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ET - Gasteinertal/Menschenwerke: Schutzbauten - Hochwasserschutz
Gasteinertal, Menschenwerke Menschenwerke
Ereignisse

Menschenwerke . Gasteinertal

Hochwasserschutz

Schon in den Hochgebirgsregionen sammelt sich Wasser durch Nebel, Regen oder Schnee, welches über die Gebirgsbäche abfließt. In der Gipfelregion sammelt sich Wasser durch Nebelniederschlag zusätzlich zu Regen und Schnee. Inversionswetterlagen im Winter haben zur Folge, dass in verschiedenen Höhenlagen unterschiedlich viel Schnee liegt und obwohl die Mächtigkeit der Schneedecke mit der Höhe generell zunimmt, kann durch die unterschiedlichen Wärmeschichten bei Inversionswetterlagen im Tal mehr Schnee liegen als in höheren Lagen. In den Hohen Tauern fällt der meiste Schnee in den Monaten März bis Mai, im Nassfeld nachweislich im März bis Anfang April.
Das Abflussverhalten der Gebirgsbäche ist abhängig vom Starkregen und von der Schnee- und Gletscherschmelze im Frühjahr und im Sommer. Die Gletscherflüsse zeigen dabei ihr Maximum im Juli und August, die Schneeschmelze hingegen im Mai und Juni. Sommerliche Schneefälle können dabei die Gletscherschmelze zurückhalten und so den Abfluss von Gletscherflüssen reduzieren. Die minimale Wasserführung beschränkt sich auf die Monate Dezember bis Februar. Liegen keine Gletscher und Firngebiete im Einzugsgebiet von Gebirgsflüssen, so ist die Wasserführung von der Schneeschmelze im Frühjahr und den Regenmengen, insbesondere im Herbst abhängig.
Je nach Fließgeschwindigkeit der Gebirgsbäche kommt es zu unterschiedlich starker Erosion und Sedimentverfrachtung, wobei zusätzlich die Wassertiefe, das Gefälle und die Wassermenge mit entscheidend ist. Rasch fließende Gebirgsbäche (60 - 90 cm/s) transportieren feinen Kies und Sand ab und grober Kies bleibt zudem ständig in Bewegung. Bei sehr hohen Fließgeschwindigkeiten (über 170 cm/s) gerät gar grober Schotter in Bewegung. Durch Hangrutschungen können plötzlich große Geschiebe in die Gewässer gelangen. Abflussmenge und Sohlbreite sind entscheidende Faktoren, was die Geschiebetransportkapazität betrifft. Mit zunehmender Sohlbreite kann bei gleichem Abfluss mehr Geschiebe transportiert werden, die Wassertiefe nimmt dabei aber ab, wodurch die Transportkapazität wieder sinkt und mehr Geschiebe liegen bleibt. Deshalb muss dann ständig ausgebaggert bzw. das Geschiebe entfernt werden. Längsverbauungen erhöhen die Fließgeschwindigkeit und somit die Geschiebetransportkapazität, was zur Eintiefung des Bachbettes führt. Versucht man, durch Geschieberückhaltebecken gegenzusteuern, kommt es nachfolgend zu einem Geschiebedefizit, was das nachfolgende Bachbett eintieft.
Alpine Fließgewässer mit hohem Gefälle und hoher Wasserführung bewirken hohe Erosion. In flachen und breiten Tallagen sinkt die Fließgeschwindigkeit und das Geschiebe bleibt liegen und bildet Inseln mit Geröll und Kies. Steigt die Wassermenge, werden diese erneut umgelagert oder in Zeiten von Hochwasser abtransportiert und letztlich bis ins Tal befördert.
An wichtigen und notwendigen Maßnahmen gelten deshalb, Wehrbauten an den Zuflüssen zur Gasteiner Ache zu errichten und im Tal Ausgleichsbecken und Dämme zu schaffen.

Gasteiner Ache

Im Jahr 2008 wurde als Zukunftsprojekt ein Gewässerentwicklungskonzept für die Gasteiner Ache ausgearbeitet mit dem Ziel, wie es in der Gasteiner Rundschau, 2008 formuliert wird : die Hochwassersicherheit zu erhöhen und gleichzeitig die Gasteiner Ache wieder naturnäher und für Erholungssuchende attraktiver zu machen. Das langfristig ausgelegte Konzept soll 2009 vorliegen und schrittweise umgesetzt werden. - und weiter heißt es: Das Gewässerentwicklungskonzept Gasteiner Ache ist ein Planungsinstrument der Bundeswasserbauverwaltung. Es schreibt Ziele und Maßnahmen fest, wie in den nächsten 20 Jahren die Hochwassersicherheit im Tal erhöht und der Fluss als Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Natur aufgewertet werden soll.

