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Wanderziele Badgastein |
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Erst ist die Fahrt mit dem Bus bzw. dem Privat-Auto ins Kötschachtal notwendig. Manche parken ihr Auto in Bad Bruck und gehen den Weg Richtung "Grüner Baum" zu Fuß hoch. Die Wanderung beginnt vom Hoteldorf "Grüner Baum", die Straße entlang etwa 30 min taleinwärts.
Ein schmaler Holzsteg führt dann über die Kötschachtaler Ache und der Weg führt in der Folge am anderen Ufer entlang bis zur Hinweistafel - "Steiler Anstieg zum Reedsee" - eine keineswegs übertriebene Bemerkung.
Nach etwa 90 Minuten gelangt man zum Kohlplatzl - ein früher schwach bestocktes Waldstück, heute leider eine durch heftige Föhnstürme kahl gefegte Anhöhe. Hier hat der Föhnsturm viele Bäume zu Fall gebracht und weite Teile dieser Gegend geradezu verwüstet. Ab hier wird der Weg etwa flacher - begleitet zum Teil von Latschenbestände und Kiefern.
Der Weg ist hier wie auch vorher schon im wahrsten Sinne des Wortes mit Steinen bzw. richtiger mit Granitgneis gepflastert. Der Waldboden wurde immer mehr ausgeschwemmt, sodass die Wurzeln von Lärchen und Kiefern frei liegen und mehr oder weniger die bis zu mehreren Metern messenden Granitsteine fest umschlungen halten. Hier sollte man keinesfalls vom Weg abweichen, denn tiefe Spalten oft nur leicht bedeckt von Moos oder Gestrüpp können hier ähnlich wie Gletschspalten zur Gefahr werden. Ganz anders oberhalb des Reedsee. Hier begegnen uns Granitblöcke besonderer Art. Gewaltige Massen sind hier abgerutscht und sind Zeugnis derartiger Naturgewalten . . .
Nach einem 2-stündigen Aufstieg wird der Boden ebener und urplötzlich sieht man den herrlichen im tiefem Blau schillernden Gebirgssee auftauchen, umgeben von Bäumen, Moosen, Blumen und Gras. Die Hütte am See ist ein Alpenvereinsstützpunkt und nicht bewirtschaftet, deshalb immer auch Proviant mitnehmen. Hier zu verweilen ist ein bleibendes Erlebnis . . .
| Reedsee - Gasteinbilder - Kötschachtal | ||
Ist man des Weges müde, so wählt man wieder den Weg zurück zum "Grünen Baum". Will man aber noch weiter so kommt man nicht unweit vom Reedsee entfernt etwas oberhalb zum Seekar - ebenfalls ein Gebirgssee. Noch weiter oben gegen die - Palfnerscharte - zu taucht der Windschursee auf, der bereits aufgrund der Höhe nicht mehr von Bäumen umwachsen ist aber umso schöner die umgebenden Berge widerspiegeln kann. Von hier ist es nicht mehr weit zur Palfnerscharte, welche zwischen dem Graukogel und dem Palfnerhörndl liegt und eine herrliche Aussicht nach beiden Seiten des Tales gewährt. Von hier muss man nicht wieder die ganze Strecke zurück, sondern man wählt den Steig hinunter zum Palfnersee und hinüber zur Graukogelbahn.
Zur Lainkarscharte bzw. zum Gamskarlsee kommt man von hier nur mit Mühe und man sollte sich dazu nicht verleiten lassen. Es gibt keinen markierten Weg und man kann sich gar leicht verirren. Dieses Ziel ist auch von der Palfnerscharte nicht zu erreichen . . .
Ein Blick zurück nach Südosten zum Reedsee und weit hinein ins Kötschachtal lässt gut die obere Baumgrenze erkennen, die einst im Mittelalter höher lag. Zirben und Lärchen markieren hier die Kampfzone. Zirben waren einst häufiger in Gastein, aber der Goldbergbau scheint hier alles Holz genutzt zu haben und es braucht Zeit, bis die langsam wachsenden Zirben wieder üppiger werden. Auch Holzschnitzer und Künstler lieben dieses Holz, denn es hat die für sie gewünschten Eigenschaften.
Eine gar so üppige Vegetationsvielfalt wie wir sie von der Schieferzone der Hohen Tauern gewohnt sind finden wir hier nicht.
Granitgneis ist hier das vorherrschende Gestein und das Klima hier ist rauh. Am Reedsee wächst das Wollgras und die üblichen
Zwergsträucher dieser Höhenlage. Als Biotoptyp ist er ein
klassischer - Gebirgssee - einer der schönsten Gasteins . . .
| Ausgangspunkt der Wanderung - ... | ![]() |
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Gasteinertal/Wanderwege: Reedsee
© 11.8.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
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