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Wanderziele Sportgastein |
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Der Salesenkogel ist eher den Alpinisten vorbehalten, sollte aber nicht unerwähnt bleiben, zumal
die bizarren Formen am Grat besonders beeindrucken und er dem Kreuzkogel als höchstem Gipfel
des Radhausberges um nichts nachsteht.
Der Weg hinauf zum Gipfelkreuz ist allerdings um einiges mühsamer als auf den Kreuzkogel,
der eher einem Spaziergang gleicht.
Über Geröll und Blockwerk quält man sich die letzten 200 m hoch.
Trittsicherheit ist absolute Voraussetzung, Schwindelfreiheit von Vorteil.
Belohnt wird man nicht nur mit einer herrlichen Aussicht, sondern auch mit einer besonderen Alpenflora
die auch den sehr seltenen Gletscher-Petersbart mit einschließt.
Am Gipfelkreuz angekommen liest man die Inschrift des im Jahre 1986 verunglückten Bergkameraden
Walter Haider. Das Gipfelkreuz wurde wohl 1966 errichtet ?
| Salesenkogel, Anstieg und Gipfelkreuz | |||||
Die Tour ist von Böckstein über das Hieronymushaus und das Blumfeldköpfl ebenso zu empfehlen wie über den Florentin-Weg und dem - Kreuzkogel - wo sich auch die Bergstation der Goldbergbahn befindet. Der Weg auf den Salesenkogel kreuzt viele Wanderziele und bietet eine abwechslungsreiche Flora und Fauna . . .
| Salesenkogel | ||||
Will man erst nach Sportgastein fahren, so kann man ab dem Parkplatz nach kurzer Wegstrecke links
die Forststraße hinauf gehen und kommt so über Schideck und dem Ödenkar auf den Salesenkogel.
Wählt man den Peter-Sika-Weg, also geht man über das Blumfeldköpfl,
so hat man erst eine gute Strecke taleinwärts
vor sich, um danach auf leichter Anhöhe über den Steig hinauf zum Schideck bzw. zum Ödenkar zu gelangen.
Der Knappenbäudelsee liegt dabei südlich und kann erst gesehen werden, wenn man entweder direkt den Weg
weiter geht oder aber, wenn man schon nahe dem Kreuzkogel kommt.
Der See liegt auf einer Höhe um 2200 m . . .
In Höhe der Genossenschaftsalm im Nassfeld führt links hinauf der Peter-Sika-Weg, welcher
zuerst weit nach hinten Richtung Talschluss und dann nach Überwindung mehrerer Serpentinen
hoch hinein ins - Weißenbachtal - führt.
Hier gedeiht die geschützte Silberdistel geradezu in Massen.
Bei den Ruinen alter Bergbauhäuser vorbei geht's dann weiter Richtung Norden
zum - Knappenbäudlsee - und weiter hinauf zum Kreuzkogel bzw. zum Salesenkogel.
Oberhalb des Sees beginnt bereits eine sensible hochalpine Flora die
geprägt ist von Erosion und leider auch dem Schitourismus. Schafe nutzen hier das wenige Gras hoch oben
und zeigen sich eher schüchtern. Nach Überwindung der Angst überwiegt die Neugierde
und sie nähern sich ungestüm und man erwehrt
sich kaum der Angriffe . . .
Schutt und Staub prägen hier die Landschaft, durchbrochen von Fels und Gesteinen besonderer Art. Die hoch gelegenen Regionen sind karg und nur von seltenen und streng zu schützenden Pflanzenarten besiedelt. Dazu gehört z.B. der Alpen-Säuerling, die Hutchinsia und der bereits sehr selten gewordene Gletscher-Petersbart (siehe Bild) mit seinen über 1 m langen Ausläufern . .
Geologisch scheint diese Gegend besonders interessant. Bei der Gebirgsbildung entstanden Spalten und Klüfte. In diese wurde metallführende Lösungen abgeschieden, insbesonderes auch Kieselsäure, welches als Quarz abgeschieden wurde. Der Zentralgneis wird von steilen Spalten durchzogen, welche nach NNO ziehen. Diese Spalten durchschneiden die Schieferhülle des Gneises, was heißt, dass dieser Gneis jünger ist als der des Granits. Die oft mehrere Meter dicken hellen Quarzgänge, wie sie hier im Ödenkar zu sehen sind, sind taub, also erzfrei - auch wenn sich einige Klüfte finden . . .
Gut sichtbar liegt hier im Ödenkar das Quarzgestein geradezu senkrecht in der Schieferhülle des Gneises eingebettet und lässt kaum eine Kluft frei. Hier soll auch Turmalin vorkommen und am Kreuzkogel der seltene Aquamarin. Hier mischt sich der Siglitzlappen mit der Gasteiner Mulde und so finden sich hier gleichsam Schieferschollen und Siglitzgneis bzw. Granosyenitgneis.
| Ödenkar, Salesenkogel | |
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Gasteinertal/Wanderwege: Salesenkogel
© 15.8.2003 by Anton Ernst Lafenthaler
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