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Wh - Gasteinertal/Wanderwege: Bad Hofgastein - Rastötzenalm
Wanderwege, Hofgastein Wanderziele
Bad Hofgastein
Wanderkarte, Bad Hofgastein

Rastötzenalm

1.743 m

Rastötzenalm Die Hütte der Rastötzenalm ist (war) seit jeher eines der beliebtesten Ausflugsziele des ganzen Gasteinertales. Als es noch keine Straße gab, sondern diese beim Grubhof, weit unterhalb des Annenkaffee endete, war der Weg - 'in die Rastötzen' - eine wahre Märchenwanderung. Vom Annenkaffe, welches damals lediglich ein kleines Häuschen war, hinein in den Rastötzengraben war der Wald gesäumt von Pilzen und einer abwechslungsreichen Vegetation. Der berühmte Gräfinsitz, wo einst Kaiserin Elisabeth verweilte ist heute noch wie damals ein schöner Aussichtsplatz; aber leider abseits des Weges. Der Weg in die Rastötzen ist seit Fertigstellung der Straße leider kein besonderer Anreiz mehr für Naturliebhaber, als - Mountainbike-Strecke - ist der Weg in die Rastötzenalm aber sehr beliebt. Im Jahr 2015 wurde die Straße zudem saniert und ist seitdem sehr gut befahrbar.
Schon nach kurzer Wegstrecke passiert man die Kapelle "Bruder Klaus", wo der Weg weiter durch den Laub-Fichten-Mischwald nach oben führt. Leider muss man als Wanderer immer wieder den Fahrweg queren oder gar entlang wandern. Auf halber Strecke bietet sich dabei die Möglichkeit zum Gräfinsitz abzubiegen, wo es sich allemal lohnt eine Rast einzulegen, denn die Aussicht ist grandios. Nach einer kurzen Wegstrecke allerdings erwartet uns wieder der Güterweg bis hinein zur Rastötzenalmhütte.

Kapelle, Bad Hofgastein Rastötzenalmweg, Bad Hofgastein Gräfinsitz, Bad Hofgastein Rastötzenalm, Bad Hofgastein
. . . Kapelle "Bruder Klaus" - Bildgalerie - Gräfinsitz . . .

Gleich unterhalb der Rastötzenhütte liegt die Grußberghütte und auf gleicher Höhe die Planitzenhütte - ebenfalls immer einen Besuch wert. Will man nicht in die Rastötzenhütte einkehren, sondern gleich auf den Gamskarkogel oder den Rauchkogel gehen, so zweigt man auf der Anhöhe noch vor Erreichen der Rastötzenhütte nach rechts zur Ledererhütte hinauf. Wegweiser markieren den Steig.

Die Rastötzenalm wird von den Berggipfeln des Geißkarkopfes, dem Tenn- und Frauenkogel, dem Gamskarkogel und dem Rauchkogel eingekesselt. Eine gute Kondition erfordert der Rundgang über die - Schmalzscharte - zum - Frauenkogel - und weiter zum - Gamskarkogel - und - Rauchkogel - diese Gratwanderung ist allemal empfehlenswert.

Rastötzenalm Rastötzenalm, Gasteinertal Tennkogel Rastötzenalm Kapelle, Bruder Klaus
. . . Rastötzenalm - Bildgalerie - Tennkogel . . .

Wählt man aber als Wanderziel den - Geißkarkopf - so ist nicht nur eine gute körperliche Verfassung, sondern auch Eigenverantwortlichkeit angesagt. Der Weg ist steil und nicht markiert. Ein Weiterkommen vom Gipfel Richtung Schmalzscharte bzw. Frauenkogel ist (fast) nicht möglich. Auch ist unsere Kreuzotter hier besonders zahlreich auf diesem Gelände vertreten und man kann schon in den Heidel- und Preiselbeerstauden unangenehm überrascht werden.

Am Weg findet sich am Ausgang des Rastötzengrabens eine Kapelle mit einem - Relief - aus Kupfer, welches von unserem Bildhauer - Sepp Viehauser - gefertigt wurde. Hier ist eine kleine Rast empfehlenswert, insbesondere, wenn der Abstieg nicht ohne Schwierigkeiten war.

