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Wanderziele Badgastein |
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Das Kühkar ist vom Alpenhaus Prossau in östlicher Richtung über steiles Waldgelände zu erreichen. Der Weg - Vinzenz-Havel-Steig - benannt nach dem jahrzehntelang tätigen Wegwart des AV-Zweiges Badgastein - führt zunächst durch den dichten Wald bis zur Grenze der Kernzone des Nationalpark Hohe Tauern. Hier lichtet sich der Wald und der Weg führt nicht mehr so steil direkt auf die Hochebene, dem Kühkar, ein mit Zirben und Lärchen bestandenes Hochmoor. Die alte Kesselalmhütte ist verfallen. In ihrer Nähe soll Ende des 18.Jahrhunderts der letzte Bär erlegt worden sein . . .
Die Berge, die das Kühkar und weiter oben das Kesselkar umschließen sind, von Nordosten beginnend der Grasleitenkopf mit der Bärenscharte, der Hühnerkarkopf und dann schon südlich gelegen der Keesnickel- und Keeskogel mit der Kleinelendscharte, die den Übergang ins Maltatal ermöglicht. Der Böcksteinkogel bildet den Abschluss nach Westen.
Will man an diesem schönen aber doch feuchten Ort nicht länger verweilen,
so kann man den Weg weiter gehen hinein ins Kesselkar und aktive Bergsteiger können
der Markierung folgend gar den Übergang nach Kärnten wagen.
Man muss dazu aber die Kleinelendscharte passieren, die ihren Namen wahrlich gerecht wird . . .
Um ins Klein-Elendtal bzw. Maltatal zu gelangen ist der Anstieg auf die - Kleinelendscharte - unumgänglich. Dazu vorweg muss ich aber bemerken, dass dieser Weg nur den Alpinisten vorbehalten bleiben soll. Der Weg ist gepflastert von Granitsteinen unterschiedlichster Größe und trotz dem Bemühen der Verantwortlichen, diesen Weg begehbar zu halten, ist das Gelände dermaßen unwegsam, dass nicht nur die Verletzungsgefahr groß, sondern der Steig insgesamt als doch gefährlich einzustufen ist.
Trotzdem ist diese Route eine der faszinierensten die wir im Gasteinertal haben. Die Umgebung ist einzigartig, Blockwerk und Schutt wechseln mit hochalpinen Pflanzenwuchs. Bei Schönwetter ist die Tour ein Erlebnis, bei Schlechtwetter ein Abenteuer. Sollte man den Rückweg nicht mehr schaffen oder von einem Unwetter überrascht werden, so kann man oben angekommen im Ali Lanti-Biwak Schutz suchen. Die "alte Ali Lanti" (siehe Bild) existiert aber nicht mehr. Seit 7. September 2003 wurde sie durch eine geradezu luxeriös eingerichtete "neue Holzschachtel" ersetzt . . .
Dem Blumenfreund bietet diese Route eher wenig im Vergleich zu anderen
Gebieten in Gastein. Mit Ausnahme des Hochmoor (Kühkar), welches insbesondere Spezialisten
bzw. Ökologen das Herz höher schlagen lässt, sind es hier die Naturgewalten,
die den Alpinisten beeindrucken . . .
| Wanderziel: Kühkar - Bildgalerie - . . . | |||
Die Tour auf die - Kleinelendscharte - sollte nicht spontan, sondern geplant erfolgen. Gute Kondition und Bergerfahrung sind Voraussetzung, denn der Name diese Scharte ist bezeichnend. Der Rückweg ist entsprechen einzuplanen . . .
Das Hochmoor umfasst praktisch das gesamte " Kühkar ".
Zu dem in den Wanderkarten ausgewiesenem Kühkar gehört offensichtlich auch das
links der Talenge weit oberhalb gelegen Kar (etwa weitere 400 Höhenmeter) im Anstieg zum Böcksteinkogel.
Der mühevolle Anstieg auf dieses höher gelegene Kar soll an dieser Stelle nicht empfohlen werden,
zumal nur ein beschwerlicher Steig dorthin führt, welcher kaum auszumachen ist.
Von der Kesselkarhütte führt der Vinzenz-Havel-Weg weiter ins sog. "obere" Kühkar . . .
Anm: Südlich des Reedsee findet sich ebenfalls ein Kar, welches " Kühkar " genannt wird.
Als "Kar" wird allgemein ein Hochgebirgskessel bzw.
eine Mulde vor Hochgebirgswänden bezeichnet . . .
| Ausgangspunkt der Wanderung - ... | ![]() |
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... - Almen - Gipfel - Übergänge |
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Gasteinertal/Wanderwege: Kühkar, Kesselkar
© 21.9.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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