aufgegriffen!) und enthalten vielfach auch Hinweise auf die Bedeutung Bad Gasteins als Kurort. Die Ursprünge des Gotteshauses zeugen von der alten Bergwerksherrlichkeit. Die architektonische Gestaltung und seine Wandmalereien rücken die Nikolauskirche in die erste Reihe der Sehenswürdigkeiten im Salzburger Land.

Nikolauskirche, Pieta Nikolauskirche, Pieta Nikolauskirche, Gottesmutter
Statuen
Wandmalereien

Der Maler, genannt "Meister von Schröder" schuf in der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts (1480) die Malereien in der Nikolauskirche und zwar auf trockenem Grund (al secco). Diese wurden in der Barockzeit übermalt, konnten aber bereits 1893 (Langhaus) und in den Jahren 1950 - 1952 (Chor) wieder freigelegt werden. Die letzte Restaurierung erfolgt 1999 - 2006, wie Pfarrer Mag. Frank Cöppicus-Röttger in seinem Büchlein "Die katholischen Kirchen von Bad Gastein und Böckstein" schreibt.

Triumpfhbogenwand links (Nordostecke des Kirchenraumes): Darstellung der Passion und Auferstehung Jesu Christi. Das Bild Christus am Ölberg ist am besten erhalten, weil bis 1950 hier der linke Seitenaltar stand. Links davon das Bild Geißelung und Dornenkrönung Christi (? - nur noch unvollständig). Das Bild darüber entspricht der Kreuztragung und links davon das Wandgemälde Christus im Kreuzestod. Eine Reihe höher das Bild Christus in der Vorhölle und wieder links davon die Auferstehung. Abgeschlossen wird die Bilderreihe von der Himmelfahrt Christi.
Die Botschaft dieser Gemäldereihe ist der Weg Christus, den er aus Liebe zu uns geht und den auch wir gehen sollen. Am Ölberg beginnt sein Leiden und seine Verherrlichung.

Nikolauskirche, Christus am Ölberg Nikolauskirche, Kreuztragung Auferstehung Auferstehung Jesus in der Vorhölle Jesus in der Vorhölle
Passion Jesu Christi

Triumpfhbogenwand rechts (Südostecke): Darstellung das Jüngste Gericht. Das gekräuselte Wolkenband teilt die Szene in eine himmlische und eine irdische Sphäre. Oberhalb thront Christus auf dem Regenbogen mit Maria und Johannes dem Täufer. Als Symbole dienen Lilie (Symbol der Gnade) und das Schwert (Symbol des Gerichts). Die Engel rufen die Toten aus den Gräbern, die Apostel gruppieren sich um Jesus. Die gesamte Gerichtsszene orientiert sich an der biblischen Schilderung von Matthäus (Mt 15,31-46).

Rechts davon (Südseite des Langhauses) schließt sich ein Wandgemälde aus der Renaissance an, die - Wurzel Jesse - entstanden 1517, Maler unbekannt. Aus der Brust des Stammvaters Jesse oder Isai, wächst der Stammbaum. An der Spitze der Krone steht Maria mit dem Christuskind (rechts kniet der Stifter des Bildes, ein Mitglied der Familie Framinger).

Nikolauskirche, Weltgericht Nikolauskirche, Badgastein Nikolauskirche, Fresco - Höllensturz Fresco, Wurzel Jesse
Das Jüngste Gericht - Wurzel Jesse

Wandgemälde im Altarraum links (Nordwand im Chor): Sakramenthäuschen, in dem früher die Hl. Eucharistie verwahrt wurde. Das Wandgemälde vom Mannawunder nimmt Bezug auf das Geheimnis der Eucharistie. Zwei Engel schütten das Manna auf das hungernde Volk in der Wüste. Die Wand daneben zeigt das Bild einer Schutzmadonna mit drei Heiligen, die darunter stehen (Petrus, Paulus und der vielverehrte Pestpatron des Mittelalters, Sebastian).