Dorfgastein

Als Hochwasserschutzmaßnahme wurden in den Jahren 2014 - 2016 in Dorfgastein weit reichende Maßnahmen ergriffen. Im gesamten Einzugsgebiet südlich von Dorfgastein im Bereich Bahnhof bis Unterberg wurde betoniert und erweitert. Dabei wurden Stahlbetonmauern, Erddämme, Weganhebungen, Kanäle und Pumpwerke (Salamandersiedlung) errichtet und Hochwasserrückhaltemaßnahmen durch Erhöhung des Rückhaltevolumens auf bestehenden Überflutungsflächen vorgenommen. Ebenso erfolgten Aufweitungen an der Gasteiner Ache und die Einmündungssituation und Durchgängigkeit von seitlichen Zubringern wurde verbessert. -
Mit Baubeginn im April 2014 wurde folgende Maßnahmen getroffen : (a) Entlang der Wiesenstraße wurde ein Mauerwerk errichtet und Erddämme geschaffen. (b) Entlang der Ache und im Bereich der sogenannten Salamandersiedlung wurden Hochwassermauern und ein stationären Pumpwerk errichtet. (c) Die Bahnhofsbrücke wurde neu gebaut. (d) Die Gehwegunterführung unter den ÖBB-Gleisen in Richtung Fußgängersteg (Beinhäuslbrücke) wurde hochwassersicher umschlossen. - (e) In Unterberg erfolgte eine Achenaufweitung. Eine erste Gewässeraufweitung wurde in der Nähe des Bahnhofs Dorfgastein vorgenommen und eine zweite rund 300 m lange auf den ehemaligen ÖBB-Flächen nahe der Ortschaft Unterberg.

Gasteiner Ache . Dorfgastein
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Bad Gastein

Am Ausgang der Schlucht des Bad Gasteiner Wasserfalles wurde eine Geschiebesperre errichtet, um ankommendes Wildholz vor dem Siedlungsgebiet abzufangen. Ansonsten weist die Gasteiner Ache ab dem Zusammenfluss Nassfelder Ache und Anlaufbach keine derartigen Schutzmaßnahmen auf.

Gasteiner Ache . Badbruck
Geschiebesperre Bad Gastein, Badbruck

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Wildbachverbauung

Wildbachverbauungsmaßnahmen im oberen und mittleren Gebirgsbereich sind bereits erste Schutzmaßnahmen im Vorfeld. So wurden in den letzten Jahren und Jahrzehnten zahlreiche Sperren errichtet. Durch diese Maßnahmen kann allerdings das natürliche Geschiebe nicht mehr abtransportiert werden, was eine regelmäßige Ausräumung notwendig macht. Zudem kommt es anschließend zu Sohlevertiefung, weil durch die Sperre kein oder nur wenig Geschiebe nachkommt. Derartige Sperren sind mittlerweile bei fast allen Zubringer-Gebirgsbächen im Gasteinertal, welche letztlich in die Gasteiner Ache münden errichtet worden.
Gebirgsbäche, sind sie das ganze Jahr über noch so klein, können bei Starkregen und/oder zusätzlicher rasanter Schneeschmelze im Frühjahr zu reißenden Bächen werden. So kann auch bei noch so kleinen "Rinnsalen" nicht ausgeschlossen werden, dass diese plötzlich riesige Wassermassen mitführen und im Tal schwere Schäden anrichten. So gehört zu den klassischen Maßnahmen der Wildbachverbauung die Stabilisierung der Oberläufe sowie der Rückhalt von Geschiebe und Holz. Bautypen und Dimensionierung müssen an die örtlichen Begebenheiten angepasst werden. Bei der klassische Wildbachsperre, die lediglich dazu dient, das anfallende Geschiebe zurückzuhalten, wurden in der Folge in Damm- und Schutzmauern Dolen eingebracht, um einen Teil des Geschiebes, welches vom Unterlauf transportiert werden kann, durchschleusen zu können zu können. Später wurden die Dolen vergrößert und weiter die zu schmalen Schlitze erweitert und später mit horizontalen Rechen versehen. So entstanden die verschiedenen Bautypen wie Balkensperren, Gitter- und Rechensperren und in weiterer Folge entsprechend der jeweiligen Funktion und Zielvorstellung eine Vielfalt von Bautypen. Die Bezeichnung der jeweiligen Sperre orientiert sich heute an der entsprechenden Zielfunktion, was vermehrt zur Errichtung bifunktionellen Sperren führte.
- Quelle: Universität für Bodenkultur Wien, WLS Report 50/Band 1, Wien 2003

