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GOb22 - Biotoptypen/Gasteinertal: Naturnahe Wälder und Gebüschstrukturen


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    Nadelwälder

    Fichten-(Tannen)-Wälder 221 - Kiefern-Zirbenwälder/Lärchen 222 - Latschenbestände 223

    Die obere Waldgrenze in den Alpen wird derzeit von der Zirbe -Pinus cembra, der Latsche - Pinus mugo, der Fichte - Picea abies und der Lärche - Larix decidua gebildet. Der Übergangsbereich mit Latsche, Grünerle - Alnus viridis und Alpenrose (Krummholzzone) liegt bei 230 m, wo die alpinen Vegetation anschließt.
    Die obere Waldgrenze wird im Gasteinertal von subalpinen Fichtenwäldern des Typs Alpenlattich-Fichtenwald gebildet bzw. inneralpisch vom Lärchen-Arven-Wald. In der oberen Waldgrenze stehen vereinzelte Baumgruppen im unregelmäßigen Wechsel mit der Strauch- und Krummholzvegetation, gemeinsam mit Zwergstrauchheiden und Borstgrasrasen. Lawinen reißen den Waldgürtel vielfach auf und bilden breite Waldstreifen. Die widerstandsfähigen Krummhölzer wie Latsche und Grünerle siedeln sich in deren Lawinenzügen an. Sie besetzen aufgerissene Flächen des Nadelwaldes.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Naturwälder bzw. naturnahe Wälder, Gebüschstrukturen und sonstige Gehölze - Nadelwälder 2.2

    Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder

    Hier sind die natürlichen bis naturnahen, montanen Fichten-Tannen-Wälder und die hochmontanen Fichtenwälder gemeint, die in den Alpen oberhalb von 700 – 800 m verbreitet sind. Es sind zwergstrauchreiche Nadelwaldgesellschaften auf humusreichen, sauren Böden. Die Standorte begünstigen Kiefer und Fichte gegenüber den Laubbäumen. Insbesondere die Buche wird hier von der Fichte abgelöst. In den Zentralalpen und auch im Gasteinertal gibt es noch natürliche Fichtenwälder vom Typ des Vaccinio-Piceetum großflächig in der montanen bis alpinen Stufe. Eine Abgrenzung dieses Biotoptyps gegenüber Wirtschaftswäldern ist nicht immer leicht.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder 2.2.1

    Subalpiner Fichtenwald
    Der Subalpine Fichtenwald oder Alpenlattich-Fichtenwald - Homogyna alpinare-Piceetum (entspricht dem früheren Piceetum subalpinum) umfasst Fichtenwälder der hochmontanen bis subalpinen Höhenstufe über Karbonat- und Silikatuntergrund. Als natürliche Mischbaumart tritt noch die Lärche - Larix decidua auf. Im Unterwuchs findet sich oft eine moosreiche Zwergstrauchvegetation mit üppigem Auftreten von Heidelbeere - Vaccinium myrtillus und Preiselbeere - Vaccinium vitis-idaea. Klassische Charakterarten der Krautschicht sind das Herz-Zweiblatt - Listera cordata, das Einblütige Wintergrün - Moneses uniflora und der Wald-Bärlapp - Lycopodium annotium. Eine einheitliche Krautschicht wird wegen der unterschiedlichen Gesteinsunterlage allerdings selten anzutreffen sein. In der Beschreibung ist daher auf eine Ausprägung mit Kahlem Alpendost - Adenostyos glabra über Karbonatgestein, eine mit Alpenbrandlattich - Homogyne alpina über Silikatgestein und eventuell eine intermediäre Gruppe mit Grauem Alpendost - Adenostylos alliariae zu achten.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Subalpiner Fichtenwald 2.2.1.1

    Subalpiner Fichtenwald
    Fichtenwald, Gasteinertal Fichtenwald, Gasteinertal
    Graukogel, Gasteinertal 2006

    Der Subalpine Fichtenwald bildet entweder die Waldgrenze, wo der Lärchen-Zirbenwald fehlt (Alpenweidenutzung) oder schließt unmittelbar an einen Lärchen-Zirben-Fichtenwald an. Im oberen Teil herrschen lockere, tief bekronte, stabile Bestände aus spitz kronigen Hochlagenfichten mit typischer Rottenstrukur vor. Lärchenanteil je nach Standort höher (Graukogel) oder geringer (Angertal). Weiter unten Übergang zu montanen Fichtengesellschaften. Auf sauren Böden herrscht kann der subalpine Fichtenwald mit der Heidelbeere vorherrschen - Piceetum subalpinum myrtilletosum. Seehöhe 1.400 - 1.800 m.
    Vorkommen im Gasteinertal: Dieser Biotoptyp ist bei uns ab 1.500 m Seehöhe überall anzutreffen, Schlossalm, Stubnerkogel usw. . . .

