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H - Gasteinertal/Geschichte: Die Weitmoser
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Geschichte Gasteins

Die Weitmoser

Weitmoserschlössl, Hofgastein Das - Weitmoserschlössl - ist heute Sinnbild für Aufstieg und Niedergang des Goldbergbaues in Gastein und die Sage über die Weitmoser scheint jedem hier bekannt zu sein. Es gibt auch einen - Wanderweg - zwischen Klammstein und Unterberg, der diese Geschichte bildlich darzustellen versucht. Den "Gasteiner Erzabbau" hat es aber sicher schon lange vor den reichen - Gewerkenfamilien - gegeben, wie klingende Namen wie Silberkarlscharte, Silberpfennig, Erzwies etc. belegen.

In der Blütezeit des Bergbaues strömten Knappen und Gewerken ins Tal. Zu beiden Seiten der Tauern siedelten wohlhabende Landwirte als sogenannte Samer, die mit Zügen von 20- 50 Pferden das Überbringen der Frachten besorgten. In weiterer Folge kamen Handwerker, Bürger und Edelleute, insbesondere auch Franken, Sachsen und Schwaben ins Tal, wodurch der Bergbau noch weiter angetrieben wurde.

Christoph Weitmoser

Die Geschichte dieses Geschlechts ist bezeichnend für den gesamten Goldbergbau im Gasteinertal. Hans Weitmoser schlug am Radhausberg einen Stollen, den er Erasmusstollen benannte. Er verschuldete sich aber zusehends und hinterließ seinem Sohn Christoph Weitmoser rund 10.000 Gulden an Schulden. Dieser übernahm den verschuldeten Bergbau und konnte um 1530 durch den Stollen den er "zu unserer Frau" nannte viel Erz gewinnen und die Schulden begleichen. Der sinkende Bergsegen und die nachfolgenden Vermögensteilungen an Kinder und Kindeskinder schwächte aber den Wohlstand des Hauses. Nach dem Tod der beiden Brüder Hans und Christoph (II.) wurde das große Vermögen unter den zahlreichen Verwandten verteilt.

Weitmoserschlössl, Gasteinertal Der Besitz der Weitmoser umfasste Wälder, Jagden, Fischereien, Almen, wie z.B. die - Weitmoseralm - und unzählige Objekte nicht nur im Gasteinertal. Wann die Weitmoser das Schlössl erwarben ist nicht bekannt. In der heutigen Form steht es seit dem Jahre 1554, in welchem Jahr es nach dem Brand wieder aufgebaut wurde. Durch den Rückgang des Bergsegens im Goldabbau und die finanziellen Schwierigkeiten der Weitmoser kam es 1604 zum Verkauf des Schlosses an den Gewerken Georg Leykofer. 1626 kaufte es Alexander Hölzl von Sylion und 1634 der Pfarrherr von Haus und Schladming Johann Riept. 1701 kommt der Bau an Johann Pichler, 1712 an Georg Strucher und 1738 an Franz Benedikt Hasler. Letztlich konnte bis heute die Familie Scharfetter den Besitz erwerben. Lebendig in Gastein ist immer noch die Sage - Fluch der Bettlerin - wo über die hochmütige Weitmoserin berichtet wird, neben zahlreichen anderen Sagen.

Im - Doku-Archiv - siehe weiter zu diesem Thema:
- Christoff Weitmoser - der große Gewerke
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- Ereignisse - Protestanten/16.Jh. -
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Geschichte Gasteins - Weitmoser
© 21.8.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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