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P2poa - Flora/Gasteinertal: Poaceae, Graminaceae - Artenzahl: 37
Pflanzen, Index Pflanzen - Index
Genus
  • Agrostis - Straußgras
  • Alopecurus - Fuchsschwanz
  • Anthoxanthum - Ruchgras
  • Arrhenatherum - Glatthafer
  • Avenula - Wiesenhafer
  • Briza - Zittergras
  • Bromus - Trespe
  • Calamagrostis - Reitgras
  • Cynosurus - Kammgras
  • Dactylis - Knäuelgras
  • Deschampsia - Rasenschmiele
  • Elymus - Quecke
  • Festuca - Schwingel
  • Glyceria - Schwaden
  • Helictotrichon - Staudenhafer
  • Holcus - Honiggras
  • Lolium - Weidegras
  • Melica - Perlgras
  • Milium - Flattergras
  • Molinia - Pfeifengras
  • Nardus - Borstgras
  • Oreochloa - Steingras
  • Phleum - Lieschgras
  • Phragmites - Schilfgras
  • Poa - Rispengras
  • Sesleria - Blaugras
  • Poaceae - Graminaceae

    Süßgräser

    Poaceae, Ährchen - Skizze

    Die Süßgräser können in 7 U-Familien eingeteilt werden. Man kennt derzeit 750 Gattungen mit etwa 10.000 Arten - in Europa 168 Gattungen mit rund 900 Arten!
    Es sind meist krautige Pflanzen mit überwiegend hohlem stängel. Die Blätter sind zweizeilig angeordnet mit einer stängelumfassenden Blattscheide. Die Blüten sind meist zwittrig und zu Ährchen vereinigt. Die Spelzen entsprechen den trockenhäutigen Trag-, Vor- und Perigonblätter. Meist sind nur nur noch 3 Staubblätter vorhanden. Die Pollen sind 3-zeilig. Nur 1 Samenanlage; diese liegt der Wand der Nussfrucht - Karyopse - eng an.
    Hüll- und Deckspelzen dienen der Unterscheidung der Gattungen und Arten! Ebenso die Körner der Gräser.
    Inhaltsstoffe: Die Samen sind stärkereich. Saccharose und/oder Fruktosane auch in Rhizomen und anderen vegetativen Organen. Ätherische Öle können vorkommen. Silikate sind häufig.

    Festuca, Ährchen - Skizze

    Blütenbau
    Die Ährchen werden aus Schuppen gebildet, welche einer extrem kurzen Achse (Rachilla) entspringen. Diese - Ährchen - sind ein- oder mehrblütig, zwittrig und von meist 2 Hüllspelzen umgeben. Die äußere, erste Hüllspelze (Gluma inferior) und die obere, zweite (Gluma superior) umschließen den Rest des Ährchens. Darauf folgen in zweizeiliger Anordnung die Deckspelzen (Palea inferior, Lemna) als Tragblätter der Einzelblüten. Sie tragen häufig eine Granne. Die Deckspelze umschließt die Vorspelze. Die Blüten sitzen häufig in den Blattachseln dieser Deckspelzen (Granne= verlängerte Mittelrippe) umhüllt von den Vorspelzen. Die Blüte kommt zum Vorschein, wenn man die Deckspelze (=Blütenspelze) und die Vorspelzen entfernt. Die - Blüte - selbst besteht aus den beiden Lodiculae, 3 Staubblätter (Stamina, 2-geteilt) mit einem Stiel (Filament) und dem Ovarium, einem runden, behaarten Fruchtknoten mit 1 Eizelle, die sich zum Korn entwickelt. Schwellkörper (= Lodiculae, meist 2), welche die Blüte öffnen und die Vorspelzen werden als Perianthblätter gedeutet.
    Androeceum: Meist 3 Staubblätter (selten A3+3). Gynoeceum: Zwei fedrige Narben. FrKn oberständig und einfächrig mit nur 1 Samenanlage.
    Frucht: 1-samige Nußfrüchte. Embryo liegt dem Endosperm seitlich an. Die Samenschale ist mit dem Perikarp verwachsen.

    Halm, Blätter
    Der Halm besteht aus Nodien (geschlossene Teile) und Internodien (hohle Teile des Halmes). Er ist meist stielrund, seltener flach aber nie 3-kantig und fast stets hohl. Die Blätter sind 2-zeilig und entspringen am Knoten. Die Blattspreite ist länglich und schmal mit meist scharfer, stumpfer Spitze. Stängel rund, hohl, knotig. Der Blattgrund umscheidet den Stängel. An der Grenze zur schmalen Spreite findet sich oft ein weißes Häutchen (=Ligula). Dieses Blatthäutchen kann auch als Haarkranz ausgebildet sein.

