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Schautafel
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Schautafel, Apfelgarten Bad Hofgastein © Bildnachweis: Anton Lafenthaler - Kurgartenstraße, Bad Hofgastein - 2022

Schautafel, Apfelgarten Bad Hofgastein

Der Bad Hofgasteiner Apfelgarten

Gepflanzt und betreut von den Schülern der Neuen Mittelschule (NMS)
"Wer die Geschichte eines Lebensmittels kennt, der erkennt auch seinen Wert"
Schautafel, Apfelgarten Bad Hofgastein
Wir wollen unseren Kindern mehr die Möglichkeit geben, aktiv mit Lebensmitteln zu arbeiten und einen selbstverständlichen Bezug zur Natur aufzubauen. Deshalb hat sich die Gemeinde Bad Hofgastein entschlossen, einen Apfelgarten mit den Schülern zu pflanzen. Den Kindern soll in dem Projekt konkret die nachhaltige Nutzung unserer heimischen Äpfel nahegebracht werden. Unter anderem wird im pädagogischen Begleitprogramm die ökologische Wirkung von Streuobstwiesen verständlich gemacht. Es wurden ausschließlich alte Apfelsorten, die in unserem Klima gut gedeihen, gepflanzt. Die beschreibenden Steckbriefe wurden von den Schülern selbst ausgearbeitet. Um den Bezug zur Natur zu vertiefen, begleiten die Schüler "ihre" Bäume in den kommenden Jahren pflegend und hegend.
Und natürlich wird auch das Obst geerntet und verarbeitet. Um eine Verwertung des anfallenden Obstes mit pädagogischen Mehrwert sicherzustellen, darf jedes Jahr eine Klasse der NMS zum Apfelsaftpressen mitfahren. Der gewonnene Saft wird dann als gesunde Jause in der Schule ausgeschenkt.
So können die Schüler den Kreislauf des Obstes mitverfolgen - von der Blüte bis zum fertigen Produkt.
Die Wurzeln unserer Kinder stärken -
damit sich ihre Flügel besser entfalten können!

Gravensteiner

Gravensteiner Apfel, Bad Hofgastein Der Gravensteiner ist ein stak wachsender Baum mit einer lockeren Verzweigung. Seine Früchte sind mittelgroß bis groß mit einer gelbgrünen, rot geflammten Schale. Die Äpfel haben ein weißes, sehr saftiges, brüchiges Fruchtfleisch mit einem einzigartigen Aroma. Ab Anfang September werden sie geerntet und können sofort verzehrt werden. Der Geschmack verbessert sich, wenn man sie bis Anfang Oktober nachreifen lässt. Der Gravensteiner ist ein wertvoller Tafelapfel, der auch für Mus/Kompott geeignet ist.
Herkunft Gravenstein (dänisch), bereits im 18. Jahrhundert wurde diese Sorte beschrieben.
Wuchs Der Baum hat mit einer Breite von 200 - 300 cm einen besonders kräftigen Wuchs. Die Wuchsgeschwindigkeit beträgt 30 - 50 cm im Jahr. Dieser Baum wird 205 - 450 cm hoch.
Frucht Die Apfelfarbe ist rotgelb. Erntezeit der mittelfesten Frucht ist von Anfang September - Oktober. Die süßsäuerlichen Äpfel können von September bis Ende Dezember gelagert werden.
Sonstiges Bei dieser alten Apfelsorte handelt es sich um einen wertvollen Tafelapfel, der für Allergiker gut verträglich ist. Er wächst auf normalen, durchlässigen, sonnigen bis halbschattigen Gartenböden.
Gravensteiner Apfel, Zeichnung Gedicht vom Apfel

Ein Apfel der jetzt groß und fein
der wächst am Apfelbaum.
Auch er war einmal klitzeklein,
du glaubst es sicher kaum.

Wenn du ihn teilst, dann merkst du gleich
da stecken Kerne drin.
Und wenn du isst davon ein Stück,
läuft dir der Saft ans Kinn.

Er passt genau in deine Hand.
So halt ihn ruhig fest
und beiß mal rein, er schmeckt so gut.
Mach einfach mal den Test!
(Martin Keul)
NATUR - BEWUSST - AKTIV - MIT ALLEN SINNEN ERLEBEN

