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OBT7 - Ökosysteme/Biotoptyp: Wiesen und Weiden
Terrestrische Lebensräume - Übersicht Terrestrische Lebensräume
im Gasteinertal
Biotoptyp - T 7
  • T 7. 1 - Fettwiesen
  • T 7. 2 - Fettweiden
  • T 7. 3 - Nasswiesen
  • T 7 - . . . Tabelle

  • Biotope - Haeupler & Gavre
  • Biotoptypen - Land Sbg.
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    Wiesen und Weiden

    Ohne Sense und Weidevieh gäbe es in Mitteleuropa keine Wiesen oder Intensivweiden. Dann wären nur Röhrichte, Großseggenrieder und Zwischenmoore geobotanisch natürliches Grünland. Die Wiesen zur Grasheu-Gewinnung sind ausschließlich anthropogene Formationen.
    Ob sich eine Wiese sattgrün wie ein künstlicher Hausrasen oder bunt wie ein Farbenteppich präsentiert, hängt in erster Linie von der Schnitthäufigkeit und der Düngung ab. Es gibt nur wenige Pflanzen, die den enormen Stress einer häufigen Mahd (oder Beweidung) gewachsen sind. Dies ertragen in der Regel nur niedrigwüchsige Pflanzen mit besonders gutem Wiederaustriebsvermögen (Rispengräser, Straußgräser und Faden-Ehrenpreis) oder aber Arten, die ihre Blätter an den Boden anpressen, also Rosettenpflanzen wie Gänseblümchen, Breitwegerich oder Ferkelkraut und dadurch den Messern oder den Zähnen der Weidetiere entgehen.

    In die weitgefassten Klasse Molinio-Arrhenatheretea sind die Vegetationstypen der Intensivweiden, der Fettwiesen, sowie des Feuchtgrünlandes mit den Staudengesellschaften einbezogen, die strukturell zu den Hochstaudenfluren stickstoffreicher Ufer überleiten.
    Die buntesten Blumenwiesen findet man unter den bodenfrischen bis mäßig trockenen Glatthaferwiesen und Goldhaferwiesen. Die wichtigsten farbgebenden Kräuter sind: Wiesen-Pippau, Scharfer Hahnenfuß, Rauher Löwenzahn, Skabiosen-Flockenblume, Wiesen-Glockenblume, Margerite, Wiesen-Witwenblume, Wiesen- und Waldstorchenschnabel, Wiesen-Flockenblume und Rotklee. Man erhält diesen farbenfrohen Wiesentyp aber nur bei regelmäßiger Düngung, denn die genannten Wiesenblumen haben hohe Nährstoffansprüche.

    Glatthaferwiesen des Arrhenatherion-Verbandes sind Fettwiesen auf nährstoffreichen, warmen, trockenen bis frischen Böden. Die Gesellschaften sind sehr artenreich, ihre bezeichnenden Elemente sind beweidungsempfindlich. Mähweiden nehmen eine Mittelstellung ein. In Tieflagen finden sich andere Ausbildungsformen als in Hochlagen. Die montanen Ausbildungsformen sind oft mit Trollblume – Trollius europaeus – und Centaurea montana ausgezeichnete Bergwiesen. Sie leiten über zu den echten Gebirgsfrischwiesen des Polygono-Trisetion-Verbandes.
    Die Bergwiesen sind von den Arrhenatherion-Wiesen des Tieflandes durch eine kürzere Vegetationszeit, eine meist lang anhaltende Schneedecke und höhere Niederschlagssummen differenziert. Manche Wiesen gehen bei extensiver Beweidung in Nardetalia-Rasen über. Grünlandintensivierung (vor allem Gülledüngung) oder auch Auflassung der Wiesen bedeuten regional eine Gefährdung der Bergwiesen.
    Die Goldhaferwiese – Geranio sylvatici-Trisetetum flavescentis - lässt sich in zahlreiche Gebirgs-Assoziationen aufteilen. Auch die Glatthaferwiesen des Arrhenatheretum elatioris sind besonders reich gegliedert mit Salvia pratensis, Dianthus carthusianorum, Rhinanthus alectorolophus und Festuco-Brometea-Arten.