    Poaceae, Blütenstand - Skizze

    Blütenstand
    Der Blütenstand kann eine Ähre, Ährenrispe, Rispe oder Traube sein. Zur Bestimmung der Gräser ist die Unterscheidung des Blütenstandes sehr hilfreich - siehe Abbildung!
    Bei den Ährengräser sitzen die ungestielten oder sehr kurz gestielten Ährchen direkt auf der Hauptachse (Ährenachse); Beispiel - Nardus strictus . . .
    Dazu zählen auch jene, deren Hauptachse zu mehreren finger- oder fiederartig angeordnet sind.
    Bei den Ährenrispengräser befinden sich die Ährchen an verzweigten, mehrblütigen Seitenachsen dicht gedrängt; Beispiel - Anthoxanthum odoratum . . .
    Rispengräser letztlich haben die Ährchen an langästig verzweigten, mehrblütigen Seitenachsen. Die Ährchen sind dabei höchstens am Ende längerer Rispenäste kurz gestielt und dort ährenähnlich geknäuelt; Beispiel - Poa alpina . . .
    Sind alle Stiele einfach, also ohne Verzweigungen, so liegt eine Traube vor; weisen sie auf eine Seite, so spricht man von einer einseitswendigen Traube; Beispiel - Melica nutans . . .

    Lebensdauer und Wuchsform
    Annuelles (einjähriges) Gras: Dieses Gras kann leicht ausgerissen werden, weil sie nur Wurzeln trägt aber keine Rhizome oder Ausläufer. Der Hauptspross wie die Seitensprosse enden mit einem Blütenstand. Die Seitenhalme wachsen dabei stets innerhalb von Blattscheiden empor und bilden ein Büschel.
    Perennierendes (ausdauerndes) Gras: Ausdauernde Gräser können nur schwer ausgerissen werden. Im unteren Teil der Sprosse bildet sich ein Rhizom mit zahlreichen Knospen, aus denen sich unverzweigte Halme und beblätterte Laubsprosse bilden. So bildet sich ein Horst. Der Fruchtansatz ist häufig gering. Bei den (oberirdischen) Kriechsprossen liegen die grünen Halme dem Boden auf, sind an den Knoten bewurzelt und mit grünen Blättern besetzt. Bei den (unterirdischen) Ausläufern liegen die gelben Halme im Boden. Sie tragen an den Knoten neben Wurzeln auch schuppenförmige Blätter.

    Arten der im Gasteinertal vorkommenden
    Süßgräser
    alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .

    ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
    Agrostis capillaris Agrostis capillaris
    Rot-Straußgras
     Rispe1   Habitus   Blüte 
    Rispengras - Haare unterhalb der Deckspelze fehlen. Rispenäste glatt, Vorspelze halb so lang wie die Deckspelze. Rispe auch nach der Blütezeit gespreizt, rot überlaufen. Ährchen nicht gebüschelt. Blatthäutchen bis 1,5 mm lang.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hauserbauerwiese/Dorfgastein am 7.8.2004
    Agrostis rupestris Agrostis rupestris
    Felsen-Straußgras
    ◊ Bild-Galerie
     Habitus   Rispe   Biotop
    Rispengras - Ährchen 1-blütig - alle Ährchen mit 1 Zwitterblüte. Granne der Deckspelze kleiner 1,5 cm. Ährchen 2 mm lang - Hüllspelzen 2 - Haare unterhalb der Deckspelze fehlend - Vorspelze fehlt. Rispenäste glatt und kahl. Deckspelze mit geknieter Granne (unter der Mitte der Deckspelze). Beide Hüllspelzen etwa gleich lang. Wuchshöhe bis 15 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Thronegg am 7.8.2004 // Schideck, Gasteinertal am 27.7.2006
    Agrostis stolonifera agg. Agrostis stolonifera
    Weißes Straußgras
     Rispe   Ährchen
    Alle Ährchen mit 1 Zwitterblüte. Granne der Deckspelze fehlend. Ährchen 2 mm lang, Hüllspelze 2. Ährchen v-förmig zusammengedrückt, die Deckspelze kahl. Haare unterhalb der Deckspelze fehlend. Vorspelze halb so lang wie die Deckspelze. Blatthäutchen 3 mm lang. Rispenäste mit borstigen Kurzhaaren, um 0,1 mm lang, die oberirdischen Ausläufer mit Laubblätter. Rispe nach der Blütezeit zusammengezogen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Astenalm, Gasteinertal 20.7.2007
    Alopecurus aequalis Alopecurus aequalis
    Gilb-Fuchsschwanzgras
     Gruppe, Biotop   Blüte, Perigon
    Ährchenstand an der Spitze des Stängels in Form einer zusammengezogenen Rispe. Die Ährchen sitzen zu mehereren an gemeinsamen kurzen, verästelten Stielen = Ährenrispengras! Stängel am Grund niederliegend, knickig aufsteigend. Hüllspelzen nur am Grund miteinander verwachsen. Staubbeutel anfangs gelblichweiß, dann orange. Ährchen (ohne Granne) um 2 mm lang. Laubblattgrün oder hochblau bereift.
