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Pflanzen - Index | ||
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Die Hahnenfüße sind eine sehr große Gruppe und zeigen noch viele urtümliche Merkmale. Dazu gehören die unbestimmt große Zahl von Staub- und Fruchtblätter. Die Blattteile sind spiralig oder nur zum Teil in Kreisen. Das Blatt ist meist wechsel- oder grundständig, oft handförmig geteilt oder zusammengesetzt.
Ätherischen Öle kommen in dieser Familie praktisch nicht vor.
Als Früchte finden sich klassischerweise die Nüsschen. es gibt aber ebenso Balgfrüchte,
Kapseln oder Beeren.
Siehe - Fruchttypen.
Besonders zahlreich kommt bei uns der Scharfe Hahnenfuß vor, der ganze Wiesen zu gelbe Matten
verwandelt. Viele Arten aber werden vom Laien nicht als Hahnenfußgewächse gedeutet bzw. erkannt.
Hier eine kleine Auswahl der besonders schönen und teilweise seltenen Arten.
Die Alpen-Küchenschelle wird nicht selten als Anemone fehlgedeutet und hat sich auch schon fest als solche eingebürgert. Sie gehört aber keineswegs zur Gattung Anemone, dem Buschwindröschen, welches natürlich auch bei uns vorkommt, sondern zu Pulsatilla - der Küchenschelle.
Die Alpen-Küchenschelle, einer der schönsten Gebirgspflanzen überhaupt, kommt besonders zahlreich am Weg zum Schuhflicker vor, aber auch im Schlossalmgebiet und anderen Almenwiesen. Sie ist nicht gefährdet wie schon viele andere Arten des Hochgebirges. Es können mehrere U-Arten unterschieden werden.
Stängelblatt laubblattartig, frei, 3-fach gefiedert.
Die Endfieder der Laubblätter ist - fiederspaltig -
nicht fiederschnittig, die
Abschnitte oft zurückgerollt. Die Spreite ist gegen den Laubblattstiel hin nicht abgewinkelt,
deutlich behaart; die Niederblätter sind ganz.
Die beiden unteren Hauptfiedern nur wenig kleiner als der Rest der Spreite.
Das Perigonblatt ist innen weiß und außen bläulich überlaufen.
Der Alpen-Hahnenfuß wird oft im Wortgebrauch mit dem Berg-Hahnenfuß - Ranunculus montanus - verwechselt. Dieser ist aber gelb und gleicht eher dem scharfen Hahnenfuß. Der Alpen-Hahnenfuß hat eine weiße Blüte und ist auch wesentlich kleiner.
Die Grundblätter sind rundlich und 3-5-lappig, oft bis über die Mitte eingeschnitten.
Lappen grob und stumpf gezähnt. Nur eine, höchstens zwei Blüten am Stängelende.
Das Kelchblatt ist kahl, hinfällig. Das Kronblatt reinweiß.
Die Nüsschen haben einen gebogenen Hacken. Die Pflanze wird bis zu 15 cm hoch.
Der blaue Eisenhut erreicht bei uns selten eine Höhe über 60 - 80 cm, wo er ansonsten schon bis 150 cm hoch werden kann. Die Blätter sind handförmig 5-7fach geteilt. Die Früchte sind mehrsamige Balgkapseln. Es gibt viele U-Arten, die teilweise als eigen Art geführt werden.
Die ganze Pflanze ist giftig, besonders Wurzel und Samen. Bereits 0,2 g sind toxisch, 1-2 g der Wurzeln tödlich. Neben dem Alkaloid Aconitin, eines der stärksten Pflanzengifte überhaupt, welches schon durch die unverletzte Haut bzw. über die Schleimhaut in den Körper gelangen kann, kommen noch andere zum Teil nicht bekannte Stoffe vor. Vergiftungserscheinungen sind Herzrhythmusstörungen, Krämpfe, Lähmungen und Kreislaufstillstand.
Merkmale zum Unterschied von - Aconitum variegatum - sind die dunkelblauen, helmförmigen Blüten in
endständigen Trauben, wobei der Helm meist breiter als hoch ist. Der Stängel aufrecht, die Blätter
handförmig 5-7-fach geteilt. Der Stiel der Honigblätter ist auffällig gebogen.
Kelchblatt rostbraun, zottig behaart, bis zur Fruchtreife bleibend. Einzeln endständige Blüte. Kronblatt weiß, beim Verblühen schwach rosarot bis rotviolett. Stängel aufrecht, dicklich, meist kahl. Grundblätter fleischig, 3-teilig. Wuchshöhe: 5 - 15 cm.
Kalkarme, steinige, humusarme Böden. Felsschutt, Felsspalten, besonders silikathaltige Böden. Bis über 4.000 m.
Sehr selten - streng geschützt !!
Das Leberblümchen braucht zum Gedeihen nährstoffreiche Böden und kommt bevorzugt in Laubwäldern vor.
Es blüht im zeitigen Frühjahr aber nur kurz. Nach 1 Woche sind die Blüten bereits verschwunden.
Auffällig sind die 3-lappigen Blätter, die der Pflanze den Namen gab und an den lappigen Bau der Leber
erinnern soll.
Das der Pflanze auch leberwirksame Heilstoffe innewohnen hat sich leider nicht bestätigt - im Gegenteil,
es ist sogar schwach giftig.
Die Blüte ist radiär und besteht aus 6-10 blaue Perigonblätter. Dicht unter ihm befindet sich die 3-blättrige,
kelchartige Hochblatthülle.
Bei der Alpen-Waldrebe sind die einzelnen Blüten lang gestielt und befinden sich in den Achseln der oberen Blätter.
Die Blütenfarbe geht von trübviolett, tiefviolett, hellblau bis rosafarben.
Der Stängel wächst kriechend oder kletternd.
Mithilfe der Blattstiele klettern sie empor, umwinden damit Zweige oder Felsvorsprünge und stützen sich so ab.
Die Früchtchen sind durch den abstehend behaarten Griffel lang geschwänzt. Die
Wuchshöhe beträgt 1 - 2 m. Selten!
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- Pflanzen : Heidekraut |
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Pflanzenwelt/Gasteinertal: Hahnenfüße
© 21.8.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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