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Wanderziele Badgastein |
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Der Grüne Baum ist sozusagen das Eingangstor des Kötschachtales. Bis hierher fährt man mit dem Bus oder mit dem Privat-Auto. Will man von Badgastein zu Fuß gehen, so geht man die Kaiserpromenade entlang . . .
Schon am Beginn des Weges führt links ein kleiner Weg zur Himmelwand, ein hochauftragender Granitgneisfels, welcher charakteristisch für die vorherrschende Gesteinsart in den Hohen Tauern ist. Hier befindet sich auch der berühmte Malerwinkel . . .
Auf der Fahrstraße am linken Achenufer passiert man erst die Gedenkstätte,
die an die Lawinenkatastrophe 1951 erinnert und weiter das Gasthaus zur "Himmelwand".
Nach etwa 30 min. auf halber Strecke führt ein Steg über die Kötschach-Ache hinauf zum -
Reedsee - mit steilem Anstieg, den man nicht unbedingt bei
großer Hitze angehen sollte. Wir aber gehen den Forstweg gerade weiter und erreichen
nach neuerlichen 30 - 45 Gehminuten das Alpenhaus-Prossau.
Beim Alpenhaus Prossau angekommen empfiehlt es sich
noch 1/2 Stunde hinein zum Talschluss zu wandern - in die Hintere Prossau -
ein Felskessel, in den die Gletscher des Tischlerkares zahlreiche Wasserfälle entsenden.
Hier im Talschluss beginnt die Kernzone des Nationalpark Hohe Tauern.
Einige verkümmerte Tannen finden sich hier noch; wohl die letzten im Gasteinertal . . .
Die Edel-Tanne, bei uns schlichtweg "Tanne" genannt ist besonders empfindlich gegen Spätfrost und Wildverbiss; ebenso gegen Industrieabgase, wie allgemeiner Luftverschmutzung. Im Gasteinertal wird die Tanne nirgends aufgeforstet. Sie ist im Gegensatz zur Fichte ein Tiefwurzler, was ihr die Standortwahl im Hochgebirge noch zusätzlich erschwert. Die Tanne gilt generell als stark gefährdet und ist im Gasteinertal mehr oder weniger ausgestorben.
Als Besonderheit findet sich hier eine seltene Wildrose, die Rosa pendulina - auch Rosa alpina genannt, die durch ihre feinen Drüsen (Lupe!) am doppelt gesägten Blattrand und am Stiel zumindest von den in Gastein noch anderen vorkommenden Wildrosen, wie z.B. die Hundsrose gut zu unterscheiden ist. Die Rosen welche als Zierpflanzen gezüchtet werden und gelegentlich verwildern sind ja durchwegs Hypriden, was dazu führte, dass die Wildrosen (auch als Heckenrosen bezeichnet) ganz allgemein schwierig zu bestimmen und kaum in die Pflanzensystematik einzuordnen sind . . .
Natürlich begegnet man hier auch Gämsen, aber im allgemeinen sind es
Schmetterlinge und Käfer, die regelmäßig und häufig sind. Neben dem schon seltenen
Braunscheckauge aus der Familie der - Augenfalter -
(Bild links), dem Alpenbläuling - Cupido osiris -
oder den Silberscheckenfalter (Bild unten) -
begegnen uns auch besonders prachtvolle und gar große Käfer, wie
zum Beispiel - Monochamus galloprovincialis -
der gefleckte Langhornbock, auch Bäckerbock genannt . . .
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Gasteinertal/Wanderwege: Prossau, Kötschachtal
© 14.6.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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