    Wuchshöhe: 15 - 25 cm. Gewässer, Sümpfe, schlammige Ufer.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein, Gasteinertal 11.6.2008
    Alopecurus pratensis Alopecurus pratensis
    Wiesen-Fuchsschwanz
     Perigon1
    Halm aufrecht, Hüllspelze mindestens 1/3 verwachsen, spitz. Rhizom schief, kurz kriechend. Granne meist dicht über dem Grund der Deckspelze eingefügt. Wuchshöhe: 30- 100 cm.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Wiese/Gasteinertal am 10.05.2002
    Anthoxanthum alpinum Anthoxanthum alpinum
    Gemeines Ruchgras
     Ährchen
    Deckspelzen (der fruchtbaren Blüte) zumindest oben an den Rändern von ganz kurzen Borstenhaaren rauh. Laubblattspreite unterseits gelbgrün, glänzend und sich nach oben einrollend. Die Granne der obersten Hüllspelze überragt das Ährchen oft beträchtlich. Wuchshöhe: 15 - 20 cm.
    Bodensaures Rasengras, auch Schneeböden, lichte Lärchenwälder, kalkmeidend; montan bis alpin.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Stubneralm, Gasteinertal 23.6.2007
    Anthoxanthum odoratum Anthoxanthum odoratum
    Gemeines Ruchgras
     Habitus   Blüte
    Ährenrispengras - Hüllspelzen (scheinbar) 4, die beiden äußeren ungleich groß, die beiden inneren noch kleiner als die äußeren, untereinander gleich groß, dunkelbraun behaart und (außen bei den obersten Blüten) begrannt. Blatthäutchen 2-3 mm lang. Laubblattöhrchen bewimpert. Ährenrispe locker (Ährchen die Rispenachse nicht völlig verdeckend). Ährchen unten mit 2 unfruchtbaren verkümmerten Blüten (deren Deckspelze ist scheinbar obere Hüllspelzen) und 1 fruchtbare Blüte darüber. Staubblätter 2. Frühblüher, bereits im April, spätestens im Mai blühend.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg/Dorfgastein am 5.5.2004
    Apera spica-venti Apera (Agrostis)
    spica-venti

    Gewöhnlicher Windhalm
     Biotop
    Ährchen 1blütig, 3-4 mm mit einer herausragenden Granne bis 7 mm, untere Hüllspelze 1-nervig, obere 3-nervig und etwas kürzer. Deckspelze 5nervig. Blütenachse beborstet. Hüllspelzen oberhalb der Mitte beborstet. Blatt flach, bis 3 mm breit, lockerblütig.
    Hier gemeinsam mit Artemisia!
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Kolmkarscharte/Sportgastein am 2.9.2004
    Arrhenatherum elatius Arrhenatherum elatius
    Glatthafer
    ◊ Bild-Galerie
     Ährchen   Rispe1   Rispe2  Rispe3  Blüten  Ährchen   Rispe6  Rispe8
    Laubblattspreiten flach, oberhalb abstehend kurzhaarig. Laubblattscheiden meist kahl. Blatthäutchen 1-3 mm lang. Die untere Hüllspelze ist 1.nervig, die obere 3.nervig. Deckspelze 7-nervig, am Grund kurz bärtig. Die Granne entspringt am unteren Drittel. Die obere Deckspelze ist unbegrannt aber mit einer kurzen Borste oder aber mit einer Granne, die oberhalb der Mitte bzw. knapp unter der Spitze abgeht. Vorspelzen mit sehr fein behaarten Kielen. Wuchshöhe 50 - 150 cm.
    Leitart für Fettwiesen in tieferen Lagen!
