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Wanderziele Böckstein |
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Vom Bahnhof Böckstein kann man noch bis zum Höhkarbach mit dem Auto fahren. Hier beginnt die Tour. Nach Überschreiten der Brücke passiert man erst das Marienstein, ein früher beliebtes Kaffeehaus und gelangt dann nach etwa 30 min Gehzeit zum Steg, der die Überquerung des Anlaufbaches ermöglicht. Danach geht's noch vor dem Tauernbachfall steil hinauf auf den Korntauern.
Ab dem Tauernbrünnl wird der Wald lichter und man gelangt auf einen freien Wiesenboden, der teilweise mit Steingeröll überdeckt ist. Antike Weg- und Steinreste sind hier noch sichtbar, die 1993 neu begangen und kartiert wurden. Sie sind Teil der - Römerstraße - auf den Korntauern . . .
Schon weit oberhalb der Baumgrenze kommt man dann zum Großen Tauernsee, den man glatt verfehlen kann, denn der Weg führt auf der Anhöhe oberhalb des Sees vorbei ohne die Sicht auf ihn freizugeben. Diesen Anblick sollte man sich keinesfalls entgehen lassen.
Will man direkt zum See, dann muss man schon vorher auf der etwas sumpfigen Anhöhe nach Osten gehen. Hier ist dann allerdings Endstation, denn hinauf Richtung Viehzeitkogel bzw. Scheinbretterkogel ist's eine Kletterpartie . . .
Hat man dann endlich den Übergang erreicht, sieht man weit hinein nach Mallnitz, hinüber zur Ankogelbahn
und hinunter zum Kleinen Tauernsee. Nun können wir hier umkehren - oder aber den Tauernweg zur -
Mindenerhütte - nehmen . . .
Eine Vielfalt an Alpenblumen kann in dieser Höhe bzw. Gegend nicht erwartet werden, denn die Wuchsbedingungen sind spärlich und das Klima rauh. Trotzdem sind hier die halbkugelige Teufelskralle - Phyteuma haemisphaericum - ebenso wie die armblütige Teufelskralle - Phyteuma globulariifolium - sowie das ansonsten in Gastein seltene Seifenkraut - Saponaria pumila - in ungewöhnlich großer Zahl anzutreffen.
Als Besonderheit kann der Hochmoorgelbling (siehe Bild) gesehen werden. Diese Falter können nur in Bodennähe fliegen und die Raupe ist gänzlich abhängig von der - Rauschbeere - von deren Blätter sie sich ernährt . . .
Hier liegt der Zentralgneis wie man ihn von den Hohen Tauern kennt; ein Porphyrischer Granitgneis wellig geschiefert und von Muskovitschlieren durchzogen, wobei der Kalifeldspat leicht eine Größe bis zu 5 cm erreicht und sich vom glasklaren Quarz gut abhebt. Porphyrisch bedeutet lediglich, dass sich in der feinkörnigen bzw. glasigen Grundmasse (Matrix) große Körner von Phänokristallen befinden. Die beeindruckende, sich daraus ergebende Struktur spiegelt die Westflanke des - Viehzeitkogel - wider. Siehe dazu auch das - Archiv - der Gneisgesteine . . .
| . . . entlang der - Römerstraße - zum Sumpfboden und weiter rechts hinauf . . . | |||
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Geologisch liegt der Korntauern im - Hölltorkern - der Hohen Tauern und besteht überwiegend aus
porphyrischen Gneisgranit und auch Weißschiefer.
Die entsprechenden Gesteinsformationen sind auf den Seiten - Korntauern/Anlauftal - einzusehen,
gemeinsam mit dem Viehzeitkogel und dem Toten Stein . . .
Das letzte Stück des Mindener Weges führt überwiegend über Geröll bis zur Passhöhe des Korntauern auf ca. 2.460 m. Vor Eröffnung der Tauernbahn war diese Übergang auch von Gasteiner Kurgästen ein viel benützter Übergang . . .
Oben angekommen sieht man weit über Mallnitz hinaus. Hier beginnt die Landesgrenze zu Kärnten. Nach links führt der Göttinger-Weg hinüber zum Hannoverhaus; rechts geht's über den Tauernhöhenweg bzw. Göttinger-Weg zur Mindener Hütte (2.428 m), die als Selbstversorgerhütte dem Schutz bzw. der Übernachtung dient.Von der Mindenerhütte besteht wohl die Möglichkeit nach Mallnitz abzusteigen, wir aber gehen weiter an der Woisgenscharte und dem Romatespitz vorbei bis zur Hagener-Hütte. Es ist ein langer Weg und ist ein Unwetter zu erwarten, sollte man auf der Mindenerhütte verweilen oder gar die Übernachtung in Erwägung ziehen. Endlich bei der Hagenerhütte angekommen ist die Tour geschafft und der Abstieg ins Nassfeld geradezu ein Spaziergang . . .
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Gasteinertal/Wanderwege: Korntauern/Mindener Hütte
© 8.10.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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