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OUw - Ökosysteme/Umwelt: Variable Faktoren - Biotische Wechselwirkungen
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    Biotische Wechselwirkungen

    Biotische Wechselwirkungen, allgemein als Interferenzen bezeichnet – können sich zwischen Individuen einer Population oder zwischen Individuen verschiedener Arten ergeben. Biotische Wechselwirkungen zwischen autotrophen Pflanzen reichen von Konkurrenz bis zur Kooperation, wobei Raumverdrängung und der Kampf ums Licht oder um Nährstoffe bzw. Wasser im Boden ebenso eine Rolle spielen wie Veränderungen des Klimas, chemische Wirkstoffe u. a.

    Wechselwirkung zwischen Pflanze und Tier

    Besonders vielfältig und ökologisch bedeutungsvoll sind die biotischen Wechselwirkungen zwischen Pflanze und Tieren. An erster Stelle sind hier die phytophagen bzw. herbivoren Tiere als Primärkonsumenten zu nennen. Dabei können entweder Insekten (Blattläuse, borkenkäfer), Schnecken oder Säugetiere (Kleinsäuger, Wiederkäuer) durch Fraß oder Saugen an vegetativen Organen, Blüten und vielfach auch Samen sehr beachtlichen Schaden anrichten. Der dadurch bedingte Selektionsdruck hat zur Ausbildung vielfältiger Abwehrmechanismen geführt (Dornen, Stacheln, Brennhaare, Kristallnadeln, Bitterstoffe etc.). Weidetiere schädigen durch Fraß vor allem den Jungwuchs von Holzpflanzen und fördern damit die regenerationskräftigen Gräser und Stauden des Grünlandes. Weitere Standortveränderungen ergeben sich durch Tritt (Bodenverdichtung, mechanische Schädigung) und Düngung. Als Folge nehmen vielfach vom Vieh gemiedene "Weideschädlinge" überhand, in Mitteleuropa z.B. Juniperus communis, Berberis vulgaris, Prunus spinosa, Carduus, Cirsium, Nardus stricta sowie Arten von Rumex, Ranunculus, Apiaceae etc. mit Giftstoffen.

    Wechselwirkung zwischen autotrophen Pflanzen

    Loiseleuria - Cetraria

    Loiseleuria - Cetraria

    Der Teppichstrauch Loiseleuria ist an arktisch-alpinen Winddecken mit Strauchflechten der Gattung Cetraria (hier Cetraria islandica) und anderen Strauchflechten vergesellschaftet. Den Flechten bietet Loiseleuria eine feste Verankerung. Die aufragenden Thalli der Strauchflechte bieten andererseits dem Blätterteppich des Zwergstrauches Schutz vor den Wind, was dem Winddeckenstrauch kleinklimatisch sicherlich Vorteile bringt.
    Vorkommen in Gastein: Tennkogel, Schmalzscharte, Paarseen . . .

    Larix decidua - Vaccinium
    Keimlinge und Jungpflanzen sind im Konkurrenzkampf viel stärker gefährdet als etablierte Altpflanzen. Auf Rohböden oder auf Kahlstellen überleben die keimenden Samen der Lärche - Larix decidua - und/oder der Föhre - Pinus, nicht aber auf einer Moos- oder Zwergstrauchschicht. Hier ist nämlich das Lichtangebot viel zu gering (dichter Wuchs der Zwergstrauchheiden) und die Luftfeuchtigkeit derart hoch (ungünstiges Mikroklima), dass die Keime überwiegend dem Pilzbefall und Schneckenfraß zum Opfer fallen.

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    Ökosysteme/Umwelt - Biotische Wechselwirkungen
    © 5.1.2004 by Anton Ernst Lafenthaler
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