    Montaner Fichtenwald
    Der Montane, bodensaure Fichtenwald - Luzulo- bzw. Oxali-Piceetum stockt in der Montanstufe der Inneralpen. Er kommt in Bereichen vor, in denen die Buche nur mehr bedingt konkurrenzfähig ist bzw. weitgehend fehlt. Der Unterwuchs dieser Waldbestände wird von der Heidelbeere - Vaccinium myrtillus, der Busch-Hainsimse - Luzula luzuloides, dem Sauerklee - Oxylis acetosella, der Waldschmiele - Avenella flexuosa und zahlreichen Moosarten gebildet.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Montaner Fichtenwald 2.2.1.2

    Vorkommen im Gasteinertal: Diesen Biotoptyp finden wir in der Prossau, unterhalb des Graukogels am Weg zur windischkrätzhöhe, im Anlauftal im Gebiet der Poserhöhe, im Nassfeldertal usw. Die Abgrenzung gegenüber Wirtschaftswälder ist dabei allerdings schwierig.

    Ein Montaner Fichtenwald mit Grauerle mit nährstoffreichen, feuchten bis nassen, wasserzügigen, stärker vergleyten Hängen, Gräben und Talflanken findet sich im Gebiet Bad Bruck/Kötschachtal. Die Grauerle ist der typische Pionier zur Besiedlung von Hangblaiken, erosionsanfälligen Grabenhängen und wasserzügigen Rohböden. Nach entsprechender Bodenreifung kommt im Schutz der Grauerle die Fichte auf und es entwickelt sich ein Fichten-Grauerlen-Übergangsstadium bis in der Fichten-Endphase die Lichtbaumart verdrängt wird. Diese Sukzessionsstadien sind häufig auf zuwachsenden landwirtschaftlich genutzten Weiden auf der Stufe des montanen Fichtenwaldes anzutreffen.
    Auszug aus dem Buch: Gasteiner Tauernregion von Hans Adam, Verlag Peter Lang 2004.

    Fichtenblockwald
    Der Fichtenblockwald - Asplenio-Piceetum kommt vor allem in der oberen Montanstufe vor und ist durch den grobblockigen Untergrund (häufig altes Bergsturzgelände) mit seinen Strauch- und Moosreichtum gekennzeichnet. In der Krautschicht ist besonders die Gattung Asplenium stark vertreten.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Fichtenblockwald 2.2.1.3

    Fichtenblockwald
    Fichtenblockwald, Kötschachtal
    Prossau, Gasteinertal 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Diesen Biotoptyp finden wir in der Prossau und weiter Richtung Kühkar, im Anlauftal und überall anderswo in diesen zum Teil steil abfallende Gebirgshängen . . .

    Bergsoldanellen-Fichtenwald
    Der Bergsoldanellen-Fichtenwald - Soldanella-Piceetum - ist in schattigen Mulden und Gräben des Alpenrandgebietes kleinflächig entwickelt. Er zeichnet sich durch einen hohen Fichtenanteil und Moosreichtum aus. Namensgebende Art ist die Bergsoldanelle - Soldanella montana.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Bergsoldanellen-Fichtenwald 2.2.1.4
    Vorkommen im Gasteinertal: ? - Nur in Verbindung mit Soldanella alpina im Gebiet der Amoser Hochalm . . . !

