Suchfunktion Home Inhaltsverzeichnis Gasteinertal, Biotoptypen
OB/S - Ökosysteme/Biotoptyp: Ans Wasser gebundene Lebensräume
Gasteinertal, Biotope Biotope - Gasteinertal
Biotoptyp - S
  • S 1 - Hochmoore
  • S 2 - Zwischen-, Niedermoore
  • S 3 - Moore, Bruchwälder
  • L - Limnische L. - . . .
  • T - Terrestrische L. - . . .

  • Biotopkartierung - Salzburg
  • Biotoptypen - Haeupler & Gavre
  • Naturbilder - . . . Biotope
  • Biotoptypen . Gasteinertal

    Semiterrestrische Lebensräume

    Sümpfe . Moore . Bruchwälder

    Sümpfe, Moore und Bruchwälder als semi-terrestrische Lebensräume gehören eigentlich zu den Gewässern (siehe Biotoptypen nach G. Nowotny & H. Hinterstoisser et al. 1994 für das Land Salzburg), nehmen aber als ökologischer Standort eine Sonderstellung ein.
    Sie gehören zum dystrophen Gewässertyp, der in ehemaligen und rezenten Hochmoorgebieten über Torfsubstraten auftritt. Derartige Moorgewässer sind mit Huminsäure aus dem Torfschlamm des Untergrundes oder der Umgebung angereichert. Insgesamt ist der dystrophe Gewässertyp nur eine sauerhumusreiche Ausprägung des oligotrophen Typs. Wir wollen die unterschiedlichen Biotypen mit der Bezeichnung "Sümpfe und Moore" zusammenfassen.

    Der zeitweilige oder ständige Wasserüberschuss ist der entscheidende Standortfaktor, der intakte Sümpfe und Moore und ihre Lebewelt prägt. Lebende, also nicht entwässerte Sümpfe und Moore sind für ihre Existenz geradezu auf ein Übermaß an Wasser angewiesen. Sowohl in Sümpfen, als auch in Mooren herrscht Wasserüberschuss, doch können nur Moore Torf bilden.

    Moore sind somit ständig wassergesättigt und haben keine Trockenphasen, sodass sich die Reste abgestorbener Pflanzen mangels Luft-Sauerstoff nicht vollständig zu Humus umwandeln können, sondern eben als Torf akkumulieren. Moore bilden so im Laufe der Zeit ihren eigenen Boden, in dem sie wurzeln. Bodenkundlich spricht man von Mooren, wenn der Gehalt des Oberbodens an organischer Substanz mehr als 30% beträgt und seine Mächtigkeit 30 cm überschreitet. Gleichzeitig ist Moor auch ein Landschaftsbegriff. Eine Moorlandschaft setzt sich aus verschiedenen Biotoptypen zusammen.

    Biotoptypenkatalog Salzburg

    Biotopkartierung von G. Nowotny & H. Hinterstoisser
    Bei den Biotoptypen nach G. Nowotny & H. Hinterstoisser et al. 1994 für das Land Salzburg werden die limnischen und semiterrestrischen Lebensräume zur Kategorie 1 - Ans Wasser gebundene Lebensräume zusammengefasst. Sie umfasssen hier die Auen, Moore und Moorwälder, Röhrichte und Großseggensümpfe sowie Feuchtlandschaftsreste in der Kulturlandschaft. Siehe dazu auch die - Biotoptypen - für Salzburg . . .

    Biotoptypen nach Haeupler & Gavre 1983

    (Syntaxonomie nach POTT 1995 - Pflanzengesellschaften)

    S1 – Hochmoore (bis Übergangsmoore) ohne Gehölze
    Hierher gehören die Schlenken, Kolke (S1.1) mit den Gesellschaften Utricularieta intermedia-minoris und Scheuchzerio-Caricetea, die Schwingrasen (S1.2) mit Caricion lasiocarpae, die torfmoos- oder zwergstrauchreichen Bultkomplexe (S1.3) mit Oxycocco-Sphagnetea bzw. Oxycocco-Ericion tetralicis und Sphagnion magellanici, die wasserreichen, sowie weitgehend verlandeten Torfstiche (S1.4) mit Utricularieta und Scheuchzerio-Caricetea und die abgetorfte Flächen (S1.5) - siehe: Hochmoore...

    S2 – Hochmoor-Randsümpfe, Zwischenmoore und Niedermoore ohne Gehölze
    Hierher gehören die Großseggenriede - Caricion elatae, die Kleinseggenriede (S2.2) - Caricetalia nigrae, insbesondere die im Alpenraum mit den alpine Schwemmufer-Ges.und Rieselfluren - Caricion atrofusco-saxatilis, die Glockenheide-Feuchtheide-Formationen (S2.3) - Ericion tetralicis und die Oligotrophe Heideseen (S2.4) mit Littorellion uniflorae - siehe: Zwischenmoore und Niedermoore...

    S3 – Gehölzreiche Übergangsmoore und Bruchwälder
    Hierher gehören die Randgehänge und Randhochmoore (S3.1) mit Betulion pubescentis, mit einerseits vorwiegend Laubholz (Birke) und andererseits vorwiegend Nadelholz (Kiefer, Fichte), die Übergangsmoore, Moorgebüsche und Bruchwälder (S3.2) mit den Gesellschaften Salicion cineraeae, Betulion pubescentis, Vaccinio uliginosi-Pinetum rotundatae, Vaccinio myrtilli-Picetum und Alnion glutinosae - siehe: Gehölzreiche Übergangsmoore/Bruchwälder...

    Biotoptypen : Ellenberg 1996 - Biotoptypen, Gasteinertal Home Inhaltsverzeichnis Lebensräume im Gasteinertal - Hochmoore


    Home Suche Inhaltsverzeichnis Animalia Planta Fungi Ausgangspunkte Ereignisse Mineralogie

    Ökosysteme/Biotoptyp: Semiterrestrische Lebensräume
    Sümpfe - Moore - Bruchwälder im Gasteinertal
    © 27.12.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
    ob-s