    Biotoptypen nach Haeupler & Gavre 1983

    (Syntaxonomie nach POTT 1995 - Pflanzengesellschaften)
    Fettwiesen - T7.1
    Fettwiesen und Weiden frischer Standorte zählen zu den gedüngten, gemähten oder wechselhaft genutzten Futterwiesen. Die Überdüngung lässt besonders Doldenblütler gedeihen, was den Futterwert mindert. Wird Lolium multiflorum eingesät, dann kann bis 6 x pro Jahr geschnitten werden. Diese intensive Nutzung tritt fast in allen Arrhenatheretea-Wiesentypen auf und nivelliert die ursprüngliche Artenvielfalt immer mehr. Hierher gehören die Rotschwingelwiesen, die Glatthafer- und die Goldhaferfettwiesen. Es sind dichte, hochwüchsige Wirtschaftswiesen mit guter Wasser- und Nährstoffversorgung des Bodens.
    In Tieflagen finden sich andere Ausbildungsformen als in Hochlagen. Die montanen Ausbildungsformen sind oft mit Trollblume – Trollius europaeus – und Centaurea montana ausgezeichnete Bergwiesen. Sie leiten über zu den echten Gebirgsfrischwiesen des Polygono-Trisetion-Verbandes.
    Grünlandintensivierung (vor allem Gülledüngung) oder auch Auflassung der Wiesen bedeuten regional eine Gefährdung der Bergwiesen.
    Biotoptyp T 7.1 (Haeupler & Gavre 1983) - Code: 42 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)

    Fettweiden - T7.2

    Gedüngte Viehweiden des Hochgebirges in Lagen zwischen 1400 und 2300 m werden als Almen bezeichnet. Es sind großflächige Weiden des Berglandes auf Hochplateaus, sanft geneigten Rücken und in Karen der Rand- und Zentralalpen zwischen 1400 und 2300 m Seehöhe. Größtenteils befinden sich die Almen in der natürlichen Waldzone, die durch Rodung und Beweidung in Weiden umgewandelt wurde. In Österreich liegen 75% aller Almen in diesem Bereich.
    Biotoptyp T 7.2 (Haeupler & Gavre 1983) - 6 (Flora alpina 2004) - Code: 6 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)

    Feucht- und Nasswiesen - T7.3
    Die Nass- und Streuwiesen und nassen Hochstaudenfluren (Feuchtgrünland) sind bezeichnend für wechselfeuchtes, mäßig nasses bis nasses Grünland. Die Mahd erfolgt wegen der geringen Heuqualität nur einmal oder gar nicht, wodurch die Pflanzenbestände floristisch wertvolle Grünlandschaften darstellen. Pfeifengraswiesen sind dabei Wechselfeuchtigkeit anzeigende, minderwertige Streuwiesen, auf basenreichen Wiesenmoorböden. Molinia-Wiesen gibt es nur an waldfähigen Standorten. Viele Molinion-Arten wie Selinum carvifolia, Betonica officinalis, Stachys officinalis, Galium boreale stammen aus den Waldsäumen wechseltrockener Böden.
    Nährstoffreiche ein- bis zweischürige Nasswiesen und Hochstaudenfluren feucht nasser Standorte werden vor allem in den Calthion-Verband gestellt. Auf eutrophen Nassstandorten sind sie aus nährstoff- und nässeliebenden Auwäldern hervorgegangen und deshalb heute infolge Drainage erheblich schwindend. Charakterarten für diesen Verband sind Caltha palustris, Carex distichia, Lychnis flos-cuculi, Myosotis palustris und Bromus racemosus. Polygonum bistorta kann als Höhendifferentialart angesehen werden, die in den unteren collinen Stufen zögernd und in der Montanstufe optimal und dominierend auftreten kann. Die Kohldistelwiese – Angelica-Cirsietum oleracei – ist eine schwach gedüngte, hochstaudenreiche Nasswiese mit Verbreitungsschwerpunkt in submontaner Höhenstufe.
    Biotoptyp T 7.3 (Haeupler & Gavre 1983) - 6 (Flora alpina 2004) - Code: 6 (1) (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)