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Gasteinertal am 2.06.2003 // Ingelsbergweg, Bad Hofgastein am 3.6.2006
    Avenella flexuosa Avenella flexuosa
    Deschampsia flexuosa
    Drahtschmiele
     Blütenstand
    Rispengras! - Ährchen mit 2 Zwitterblüten. Hüllspelzen so lang wie das Ährchen, diese ohne endständig verkümmerte Blüte. Blatthäutchen intakt. Deckspelze auf dem Rücken begrannt. Ährchen 5 mm lang. Granne im untersten Viertel entspringend. Laubblattspreite fadenförmig. Deckblatt mit 4 Endzähne, die mittleren deutlich länger. Rispen locker mit meist geschlängelten, rötlich überlaufenden Rispen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Palfner Hochalm, Badgastein 30.6.2007
    Avenula pubescens Avenula (Helictotrichon) pubescens ssp.pubescens
    Flaum-Wiesenhafer
     Blütenstand
    Rispengras! - Mehrere Ährchen. Die obere Hüllspelze so lang wie die Ährchen, keine verkümmerte Blüte. Blatthäutchen häutig, spitz, um 7 mm lang. Deckspelze begrannt. Granne ohne Haarkranz. Deckspelzen alle gleich. Ährchen über 12 mm lang, Fruchknoten dicht behaart. Hüllspelzen 1 bzw. 3nervig. Blattspreiten flach, 6-8 mm breit, spärlich behaart. Ährchenachse mit 3-6 mm langen Haaren, auch die Ährchenachse über der obersten fruchtbaren Blüte lang behaart. Die Laubblattspreiten weich bis spärlich behaart. Ährchen 2-3blütig. Ährchenlänge 10- 17 mm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Ingelsbergweg, Bad Hofgastein am 3.6.2006
    Briza media Briza media
    Gemeines Zittergras
    ◊ Bild-Galerie
     Perigon   Habitus1   Habitus2
    Ährchen herzförmig, hängend in Rispen. Deckspelzen breit, stumpf, festhäutig, horizontal abgespreizt, unbegrannt, am Grund herzförmig, auf dem Rücken rund mit 7-9 Nerven. Rhizome kurz. Halme dünn, steif mit 2-3 Knoten. Blätter unbehaart, Blattscheiden geschlossen. Blatthäutchen stumpf mit 0,5-1,5 mm. Rispen locker, pyramidenförmig. Äste ausgebreitet, spärlich unterteilt. Ährchen elliptisch, seitlich zusammengedrückt 4-12-blütig. Hüllspelzen tief konkav, horizontal abgespreizt, 3-5-nervig, fest-häutig. Deckspelzen purpur und grün mit weißlichen Rändern. Vorspelzen glatt, kürzer als die Deckspelzen; die 2 Kiele schmal geflügelt. Antheren 2 mm lang. Mäßig, trockene Silikatmagerrasen, wechseltrockene Wiesen, basenhold. Lichtkeimer.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Heinreichalm/Dorfgastein am 19.6.2004
    Bromus erectus Bromus erectus
    Aufrechte Trespe

    Ligula ein Hautsaum. Ährchen vielblütig. Deckspelze knapp unter der Spitze begrannt. Ährchen gegen die Spitze zu verschmälert. Untere Hüllspelze 1-nervig, die obere 3-nervig = Bromus sect. Festucoides.
    Rispenäste kleiner 5 cm, aufrecht abstehend. Granne 4-5 mm lang, entspringt knapp unterhalb der gekerbten Spitze der Deckspelze. Staubbeutel 4-7 mm lang.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Unterberg, Gasteinertal 31.05.2007
    Bromus hordeaceus Bromus hordeaceus
    Weiche Trespe
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     Perigon1   Blatt   Habitus
    Die meisten Ährchenstiele kürze als die Ährchen, daher dichte Rispe. Ährchen grün. Granne 1- 1,5 mm unterhalb der 2-zähnigen Spitze der Deckspelze entspringend. Deckspelze dünnhäutig mit auffallend starken Mittelnerv. Pflanze weichhaarig. Blatthäutchen 2 mm lang, gefranst, behaart. Wuchshöhe: 5- 80 cm.
    Leitart für kalkreiche Böden auf Magerwiesen!
