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Pflanzen - Index | ||
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Die Gattung Campanula - Glockenblume -
gehört zur Familien der - Campanulaceae -
mit vielen unterschiedlichen Arten auch im Gasteinertal; aber nicht alle sind sie gleich als
Glockenblumengewächs zu erkennen.
Gerade die bei uns gar nicht so seltene Kugel-Rapunzel und die gleichermaßen beliebte aber
wesentlich seltenere - armblütige Teufelskralle - gehören zum Beispiel zu dieser Familie.
Die Artbestimmung ist bei den Glockenblumen nicht immer möglich und selbst Experten haben schon mal
ihre Schwierigkeiten.
Die Glockenblume als Gattung kennt aber wohl jeder - sind sie doch auch eine der ersten Blumen, die Kinder
mit Vorliebe sammeln und benennen können . . ..
Die Wiesen-Glockenblume ist die Glockenblume schlechthin und ziert jedes Jahr unsere Frühlingswiesen, wo der Dung noch nicht alle Vielfalt zerstört hat. Das zarte Violett der in armblütigen Rispen stehenden Blüten leuchtet bis Juli, meist verschwindet aber die Buntheit der Wiesen nach der ersten Mahd . . .
Immer sind die geöffneten Blüten bemüht, sich nach der Sonne zu richten auch wenn der Wind,
der besonders im Frühjahr immer heftig weht,
solange noch Schnee auf den Bergen liegt, sie zu Boden drängt.
Ihre dünnen aber extrem widerstandsfähigen Stiele biegen sich elastisch bis
nahe dem Grund ohne abzuknicken.
Die bärtige Glockenblume ist bei uns sehr verbreitet und besonders im Frühjahr auf unseren Alm-Wiesen aber auch am Waldesrand häufig anzutreffen. Ihre bärtigen Blüten weisen unverkennbar auf diese Art hin.
Selten allerdings aber als besonderes Gusterstückerl unserer Flora ist die weiße bärtige Glockenblume anzusehen. Sie gilt als Varietät und ist lediglich durch den Verlust des blauvioletten Farbstoffes charakterisiert.
Auch sie ist bei uns gar nicht so selten und kann nahezu bei jeder Wanderung gesehen werden;
ich habe sie bisher allerdings nur am Osthang des Tales antreffen können.
Die Zwerg-Glockenblume ist bei uns zwar auch nicht so selten, aber leicht wird
sie wegen ihrer Kleinheit nicht beachtet.
Dabei gehört diese Art zu den besonders schönen und zarten Formen dieser Gattung. Zum Mitnehmen
allerdings ist sie keinesfalls geeignet, da sie ohne Wasser nicht allzulange durchhält.
Hier kann nur ein Fotoapparat die Schönheit verewigen.
Die armblütige Teufelskralle ist nur in großer Höhe und auch dort nur an ausgewählten
Plätzen anzutreffen. Ihre Köpfchen sind 2-7blütig, die Grundblätter nur 1-3 cm lang.
Die Wuchshöhe dieser Teufelskralle beträgt nur 1-6 cm.
Sie wächst auf windexponierten Fels- und Schuttfluren, über Silikat aber auch über
Kalkglimmerschiefer.
Leicht wird sie übersehen, da die Eile vieler Wanderer keine Zeit für sie lassen.
Besonders durch die Ultraviolettstrahlung kommt ihr dunkles Blau voll zum Tragen und wer
sie einmal lieb gewonnen, ist immer wieder auf der Suche nach ihr.
Die dunkle Glockenblume auch - österreichische Glockenblume - genannt ist bei uns sehr selten anzutreffen und bisher von mir nur in großer Höhe im Gasteinertal entdeckt worden. Aufmerksame Wanderer können sie aber durchaus wohl auch an anderer Stelle entdecken. Alle Blätter sind kerbsägig. Die Wuchshöhe beträgt maximal 15 cm.
Über 2000 m Seehöhe scheint sie sich wohl zu fühlen
und trotzt allen kalten Stürmen ebenso wie der intensiven Ultravioletteinstrahlung.
Geradezu dieselben Eigenschaften wie die Armblütige Teufelskralle scheint sie aufzuweisen,
auch ihr Dunkelblau unterscheidet sie kaum von dieser und sie bevorzugt ebenso
auch feuchte Fels- und Schuttflure.
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Pflanzenwelt/Gasteinertal: Glockenblumen
© 21.8.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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