    Tritt- und Flutrasen - T7.4
    Die Gesellschaften dieses Biotops charakterisieren relativ instabile, gestörte Übergangsbereiche zwischen stabilen, vom Arteninventar her gesättigten Bereichen. Bezeichnend für Flutrasen (wie auch für Hochstaudenfluren) sind langerdauernde Überflutungen und Überstauungen. Der Wasserspiegel in diesen Beständen schwankt im Winter zwischen 10 und 15 cm über der Bodenfläche, im Sommer fällt er bis auf 40 cm unter die Bodenfläche ab
    Trittgesellschaften finden sich an Wegen, Straßen, Bahndämmen und anderen Standorten, wo sie einer mehr oder weniger starken Belastung durch Tritt oder Befahren ausgesetzt sind. Häufig spielen auch noch chemische und Bodenfaktoren eine Rolle, sodass es sich hier um speziell angepasste Assoziationen handelt.
    Biotoptyp T 7.4 (Haeupler & Gavre 1983) - 2 (Flora alpina 2004) - Code: 6 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)

    Grünland-Übergangsbereiche - T7.5

    Hier werden Grünlandbrachen (Kontakte zu L5), halbruderale Quecken-Trockenfluren und rudimentäre Glatthafer-Böschungsrasen (Kontakte zu T10.4), insbesondere an Straßenrändern eingereiht.
    Biotoptyp T 7.5 (Haeupler & Gavre 1983) - 6 (Flora alpina 2004) - Code: 6 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)

    Die im Gasteinertal vorkommenden Biotope der
    Wiesen und Weiden
    Biotop-Typ T7 bzw. Land Sbg. 4.2 und 6