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Mitterbauerwiese, Gasteinertal 25.05.2007
    Bromus inermis Bromus inermis
    Unbegrannte Trespe
     Perigon   Habitus
    Hüllspelze viel kürzer als das Ährchen. Ährchenstiele lang, dünn und biegsam. Blatthäutchen bis 2 mm lang. Blattscheiden und Blattspreite kahl. Deckspelze unbegrannt oder bis 3 mm begrannt.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hauserbauer/Gasteinertal am 18.7.2004
    Calamagrostis varia Calamagrostis varia  Gruppe1   Blüte   Ähre   Blatt   Gruppe2
    Rispengras! - Ährchen 1-blütig. Granne länger als die Deckspelze. Ährchen v-förmig. Zwischen Deckspelze und Hüllspelze mit Haarkranz. Ährchen höchstens 7 mm, Haare gleich lang bzw. kürzer als die Deckspelze und nur halb so lang wie die Hüllspelze - Granne länger als die Deckspelze, die Haare deutlich und die Hüllspelze nur wenig überragend. Blattspreit 8-10 mm breit. Laubblattspreitengrund mit kargen Haarkranz.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalmweg/Gasteinertal am 26.7.2004
    Calamagrostis villosa Calamagrostis villosa
    Woll-Reitgras
    ◊ Bild-Galerie
     Blattscheide   Habitus1   Habitus2   Habitus3
    Rispengras - Ährchen 1-blütig. Hüllspelzen 2, Ährchen gekielt und am Grund der Deckspelze mit einem Haarkranz. Ährchen um 6 mm lang. Granne ragt nicht aus dem Ährchen. Haare am Grund der Deckspelze 1/2 so lang wie das Ährchen. Granne entspringt unterhalb der Mitte auf dem Rücken der Deckspelze. Am Spreitengrund der unteren Laubblätter meist ein schmaler Haarkranz. Rispe ausgebreitet. Blatthäutchen 3-5 mm lang. Wuchshöhe: 50 - 120 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal 22.8.2004 // Bockhartsee, Gasteinertal 22.7.2007
    Cynosurus cristatus Cynosurus cristatus
    Weide-Kammgras
     Blatt   Rispe   Blüte
    Am Grund der Ährchen je ein doppelkammförmiges, gefiedertes Gebilde (steriles Ährchen). Pflanze dichtrasig. Blatt 2-3 mm breit, meist gefaltet. Blatthäutchen etwa 1 mm lang. Ährenrispe linealisch, einseitswendig.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hauserbauerwiese/Gasteinertal am 17.7.2004
    Dactylis glomerata Dactylis glomerata
    Wiesen-Knäuelgras
    ◊ Bild-Galerie
     Perigon   Perigon  Rispe
    Untere Hüllspelze 1-nervig, die obere 3-nervig, beide auf dem Kiel steifhaarig gewimpert (selten kahl). Pflanze blaugrün bis graugrün, dichtborstig. Deckspelze auf der Fläche mehr oder weniger behaart, abrupt in eine 1- 2 mm lange Granne verschmälert. Laubblattspreite 4- 10 mm breit. Rispe stark geknäuelt mit weit abstehenden unteren Ast, später zusammengezogen mit fast aufrechter Spitze. Ährchen 3- 4-blütig. Wuchshöhe: 50- 120 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg, Urkübel, Gasteinertal am 25.05.2006
    Deschampsia cespitosa Deschampsia cespitosa
    Gewöhnliche Rasenschmiele
    Horstschmiele
     Rispe
    Ährchen 2-blütig, Achse behaart. Die untere Hüllspelze schmal und 1-nervig, die obere breiter und fast so lang wie das Ährchen, 3-nervig. Vorspelze wenig kürzer als die Deckspelze. Blatthäutchen 6-8 mm lang. Rispenäste stets rauh. Ährchen nie vivipar; Granne der Deckspelze überragt diese meist nicht. Laubblattspreite 10 - 60 mm lang, meist flach. Pflanze stets horstbildend. Laubblattspreite am Rand und auf der Blattoberseite auffällig scharf rauh bis schneidend. Spreite im Durchlicht mit auffällig hellen Längsstreifen (gutes vegetatives - Erkennungsmerkmal). Die obere Hüllspelze ist 3-4 mm lang. Wuchshöhe: 30 - 150 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Palfner Hochalm, Badgastein 30.6.2007
    Deschampsia cespitosa Deschampsia cespitosa ssp.parviflora
    Sumpfschmiele
     Rispe1   Rispe2   Habitus   Blatt
    Blatthäutchen 6-8 mm lang. Rispenäste stets rauh. Ährchen nie vivipar; Granne der Deckspelze überragt diese nicht. Laubblattspreite 10 - 60 mm lang, meist flach. Pflanze stets horstbildend. Spreite reichen bis zur Rispe und oft darüber. Ährchen 1,5 - 2,5 mm lang, oft einblütig. Staubbeutel 1 - 1,2 mm lang. Pflanze oft blaugrün.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Toferer Scharte, Gasteinertal am 4.7.2006
