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GP2eri - Pflanzenwelt/Gasteinertal: Ericaceae - Rauschbeere, Almrausch, Schneeheide . . .
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    Ericaceae

    Die Heidekrautgewächse, die als Zwergsträucher bezeichnend für die subalpine Vegetationsstufe in unseren Alpen sind, werden allgemein sofort erkannt, dennoch gibt es Arten, die zumindest nicht von jedermann richtig benannt werden können.
    So ist die Besenheide (Calluna vulgaris) zwar leicht von der Schneeheide zu unterscheiden, doch flüchtiges Hinsehen kann schon mal eine Verwechslung nach sich ziehen. Auch ist die Nebelbeere (Vaccinium uliginosum) und die Schwarzbeere äußerlich kaum zu unterscheiden. Der Kenner allerdings zerquetscht die Frucht und sieht sofort ihre wahre Natur . . .

    Der Almrausch

    Rhododendron

    Rostroter Almrausch

    Der rostrote Almrausch ist gemeinsam mit dem rauhblättrigen die 'Alpenrose' schlechthin. Sie ist jedem bekannt und wird auch von allen Bergwanderern (leider) gerne mit nach Hause genommen. Er blüht bei uns Gott sei's gedankt noch so zahlreich, dass auch nach üppigem Abweiden genug für's überleben dieser Art übrigbleibt. Noch scheint die Alpenrose nicht gefährdet, zumal alle Jahre wieder ihr zahlreiches erscheinen ihren gesicherten Bestand bestätigt. Zu üppig allerdings sollte man den Almrauschbuschen aber trotzdem nicht ausfallen lassen, denn selbstverständlich steht er unter Naturschutz.

    Rhododendron hirsutum

    Beim rostroten Almrausch - Rhododendron ferrugineum - sind die Blätter unterseits rostbraun und die Blüte scheint intensiv rot. Sie liebt sauren Untergrund und bevorzugt deshalb auch Böden mit kristallinem Gestein.

    Der rauhblättrige Almrausch - Rhododendron hirsutum - bevorzugt im Gegensatz dazu einen eher kalkhaltigen Untergrund. Sie kommt bei uns an den Osthängen vor, wo sie nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Schipisten in ihrem Vorkommen dezimiert wurde. Auch ist die Pflanze frostempfindlich, sodass sie die natürliche Schneedecke braucht, die sie vor dem Frost schützt. Insgesamt sollte man auf den begehrten Almrauschbusch verzichten und ihre Pracht einzig auf den Almen genießen - wer die Pflanze liebt, lässt sie leben . . .

    Exobasidien

    Nicht zu den Heidekrautgewächsen gehörend aber immer mit diesen vergesellschaftet sind die sog. "Rosenäpfel", die spätestens im Herbst von weitem rot leuchten und wegen ihrer Gestalt eben als Äpfel bezeichnet werden. Sie haben aber rein gar nichts mit Äpfel und auch nichts mit Rosen zu tun, sondern es sind Pilze, die das Gewebe des Almrausches zur Wucherung bringen. Bricht man diese Wucherungen auf, kann man außer eine krümmelige, weiße Masse nichts erkennen. Der Kenner jedoch weiß, es handelt sich um Nacktbasidien aus der Familie der - Exobasidiaceae - ein parasitischer Pilz, deren Gallen als "Alpenrosenäpfel" bezeichnet werden . . .

    Moor-Rauschbeere

    Vaccinium uliginosum

    Vaccinium uliginosum, Rauschbeere

    Die Moor-Rauschbeere, auch Nebelbeere genannt, kommt nicht nur im Moor oder moorigen Wäldern vor, sondern auch bei uns im alpinen Bereich. Sie wird nicht selten mit der begehrten Heidelbeere verwechselt, da ihre Beeren praktisch gleich aussehen. Der Saft der Rauschbeere ist aber farblos im Gegensatz zur Heidelbeere, deren kräftiges Dunkelblau jedem bekannt ist. Auch haben die Nebelbeeren blaugrüne Blätter, die aber erst im Vergleich mit denen der Heidelbeere wirklich auffallen (Bild: links Heidelbeere - rechts Rauschbeere). Rauschbeeren in größeren Mengen genossen sollen wie der Name schon sagt rauschartige Zustände hervorrufen.

    Bärentraube

    Arctostaphylos alpinus

    Bärentraube

    Die Bärentraube ist ein bei uns eher selten anzutreffendes Heidekraut. Ihre Beeren sind rötlich-schwarz und mehlig. Die immergrünen Blätter sind hellgrün, ledrig und am Rand nicht eingerollt. Sie enthalten reichlich Arbutin. Die Bärentraube soll als Blasentee eine heilende Wirkung haben und wurde im 18. Jahrhundert als Arzneipflanze genutzt.

    Alpenheide

    Loiseleuria procumbens

    Felsenröschen, Loiseleuria procumbens

    Die Alpenheide auch Felsenröschen genannt, ist unscheinbar klein, aber hat man sie einmal wirklich genau betrachtet, sieht man sie überall als ein wunderschönes Heidekraut.

    Sie wächst insgesamt höher am Berg als die eigentlichen alpinen Zwergstrauchheiden. Sie bildet richtige Strauchrasen weit oberhalb der Baumgrenze. Ihre zahlreichen Blüten sind klein, eher unscheinbar aber nicht weniger schön als die der Alpenrosen.
    Ihre immergrünen, ledrigen Blätter sind ebenfalls sehr klein und erreichen fast nie 1 cm Länge. Ihre reiche Verzweigung und dichte Beblätterung schützt den Boden vor allzugroßer Verdunstung. Sie ist selbstverständlich gesetztlich geschützt und zudem giftig.

    Schneeheide - Frühlingsheide

    Erica carnea

    Schneeheide

    Die Schneeheide ist ein immergrüner Zwergstrauch und mit ein Vertreter der Zwergstrauchheiden, wie sie in der oberen Bergwelt und subalpinen Stufen häufig sind. Die Laubblattstiele sind etwa 1 mm lang und liegen der Zweigachse an. Die Laubblattspreiten sind spitz, kurz bis stachelspitzig und oberseits glänzend grün. Kelch und Krone hell-purpurn (sehr selten weiß). Die Krone ist etwa 5 mm lang, schmal krugförmig. Der Staubbeutel ragt schwärzlich-purpurn aus der Krone.
    Sie lieben kalkige Böden und kommen bei uns bevorzugt in der Gegend um den - Luxkogel - vor . . .

    Weitere Heidekrautgewächse siehe Archiv - Ericaceae . . .

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    Pflanzenwelt/Gasteinertal: Heidekraut
    © 21.8.2002 by Anton Ernst Lafenthaler
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