![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Wanderziele Bad Hofgastein |
|
|
Die Schmalzscharte war einst eine gute Möglichkeit, bequem das Großarltal zu erreichen, was vor noch nicht allzu langer Zeit auch genutzt wurde. Damals waren es allerdings die "Schmalzgeher", die gar nicht so gerne gesehen wurden, weil sie nicht wie der Name vermuten liese, das Schmalz (Butter) anlieferten, sondern im Gegenteil solches den Almbesitzern abverlangten. Gab man ihnen nichts, so wurde die Alm mit einem Fluch belegt und davor hatte man große Furcht. Ein solcher Weg bestand auch von der Rastötzenalm hinüber auf die Laderdinger Almen. Hier wurde er auch den Umständen entsprechend richtigerweise "Schmalzbettlersteig" genannt. Noch heute weiß man davon zu berichten . . .
Die Schmalzscharte ist heute leicht und ohne wesentliche Anstrengung begehbar und wie gesagt eine gute Möglichkeit, nach Großarl zu gelangen. Man nimmt den Weg hinauf zur - Rastötzenalm - biegt dann nach links hinüber zum Graben, überquert den Bach und nimmt den breiten Weg hinauf bis zum Brunnen. Hier etwa 20 m den Hang hinauf und dann Richtung Talschluss bzw. ins Geißkar. Danach ist der Weg nach oben nicht mehr zu verfehlen.
| . . . - Rastötzenalm - Bildgalerie - Schmalzscharte - . . . | ||
Es empfiehlt sich der Aufstieg hinüber zum Tennkogel, den man entweder am Osthang unterquert oder aber hinauf auf den Gipfel wandert. Danach geht's weiter hinüber zur scharte und hinauf zum - Frauenkogel - deren Gipfelkrez von den Großarlern errichtet wurde. Danach kann man bequem den Grat entlang hinüber zur - Gamskarkogelhütte - wandern, ein allemal empfohlenes Wanderziel.
Von der Schmalzscharte hinüber auf den - Geißkarkopf - zu gehen
sei an dieser Stelle nicht empfohlen, denn der Grat ist
nur erfahrenen Bergwanderern zuzumuten und auch das nur in Begleitung von Ortskundigen.
Im Herbst ist diese Gegend von mystischem Charakter und allzuleicht verspürt man den Drang,
abseits des Weges ein Abenteuer zu suchen.
Aber Vorsicht! - Das Erdreich auf den steilen Hängen ist nur dünn und liegt lose dem
Schiefergestein auf. Im Winter sind es hier die Lawinen, die unberechenbar hier abgehen.
Man sollte sich nicht scheuen, den Weg wieder zurückzugehen und in die Rastötzenalm (Ledererhütte) oder in die
knapp unterhalb gelegene Grußberghütte einzukehren . . .
Besonders gut lässt sich bei dieser Tour der Unterschied "Heidelbeere - Nebelbeere" studieren.
Der Saft der - Heidelbeere - ist rotschwarz und jeder kennt
diese schöne Farbe,
hat er sie schon mal auf seiner Kleidung gehabt. Die - Nebelbeere - hingegen
ist farblos. Beide Beeren haben eine schwarze Haut und sind von außen praktisch
durch nichts zu unterscheiden. Mehrere Nebelbeeren - auch Rauschbeeren genannt - verzerrt,
sollen einen
kräftigen "Rausch"-Zustand hervorrufen können, sagt man - vielleicht aber wird einem
auch nur furchtbar übel . . .
Zahlreich hier auch die - Preiselbeere - und als
Besonderheit die Alpenazalee auch Felsenröschen genannt. Sie
gehören zur Familie der -
Ericaceae - den Glockenheidegewächsen. Für Botaniker
finden sich hier Pflanzengesellschaften der besonderen Art und zwar z.B. die Alpenazaleen-Windheiden -
Loiseleurio-Cetrarietum - und die arktisch-alpine
Zwergstrauchgesellschaft. Weiters findet man hier ein seltenes Biotop, die Davall-Seggen-Sümpfe (Kleinseggenriede - S2.2) mit -
Caricetum davallianae - als Pflanzengesellschaft mit der Kennart
Carex davallianae, eine unscheinbare Segge, weiters mit Juncus alpino-articularis, Dactylorhiza, Tofieldia u.a.
| Ausgangspunkt der Wanderung - ... | ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
... - Almen - Gipfel - Übergänge |
| Home | Suche | Inhaltsverzeichnis | Pilze | Tiere | Pflanzen | Wanderwege | Momente | Ereignisse | Geologie | Ökologie |
Gasteinertal/Wanderwege: Schmalzscharte
© 21.8.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
gwh-schma