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Wb - Gasteinertal/Wanderwege: Prossau, Kötschachtal
Wanderwege, Bad Gastein Wanderziele
Bad Gastein
Wanderkarte, Bad Gastein

Alpenhaus Prossau . Kötschachtal

1.271 m

Malerwinkel, Himmelwand Das Hoteldorf Grüner Baum ist sozusagen das Eingangstor des Kötschachtales. Bis hierher fährt man mit dem Bus, mit dem Privat-Auto oder geht ganz einfach zu Fuß von Bad Gastein über die Kaiserpromenade oder von Bad Bruck den Forstweg.
Vorbei beim Hoteldorf sieht man bereits einen hochaufragenden Granitgneisfels, die bekannte und berühmte "Himmelwand". Hier befindet sich auch der berühmte Malerwinkel und der - Luis-Trenker-Weg.

Alpenhaus Prossau, Kötschachtal Noch vor Erreichen der Himmelwand passiert man am Forstweg die Gedenkstätte der Lawinenkatastrophe 1951 (Zerstörung des Ölbrennergutes durch eine Lawine) und nach 15- 20min das "Gasthaus zur Himmelwand". Vorbei bei der Gaststätte führt nach weiteren 20min auf halber Strecke ein Steg über die Kötschach-Ache hinauf zum - Reedsee - mit steilem Anstieg, den man nicht unbedingt bei großer Hitze angehen sollte. Wir gehen den Forstweg gerade weiter und erreichen nach neuerlichen 30 - 45 Gehminuten das Alpenhaus-Prossau, wo wir selbstverständlich einkehren und die hohen Berge ringsum, inklusive den Schleierfall des Akarbaches auf uns wirken lassen.

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Kötschachtal - Prossau

Hintere Prossau

Nach der ausgiebigen Rast im Alpenhaus Prossau empfiehlt es sich noch hinein zum Talschluss zu wandern - in die Hintere Prossau - ein Felskessel, in dem die Gletscher des Tischlerkares zahlreiche Wasserfälle entsenden. Erst geht es einen etwas steinigen Forstweg leicht bergauf - aber schon nach etwa 20 min einen Bach überquerend motiviert der Blick hinein in den Talkessel. Hier beginnt auch die Kernzone des Nationalpark Hohe Tauern.

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Kötschachtal . . . Hintere Prossau

Im Talkessel angekommen führt ein schmaler Wanderweg noch weit nach hinten und endet bei einer kleinen Baumgruppe mit einem liegenden Baumstamm, der unübersehbar als Sitzgelegenheit imponiert. Noch weiter zu gehen empfiehlt sich gar nicht, da sich in den letzten Jahren hier bei schönstem Wetter Felsstürze ereigneten - also nicht ungefährlich diese Gegend. Zudem gibt es auch keinen Weg mehr und man muss schon die Hände frei haben, um überhaupt noch weiter zu kommen. Wieder zurück und zufrieden das Kötschachtal hinauszuwandern, sollte das Ziel dieser Wanderung sein und - immer die Augen offen halten - es gibt viel zu sehen.

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Tischlerkarfälle (Bärenfälle) in der Hinteren Prossau - Felssturz

Fauna und Flora

Abies, Tannenzweig Die Edel-Tanne, bei uns schlichtweg "Tanne" genannt ist besonders empfindlich gegen Spätfrost und Wildverbiss; ebenso gegen Industrieabgase, wie allgemeiner Luftverschmutzung. Im Gasteinertal wird die Tanne nirgends aufgeforstet. Sie ist im Gegensatz zur Fichte ein Tiefwurzler, was ihr die Standortwahl im Hochgebirge eher erschwert. Die Tanne gilt generell als stark gefährdet bzw. im Gasteinertal als mehr oder weniger ausgestorben.

Nationalpark, Hohe Tauern Als Besonderheit findet sich hier eine Wildrose - Rosa pendulina - auch Rosa alpina genannt, die durch ihre feinen Drüsen (Lupe!) am doppelt gesägten Blattrand und am Stiel zumindest von den in Gastein noch anderen vorkommenden Wildrosen, wie z.B. die Hundsrose gut zu unterscheiden ist. Die Rosen welche als Zierpflanzen gezüchtet werden und gelegentlich verwildern sind ja durchwegs Hypriden, was dazu führte, dass die Wildrosen (auch als Heckenrosen bezeichnet) ganz allgemein schwierig zu bestimmen und kaum in die Pflanzensystematik einzuordnen sind.

Natürlich begegnet man hier auch Gämsen; im allgemeinen aber sind es Schmetterlinge und Käfer, die regelmäßig und häufig sind, wie auch der Silberscheckenfalter - Melitaea diamina diamina - oder ein gar großer Käfer, wie zum Beispiel - Monochamus galloprovincialis - der Gefleckte Langhornbock, auch Bäckerbock genannt.
Nicht zu vergessen natürlich auch die vielen und auffälligen Pilze, die hier anzutreffen sind, wie unweit des Weges der weit leuchtende Schwefelporling - Laetiporus sulphureus - ein besonders schönes Exemplar und im höchsten Maße schützenswert.

Silberscheckenfalter Schwefelporling

Biotope: Entlang des Forstweges bis zum Alpenhaus Prossau finden sich nur wenige Biotope, obgleich hier Wälder wie Waldboden einen herrlichen Anblick garantieren. Der Kötschachbach - ein Gebirgsbach, die Himmelwand und einige umliegend befindlichen Feucht-Wiesen sind als Biotope ausgewiesen. In der "Hinteren Prossau" finden sich dann Felsstürze, Lawinenbahnen, Grünerlengebüsche und Fels.
Am 30. Juli 2016 kam es allerdings im Rahmen eines Unwetters zu einer gewaltigen Wasserflut aus dem Tischlerkar, welche mächtig Geröll in die Hintere Prossau hinabstürzen ließ und bis zur Himmelwand am Talausgang alles verwüstete. Diese - Hochwasserkatastrophe - hat das Kötschachtal völlig verändert.

Biotope
Kötschachbach, Felssturz Zirbenwald Teich, Himmelwandhütte Wiese, Himmelwand
- Bildgalerie -
Siehe auch die Seiten:
- Biotope - Bergflora - Prossau
- Biotope - Bergflora - Himmelwand
- Wanderwege - Kühkar/Kesselkar -
- Wanderwege - Kleinelendscharte

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Gehzeit vom Hoteldorf Grüner Baum bis zum Alpenhaus Prossau: 1 - 2 Stunden

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Gasteinertal/Wanderwege: Prossau, Kötschachtal
© 24.9.2010 by Anton Ernst Lafenthaler
Rev. am 16.8.2016
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