    Fichten-Tannen-Wald
    Beim Fichten-Tannen-Wald - Abietetum - handelt es sich um montan verbreitete Mischbestände mit wechselnden Anteilen von Tanne und Fichte. Entsprechend der geologischen Unterlage, der Bodenentwicklung und dem Wasserhaushalt liegen differenzierte Ausbildungen vor. So ist die Ausprägung des Hainsimsen-Tannenwaldes - Luzulo-Abietum - auf Silikat zu finden. In der Artenzusammensetzung weist diese Gesellschaft eine weitgehende Übereinstimmung mit dem subalpinen Fichtenwald auf, unterscheidet sich aber vor allem durch das markante Auftreten der Tanne - Abies alba.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Fichten-Tannen-Wald 2.2.1.5

    Fichten-Tannen-Wald
    Luzulo-Abietum
    Hintere Prossau, Kötschachtal 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Dieser Biotoptyp, das inneralpine Abietetum kommt im Gasteinertal heute als - Fichtenersatzgesellschaft des montanen Fichten-Tannenwaldes vor, mit wechselndem Lärchenanteil. Nach mehrfachen Kahlschlägen für Bergbau und Salinenbetrieb verschwand die Tanne aus unsereren Wäldern. Sie ist nur noch im Kötschachtal vereinzelt vertreten.

    Bei der Fichtenersatzgesellschaft baut die Fichte montan gleichaltrige, uniforme Bestände mit schlanken, kurzkronigen Individuen auf. Auf frischeren, nährstoffreicheren Standorten dominiert das Oxalis-Piceetum montanum mit Sauerklee, Farnen und Pestwurz, auf mäßig frischen, nährstoffarmen Standorten das Luzulo-Piceetum montanum mit Weißer Hainsimse, Heidelbeere, Wolligem Reitgras und Preiselbeere.

    Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände

    Im Boreal wanderte von Süden und von Osten die Fichte und die Tanne in die kiefernreichen Wälder Mitteleuropas ein. Im älteren Atlantikum (4.000 – 3.000 v.Chr.) drang die Fichte bis in die subalpine Stufe vor, wo sie mit Latsche und Zirbe konkurrierte. Im jüngeren Atlantikum reichte die Waldgrenze, die in den Zentralalpen aus Fichten- und Zirbenwäldern bestand in der nacheiszeitlichen Warmperiode bis 2500 m. Die Zirben und Lärchen waren zu dieser Zeit bereits in die höchsten Lagen verdrängt worden. Diese bis etwa 1000 v.Chr. andauernde Waldentwicklung war von der sukzessiven Ausbreitung der Grünerle - Alnus viridis begleitet.
    In weiterer Folge musste die Kiefer wie die Latsche der dominanten Fichte und der Zirbe weichen. Diese wurden in den Alpen vorwiegend auf die Trockenstandorte abgedrängt, wo sie bis heute die reliktischen Trockenwälder der zentralalpinen Erico-Pinetea-Schneeheide-Kiefernwälder bilden. Diese alpigenen Waldgesellschaften gedeihen zumeist auf trockenen, felsigen oder schotterigen Kalkböden.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände 2.2.2

    Schneeheide-Kiefernwald
    Der Schneeheide-Kiefernwald - Erico-Pinetum sylvestris - stockt häufig auf steilen, sonnseitigen Trockenstandorten über Kalk oder Dolomit auf Fels oder Schutt in der (sub)montanen Stufe, so wie hier im Gebiet des Urkübel in Dorfgastein. Etwas tiefer gelegen bilden Lärchen hier lichte Bestände, die im Unterwuchs durch die Schneeheide - Erica harbacea - charakterisiert sind; gegen den Grat zu sind es die Latschengebüsche - Pinus mugo. Weiters können die Weißsegge - Carex alba, der Amethystschwingel - Festuca amethystina und die Niedrige Segge - Carex humilis. Die Fliegenragwurz - Ophrys insectifera fehlt hier.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Schneeheide-Kiefernwald 2.2.2.1

    Schneeheide-Kiefernwald
    Erico-Pinetum
    Urkübel, Dorfgastein 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Am Weg auf die Paarseen und hinauf zum Urkübel ist dieser Biotoptyp noch anzutreffen. Erica carnea, die Schneeheide ist dominant.

