![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Wanderziele Klammstein |
![]() |
|
Die Entrische Kirche (entrisch bedeutet in der Mundart - unheimlich) ist eine Naturhöhle besonderer Art, die vermutlich vor geologisch langer Zeit durch Auswaschung von Kalk entstanden ist. Sie diente zur Zeit der - Protestantenverfolgung - im 16./17. Jh. den Lutherischen als Zuflucht und geheimen Versammlungsort und ist wahrlich schwer zu finden, wäre nicht ein gut präperierter Weg hinauf mit zahlreichen Hinweistafeln. Der Eingang liegt unter einem riesigen Felsvorsprung. Auch eine Sage gibt es von diesem Ort, nachzulesen im - Sagenschatz Gasteins - gemeinsam mit vielen anderen derartigen Geschichten . . .
Der Weg zum Höhleneingang beginnt in Klammstein beim großen Parkplatz hinter der Burgruine.
Anschlagtafeln geben Auskunft rund um die Naturhöhle.
Höhlenführungen werden ab April bis Ende Oktober von Richard Erlmoser (staatl. gepr. Höhlenführer) und
Elisabeth Frank (gepr. Höhlenführerin) täglich außer Montag durchgeführt.
Die Höhle kann ohne Ausrüstung mit Ausnahme von warmer Kleidung und festem Schuhwerk (evtl. eigene Taschenlampe mitnehmen) besucht werden.
Die Höhlentemperatur beträgt um +6°C; die Dauer der Führung beträgt etwa 50 min.
Die Höhle ist über 2500 m lang, wovon aber nur etwa 400 m wirklich gut begehbar sind.
Auch wird auf besondere Erdstrahlen hingewiesen, die so manche Krankheit heilen und unbegründete Ängste beseitigen sollen. Wie gesagt, nicht nur ein Naturerlebnis besonderer Art, sondern auch ein Ort der Ruhe und Abgeschiedenheit von der hektischen Welt . . .
Für geologisch Interessierte sei hier darauf hingewiesen, dass diese Höhle inmitten der -
Klammkalkzone - liegt und im Gegensatz zu den übrigen
Kalkalpen keine Fossilien beherbergt. Die Metamorphose war bei der Entstehung der Hohen Tauern wohl
zu heftig, sodass Fossilien jeglicher Art wohl vollständig zerstört wurden . . .
Für Hobbybotaniker und Blumenfreunde finden sich am Weg einige Besonderheiten,
insbesondere in den Waldlichtungen. Erwähnenswert, da im Gasteinertal selten ist
der Salomonssiegel - Polygonatum oderatum -
und die hier doch zahlreich vorkommende Schattenblume - Maianthemum bifolium -
sowie auch nicht so häufige Gräser wie z.B. das
Perlgras.
Hier kann man auch ein gar nicht so schönes, aber aufgrund ihrer besonderen Lebensweise interessantes
Knabenkraut, die Vogel-Nestwurz -
Neottia nidus-avis - antreffen.
Mit Beginn des Sommers sind derartige Besonderheiten allerdings schon verblüht und es folgen Arten aus
der Familie der Glockenblumengewächse, verschiedenste Korbblütler wie z.B. das Rindsauge -
Buphthalmum salicifolium - der Natternkopf -
aus der Familie der - Rauhblattgewächse - die Türkenbundlilie
und viele andere . . .
| Ausgangspunkt der Wanderung - ... | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
... - Almen - Gipfel - Übergänge |
| Home | Suche | Inhaltsverzeichnis | Pilze | Tiere | Pflanzen | Wanderwege | Momente | Ereignisse | Geologie | Ökologie |
Gasteinertal/Wanderwege: Enterische Kirche
© 21.6.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
gwd-entki