Gebirgsbäche westlich von Bad Gastein

Die Gebirgsbäche westlich von Bad Gastein, welche letztlich in die Gasteiner Ache münden haben alle ihren Ursprung am Stubnerkogel. Alle wurden sie mit Wildbachsperren abgesichert. So wurde eine riesige Wildbachverbauungskonstruktion oberhalb der Bellevuealm errichtet. Der zugehörige Gebirgsbach, der Schwarzwand-Bach entspringt mit mehreren Ästen oberhalb der Bellevue- bzw. Wetzelalm und zieht nördlich der Bellevuealmanlage, vorbei bei den Schwarzenberganlagen ins Tal. In der Zottelau mündet der Gebirgsbach in die Gasteiner Ache. Weiter südlich entspringt im Bereich der Wetzel-Alpe der Wetzel-Bach, welcher nahe der Talstation der Stubnerkogelbahn Richtung Grabenbäckerwiese fließt, um dort unterhalb vom Bad Gasteiner Wasserfall in die Ache zu münden. Der Hirschkarbach, welcher oberhalb des Areals Zitteraueralm entspringt, fließt nach dem Hirschkarfall beim Hirschaugut in die Gasteiner Ache.

Bellevue-Anlage . Schwarzwand-Bach
Wehr Bellevuealm, Bad Gastein Wehr Bellevuealm, Bad Gastein Wehr Bellevuealm, Bad Gastein Wehr Bellevuealm, Bad Gastein
Gebirgsbäche beiderseits des Nassfeldertales und im Nassfeld

Die Nassfelder Ache, welche im Nassfeld im Gebiet der Schlappereben ihren Ursprung haben soll und sich letztlich aus größeren Gebirgsbächen wie dem Weißenbach, dem Schlapperebenbach und dem Siglitzbach zusammensetzt, nimmt noch weitere zahlreiche kleinere Gebirgsbäche im Verlauf des Nassfeldertales auf. Bis zum Engtor im Nassfeld sind keinerlei Wildbachsperren errichtet worden. Eine mächtige Wehr allerdings bildet das Kraftwerk-Nassfeld und schützt so vor Hochwasser im Einzugsgebiet Böckstein-Bad Gastein.

Gebirgsbäche beiderseits des Anlauftales

Der Anlaufbach nimmt in seinem Verlauf durch das Anlauftal zahlreiche größere und kleinere Gebirgsbäche auf. Am Eingang ins Anlauftal fließt der mächtige Hierkarbach von der Patschgenalm bzw. aus dem Hierkar herab. Nach dem imposanten Hierkar-Wasserfall fließt der Gebirgsbach nahe dem Bahnhof Böckstein in den Anlaufbach. Erwähnenswert noch der Tauernbach, welcher am Weg auf den Korntauern überquert werden muss, der aber keinerlei Wildbachsperren aufweist. Der Talschluss ist von zahlreichen sehenswerten Wasserfälle und einer Vielzahl von Gebirgsbachästen durchzogen.

Gebirgsbäche östlich von Bad Gastein und des Kötschachtales

Die Gebirgsbäche östlich von Bad Gastein, welche letztlich in die Gasteiner Ache münden finden ihren Ursprung im Graukogelgebiet, dem Kötschachtal und weiter nördlich im Gebiet Throneck und Gamskarkogel. Zu den großen Gebirgsbächen zählen dabei der Palfnerbach (auch Kohlgrubenbach genannt), der Kötschachbach, der Ardackerbach und der Remsachbach. Der Kötschachbach, welcher aus dem Tischlerkargebiet entspringt hat wiederum zahlreiche Zuflüsse beiderseits des Tales wie der Reedbach oder der Prossaubach aus dem Kesselkar. Talauswärts folgen dann noch der Döferlbach und mehrere nicht benannte kleinere Gebirgsbäche, die allesamt keine Wildbachsperren aufweisen, mit Ausnahme der im Einzugsgebiet des Hoteldorfes Grüner Baum, wo seit 2018 Wildbachverbauungsmaßnahmen nach der - Hochwasserkatastrophe 2016 - stattfinden.

