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GOb54 - Biotoptypen/Gasteinertal: Morphologische und geologische Formbildungen
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Gasteinertal
Ökologie

Biotoptypen . Gasteinertal

Höhlen und Stollen

Höhlen und Stollen beeinflussen häufig, z.B. durch Kaltluftaustritte ihre Umgebung. Weiter können sie für einige Tiergruppen (z.B. Fledermäuse) von großer Bedeutung sein. Für die Charakterisierung des jeweiligen Biotops ist der Höhlen- und Stolleneingang und das diesem eindeutig zuzuordnenden Vorfeld von Bedeutung. Der unterirdische Höhlen- bzw. Stollenverlauf ist dabei nicht relevant.
Höhlen finden sich im Gasteinertal in den Klammkalken bei Klammstein, künstliche Höhlen bzw. Stollen im Silberpfenniggebiet und am Radhausberg, wie auch beim Biotoptyp - Aufgelassene Abbaufläche (Steinbruch oder Bergbauhalde) - beschrieben.
Biotoptyp (Sbg.1994): Morphologische und geologische Formbildungen - Höhlen und Stollen 5.4

Höhlen
Höhlen sind im Gasteinertal in den Klammkalken geradezu eine Attraktion - deren Begehung und Charakterisierung als Biotoptyp allerdings ist nicht so einfach. Sie sind zudem Schlafplatz und Überwinterungsort für Fledermäuse.
Die - Entrische Kirche - ein Zufluchtsort der Evangelisten während der Protestantenverfolgung im 16./17. Jh. befindet sich in einer derartigen Höhle neben dem weitverzweigten Höhlensystem, welches im Rahmen einer Führung begangen werden kann.
Biotoptyp (Sbg.1994): Höhlen 5.4.1.1
Offene, künstliche Höhlen und Stollen
Die Vegetation der Mundlöcher von Stollen aus der Zeit des Goldabbaues im Gasteinertal entspricht denen der Umgebung. Teilweise treten eiskalte Bäche aus mit entsprechender Begleitflora, wie sie für die kalten Gebirgsbäche auch anderswo vorkommen.
Biotoptyp (Sbg.1994): offene, künstliche Höhlen und Stollen 5.4.1.2
Zahlreiche Stollen, teilweise noch begehbar aber meist zur Gänze verfallen sind im Gasteinertal im Gebiet des Bockhart und am Radhausberg vorzufinden - deren Begehung aber verboten ist.

Vorkommen im Gasteinertal: Lediglich die Entrische Kirche, ein Höhlensystem im Klammkalk ist als Biotop des Biotoptyps - Höhle - vertreten. Alle anderen künstlichen Höhlen und Stollen sind aufgelassen, verfallen und kaum begehbar.

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Entsprechend der - Biotopkartierung für Salzburg - bzw. der Kartierungsanleitung, bearbeitet von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al. April 1994 beinhaltet der Biotopkomplex - Morphologische und geologische Formbildungen und Systeme sowie zoologisch definierte Biotoptypen - noch die Biotopgruppen - 5.1 Glazialmorphologische Geosysteme - 5.2 Geologischen Formen und Bildungen - 5.3 Zoologisch definierte Biotoptypen - . . .
Anmerkung: Der Schlüssel für die - Biotoptypen nach Haeupler & Gavre - bzw. nach Haeupler & Muer (2000) unterscheidet hier entsprechend die terrestrischen Lebensräume - T5.2.3 Höhlen, Stollen und Schächte aus dem Biotopkomplex - Block- und Geröllhalden - T5

Biotope im Gasteinertal

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Gastein im Bild - Ökologie/Biotoptypen
Höhlen und Stollen
© 29.10.2010 by Anton Ernst Lafenthaler
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