| Biotoptyp L 4.1 / Land-Sbg. 1.2.2 |
Der Biotoptyp - Stark fließende Bäche und Flüsse, sommerkalt -
ist im Gasteinertal mit zahlreichen Gebirgsbächen und Alpenflüssen vertreten. Die Nassfelder Ache vereinigt sich mit dem Anlaufbach zur
Gasteiner Ache, die den imposanten Wasserfall bei Badgastein bilden.
Der Kötschachbach vereinigen sich bei Bad Bruck mit der Gasteiner Ache,
die nach Norden fließend zahlreiche weitere Zuflüsse erhält u. a. den Angertalbach.
Biotoptyp: Fließende Gewässer L4.1 (Haeupler & Garve 1983) - Fließende Gewässer 1.2 (Flora alpina 2004) -
Bäche 122 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994) |
 Code 1221 |
Gebirgsbach
Kennzeichen: Der Gebirgsbach befindet sich in den Höhenstufen oberhalb der Montanstufe.
Kaltes Wasser (max. 10°), hohe Sauerstoffsättigung, starkes Gefälle und hohe
Fließgeschwindigkeit kennzeichnen den Gebirgsbach.
Typische Bewohner der stark fließenden Bäche und Flüsse sind die Forelle.
Vorkommen im Gasteinertal: Höhkar
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Höhkar, Gasteinertal am 19.8.2006 |
 Code 1222 |
Mittelgebirgsbach
Kennzeichen: In tieferen Lagen liegt die Wassertemperatur
zwischen 3 und 15°C, der Sauerstoffgehalt ist reichlich.
Neben stärkeren Gefälle treten auch ruhigere Fließstrecken auf.
Steinen und große Kiese bedecken den Grund.
Vorkommen im Gasteinertal: Kötschachtal
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau, Gasteinertal am 27.6.2006 |
| Biotoptyp - L4.3 / Land-Sbg. 1.3.1 |
Der Biotoptyp ist im Gasteinertal in Verbindung mit Grauerlenauen am Talboden zwischen
Bad Bruck und Klammstein ebenso anzutreffen wie in der Verflachung zwischen Böckstein und Bad Gastein.
Sie werden im Biotoptyp Altwässer zusammengefasst und schließen Flussarm, Totarm und Auenstillgewässer mit ein.
Diese sind Stillgewässerverlandung, die entweder über das Grundwasser als Altwasser (Auweiher, Autümpel) oder aber
über einem in Verbindung stehenden Fluss gespeist werden, wenn dieser Hochwasser führt (Altarme - Totarme).
Biotoptyp: Altläufe in Verbindung mit dem Fluss L4.3 (Haeupler & Garve 1983) -
Altwässer 131 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994) |
 Code 1311 |
Altarm - Altwässer
Kennzeichen: Dieses Auengewässer ist dadurch charakterisiert, dass es mit einem Fluss, hier de Gasteiner Ache in Verbindung steht, aber nur
bei Hochwasserführung auch wirklich Wasser zugeführt wird. Diese Definition nach
Wasserführung und Flussanbindung wird als Altarm oder Totarm bezeichnet.
Vorkommen im Gasteinertal: Östlich des Badesee beim Bertahof
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Vorderschneeberg, Gasteinertal am 21.4.2008 |
| Biotoptyp - L4.6 / Land-Sbg. 1.2.4 |
Der Biotoptyp Wasserfälle ist im Gasteinertal gar nicht selten. Abgesehen vom bekannten Wasserfall bei Badgastein sind es die Wasserfälle in
der Hinteren Prossau, zahlreiche kleinere Wasserfälle beidseits des Anlauftales, weiters der bekannte Schleierfall und
Bärenfall im Nassfeldertal, um nur einige zu nennen, da beinahe
jede Schlucht hier im Gasteinertal Wasserfälle kennt (z. B. Gadaunerer
Schlucht, Angertal Schlucht etc.).
Biotoptyp: Wasserfälle L4.6 (Haeupler & Garve 1983) - Wasserfälle 4.1 (Flora alpina 2004) -
Sonderform: Wasserfall, Klamm 124 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994) |
 Code 1241 |
Gasteiner Wasserfall
Kennzeichen: Im oberen Bereich sind die Felswände teilweise mit Fichten besetzt.
Im Bereich der Brücke befinden sich Häuser. Talwärts sind es Schluchtwald- und Hochstaudenarten.
Vorkommen im Gasteinertal: Zentrum von Badgastein
Foto: © in Arbeit
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 Code 1242 |
Klamm
Die Gasteiner Ache hat sich in Jahrtausenden durch den harten Klammkalk gesägt
und so die Gasteiner Klamm geschaffen. Die Vegetation der Klamm
gleicht sich hier schon sehr
dem Salzachtal an. Erst sind es noch wenig Fichten, Weiden, Grauerlen, Eschen und wenig Birken, dann folgen
Buchen bzw. buchendominierte Laub(misch)wälder und Grauerlen, wie sie für Schluchtwälder charakteristisch sind.
Vorkommen im Gasteinertal: Klammstein
Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein, Gasteinertal am 8.12.2006
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