    Elymus caninus Elymus caninus
    Agropyron caninum
    Hunds-Quecke
     Ährchen
    Ährengras - Stängel an der Spitze mit einer einzigen Ähre. Ähren allseitswenig, ohne Borsten, nicht in die Ährchenachse eingesenkt und auf jedem Knoten nur 1 sitzendes Ährchen in 2 gegenüberliegenden Zeilen. Ährchen völlig ungestielt und mit der Breitseite dem Stängel zugewendet, alle mit 2 Hüllspelzen. Deckspelze begrannt, Granne stets so lang oder länger als die Spelze bis 25 mm lang. Horstbildend, ohne Ausläufer. Ähre schlaff, meist überhängend. Ährchen 1 - 1,5 mm lang. Ährchenachse sehr brüchig, kurzhaarig. LB-Scheiden meist kahl, selten rauh. LaubblattSpreite oben mattgrün, unten glänzend grün.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Astenalm, Gasteinertal 13.7.2007
    Elymus repens Elymus repens
    Agropyron repens
    Kriechende Quecke
     Blatt  Ährchen
    Ährengras - Stängel an der Spitze mit einer einzigen Ähre. Ähren allseitswenig, ohne Borsten, nicht in die Ährchenachse eingesenkt und auf jedem Knoten nur 1 sitzendes Ährchen in 2 gegenüberliegenden Zeilen. Ährchen völlig ungestielt und mit der Breitseite dem Stängel zugewendet, alle mit 2 Hüllspelzen. Hüllspelzen 5-nervig. Laubblattspreite dünn, meist flach, grün bis blaugraugrün. Rippen nicht hervortretend. Laubblattscheiden am freien Rand unbewimpert. Wuchshöhe: 30 - 150 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Astenalm, Gasteinertal 13.7.2007
    Festuca picturata Festuca picturata
    Festuca picta
    Gescheckter Schwingel
    Bunter Violett-Schwingel
     Habitus   Ährchen
    Rispengras. Blätthäutchen häutig, um 1 mm. Hüllspelzen, die untere 1-nervig, die obere 3-nervig. Deckspelze an der Spitze mit kurzer Granne, die Deckspelzenspitze 2-zähnig. Deckspelze selten mehr als 2 mm lang begrannt. Laubblattspreiten kräftig (0,05 - 0,75 mm im Durchmesser), meist mit 5 Leitbündeln. Vorspelzenkiele über die ganze Länge bewimpert. Granne der Deckspelze deutlich, bis 2 mm lang. Ährchen grün, dunkelviolett gescheckt. Wuchshöhe: 25 - 40 cm.
    Bestimmung unsicher - DD: Bellardiochlea variegata?
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Palfnerkar, Badgastein 30.6.2007
    Festuca rubra agg. Festuca rubra agg.  Habitus   Ährchen
    Rispengras! Granne kürzer als die halbe Deckspelze. Ährchen stets grünlich. Stängelblatt flach bis seicht rinnig; keine Öhrchen an der Laubblattscheidenmündung. Laubblattspreiten nicht rhombisch, aber kantig mit 6 seitlichen Sklerenbündeln. Erneuerungstribe extravaginal. Laubblattscheiden meist behaart.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Mayerhoferalm, Gasteinertal 14.7.2007
    Glyceria notata Glyceria notata
    Falt-Schwadengras
    Gefaltetes Süßgras
     Habitus   Ähre/Blatt   Ährchen
    Oberirdische Kriechsprossen. Halme 30 - 80 cm hoch, schwammig. Blattscheiden bis oben hin geschlossen, die der Halmblätter bald aufreißend, gerieft, seitlich zusammengedrückt, gekielt, kahl oder kurz behaart, rau. Ligula ist ein 2-4 mm langer, häutiger Saum. Blattspreiten 5-30 cm lang und 3-12 mm breit. Rispe 10 - 30 cm lang, locker, zur Blütezeit meist gleichmäßig ausgebreitet, oft überhängend. Ährchen 7-12blütig, 10-25 mm lang und bis 2 mm breit, anfangs drehrund, später etwas zusammengedrückt. Hüllspelzen 1nervig, breit abgerundet, häutig, glatt, kahl, die untere 1,5 - 2,5 mm lang, die obere 2,5 - 4 mm lang. Deckspelzen 7nervig, 3,5 - 5 mm lang, oben breit abgerundet, häutig, kahl. Vorspelzen 2nervig. Frucht etwa 2 mm lang, im Umriss elliptisch.
    In den Alpen bis 1600 m. In Röhricht, Bächen, Wassergräben. Licht- und wärmeliebend.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Bad Hofgastein, Gasteinertal 11.6.2008
    Helictotrichon pratense Helictotrichon pratense
    Wiesenhafer
     Ährchen
    Hüllspelzen 3-nervig, Deckspelze 5-nervig, knapp oberhalb der Mitte begrannt, die Granne gebogen und im unteren Teil gedreht. Die Deckspelze ist am Grund etwa 2 mm lang bärtig. Vorspelze mit sehr fein behaarten Kielen. Korn an der Spitze behaart (umschlossen von der verhärteten Deck- und Vorspelze).