Jakob Lebel

Gravensteiner Apfel, Bad Hofgastein Der Jakob Lebel ist ein stark bis sehr stark wachsender Baum mit einer geringen Verzweigung. Seine Früchte haben eine rasch fettig werdende, gelbgrüne Schale. Das Fruchtfleisch ist weiß, saftig, leicht säuerlich und wohlschmeckend. Die Äpfel können ab Mitte September geerntet werden. Ab Oktober beginnt die Genussreife und sie haben eine gute Lagerfähigkeit. Die robuste Apfelsorte für den Hausgarten ist für den Frischverzehr und die Verarbeitung geeignet. Befruchtersorten sind z. B. Klarapfel, Ontario, Jonathan, James Grieve.
Herkunft Diese Apfelsorte entstand um 1825 in Frankreich und ist seit 1849 im Handel
Wuchs Der Jakob Lebel ist ein starkwüchsiger Busch. Er wird ca. 250 - 350 cm breit und 250 - 450 cm hoch. Der Baum wächst 30 - 50 cm im Jahr.
Frucht Geerntet wird Mitte September, seine Genussreife erreicht er zwischen Oktober und Dezember. Das Fruchtfleisch ist mittelfest mit säuerlichem Geschmack. Die Äpfel können bis Dezember gelagert werden.
Sonstiges Der Baum benötigt einen normalen durchlässigen Gartenboden. Man sollte ihn in der Sonne oder im Halbschatten pflanzen. Die Frucht ist zum Frischverzehr und zur Weiterverarbeitung z. B. für Kompott, Mus, Torten u. a. geeignet.
Jakob Lebel Apfel, Zeichnung Lob dem Apfel

Eines musst du dir gut merken,
wenn du schwach bist: Äpfel stärken.

Äpfel sind die beste Speise.
Für zu Hause, für die Reise,
für die Alten, für die Kinder,
für den Sommer, für den Winter,
für den Morgen, für den Abend,
Äpfel essen ist stets labend.

Äpfel glätten deine Stirn,
bringen Phosphor ins Gehirn.
Äpfel geben Kraft und Mut
und erneuern dir dein Blut.
Auch vom Most, sofern du durstig,
wirst du fröhlich, wirst du lustig.

Darum Freund, so lass dir raten:
Esse frisch, gekocht, gebraten.
Täglich ihrer fünf bis zehn.
Wirst nicht dick,
doch jung und schön und
kriegst Nerven wie ein Strick.
Mensch im Apfel liegt dein Glück.
Georg Wilhelm Otto von Ries *1763
Ein Projekt des Umwelt- und Landwirtschaftsausschusses
der Marktgemeinde Bad Hofgastein

Kronprinz Rudolf

Gravensteiner Apfel, Bad Hofgastein Die Früchte des Kronprinz Rudolph sind klein bis mittelgroß. Ihre Form ist gleichmäßig rund und leicht abgeflacht. Der Kenner nennt sie walzenförmig oder plattkugelig. Ihre Schale ist von Grund grünlich mit weißen oder gelben Nuancen. Auf ihrer Sonnenseite färben sich die schönen Äpfel in ein tiefes Rot. Doch nicht ausschließlich die Frucht begeistert mit einer schönen Optik. Der Winterapfel ist insgesamt ausnehmend schön. Die Form des Baumes ist eher hoch als breit, kräftig und dicht. Wie für viele Apfelbäume typisch, stehen die weißen, rosa überhauchten Blüten in Dolden und verleihen dem Baum im Frühjahr einen einzigartigen Zauber. Die Blütezeit des Apfels liegt im Mai. Auch in rauen Lagen ist dieser Zeitpunkt günstig, da mit Spätfrösten zu dieser Zeit seltener zu rechnen ist und sie den Blüten nicht schaden.
Herkunft Die Sorte stammt aus Gleisdorf in der Steiermark und wurde anlässlich der Wiener Weltausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt und nach dem damaligen österreichischen Thronfolger Kronprinz Rudolph (1858 - 1889) benannt.
Wuchs Der Baum ist gut verzweigt, wächst 30 - 50 cm pro Jahr und wird ca. 200 - 450 cm hoch.
Frucht Die Früchte können von September - Oktober geerntet und bis März gelagert werden.
Sonstiges Er ist wuchsfreudig, für raue Lagen geeignet und mag durchlässige Gartenböden, am besten in der Sonne oder im Halbschatten.
Kronprinz Rudolph Apfel, Zeichnung Der Apfel

Ein Apfel viel vom Baum
und brach sich das Genick.
Wie konnte das geschehen?
Vielleicht war er zu dick,
vielleicht war er zu schwer,
der Stängel hielt nicht mehr.
Nun liegt er hier am Boden,
schaut sehnsuchtsvoll nach oben.
Zum Baum, wo all die Äpfel prangen,
wo er eben noch am Ast gehangen.
Ach, du lieber Apfel klein,
kommst niemals in den Obstkorb rein.
Weißt du, was man aus die macht?
Apfelsaft!
(Schreiber Netzwerk)
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Schautafel - Apfelgarten
© Anton Lafenthaler
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