Palfnerbach - Die Verbauung des Palfnerbaches hatte aus Sicht der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) absolute Priorität. Das Einzugsgebiet des Palfnerbaches ist über 5,2 km2 groß. Die Projektierung durch die WLV erfolgte 2011, die wasserrechtliche Bewilligung im Frühjahr 2012 und im Herbst desselben Jahres konnte mit den Arbeiten begonnen werden. Der Palfnerbach war immer schon durch mehrere Wehr-Etagen gesichert. Nun wurde im Jahr 2017 neuerlich eine viel größere und sicherlich effektivere Wehr fertig gestellt.
Ardackerbach - Der Gebirgsbach entspringt im Kar unterhalb der Tofererscharte, fließt bei der Bäckenalm vorbei und bildet hier den Schaiblinggraben, welcher sich bis zum Gasteiner Höhenweg fortsetzt und hinab ins Kötschachdorf fließt, wo sich die letzte Sperre vor der Einmündung in die Gasteiner Ache befindet.
Kötschachtal - Kötschache - Der Gebirgsbach durchfließt das Kötschachtal zunächst ohne Sperre bis zum Hoteldorf Grüner Baum und weiter die Schlucht hinunter nach Badbruck, wo sie letztlich in die Gasteiner Ache mündet. Knapp oberhalb der Siedlung Badbruck beim neuen Kraftwerk Kötschachbach befindet sich bereits eine mächtige Sperre. Auch oberhalb im Bereich des bereits dem Verfall Preis gegebenen alten Kraftwerkes und dem folgenden Siedlungsgebiet gibt es Sperren. Wegen der Hochwasserkatastrophe im Juli 2016 werden nun auch im Kötschachtal selbst mehrere Sperren gebaut mit Projektplanung noch im Jahr 2016. Geplant ist ein Gerinneausbau im Bereich Badbruck mit der Errichtung von 2 Konsolidierungssperren oberhalb und der Gerinnungsausbau im Bereich Hoteldorf Grüner Baum. Weiter eine Dosiersperre beim Kapellenbach, beim Plattenbach und bei der Himmelwand. Die Arbeiten begannen bereits im Frühjahr 2018.

Palfnerbach
Palfnerbach, Bad Gastein Palfnerbach, Bad Gastein Palfnerbach - Palfner Heimalm, Bad Gastein Palfnerbach - Palfner Heimalm, Bad Gastein
Ardackerbach
Ardackerbach, Bad Gastein Ardackerbach, Bad Gastein
Kötschache
Kötschachbach, Bad Gastein
Gebirgsbäche im Angertal

Um u. a. im Einzugsgebiet des Skizentrums Angertal Sicherheit zu schaffen, wurde der Lafenbach mit einem mächtigen Schotterfang versehen, welcher 2009 fertig gestellt wurde. Im Jahr 2010 wurde mit der Wildbachverbauung im hinteren Angertal begonnen, nachdem zuvor der Lafenbach beim Wolfstallgut im Bereich des Skizentrums Angertal fertig gestellt wurde. Das Verbauungsprojekt Angertal wurde letztlich durch vier Geschiebesortiersperren verwirklicht.

Lafenbach - entspringt unterhalb der Stanzscharte mit zahlreichen Zubringern vom Kalkbretterkopf und der Türchlwand, inklusive dem Knoblachbach. Im hinteren Lafental bilden die zahlreicher Rinnsale und kleinen Bäche oberhalb der Thaler-Mader-Hütte einen mächtigen Gebirgsbach. Als Wildbachverbauungsmaßnahme wurden 3 Sperren als Kaskade im Bereich Nesslach geschaffen und weitere am Talausgang ins Angertal.
Angerbach - Zahlreiche Zubringer aus der Ecklgrube, der Erzwies und Schattbachalm bilden im hinteren Angertal den Angerbach, welcher beim Skizentrum Angertal noch den Lafenbach aufnimmt. Zahlreiche Sperren mussten im Bachbettverlauf errichtet werden, um die Ansiedlung Lafen-Anger im Tal vor Hochwasser zu schützen.