    Karbonat-Alpenrosen-Lärchenwald
    Der Karbonat-Alpenrosen-Lärchenwald - Laricetum-Rhododendrosum hirsuti - tritt im Randalpengebiet außerhalb des Zirbenareals als subalpiner Lärchenwaldgürtel bevorzugt an steilen Hangpartien auf. Diese lichten Bestände der Lärche - Larix decidua, denen vereinzelt die Fichte - Picea abies und Vogelbeerbäume - Sorbus aucuparia beigemischt sind, wurden möglicherweise durch frühe Rodungsphasen gefördert. Ihre Strauch- und Krautschicht weist eine ähnliche Zusammensetzung wie die der Lärchen-Zirbenwälder auf. Kennzeichnende Art ist die Behaarte Alpenrose - Rhododendron hirsutum.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Karbonat-Alpenrosen-Lärchenwald 2.2.2.2

    Karbonat-Alpenrosen-Lärchenwald
    Laricetum-Rhododendrosum
    Rastötzenalm, Bad Hofgastein 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Von der Rastötzenalm hinauf zur Schmalzscharte kann man am Fuße des Tennkogels diesen Biotoptyp antreffen. Unweit davon liegt auch ein Davallseggensumpf.

    Lärchen-(Wiesen-)Wald
    Beim Lärchen-(Wiesen-)Wald handelt sich um eine lichte bis mehr oder minder geschlossene Lärchenbestände mit gras- und krautreichen Unterwuchs, dessen Zusammensetzung je nach Untergrundgestein variiert. Auf Karbonat kommen vielfach Arten der Rostseggenrasen und Kalkschuttsiedler vor, auf Silikat sind es vorwiegend Wiesenelemente. Lärchen-(Wiesen-)Wälder sind keine Naturwälder, sonder naturnahe Waldtypen, da durch Nutzung der Fläche als Wiese bzw. Weide entstanden sind. Die Wüchsigkeit der Lärche und das Einwandern von Fichten belegen dies.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Lärchen-(Wiesen-)Wald 2.2.2.3
    Vorkommen im Gasteinertal: ?

    Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose
    Beim Subalpinen Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose handelt es sich um hochalpine Bestände mit wechselnden Anteilen von Lärche - Larix decidua, Zirbe - Pinus cembra und Fichte - Picea abies, wobei letztere oft nur beigemischt ist. Charakteristisch ist eine moosreiche Zwergstrauchschicht, in der die Alpenrose dominiert. Weitere häufige Zwergsträucher sind die Heidelbeere - Vaccinium myrtillus, die Rauschbeere - Vaccinium uliginosum und die Preiselbeere - Vaccinium vitis-idaea.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose 2.2.2.4

    Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit Alpenrose
    Lärchen-Zirben-Fichtenwald Lärchen-Zirben-Fichtenwald Lärchen-Zirben-Fichtenwald
    Graukogel, Gasteinertal 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Die Gesellschaft bildet über 1.800 m (in 1.820 - 1.980 m) die Waldgrenze (Schlossalm, Graukogel, Hieronymushöhe etc.). In aufgelockerten Beständen dominiert die Zirbe. Die Lärche ist meist nur vereinzelt truppweise eingesprengt. Die Fichte folgt in tieferen Lagen.

    Der Subalpine Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose ist ein Subtyp auf silikatischem Untergrundgestein mit - Rhododendron ferrugineum. Der Subalpine Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit behaarter Alpenrose hingegen ist ein Subtyp, der auf karbonatischem Untergrund stockt. Die von - Rhododendron hirsutum - dominierte Zwergstrauchschicht bildet keine geschlossene Decke und ist oft durch anstehendes Gestein und Rasenflecken unterbrochen.

    Lärchen-Zirbenwald
    Der Lärchen-Zirbenwald - Vaccinio-Pinetum cembrae - steigt etwa bis auf 2.200 m Höhe und bildet damit die höchstgelegene Waldgesellschaft der Alpen. Dominant ist die Zirbe - Pinus cembra mit wechselnden Anteilen von Lärche - Larix decidua und Zirbenbeständen. Aufgrund der häufig lichten Bestockung bildet sich oft eine kräftige Zwergstrauchschicht mit Rhododendron und Vaccinium-Arten.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Lärchen-Zirbenwald 2.2.2.5

    Lärchen-Zirbenwald
    Lärchen-Zirbenwald, Kühkar Lärchen-Zirbenwald, Gasteinertal Vaccinio-Pinetum cembrae
    Kühkar, Gasteinertal

    Vorkommen im Gasteinertal: Im Kühkar aber auch im Anlauftal kann man diesen Biotoptyp antreffen.