    Fettwiesen

    Biotoptyp T7.1 - Land-Sbg. 4.2
    Der Biotoptyp Glatthaferwiesen des Arrhenatherion-Verbandes sind Fettwiesen auf nährstoffreichen, warmen, trockenen bis frischen Böden. Die Gesellschaften sind sehr artenreich, ihre bezeichnenden Elemente sind beweidungsempfindlich. Mähweiden nehmen eine Mittelstellung ein. Die Glatthaferwiese - Arrhenatheretum elatioris ist eine zwei bis dreimähdige, recht artenreiche Kulturwiese der tieferen Lagen. Die ökologischen Grenzen dieser Pflanzengesellschaft sind relativ weit und reichen von ziemlich trockenen Ausbildungen mit Aufrechter Trespe - Bromus erectus bis hin zu feuchten, gut nährstoffversorgten Typen mit Kohldistel - Cirsium oleraceum. Prägende Art ist der Glatthafer - Arrhenatherum elatius, daneben können noch zahlreiche weitere Grasarten und Kräuter auftreten. Dieser ursprünglich Kulturwiesentyp wird zunehmend zurückgedrängt und ist heute in seiner typischen Ausprägung häufig nur noch an schlecht bewirtschaftbaren Flächen (steile Wiesen, Straßenböschungen etc.) zu finden.
    Biotoptyp: Fettwiesen T7.1 (Haeupler & Garve 1983) - Meso- und hygrophile Wiesen und Weiden 6.3 (Flora alpina 2004) - Glatthaferwiesen 4211 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)
    kein foto
    Code 4211
    Glatthaferwiese - Arrhenatheretum
    Glatthafer-Talfettwiesen – T7.1.2 - Arrhenatherion
    Kennzeichen: Typische Tal-Glatthaferwiesen - Arrhenatheretum typicum - sind gekennzeichnet durch locker- bis hochwüchsige, 2- 3schürige Heuwiese mit stockwerkartigem Aufbau und zwar einer bodenanliegende Moos- und Streuschicht, einer bodennahe Schicht mit Rosettenpflanzen gefolgt von Unter- und Mittelgräser, sowie Kräuter. Die Obergräser bestehen bevorzugt aus Doldenblütlern. Dieser Wiesentyp ist auf gute Wasserversorgung angewiesen.
    Im Gasteinertal sind es vornmehmlich Trockene Glatthaferwiesen wie z.B. die Salbei-Glatthaferwiesen. Dominierende Grasart ist der Glatthafer - Arrhenatherum elatius. Typische Glatthaferwiesen kommen bis etwa 600 m Seehöhe vor. Daucus caroticus sind Wegbegleiter in Glatthaferbeständen.
    Im Gasteinertal sind es trockene Glatthaferwiesen wie z. B. die Salbei- oder die Kohldistel-Glatthaferwiese.
    Vorkommen in Gastein: Hauserbauer u.v.a.m.
    Bildnachweis © kein Bild
    kein foto
    Code 4211
    Kohldistel-Glatthaferwiese - Cirsio-Arrhenatheretum
    Glatthafer-Talfettwiesen – T7.1.2 - Arrhenatherion
    Kennzeichen: Hochwüchsige, dicht und aufgrund guter Wasserversorgung des Bodens saftig grüne Heuwiesen auf mäßig fechten Standorten unterhalb von 500 m Seehöhe. An weniger feuchten Stellen wird der Glatthafer durch den Wiesenfuchsschwanz ersetzt - Fuchsschwanz-Glatthaferwiese. Charakteristisch ist der zartrosa Ton des Wiesen-Schaumkrautes im Frühling. In tieferen Lagen der Alpen als Vorläufer vieler Mehrschnittwiesen. Mist- und jauche gedüngte Heuwiese. Häufig durch Düngung aus Pfeifengraswiesen hervorgegangen. Nahe Verwandtschaft zu den Dotterblumenwiesen.
    Charakteristische Arten: Alopecurus pratensis, Angelica sylvestris, Arrhenatherum elatius, Cardamine pratensis, Cirsium oleraceum, Crepis biennis, Holcus lanatus, Lychnis flos-cuculi, Melandrium rubrum, Sanguisorba officinalis, Rhinanthus alectorolophus, Vicia sepium.
    Anmerkung: siehe auch die Kohldistelwiese (Angelico-Cirsietum oleracei).
    Vorkommen in Gastein: in arbeit
    Bildnachweis © kein Bild
    kein foto
    Code 4211
    Salbei-Glatthaferwiese - Salvio-Arrhenatheretum
    Glatthafer-Talfettwiesen – T7.1.2 - Arrhenatherion
    Kennzeichen: Im Juni blühende, mit verschiedenen Kräutern besetzte Heuwiese an sonnigen Hängen und niederschlagsarmen Standorten unterhalb von etwa 800 m Seehöhe. Es sind wärmeliebende, mäßig trockene bis trockene oder wechseltrockene, den Halbtrockenrasen ähnliche, zweischürige Wiesen. In montanen Gebieten, wie auch in Gastein kommen sie nur in trockenen Lagen (südexponiert) vor, die nicht grundwasserbeeinflusst sind. Sie wird als Heuwiese genutzt. Kommt Jauche zum Einsatz, macht sich Kerbel und Bärenklau breit und mindert die Heuerträge. Es ist eines der artenreichsten Biotope überhaupt mit besonders seltenen Tier- und Pflanzenarten.
