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Ith - Gasteinertal/Information: Schautafel - Thermalquellpark, Bad Gastein
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Gasteinbilder . Information

Schautafel . Thermalwasser
Thermalquellpark . Bad Gastein

Thermalquellpark, Bad Gastein Bildnachweis: Anton Ernst Lafenthaler - Bad Gastein, Gasteinertal 2016

Die Entdeckung des Gasteiner Thermalwassers
 
Seit vielen Generationen wird die Sage von der Entdeckung der Quellen folgendermaßen überliefert: Angeblich lebten unterhalb der "Schreck" die beiden Heiligen Primus und Felizian in einer Einsiedelei, um dem Herrn mit Fasten und Beten zu dienen. Bevor sie nach Rom weiterzogen, um ihr Leben für den christlichen Glauben hinzugeben, erbaten Sie von Gott, dass er die Gegend mit einer besonderen Gabe segnen möge. Gott erhörte diese Bitte und ließ fortan an der Stelle, wo die beiden ihre Klause hatten, die wundertätigen Heilquellen aus dem Berge hervorsprudeln. Da zu dieser Zeit aber noch niemand außer den beiden Einsiedlern von der Heilkraft der Quellen wusste, berichtet die Legende weiter von einem Jäger aus "Goldeck", der im Jahr 680 auf den "Drei Wallern" bei Klammstein einen Hirsch weidwund geschossen habe, diesen ins noch unbesiedelte Gasteinertal verfolgt und schließlich bei einer Klause entdeckt habe, wo die beiden Einsiedler die Wunde des Tieres mit Thermalwasser wuschen. Auf das Versprechen des Jägers, den Hirsch am Leben zu lassen, verrieten ihm die beiden Einsiedler das Geheimnis von der Wunderkraft der Quellen, sodass die Kunde von der Heilkraft des Thermalwassers weitergetragen werden konnte.

Die Elisabethquelle (auch St. Primus-Brunnen) soll die erste sichtbare Quelle und somit jene gewesen sein, die der Legende nach durch die Heiligen Primus und Felizian entdeckt wurde und in welcher ein waidwunder Hirsch Heilung fand. In Wirklichkeit waren die beiden Märtyrer jedoch nie in Gastein. Sie wurden im Zuge der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian um 300 ermordet. Ihre Verehrung nördlich der Alpen im Zusammenhang mit den Heilquellen ist vermutlich darauf zurückzuführen, dass Teile der Reliquien später an Kirchen nördlich der Alpen weitergegeben wurden.
 
Thermalquellpark, Bad Gastein um 1860

Bad Gastein um 1863 mit den damals noch offenen, hölzernen Thermalwasserleitungen zum Unterkrämer (heute Sanotel), Mitterwirt und Lainerhaus. Die alte Kirche wurde 1858 abgetragen. Auch der Mitterwirt - in der Mitte des Bildes - wurde abgerissen, um für die neue Kirche Platz zu schaffen.
 
Thermalquellpark
Thermalquellpark, Gasteinertal

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Schautafel - Thermalquellpark
© Anton Lafenthaler
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