    Lärchen-Zirben-Blockwald
    Der Lärchen-Zirben-Blockwald ist ein bis ins subalpine Fichtenwaldgebiet hinabreichendes Pionierwaldstadium auf Silikat-Bergstürzen. Das hohlraumreiche Blockgefüge ist Verbindung mit eventuellen Kaltluftwirkungen bedingt eine außerordentlich langsame Boden- und Vegetationsentwicklung. Die Initialphase ist oft lärchenreich, wobei auch Birke, Eberesche - Sorbus aucuparia und Latsche - Pinus mugo die Vorwaldbestockung aufbauen können. Typisch sind auch mächtige Moos- und Flechtendecken mit vor allem Cladonia-Arten.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Lärchen-Zirben-Blockwald 2.2.2.6

    Lärchen-Zirben-Blockwald
    Erico-Pinetum
    Kötschachtal, Reedsee 2006

    Vorkommen im Gasteinertal: Im Gebiet um den Reedsee und des Böcksteinkogels scheint diese Biotoptyp vermehrt aufzutreten.

    Latschenbestände

    Die Latsche - Pinus mugo kann im Bereich der Waldgrenze ausgedehnte gürtelförmige oder wie auch auf darunter liegenden Sonderstandorten (Rücken, Blockhalden, Lawinenrinnen) kleinflächige, bis über 3 m hohe Bestände bilden.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Latschenbestände 2.2.3

    Silikat-Latschenbestand
    Der Silikat-Latschenbestand - Rhododendro ferruginei-Pinetum mugi - tritt meist nur kleinflächig an Sonderstandorten (Grobblockhalden, Bergsturzgebiete) oder als aufgelöstes Einzelvorkommen im Bereich der Waldgrenze (1800 - 2200 m) auf.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Silikat-Latschenbestand 2.2.3.1

    Silikat-Latschenbestand
    Silikat-Latschenbestand Silikat-Latschenbestand
    Graukogel, Palfneralm, Gasteinertal

    Vorkommen im Gasteinertal: Latschen auf Silikatgestein finden wir im Gasteinertal ab der Gneiszone zahlreich, insbesondere in der Krummholzzone im gesamten Kötschachtal, im Gebiet um den Graukogel und überall hoch oben im Anlauftal. Im Nassfeld sind sie kaum (mehr) entwickelt.

    Kalk-Latschenbestand
    Der Kalk-Latschenbestand - Rhododendro hirsuti-Pinetum mugi - ist vor allem im Bereich der nördlichen Kalkalpen als großflächige Ersatzgesellschaft bzw. als Waldgrenzgesellschaft ausgebildet. Neben der dominierenden Latsche - Pinus mugo sind auch noch die Zwerg-Eberesche - Sorbus chamae-mespilus, die Behaarte Alpenrose - Rhododendron hirsutum und die Schneeheide - Erica herbacea hochstete Arten.
    Biotoptyp (Sbg.1994): Kalk-Latschenbestand 2.2.3.2

    Kalk-Latschenbestand
    Latschen, Gasteinertal Kalk-Latschenbestand Rhododendro hirsuti-Pinetum
    Urkübel, Latschenweg in Dorfgastein, Gasteinertal

    Vorkommen im Gasteinertal: Latschen auf Kalkgestein finden wir im Gasteinertal in der Klammkalkzone und teilweise daran anschließend, wo Kalkphyllit und Kalkglimmerschiefer gesteinsbildend sind. Besonders eindrucksvoll ist dieser Biotoptyp oberhalb der Paarseen zu finden, wo er als Latschenrundweg gekennzeichnet ist.

        

    Entsprechend der - Biotopkartierung für Salzburg - bzw. der Kartierungsanleitung, bearbeitet von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al. April 1994 beinhaltet der Biotopkomplex - Naturwälder bzw. naturnahe Wälder und Gebüschstrukturen sowie sonstige Gehölze - auch die Biotopgruppen - 2.1 Laubwälder - 2.3 Hochmontan-subalpine Hochstaudengebüsche und Hochstaudenfluren - 2.4 Waldränder und Vorwaldgesellschaften - und die - 2.5 Gehölze in der Kulturlandschaft - . . .

    Anmerkung: Der Schlüssel für die - Biotoptypen nach Haeupler & Gavre - bzw. nach Haeupler & Muer (2000) unterscheidet hier entsprechend die terrestrischen Lebensräume die - Natur- und Wirtschaftswälder - T1.

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    Gastein im Bild - Ökologie/Biotoptypen - Nadelwälder
    © 29.8.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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