    Charakteristische Arten: Arrhenatherum elatius, Avena pubescens, Bromus erectus, Centaurea jacea, Centaurea scabiosa, Chrysanthemum leucanthemum, Dactylis glomerata, Knautia arvensis, Lotus corniculatus, Ranunculus bulbosus, Rhinathus spec., Salvia pratensis, Tragopogon pratensis, Trifolium pratense.
    Vorkommen in Gastein: Hauserbauer, Mitterbauerwiese u.v.a.m.
    Bildnachweis © kein Bild
    Biotoptyp T7.1 - Land-Sbg. 6.1
    Der Biotoptyp Fettwiesen - Molinio-Arrhenatheretea - umfasst die Vegetationstypen der Intensivweiden, der Fettwiesen, sowie des Feuchtgrünlandes mit den Staudengesellschaften, die strukturell zu den Hochstaudenfluren stickstoffreicher Ufer überleiten. Der Verband Polygono-Trisetion umfasst die Schnittwiesen der Hochlagen. Die alpinen Milchkrautweiden - Poion alpinae - sind gedüngte Viehweiden des Hochgebirges und werden dem Biotop T3.4 - Alpine Rasen - zugeordnet.
    Biotoptyp: Fettwiesen T7.1 (Haeupler & Garve 1983) - Meso- und hygrophile Wiesen und Weiden 6.3 (Flora alpina 2004) - Wirtschaftsgrünland, Äcker, Gärten 61 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)
    Fettwiesenkomplex
    Code 6111
    Fettwiesenkomplex - Molinio-Arrhenatheretea
    Fettwiesen – T7.1
    Kennzeichen: Fettwiesen (und Weiden) frischer Standorte zählen zu den gedüngten, gemähten oder wechselhaft genutzten Futterwiesen. Die Überdüngung lässt besonders Doldenblütler gedeihen, was den Futterwert mindert. Hier sind es Der Sauerampfer und der Löwenzahn bzw. der Goldhafer, Wiesen- Knäuelgras und Scharfer Hahnenfuß, der das Bild der Wiese prägt.
    Vorkommen in Gastein: Tallagen, Gasteinertal
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Wieden, Gasteinertal 24.5.2008
    Fettwiese
    Code 6111
    Fettwiese - Alopecurus-Arrhenatheretalia
    Fettwiesen – T7.1
    Kennzeichen: Häufig sind die Fettwiesen durch Düngung und intensive Nutzung aus dem Biotoptyp Glatthaferwiese entstanden. wobei der Glatthafer durch den Wiesenfuchsschwanz ersetzt wird - Fuchsschwanz-Glatthaferwiese. Derartige Alopecurus-Arrhenatheretalia-Gesellschaften weisen als prägende Arten den Wiesenfuchsschwanz - Alopecurus pratensis auf.
    Vorkommen in Gastein: Tallagen, Gasteinertal
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Wieden, Gasteinertal 28.5.2008
    kein foto
    Code 6111
    Goldhaferwiese - Trisetetum
    Goldhafer-Bergfettwiesen – T7.1.3 - Polygono-Trisetion
    Kennzeichen: Bunte, kräuterreiche Bergwiesen in mittleren Gebirgslagen. Im Vergleich zu Glatthaferwiesen schwächer wüchsiger. An Stelle des Glatthafers gelangt in höheren Lagen der Goldhafer - Trisetum flavescens, oft zusammen mit Polygonum bistorta zur Vorherrschaft und prägt so die Goldhaferwiese. Dieser Wiesentyp wird durch Aufforstung bzw. durch Beweidung heute häufig in andere Pflanzengesellschaften übergeführt. Häufig in der montane Stufe (600 - 900 m), in den Alpen bis 1700 m. Der Übergang von Glatthaferwiesen zu Goldhaferwiesen ist fließend und liegt zwischen 500 und 700 m Meereshöhe, in den Alpen liegt der Übergangsbereich um 1000 m. Kaum Staunässe. Übergang in Borstgrasrasen oder Trollblumen-Bachdistelwiese.
    Nutzung: Entstanden durch Waldrodung häufig auch durch Trockenlegung von montanen Seggenrieden. Extensive Futterwiese mit Rücklieferung der Nährstoffe über Stallmist. Bei intensiver Beweidung Übergang in Kammgrasweide - Cynosuretum.
    Charakteristische Pflanzen: Trisetum flavescens, Crepis mollis, Alchemilla monticola, Centaurea nigra, Centaurea pseudophrygia, Crocus albiflorus, Geranium sylvaticum, Phyteuma nigra, Carum carvi, Pimpinella major, Meum athamanticum, Leontodon hispidus,
    Vorkommen in Gastein: Dorfgastein
    Bildnachweis © kein Bild