Mannalese, Nikolauskirche Nikolauskirche, Schutzmadonna Fresko, Nikolauskirche
Wandgemälde der Nordwand im Chor

Wandgemälde im Altarraum rechts: Legende aus dem Leben des Kirchenpatrons - der hl. Nikolaus - auf den Bildern immer in Pontifikalkleidung. Die oberen Bilder nehmen Bezug auf die Legende, in der der Hl. Nikolaus als Beschützer der Menschenwürde dargestellt wird. Die unteren Bilder zeigen den Hl. Nikolaus, wie er einem Mädchen Geld schenkt, um ihr die Heirat zu ermöglichen und so die Würde weiter zu wahren. Drittes Bild von oben zeigt die Beladung des Schiffes, wobei der Teufel dem Pilgerschiff eine gefährliche Ladung mitgibt, das Mydiaton (das bei Berührung mit Wasser zu brennen beginnt) und der Hl. Nikolaus dies verhindert. Das unterste Bild zeigt einen Henker, der bereits mit dem Schwert ausholt um einen Unschuldigen zu töten.

hl. Nikolaus, Henker Schiffsbeladung, Fresko hl. Nikolaus, Nikolauskirche hl. Nikolaus, Nikolauskirche
Leben des hl. Nikolaus - Schutzpatron der Kirche

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Pfarrkirche St. Preims

Urkundlich ist die Kirche 1333 erstmalig genannt. Sie war zu dieser Zeit eine Filialkirche von Hofgastein und ständigen Gefahren ausgesetzt, da sie auf einem, von der Ache unterspültem Steilhang stand. Schon in den Jahren 1619-1639 musste sie neu errichtet werden. 1699- 1706 folgten kostspielige Restaurierungen. 1718 wurde sie komplett abgetragen und in den Jahren 1720-1736 neu errichtet. Die Kirchweihe fand 1876 statt, womit die Gottesdienste in der benachbarten Nikolauskirche endeten.

Preimskirche, Fenster Preimskirche, Hochaltar Madonna, Preimskirche, Hochaltar
- Bildgalerie -

Weitere Restaurierungen folgten wie der neue Holzschnitt-Hochaltar von Prof. Adlhard (Hallein) mit der gotischen Madonna als Hauptfigur. An einem Seitenaltar fand eine Christusfigur "Der Schmerzensmann" Aufstellung, ein Werk des Barockmeisters Meinrad Guggenbichlers. Die neuen Glasfenster von Widmoser, Innsbruck haben als Themen den "großen Fischfang", gespendet 1953 von der Familie Straubinger und die "Heilung des Gelähmten" von der Familie Wührer gewidmet zum Inhalt. Seit Weihnachten 1956 besitzt die Preimskirche auch eine neue Monstranz, die aus edelsten Materialen der Gasteiner Berge geschaffen wurde. Der Entwurf hierfür stammt von Pfarrer G.R.Kanonikus Schwarzenbacher, die Goldschmiedearbeiten fertigte Erwin Klobassa, Wien, an.

Hochaltar, Prof. Adlhard Preimskirche, Bad Gastein St. Preimskirche St. Preimskirche St. Preimskirche Glasfenster, Preimskirche Glasfenster, Preimskirche
Holzschnitt, Altar und Heiligenfiguren der Preimskirche

Da sich die St.Preims-Kirche auf einem Rutschhang befindet (Moränenwall), entschloss man sich im Jahre 1991, nach Auftreten neuer Risse die Fundamente zu erneuern. Diese Arbeiten sind bereits abgeschlossen. Leider kommen bereits wieder die ersten Mauerrisse zutage. Siehe auch die - Geschichte - der St. Preimskirche.

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St.-Rupertus-Kirche

Die St. Rupertus-Kirche in - Dorfgastein - wurde zur Zeit der Gegenreformation zum eigenen Vikariat. Seit 1857 ist die Kirche eine eigene Pfarre. Im Jahre 1952 wurden bei Innenumbauten Teile des neugotischen (pseudogotischen) Hochaltars von 1899 entfernt. Es wurde ein schlichter Renaissance-Altar aufgestellt. Ihn krönt die Gottesmutter, stehend mit dem Kinde. Sie ist von zwei kleineren Renaissance- und von vier Barockstatuen umgeben. Die beiden Statuen links und rechts stellen den hl. Rupertus und den hl. Virgilius dar (aus der Zeit um 1750). Die vier barocken Statuen (der hl. Sebastian, die hl. Barbara, die hl. Elisabeth und der hl. Rochus aus dem 17. und 18. Jahrhundert) stehen stufenförmig um die zentrale Madonnengestalt.
Die beiden barocken Seitenaltäre mit der "Kreuzabnahme" und dem "Kreuzestod Christi" als Altarbilder stammen aus dem Jahre 1668. Das Altarbild auf dem linken Seitenaltar weist, in Öl auf Leinwand gemalt, die Darstellung Christi am Kreuz mit Maria und Johannes auf, auf dem rechten Seitenaltar aber das Bildnis der schmerzhaften Maria unter dem Kreuz. Auf dem linken Seitenaltar steht eine schöne Statue der Immaculata, wahrscheinlich aus der Zeit um 1490.

