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GOb43 - Biotoptypen/Gasteinertal: Biotoptypen der Kulturlandschaft
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Gasteinertal
Ökologie

Biotoptypen . Gasteinertal

Wildkrautfluren in Äckern

Wildkrautgesellschaften 4.3.1

Neben den Kulturpflanzen finden sich auf den Äckern auch spontan andere Pflanzen ein. Diese erste Besiedlungswelle von Pionierpflanzen auf dem aufgerissenen Ackerboden kann als das erste Stadium einer Sukzession betrachtet werden. Aus der Sicht der Landwirtschaft sind diese Pflanzen "Unkräuter", denen man pauschal unterstellt, dass sie durch Konkurrenzwirkung den Eintrag vermindern. Herbizideinsatz, intensive Düngung, verbesserte Saatgutreinigung und generell Anbau gereinigten Saatgutes führt zum Aussterben von speziell an die auf Äcker angepassten Arten und zu einer allgemeinen Zurückdrängung von Wildkrautfluren. Biologischer Ackerbau, die Nichtbewirtschaftung von Randstreifen und das Brachfallen von Ackerflächen bieten Arten dieser Gesellschaften die Möglichkeit zum Überleben. Aufgrund der unterschiedlichen Bedingungen stellen sich in Getreideäckern andere Wildkrautgesellschaften ein als in Hackfruchtäckern.
Die mineralischen Dünger (seit 1850) machten den Ackerbau von der Brache unabhängig und somit wandelte sich auch der Charakter der Ackerunkrautgesellschaften. Die Mehrzahl der mehrjährigen Arten verträgt aber das regelmäßige Pflügen und hacken nicht; daher setzt sich die Ackerunkrautvegetation aus vielen Annuellen-Gesellschaften zusammen. Seit das Ackerland Jahr für Jahr mit Feldfrüchten bestellt wird, bildeten sich unsere heutigen Getreide- und Hackfrucht-Gesellschaften aus, die je nach Bearbeitungsmodus stark differenziert sind. Herbizideinsatz und Düngung, verbesserte Saatgutreinigung und Stilllegung von Äckern haben Arten mit spezialisierten Standortansprüchen zum Verschwinden gebracht. Getreide-Wildkrautgesellschaften gibt es im Gasteinertal seit etwa 30 Jahren nicht mehr.
Biotoptyp (Sbg.1994): Biotoptypen der Kulturlandschaft - Wildkrautfluren in Äckern 4.3

Hackfrucht-Wildkrautgesellschaft
Hackfrucht-Wildkrautgesellschaften sind im Gasteinertal gar selten bzw. so wie einst die Getreidefelder ganz verschwunden. Lediglich kleinflächig finden sich noch Gemüse- und evtl. Kartoffelfelder mit derartigen Wildkrautgesellschaften. Die Pflanzengemeinschaften bzw. Ackerunkrautgesellschaften sind überwiegend der Klasse Stellarietea mediae zuzuordnen. Hackfrucht-Wildkrautgesellschaft sind im Gasteinertal wohl nicht mehr als Biotop existent.
Biotoptyp (Sbg.1994): Hackfrucht-Wildkrautgesellschaft 4.3.1.2

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Entsprechend der - Biotopkartierung für Salzburg - bzw. der Kartierungsanleitung, bearbeitet von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al. April 1994 beinhaltet der Biotopkomplex - Biotoptypen der Kulturlandschaft - noch die Biotopgruppen - 4.1 Mager- und Trockenstandorte - 4.2 Wirtschaftsgrünland mit den Fettwiesen - und die - 4.4 Aufgelassenen Abbauflächen - wie Steinbruch, Bergbauhalden oder Schottergruben.
Anmerkung: Der Schlüssel für die - Biotoptypen nach Haeupler & Gavre - bzw. nach Haeupler & Muer (2000) unterscheidet hier entsprechend die terrestrischen Lebensräume bzw. Kulturpflanzenbestände - Acker-Beikrautfluren - T9.1

Biotope im Gasteinertal

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Gastein im Bild - Ökologie/Biotoptypen
Wildkrautfluren in Äckern
© 29.10.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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