Lafenbach
Lafenbach, Bad Hofgastein Lafenbach, Bad Hofgastein Lafenbach, Nesslach
Angerbach
Angerbach, Bad Hofgastein
Gebirgsbäche westlich von Bad Hofgastein

Beginnend im Süden von Bad Hofgastein folgt nach dem Angerbach der Schlossbach und der Hundsdorferbach, welche in Hundsdorf zusammenfließen. Weiter nach Norden entspringt der Kaltenbrunnbach im Gebiet der Aeroplan, danach folgt der Leidalmbach, der Wiedneralmbach, der Klettebenbach und letztlich der Breitenbergbach. Der Luggauerbach liegt bereits im Gemeindegebiet Dorfgastein.

Schlossbach - Der Gebirgsbach entspringt im Schlossalmgebiet und wird bereits im oberen Schlossgraben durch einen mächtigen Schotterfang unterbrochen. Danach wird Wasser für die Kunstschneeproduktion entnommen. Die Restmenge fließt den Schlossgraben hinunter südlich beim Mitteregg vorbei ins Tal, wobei er sich in Hundsdorf mit dem Hundsdorfbach vereinigt.
Hundsdorferbach - Der Gebirgsbach entspringt im Haitzingalmgebiet, unterquert die Weinetsbergstraße oberhalb vom Mitteregg, durchfließt den Ortsteil Hundsdorf bis zum künstlich geschaffenen Löschteich und mündet nach Unterquerung der Bundesstraße in die Gasteiner Ache. Oberhalb der Bahnlinie befinden sich 3 Wildbachsperren und im Tal am oberen Ende der Weitmoserstraße ein Staubecken.
Kaltenbrunnbach - Der Gebirgsbach entspringt im Gebiet Aeroplan, fließt beim Brandnerhof vorbei Richtung der ehem. Kaltenbrunnmühle in Haitzing und mündet beim Fußgängerübergang in die Gasteiner Ache.

Hundsdorfergraben . Hundsdorferbach
Hundsdorferbach, Bad Hofgastein Hundsdorferbach, Bad Hofgastein Hundsdorferbach, Bad Hofgastein
Schlossbach
Wildbachsperre Schlossbach, Bad Hofgastein Schlossbach, Bad Hofgastein
Gebirgsbäche östlich von Bad Hofgastein

Nach wenigen kaum wasserführenden Gebirgsbächen ist der Gadaunererbach ein häufig Hochwasser führender Gebirgsbach. Hier wurde unterhalb der Gadaunerer Schlucht eine mächtige Wildbachsperre errichtet. Weiter nach Norden folgt der Heißingbach, der Feldingbach und der gefürchtete Rastötzenbach, welcher im Rastötzenalmgebiet entspringt und sich auf ca. 1.200 m Seehöhe mit einem weiteren Gebirgsbach, dem Kirchbach vereint. Die gemeinsame Endstrecke verläuft dann durch das Ortszentrum Bad Hofgastein. Als nächster bedeutender Gebirgsfluss folgt der Kampbach und der Aubach, welche nördlich von Laderding in die Gasteiner Ache münden und im Ortsteil Harbach ist es der gleichnamige Harbach, der nachdem er den Nasenbach aus dem Kühager Almgebiet aufgenommen hat. Die Grenze zur Gemeinde Dorfgastein bildet dann der Brandstattbach.

Rastötzenbach - Der Gebirgsbach, welcher von der Rastötzenalm ausgehend den Rastötzengraben hinunter bis ins Ortszentrum von Bad Hofgastein fließt, hat schon - 1569 - im Ortszentrum von Bad Hofgastein mächtigen Schaden angerichtet und unzählige Häuser unter sich begraben bzw. ihre Keller mit Schlamm gefüllt. In den 1980er Jahren wurden hier zahlreiche Sperren im Verlauf des Rastötzengraben errichtet, sodass ein derartiges Ereignis nicht mehr drohen sollte. Auf ca. 1.200 m Seehöhe vereint sich der Rastötzenbach mit dem vom Geißkarkogelgebiet kommende Kirchbach und fließt nach Überwindung mehrere Wildbachsperren durch das Ortszentrum von Bad Hofgastein.
Der Feldingbach entspringt nordwestlich vom Rauchkogel auf etwa 1.750m Seehöhe und verläuft südlich der steilen Felsen den Feldinggraben entlang direkt in das Ortsgebiet bei Felding. Auf etwa 1.000m Seehöhe wird der Feldingbach vom bekannten Höhenweg gequert, wo sich auch knapp oberhalb eine Talsperre befindet. Eine weitere, tiefer gelegene Talsperre sichert die Häuser im Tal, wo gleichzeitig das Bachbett tief ausgebaggert und gesichert wurde und beim Auffangbecken nahe der Pyrkerstraße endet. Begonnen wurde mit dem Bau der Talsperre im Tal 1991 und eine mächtige oberhalb des Höhenweges im Jahr 2001.
Harbach - entspringt im Gebiet der Schockalm und fließt entlang des Brandmaißgraben ins Tal. Auf ca. 1.030 m Seehöhe vereint er sich mit dem Nasenbach, welcher aus dem Kühager Gebiet entspringt. Gemeinsam nehmen sie den Weg durch den Ortsteil Harbach.