Altar, Pfarrkirche St.-Rupertus Altar, Pfarrkirche St.-Rupertus Altar, Pfarrkirche St.-Rupertus Altar, Madonna St.-Rupertus Altar, Pfarrkirche St.-Rupertus Altar, Pfarrkirche St.-Rupertus
Rupertus-Kirche - Bildgalerie - Dorfgastein

Die in der Kirche bewahrten Bilder sind alle mit Öl auf Leinwand gemalt und werden von Sebastian Hinterseer folgendermaßen beschrieben:
Da hängt ein altes Hochaltarbild in der Größe von 250 x 120 cm aus 1754 oben mit dem Gnadenbild von Maria Plain und unten mit der Darstellung Johannes d. T., Johann v. Nepomuk, dem hl. Rupert und dem hl. Virgil. Es hängt über dem Sakristeieingang.
In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Votivbild von 160 x 95 cm Größe, das segmentbogig abgeschlossen ist. Es zeigt die Dreifaltigkeit, Maria und Rupertus und damit in Verbindung im unteren Bildteil eine Markusprozession nach Dorfgastein mit der Inschrift: "Sub tuum praesidium confugimus Sancta Dei Genetrix" (d. h. unter Deinen Schutz fliehen wir Du Gottesgebärerin) mit der Jahreszahl 1702. Die besondere Bedeutung dieses Bildes liegt in der Tatsache, dass darauf die älteste uns bekannte Darstellung der Dorfgasteiner Kirche zu sehen ist, gesehen vom sogenannten "Stöcklgut" aus.

Rupertuskirche, Seitenaltar-Bild Rupertuskirche, Gnadenbild von Maria Plain Rupertuskirche, Oberbild

An Holzbildwerken besitzt die Kirche die 160 cm hohe Figur des hl. Joachim, am Arm die hl. Maria haltend, einen Guten Hirten (100 cm hoch), einen "Auferstandenen" (60 cm groß) und ein Vortragkreuz (77 cm hoch), alle aus dem 18. Jahrhundert herrührend. Zudem existiert noch ein Bildwerk des hl. Sebastian am Pfahl (68 cm groß) und ein Hängekruzifix - beide entstanden im 17. Jahrhundert.

hl. Antonius, Rupertuskirche Rupertuskirche, Vortragkreuz Rupertuskirche, Hängekruzifix hl. Joachim, Rupertuskirche hl. Elisabeth und hl. Rochus, Rupertuskirche hl. Joachim, Rupertuskirche
St. Rupertus-Kirche - Bildgalerie - Dorfgastein

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Kirche "Maria von dem guten Rat"

Die Kirche "Maria von dem guten Rat" in - Böckstein - liegt auf einem Hügel etwas nördlich der Montansiedlung in Böckstein. Der Hochaltar wurde unter der Leitung des Hofstatuarius Johann Hagenauer ausgeführt. Im Jahre 1776 macht der Tischler Leopold Hacksteiner in Rauris Risse zu Seitenaltären. Johann Weiß, obwohl er sich in den Quittungen "Freskomaler" nennt, fasste auch den Hochaltar und die Kanzel.
In den Jahren 1951 - 1954 wurde die Kirche vollständig restauriert und der Hochaltar von manch störendem Beiwerk befreit. Eine neuerliche Außen- und Innenrenovierung wurde 1975/77 durchgeführt; die letzte große Renovierung erfolgte 1995.

Altar, Kirche Böckstein Altar, Kirche Böckstein Altar, Kirche Böckstein

Um die Ausmalung der Kirche bewarb sich 1765 Johann Weiß, Freskomaler von Augsburg. Gegenstand der Darstellung sollte die Ursprungsgeschichte des Gnadenbildes Maria von dem guten Rat (von Genazzano) sein, wie in der - Baugeschichte - ausführlich dargestellt.

Freske, Böckstein Freske, Böckstein Deckenfresko, Böckstein Kuppelfresko Kuppelfresko, Böckstein
Siehe auch die Seiten:
- Burgen - Schlösser
- Geschichten - Kirchenbau - in Gastein
- Sakrale Kunst - in Gasteins Kirchen

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Anmerkung: Die Informationen wurden überwiegend dem Buch: "Bad Hofgastein und die Geschichte Gasteins" von Sebastian Hinterseer 1977 - dem Buch: "Die Baudenkmäler von Badgastein" von Heinrich Zimburg, 1978 sowie dem Büchlein: "Die katholischen Kirchen von Bad Gastein und Böckstein" von Pfarrer Mag. Frank Cöppicus-Röttger, 2008 - entnommen. Hauptseite
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Geschichte Gasteins: Sakrale Kunst
© 28.1.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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