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Wanderziele Dorfgastein |
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Die Wanderung beginnt wie beim Aufstieg zu den → Paarseen - in Dorfgastein bzw.
beim Hauserbauer. Nach Durchquerung des Fichtenwaldes und vorbei bei der Steiner Hochalm geht's hinauf
Richtung Paarseen, wo nur noch wenige Lärchen stehen. Auf der Anhöhe (beim großen Stein,
wo man auf der Bank eine kurze Rast einlegt, um den herrlichen Blick in die Tauern zu genießen) biegt
man nach rechts hinauf und befindet sich, oben angekommen am → Urkübel -
von wo der Latschenrundweg beginnt. Richtung Süden dem Grat entlang
(Hias-Wallner-Steig) geht's hinüber zum Hochegg und weiter zum Schuhflickersee.
Eine herrliche Flora ziert hier den Steig und man wird leicht dazu
verleitet, nicht auf den Weg, sondern auf die Blumen zu achten und dann zu stolpern.
Teilweise ist das Gelände hier etwas abschüssig und obwohl gut gesichert, sollte man doch insbesondere nach Regentagen darauf achten, nicht abzurutschen. Auch sollte man den Weg nicht verlassen, um nicht den verdeckt durch das hohe Gras tiefen Abgrund zu übersehen. Kinder unbedingt streng am Weg halten.
Kurz bevor man den Schuhflickersee unter sich auftauchen sieht, muss man das Hochegg (2180 m) passieren,
welches mit Ausnahme der Arlspitze die höchste Erhebung dieser Wanderung darstellt.
Dann geht's gemütlich weiter, versperren einem hier nicht frei gehaltene Ziegen den Weg, die man liebend gerne als wilde Bergziegen sehen würde, hätten sie nicht ein
Glöcklein am Hals.
Es sind echte Pinzgauer Ziegen → Capra aegagrus hircus - und
Jungböcke demonstrieren hier ihre Machtkämpfe. Man sollte sie nicht reizen, sodass man nicht selbst als Konkurrent an deren Stelle tritt.
Jahr 1940 : Die Wanderung auf den "Schuhflicker" wurde erstmals im Reiseführer aus dem Jahr 1940 beschrieben;
der Schuhflickersee allerdings wurde dabei nicht erwähnt.
Siehe → Schuhflicker - ...
| Hochegg - Gasteinbilder - Schuhflicker | |||
Am Schuhflickersee (von den Einheimischen auch Seekar-See genannt) sollte man schon verweilen und noch den Anstieg auf die - Arlspitze - überlegen. Eine Tafel verweist auch auf einen Steig zur Schernbergalm (1800 m), die eine der ursprünglichsten ist und einen Besuch auf alle Fälle lohnt. Hier wird noch fleißig Käse produziert von bester Qualität und die Almhütte selbst hat nichts von ihrer Ursprünglichkeit verloren. Der Abstieg zu dieser Alm vom Schuhflickersee ist allerdings beschwerlich und wer nicht über bestes Schuhwerk verfügt, könnte einige Male stolpern oder gar zu Sturz kommen.
| Vom Schuhflickersee auf's Hochegg - | ||||
Diese Tour ist für Blumenliebhaber und Hobby-Botaniker ein wahres Paradies.
Neben der bereits an anderer Stelle in diesem Gebiet
beschriebenen Alpenblumen, wie die Alpenküchenschelle → Pulsatilla alpina -,
die Alpen-Azalee → Loiseleura procumbens -
die Kugelblume → Globularia cardifolia -,
Teufelskrallen, die Trollblume u.v.m. kommt hier auch das Sonnenröschen → Helianthemum glabrum -, das
Ähren-Läusekraut → Pedicularis rostrato-spicata -,
die Haller-Margerite → Leucanthemum halleri -,
das Katzenpfötchen → Antennaria dioica -,
die streng geschützte Alpenaurikel → Primula auricula -
sowie der in Gastein sehr seltene Schweizer Mannschild → Androsace helvetica - vor.
Man sollte allerdings unbedingt die Fotokamera bei sich haben, will man diese Blumenpracht mit
nach Hause nehmen. Keinesfalls aber sollte man auch nur einen Gedanken verschwenden,
ein Exemplar des beschriebenen Schweizer Mannschild mitnehmen zu wollen, denn die Blüten halten bis nach Hause ohnehin nicht und den ganzen Polster mitzunehmen
wäre geradezu fatal für die Art. Auch die anderen genannten Pflanzen sind fast alle geschützt.
Wir bleiben dabei, die Pflanzen sind dort am schönsten, wo sie zu Hause sind.
| Weiterführende und verwandte Themen : |
| • Biotope-Region : Schuhflicker - Klammstein, Alpenflora
• Dokumentation : Frühe Spazier-, Wanderwege - ab 1830 • Ökologie : Vegetation-Biotope-Umwelt - Gasteinertal • Panoptikum : Naturbilder - Vorschau (Flora, Fauna u. a.) |


Die Wegbeschreibung ist ohne Gewähr.
Bitte beachten Sie am Ende jeder Seite das Erstellungs- bzw. Änderungsdatum.
Gehzeit vom Hauserbauer ca. 3 Stunden.
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- Biotope : Bildgalerie |
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Gasteinertal/Wanderwege: Schuhflickersee, Hochegg
© 2010 Anton Ernst Lafenthaler
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