    Fettweiden

    Biotoptyp T7.2 - Land-Sbg. 6.1
    Fettweide
    Code 6112
    Rotschwingelweide - Fettweide, Festuco-Cynosuretum
    Rotschwingelwiesen – T7.1.1 - Festuco commutatae-Cynosuretum u.a.
    Kennzeichen: Das eintönige Grün der Bestände wird stets durch locker stehende bunte Blütenpflanzen wie z.B. Gletscherklappertopf - Rhinanthus glacialis, Aufrechtes Fingerkraut - Potentilla erecta, Berghahnenfuß - Ranunculus montanus, Steifhaariger Löwenzahn - Leontodon hispidus, Goldpippau - Crepis aurea und Früher Thymian - Thymus praecox aufgelockert. Namensgebend ist das Wiesenkammgras - Cynosurus cristatus.
    Vorkommen in Gastein: Hauserbauer, Mitterbauer u.v.a.m.
    Bildnachweis © Unterberg, Amoseralm

    Feucht- und Nasswiesen

    Biotoptyp T7.3 - Land-Sbg. 1.6
    Die Nass- und Streuwiesen und nassen Hochstaudenfluren, bezeichnend für wechselfeuchtes, mäßig nasses bis nasses Grünland finden sich als auch kleinräumige, komplexe Feuchtbiotope in der Agrarlandschaft, mehr oder weniger als Reste von feuchten Gräben, Bächen, Tümpeln, Teichen mit Verlandungsvegetation, Röhricht, Feuchtwiesen, Auen, Ufergehölzen usw. und gelten so als Feuchtlandschaftsreste in einer durch Beweidung veränderten Kulturlandschaft. sie sind Teil von Sumpfdotterblumenwiesen – Calthion p.p. und können so auch Arten aus diesen Gesellschaften aufweisen.
    Biotoptyp: Feucht- und Nasswiesen T7.3 (Haeupler & Garve 1983) - Meso- und hygrophile Wiesen und Weiden 6.3 (Flora alpina 2004) - Feuchtlandschaftsrest 1.6 (Biotoptypenkatalog Sbg. 1994)
    Flatterbinsensumpf
    Code 1611
    Flatterbinsensumpf
    Sumpfdotterblumenwiesen – T7.3.5 - Calthion p.p.
    Kennzeichen: Die Assoziation besiedelt stark gestörte Böden; Juncus effusus ist eine Pflanze mit dem Charakter eines Pioniers, welcher auch auf nassen Wegen, Waldschläge oder beweideten Flachmooren vorkommt. Als Begleiter treten häufig Arten der Potentillo-Polygonetalia auf.
    Eine diesem Biotoptyp zuzuordnende Gesellschaft ist der Flatterbinsensumpf - Epilobio-Juncetum effusi, der an stau- und sickernassen, kalkarmen, aber nährstoff- und basenreichen Standorten vorkommt. Die von den auffälligen, dunkelgrünen Horsten der Flatterbinse - Juncus effusus - geprägten Bestände entwickeln sich zumeist unter dem Einfluss von Beweidung aus Niedermooren oder Quellfluren u. a. Kleinstrukturen . . .
    Vorkommen in Gastein: Mayerhofalmen (Dorfgastein)
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau, Gasteinertal am 27.6.2006

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    Biotoptypen Gasteins: Wiesen/Weiden (T7)
    © 3.11.2006 by Anton Ernst Lafenthaler
    ob-t7