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Gasteinertal am 29.05.2003
    Helictotrichon versicolor Helictotrichon versicolor
    Avenula versicolor
    Bunter Wiesenhafer
     Rispe   Ährchen  Blüten
    Rispengras, jeweils 5 Blüten pro Ährchen. Die 2 Hüllspelzen kürzer als die Ährchen. Deckspelze mit langer Granne. Jeweils am Ährchenstiel unter der Deckspelze mit Borstenkranz. Ährchen ohne Grannen 15 mm lang. Blatthäutchen spitz zulaufend, 5 mm lang. Ährchen 15 mm lang (ohne Granne). Grannen des Ährchens höchstens die halbe Länge des Ährchens überragend - Granne die Hüll- und Deckspelze überragend - Granne auf dem Rücken der Deckspelze abgehend - mehrere Grannen sichtbar - Blattspreiten der Grundblätter flach, oberseits nicht gerieft - Granne im unteren gedrehten Teil flach. Ährchenachse mit kurzen Haaren zwischen den Blüten (0,5 - 3 mm lang). Laubblattspreite etwa 4-6 mm breit glatt mit auffällig weißen Rand.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rauchkogel/Gasteinertal am 29.7.2004
    Holcus lanatus Holcus lanatus
    Wolliges Honiggras
     Blatt/Stängel   Rispe   Blüten  Blattscheide 
    Rispengras! - Ährchen 2-blütig mit einer Zwitterblüte an der Basis und eine männl. Blüte darüber, deren Deckspelze eine Granne trägt. Ährenachse kahl. Stängelknoten, Laubblattscheiden und Spreiten ziemlich gleichmäßig weichhaarig. Granne der männlichen Blüte nicht oder kaum aus dem Ährchen herausragend, zuletzt an der Spitze hakenförmig (im trockenen Zustand). Pflanze dichtrasig, meist ohne Ausläufer. Rispe weißlich, oft rötlich überlaufen. Wuchshöhe: 30 - 100 cm. Blütezeit: Juni bis August.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Gasteinertal am 2.06.2003
    Lolium perenne Lolium perenne
    Englisches Raygras
    Deutsches Weidelgras
    Ausdauernder Lolch
     Ährchen   Ähre
    Ährengras - auf jedem Knoten der Ährenachse sitzt nur 1 kurzgestieltes Ährchen; diese in 2 gegenüberliegenden Zeilen. Ährchen ungestielt. Hüllspelze fast so lang wie das Ährchen. Deckspelze unbegrannt. Stängel bis oben hin glatt. Auch die Laubblattscheiden glatt.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau 27.6.2006 // Hauserbauer/Dorfgastein am 12.07.2003
    Melica nutans Melica nutans
    Nickendes Perlgras
     Blüte1   Blüte2   Ähre
    Doppelspelze kahl. Rispe traubenähnlich. Ährchen nickend, mit 1 zwittrigen und 1 unfruchtbaren Blüte. Pflanze grasgrün, lockerrasig. Grundachse dünn, kriechend. Blatthäutchen äußerst kurz, braun. Hüllspelzen braun und oberwärts häutig.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Gasteinertal am 2.06.2003
    Milium effusum Milium effusum
    Alpen-Waldhirse
    Flatterhirse
    Milium effusum ssp. alpicolum
    ◊ Bild-Galerie
     Ährchen  Blatt
    Rispengras - Ährchen 1-blütig (Zwitterblüte), Granne fehlend. Ährchen länger 1 mm, im Querschnitt rundlich, nicht gekielt. Blatthäutchen etwa 5 mm lang, zerschlitzt. Laubblattscheiden kahl. Pflanze blaugrün, kahl, mit unterirdischen Ausläufern. Laubblattspreite 1- 1,5 cm breit. Rispe um 14 cm lang, der längste Rispenast 4 cm. Ährchen grün, teilweise violett überlaufen. Wuchshöhe: 50 - 120 cm.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Astenalm, Gasteinertal 13.7.2007
    Molinium coerulea Molinium coerulea
    Blaues Pfeifengras
    Besenried
    Benthalm
     Habitus
    Die 2 Hüllblätter wesentlich kürzer als die Ährchen, diese mit 2 Zwitterblüten, bis 8 mm lang, schieferblau bis violett, seltener grün oder blass. Deckspelze 3-5 mm lang, abgerundet. Ährchenachse zwischen den Blüten kahl. Laubbblattspreite 2-8 mm breit, kahl oder mit einzelnen kurzen Haaren. Blatthäutchen ist durch einen Haarkranz ersetzt. Pflanze bildet dichte Horste. Rispe bis 40 cm lang. Am Halm finden sich nur knapp oberhalb der Zwiebel 1-3 genäherte Knoten, darüber auf der ganzen Länge knotenlos (deshalb zum Pfeifenreinigen gut geeignet und wegen seiner Geschmeidigkeit zum Aufbinden von Weinreben = Benthalm).
