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Biotope . Gasteinertal

Biotopkartierung Land Salzburg

Biotoptypen, Gasteinertal

Ein Biotop beschreibt den Lebensraum von bestimmten Tieren und Pflanzen, den es im Sinne des Naturschutzes zu erhalten gilt, nicht zuletzt auch um das Überleben der Artenvielfalt zu sichern. Ein zerstörtes Biotop bedeutet nicht selten den Tod der dort ansässigen Lebewesen bzw. das endgültige Verschwinden bereits seltener Arten.

Das Salzburger Naturschutzgesetz 1993 hat sich zum Ziel gesetzt, einen leistungs- und funktionsfähigen Naturhaushalt anzustreben unter Bewahrung der natürlichen dynamischen Prozesse und der Erhaltung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. Dies bedeutet Biotopschutz. Um aber ein Biotop als solches zu erkennen oder es gar gezielt benennen zu können, ist die Kenntnis von Biotoptypen Voraussetzung.

Im Land Salzburg sind bereits über 200 Biotoptypen definiert. Eine derartige Vielfalt von Biotoptypen ist selbst für begeisterte Naturliebhaber ohne spezielle Kenntnisse nicht überschaubar. Die hier vorgestellten Bilder von Biotoptypen aus dem Gasteinertal sollen helfen, zumindest auf einige der vielen Lebensräume aufmerksam zu machen. Da Biotoptypen meist eng an pflanzensoziologische Einheiten gebunden sind, werden diese gesondert vorgestellt.
Der Biotopkartierung des Landes Salzburg entsprechend werden die ans Wasser gebundenen Lebensräume, die Naturwälder bzw. naturnahen Wälder, die Biotope der alpinen Hochlagen, die der Kulturlandschaft und die morphologisch und geologisch definierten Biotoptypen unterschieden. Als sechste Gruppe gelten die Kulturlandtypen.
Im Archiv - Katastralgemeinden-Biotope - findet sich eine Auswahl zu den im Gasteinertal kartierten Biotopflächen. In der - Bildergalerie - die entsprechenden Bilddokumentation mit Beschreibung.

Biotoptypenkatalog Salzburg

Kartierungsanleitung von G. Nowotny & H. Hinterstoisser et al. 1994
Biotope, Gasteinertal
1 - Ans Wasser gebundene Lebensräume
◊ 1.1 - Stehende und langsam fließende Gewässer ◊ 1.2 - Fließgewässer ◊ 1.3 - Auen ◊ 1.4 - Moore und Moorwälder ◊ 1.5 - Röhrichte und Großseggensümpfe ◊ 1.6 - Feuchtlandschaftsreste in der Kulturlandschaft.
Biotope, Gasteinertal
2 - Naturwälder bzw. naturnahe Wälder und Gebüschstrukturen sowie sonstige Gehölze
◊ 2.1 - Laubwälder ◊ 2.2 - Nadelwälder ◊ 2.3 - Hochmontan-subalpine Hochstaudengebüsche und Hochstaudenfluren ◊ 2.4 - Waldränder und Vorwaldgesellschaften ◊ 2.5 - Gehölze in der Kulturlandschaft.
Biotope, Gasteinertal
3 - Alpine Hochlagen an und über der Waldgrenze (inkl. Schutt- und Felsfluren unter der Waldgrenze)
3.1 - Felsspalten- und Mauerfugengesellschaften ◊ 3.2 - Steinschutt- und Geröllgesellschaften ◊ 3.3 - Alpine Polstergesellschaften ◊ 3.4 - Subalpin-alpine Zwergstrauchheiden ◊ 3.5 - Alpine Rasen ◊ 3.6 - Schneebodengesellschaften ◊ 3.7 - Nivale (glaziale) Typen.
Biotope, Gasteinertal
4 - Biotoptypen der Kulturlandschaft
4.1 - Mager- und Trockenstandorte ◊ 4.2 - Wirtschaftsgrünland ◊ 4.3 - Wildkrautfluren in Äckern ◊ 4.4 - Aufgelassene Abbaufläche.
Biotope, Gasteinertal
5 - Morphologische und geologische Formbildungen und Systeme sowie zoologisch definierte Biotoptypen
5.1 - Glazialmorphologische Systeme ◊ 5.2 - Geologische Formen und Bildungen ◊ 5.3 - Zoologisch definierte Biotoptypen ◊ 5.4 - Höhlen und Stollen.
Biotope, Gasteinertal
6 - Kulturlandtypen
6.1 - Wirtschaftsgrünland, Äcker, Gärten ◊ 6.2 - Wirtschaftswälder, Monokulturen und Schlagfluren ◊ 6.3 - Betriebene Abbauflächen ◊ 6.4 - Kulturlandtypen des Siedlungsraumes ◊ 6.5 - Sport-, Freizeit- und Erholungsflächen.

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Anmerkung: Die hier angeführte Biotopkartierung bzw. Kartierungsanleitung für Salzburg - Biotoptypenkatalog - wurde herausgegeben vom Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 13, Referat für Naturschutzgrundlagen und Sachverständigendienst, bearbeitet von Günther Nowotny und Hermann Hinterstoisser et al. April 1994. Es soll hier für das Gasteinertal zur Anwendung kommen.

Im - Archiv - findet sich zusätzlich der Schlüssel für die - Biotoptypen nach Haeupler & Gavre - bzw. nach Haeupler & Muer (2000), wobei die Gruppen Salzwasser und/oder tidebeeinflussten Lebensräume (H - hyaline Biotope), Binnengewässer (L - Limnische Biotope), Semiterrestrischen Lebensräume (S - Moore, Sümpfe, Bruchwälder) und letztlich die Terrestrischen Lebensräume (T - Wälder, Wiesen, Gebüsche etc.) unterschieden werden.

Weiterführende und verwandte Themen :
Katastralgemeinden und Regionen - Biotope Gasteins
Ökosysteme - Umweltbiologie
Vegetationsökologie - Pflanzengesellschaften
Biotoptypenkatalog - Land Salzburg

- Katastralgemeinden und Regionen -

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