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. . . Rastötzenalm - Bildgalerie - Grußberghütte . . .
Anna-Kapelle am Hausstattberg

Die - Anna-Kapelle - selbst befindet sich auf einem Hügel knapp oberhalb des begehrten und mit dem Auto viel besuchten Annenkaffee. Zu Fuß geht man von Bad Hofgastein den Wasserfallweg bis hinein zum Rastötzenbach und weiter hinauf durch die Au, die bevorzugt aus Grauerlen besteht. Ein wenig beschwerlicher Spaziergang, verbunden mit allen Schönheiten der Natur.
Am Weg dorthin kann man auch den Grubhof besuchen, welcher unweit der Straße zum Annenkaffee etwas unterhalb liegt. Gerne werden hier Gäste empfangen und bewirtet.

Fauna und Flora

Ruprechtsfarn Der Weg in die Rastötzenalm ist reich an Farnen und Stauden. Erst ist es noch ein nadelbaumbeherrschter Mischwald mit Grauerle, Esche und Weiden mit überwiegend Fichten den man durchschreitet, dann folgen - Hochstaudenfluren - mit reichlich Grünerlengebüsch und üppig Unterwuchs. Zuletzt sind es die - Zwergstrauchheiden - die hier teilweise flächendeckend vorkommen. Die von weitem auszumachende Rostrote Alpenrose - Rhododendron ferrugineum - zeigt hier Bastardbildung mit dem behaarten Almrausch, welcher südlich der Rastötzenalm vorkommt.
Ein seltenes und sich leider auflösendes Biotop findet sich am Weg zur Schmalzscharte, der - Davallseggensumpf - eine kurzgrasige Quellmoor-Gesellschaft über kalkreichem Substrat. Oberhalb der Rastötzenalm beginnt dann der Alpine Rasen mit dem bekannten - Krummseggenrasen - und den dicht mit Flechten besetzten - Windheiden - eine Pflanzengesellschaft der besonderen Art.

Kleine Geologie

Rastötzenalm, Geißkarkopf Auffällig hier am Weg in die Rastötzenalm die besonders bei Tiefstand der Sonne leuchtenden Felsformationen, ein besonders feinkörniger Grünschiefer unterschiedlicher Mineralzusammensetzung. Er zieht von der Engstelle bei Laderding bis hinüber zur Toferer-Scharte und ist die dominierende Gesteinsart der Hörndl, wobei er ein eher gebändertes und nur wenig geschiefertes Aussehen zeigt. Die Bänder entstehen durch zonenartige Anreicherung von Chlorit, Aktinolith, Albit und Epidot, aus dem der - Prasinit - neben Hornblende bevorzugt besteht.
Im Rastötzengraben ist die - Felsformation - bzw. die Grünschieferserie besonders gut vom Forstweg aus zu sehen. Sie bilden die Basis des Geißkarkopfes und des Hörndl und ziehen vom Bahnhof Hofgastein im Westen hinüber zum Rauchkogel im Südosten.

Anmerkung: Die Ausdrucks- bzw. Schreibweise hat sich im Laufe der Zeit immer wieder geändert. Im Reise-Handbuch von Emil, Wien 1827 wird die Radjetzen genannt, bei Muchar 1934 ist es das Rastetzenthal.
Fritz Gruber schreibt in seinem dem Buch "Mosaiksteine zur Geschichte Gasteins und seiner Salzburger Umgebung", 2012: Der Name des Grabens lautete ursprünglich "Rastitzen" und ist alpenslawisch-karantanischen Ursprungs. Zugrunde liegt dem Namen "hrast", Eiche. Noch heute gibt es in der Umgebung einzelne Eichen, die sonst im Tal weitgehend fehlen.
Im Reiseführer von 1927 wird eine - Rastötzenscharte - genannt. Sie entspricht der heutigen Schmalzscharte.

Siehe auch die Seiten:
- Biotope der Region - Bergflora - Rastötzenalm
- Geologie - Ostflanke - Geißkarkopf
- Wanderwege - Gamskarkogel -
- Wanderwege - Frauenkogel
- Frühe Wanderwege - Rastötzenalm/Gamskarkogel

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Gehzeit vom Annenkaffee : ca. 1,5 Stunden.

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Gasteinertal/Wanderwege: Rastötzenalm
© 24.8.2007 by Anton Ernst Lafenthaler
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