Rastötzengraben . Rastötzenbach
Rastötzengraben, Bad Hofgastein Rastötzenbach, Bad Hofgastein Rastötzenbach, Bad Hofgastein Rastötzenbach, Bad Hofgastein Rastötzenbach, Bad Hofgastein
Feldinggraben . Feldingbach
Feldinggraben, Bad Hofgastein Feldinggraben, Bad Hofgastein
Gebirgsbäche westlich von Dorfgastein

Westlich von Dorfgastein folgt dem Breitenbergbach im Süden der Luggaubach, welcher von der Luggauer alpe kommend, vorbei bei der Gröbneralm den Luggauer Graben entlang letztlich in die Gasteiner Ache einmündet. Bei der Brendten befindet sich eine Waldbachsperre auf ca. 1.080m Seehöhe. Es folgen einige kleine Gebirgsbäche und Rinnsale im Gebiet Dorfer Wald. Nordwestlich vom Ortsgebiet Dorfgastein fließt der häufig Hochwasser führende Zechnergrabenbach und der bei Unterberg vom Bernkogelgebiet abfließende gleichnamige Bernkogelbach. Weiter Richtung Klammstein folgen der Neudeckbach, der Lerchhaltbach und ein namenloser, wenig Wasser führender Gebirgsbach gegenüber der Burg Klammstein.

Gebirgsbäche östlich von Dorfgastein

Nördlich vom Stöcklgut folgen einige wenig Wasser führende Rinnsale bis zum Dorfgasteiner Graben. Um die neuen Wohnsiedlungen im Tal nahe dem Dorfergraben zu schützen, wurde hier eine mächtige Wildbachsperre errichtet. Danach folgt der Kuglgassgraben mit einem Zubringer. Als mächtiger Gebirgsbach, welcher durch die Ortschaft Dorfgastein fließt gilt der Mayerhofbach mit mehreren Wildbachverbauungen im Einzugsgebiet, insbesondere unterhalb vom Reitergut auf ca. 1.100 m Seehöhe. Zwischen Dorfgastein/Mühlbach und Mayerhofen fließt der Kranzlbach in die Gasteiner Ache. Danach folgt Richtung Norden der Bründlbach und der Schwarzbach - beide mit einer Wildbachsperre im Talbereich. Der Gamsgrabenbach von der Raineralm nach Klammstein abfließend und der namenlose Gebirgsbach nahe der Entrischen Kirche sind die letzten im Osten des Gasteinertales abfließenden Gewässer.

Mayerhofbach - Der Gebirgsbach entspringt auf der Heumoosalm und nimmt zahlreiche Äste aus dem Schuhflickergebiet mit. Nach der Wildbachsperre unterhalb vom Reitergut bzw. nördlich der Mühlwinkelhütte nimmt der Mayerhofbach auch noch den Gruberwaldbach auf.

Dorfergraben . Mayerhofbach
Dorfergraben, Dorfgastein Mayerhofbach, Dorfgastein
Im - Doku-Archiv - siehe weiter zu diesem Thema:
- Montanbezirk Böckstein -
- Ereignisse - Frühe Elementarereignisse - Bad Hofgastein
- Menschenwerke - Begräbnisstätten -

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Quellen: Die Informationen wurden teilweise dem Buch: "Nationalpark Hohe Tauern - Gewässer", Tyrolia-Verlag 2007, sowie diversen Lokalzeitungen und veröffentlichte Berichte der Landesregierung Salzburg. Zur fachlichen Orientierung bzgl. Wildbachverbauung wurden die Ausführungen der Universität für Bodenkultur Wien, WLS Report 50/Band 1, Wien 2003 herangezogen.

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