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Semiterrestrische Lebensräume |
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Im niederschlagsreichen Klima können sich Decken dauernd feuchter Torfmoose ausbilden (Sphagnum-Arten), deren abgestorbenen unteren Teile vom Wasser durchtränkt bleiben und die Oberfläche immer weiter wächst. Die vorherige Vegetation stirbt ab. Rings um diese Hochfläche (=Hochmoor) verläuft ein Randsumpf, der einem Flachmoor entspricht. Auf der Hochfläche wechseln häufig kleine, meist von Ericaceen besiedelte Hügel - die Bülten, mit nassen Senken - den Schlenken. Nur wenig Blütenpflanzen können am Hochmoor gedeihen z.B. Calluna vulgaris, Vaccinium oxycoccos, Vaccinium uliginosum, Andromeda polifolia - Eriophorum vaginatum - Trichophorum cespitosum u.a. Cyperaceae, sowie die Drosera-Arten.
Hochmoore sind rein ombrotrop (= regenwassergespeist) und können somit auch Regenwassermoore genannt werden. Sie erreichen durch ihre Torfdecken eine gewisse Unabhängigkeit vom geologischen Untergrund. Hochmoore sind nährstoffarm mit einem pH-Wert von 2,5 – 4 und einem C/N-Verhältnis von 20 – 50. Der Calciumgehalt ist gering. Sphagnum-Arten dienen als Wasserspeicher. Rotteprodukte sind Sphagnum, Eriophorum und Ericaceen. Regenwasser, atmosphärischer Staub und Pilze (Mykorrhiza) sind die Nährstofflieferanten mit einer entsprechenden anspruchslosen Vegetation.
Ombrotrophe Hochmoore werden gegliedert in baumfreie, plateauartigen Hochmoorflächen und in ombro- bis minerotrophe, heide- und baumbestandene Randgehänge (Laggs).
Kesselmoore entstehen in abflusslosen Senken, z.B. in Toteislöchern der Moränenlandschaften (Übergänge zu ombrogenen Torfwachstum sind möglich). So ergibt sich eine intermediäre Stellung zwischen Hoch- und Niedermoore.
Quell-, Hang- und Gebirgsmoore sind meist ombrotrophe Moore, die auf lokale Vernässung in Gebirgssätteln,
an Berghängen oder in Geländemulden entstehen.
Quellmoore sind mineralstoffhaltige, wasserdurchströmte
Moore, in denen sich sogar Quelltöpfe und Quellkolke bilden. Auch diese Moore zeigen meist die ombrogene
Hochmoorvegetation.
Die Hangregenmoore der Mittelgebirge entstehen durch Stauwasser oder Überrieselungwasser
an Berghängen; sie weisen meist intensive Torfbildung auf. Hier mischen sich die ombro- und minerotraphenten
Arten (ombrosolige Moore). Sie besitzen häufig ausgeprägte, gehölzbestandene Randgehänge,
besonders an bergseitigen Auskeilungen der Torfdecken.
Gebirgsmoore sind anspruchslos und von Binsen (Trichophorum cespitosum) bzw. von Ericaceen dominierte flache
Vegetationsstrukturen und nahezu vernichtet. Sie werden ausschließlich von Regenwasser gespeist.
Die Hochmoor-Biotoptypen sind heute nur noch als kleine Moorgebiete anzutreffen. Ombotrophe Moore (Regenmoore) sind torfmoosreich mit ausgeprägter Gliederung in Bulten und Schlenken. Typische Vegetationskomplexe sind Scheuchzerio-Caricetea fuscae und Oxycocco-Sphagnetea. Dabei ist die Hochmoorbult-Gesellschaft (Erico-Sphagnetum magellanici) die bezeichnende mitteleuropäische Bultgesellschaft auf wachsenden Hochmooren.
Die Moore im Gasteinertal liegen meist an oder über der Waldgrenze und sind somit kaum oder nicht bewaldet. Pinus mugo ist aber nicht selten anzutreffen. Geradezu regelmäßig findet sich das Wollgras - Eriophorum - und die Haarsimse - Trichophorum cespitosum. Im Gebirgsmoor in der Erzwies ist - Empetrum hermaphroditum - bestandsbildend.
Der Biotoptyp Hochmoore gliedert sich in Schlenken, Kolke (S1.1), Schwingrasen (S1.2), Bultkomplexe (S1.3), Torfstiche (S1.3) und abgetorfte Flächen (S1.5). Die bevorzugte Pflanzengesellschaft ist Scheuchzerio-Caricetea ...
Die im Gasteinertal vorkommenden Biotope der
Hochmoore ohne Gehölze
Biotop-Typ S1 bzw. Land-Sbg. 142 . . .
| Biotoptypen : Ellenberg 1996 - | ![]() |
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- Zwischen-, Niedermoore |
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Ökosysteme/Biotoptyp: Semiterrestrische Lebensräume
Hochmoore im Gasteinertal
© 1.11.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
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