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Wanderziele Dorfgastein |
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Man beginnt die Tour am besten beim Hauserbauer; von hier die Straße rechts
hinauf zum Reitergut, knapp
oberhalb wieder rechts, weiter über den Kendlbachgraben und nach einigen Serpentinen kommt man zur Heumoosalm,
teils durch den Wald, teils über Almwiesen.
Nur selten genießt man die Kühle
des Waldes, denn der Aufstieg ist sehr der Sonne ausgesetzt.
Nach Erreichen der - Heumoosalm - geht's eine kurze
Strecke durch den Lärchenwald hinauf zum - Arltörl -
mit weitem Blick ins Großarl Tal. Dann folgt man den Steig links hinauf zum Schuhflicker den
Serpentinen folgend hinauf von Plateau zu Plateau bis auf den Grat, wo sich
ein Kreuz befindet mit der Inschrift: "In Dir muss brennen, was Du in anderen
entzünden willst" . . .
| Vom Arltörl zum Wetterkreuz - siehe auch - Gasteinbilder - . . . | |||
Unweit davon, (war) unterhalb des mächtigen Dolomitkegels eine - Bank -
leider nicht mehr vorhanden ist.
Zwischen den beiden beinahe gleich großen Gipfeln führt der Weg in wenigen Serpentinen zur Scharte,
dem Übergang zum Schuhflickersee.
Von der Scharte sind es nur mehr wenige Meter zum Hauptgipfel, dem "Schuhflicker" bzw. der Arlspitze
und so mancher weiß zu berichten, dass er gar schnell wieder den Abstieg anstrebte . . .
Die Gasteiner bezeichnen die Arlspitze als "Schuhflicker", wobei aber auch das Gebiet unterhalb diesen Namen trägt.
Vor noch gar nicht langer Zeit hieß die Arlspitze "Kendlachkogel" und das ganze Gebiet "Kendlach" bzw.
"Kendlachalm", Heute führt nur noch der Kendlachgraben diesen Namen.
Die Großarler nannten den einstigen "Kendlachkogel" immer schon Arlspitze, so
wie der Übergang vom Gasteinertal ins Großarltal immer schon Arltörl hieß . . .
Der Schuhflicker ist ein grauer - Dolomit - aus der Trias-Zeit, steckend im darunterliegendem Schwarzphyllit. Nach einer alten Sage - der Schuhflicker - wurde ein Schuster wegen seiner lästerlichen Reden bestraft und in Stein verwandelt. So bezeichnet man das ganze Gebiet um die Arlspitze, inklusive das Dolomitgeröll als den 'Schuhflicker', da der Schuster mitsamt seiner Almhütte vom Blitz getroffen zu Stein verwandelt wurde.
| Schuhflicker, Arlspitze - siehe auch - Gasteinbilder - . . . | ||||
Vor dem Aufstieg zum Gipfel ist sicherlich eine kleine Rast an der Weggabelung angebracht, wo eine Abzweigung nach Großarl ins Nachbartal führt. Danach geht's hinauf zum Gipfelkreuz bzw. auf die Arlspitze und wer danach den Weg nicht wieder zurück gehen will, nimmt die Abzweigung knapp unterhalb des Gipfels hinunter zum - Schuhflickersee - um danach wieder hinauf zum Hochegg und weiter zu den - Paarseen - zu wandern. Vom Schuhflickersee aus kann man auch die Schernbergalm erreichen.
Im Frühjahr ist die Almwiese gepflastert mit der Alpenküchenschelle -
Pulsatilla alpina -
selten so zahlreich wie hier.
Mindestens ebenso zahlreich sind die Heidelbeersträucher aus der Familie der -
Ericaceae -
in Gemeinschaft mit unzähligen kleinen Ameisen.
Die Heidelbeere bzw. "Schwarzbeere", wie sie bei uns genannt wird, ist
auf diese staatenbildenden Insekten angewiesen, denn ihr Besuch ermöglicht die
Befruchtung und sichert so ihren Bestand . . .
Anzutreffen ist auch das gar nicht so häufige Katzenpfötchen - Antennaria dioica. Am Fuße des Schuhflickers findet man gar den sehr seltenen Schweizer Mannschield - Androsace helvetica - eine streng geschützte Pflanze. Zum Glück lädt diese schöne, aber doch sehr kleine Blume nicht zum Pflücken ein, sonst wär' sie längst ausgerottet, denn Jahre und Jahrzehnte benötigt sie, um sich im Fels zu halten . . .
Der seltene Bergmolch ist hier mit etwas Glück in Tümpeln zu beobachten, sehr flinke und scheue Tiere. In der Hochsaison natürlich unübersehbar viele viele Bergwanderer . . .
Tourengeher und Winter-Bergwanderer besuchen den Schuhflicker zu jeder Jahreszeit. Ob dazu geraten werden soll, kann ich nicht entscheiden, gefährlich ist es allemal . . .
| Ausgangspunkt der Wanderung - ... | ![]() |
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Gasteinertal/Wanderwege: Schuhflicker, Arlspitze
© 21.5.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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