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg/Dorfgastein am 16.8.2004
    Nardus stricta Nardus stricta
    Borstgras
    Bürstling
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     Ähre   Blüte   Habitat   Gruppe, Biotop
    Ährchen in einseitswendiger Ähre, 1-blütig, ohne Hüllspelzen. Lodiculi fehlend, 1 Griffel. Dichte, graugrüne Horste bildend mit kurzem brettartigen Rhizom. Blatt borstlich. Blatthäutchen bis 2 mm lang.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralm/Dorfgastein am 24.5.2004
    Oreochloa disticha Oreochloa disticha
    Kopfgras
    Steingras
    ◊ Bild-Galerie
     Ähre   Ährchen   Ährchen   Gruppe
    Ährenrispe 0,7 - 1,5 cm lang. Deckspelze mit kurzer (0,5 mm) Granne. Laubblattspreiten haarfein, gefaltet, weniger als 1 mm breit; Laubblattscheiden geschlossen.
    Windexponierte, lückige Rasen mit kurzer Schneebedeckung auf sauren, trockenen, offenen Rohböden, bes. Krummseggenrasen.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Kreuzkogel, Sportgastein am 24.7.2006
    Phleum alpinum Phleum alpinum ssp.rhaeticum
    Wimpergrannen-Alpen-Lieschgras
    Bündner Lieschgras
    ◊ Bild-Galerie
     Habitus   Perigon   Perigon   Gruppe   Biotop
    Ährenrispe eher eiförmig, 1-5 cm lang, die oberste Laubblattscheide deutlich aufgeblasen. Granne der Hüllspelze zumindest in der unteren Hälfte abstehend behaart. Wuchshöhe: 20 - 50 cm. Grün bis violett. Fettweiden (Almen), bei Almhütten (Viehläger), Schneeböden, nährstoffliebend, subalpin bis alpin.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm 14.6.2006 // Stubneralm, Gasteinertal 23.6.2007
    Phleum pratense Phleum pratense
    Wiesen-Lieschgras
     Habitus   Perigon   Perigon-Detail
    Ährenrispe 6-11 cm lang, beim Umbiegen nicht lappig, sondern homogen bleibend. Ährenrispe mit sehr kurzen Ästen die direkt an der Hauptachse inserieren, 5-30 cm lang, 6-7 mm breit. Ährchen (inkl. Granne) etwa 5 mm lang. Granne der Hüllspelze länger als die Ährchenbreite und 1/2 so lang wie die Hüllspelze (ohne Granne gemessen). Wuchshöhe: 40-100 cm.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Dorfgastein/Gasteinertal am 7.7.2002
    Phragmites australis Phragmites australis
    Schilf
     Habitus  Blütenstand
    Halme bis 1,2 cm dick, bis oben hin Knoten und blatttragend; im Herbst absterbend. Haare der Ährchenachse fast so lang wie die Spelze. Blatt 20- 30 mm breit. Ährchen meist rotbraun. Wuchshöhe: 1- 3 m.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Dorfgastein/Gasteinertal am 7.7.2002
    Poa annua Poa annua
    Einjähriges Rispengras
     Habitus
    Rispengras! - Unterste Rispenäste 2. Untere Hüllspelze 1-nervig, die obere 3-nervig. Keine Kriechtriebe. Blatthäutchen der Grundblätter von der Seite deutlich sichtbar. Rispenachse meist bis 5 cm lang. Größere Hüllspelze meist über der Mitte am breitesten (DD: P.supina). Deckspelze meist grün.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Badbruck, Golfplatz, Gasteinertal 8.5.2008
    Poa alpina Poa alpina
    Alpen-Rispengras
    ◊ Bild-Galerie
     Ährchen   Ährchen   Blütenstand   Blütenstand
    Beide Hüllspelzen 3-nervig, schmal mit deutlich aufgesetzter Stachelspitze. Blüte zu Brutknospen umgewandelt (pseudovivipar). Rispe mehr oder weniger pyramidenförmig. Laubblattspreiten meist 4-10 cm lang und 2-5 mm breit, flach. Blatthäutchen der Grundblätter fehlt meist. Ährchen violett überlaufen.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Silberpfennig/Gasteinertal am 19.7.2002
    Poa nemoralis agg. Poa nemoralis agg. ?
    Hain-Rispengras
     Habitus
    Rispengras! - Hüllspelze kürzer als die Ährchen. Blatthäutchen häutig, kurz (unter 1 mm). Deckspelze unbegrannt und gekielt, Ährchenachse unterhalb der Deckspelze beborstet. Die untere Rispenäste halbquirlig. Laubblattspreite kleiner 5 mm. Deckspelze undeutlich 3-nervig. Stängel und Laubblattscheiden stielrund. Oberste Laubblattscheide kürzer als die Spreite. Pflanze grasgrün bis blaugrün. Stängelblatt 1-3 mm breit, meist deutlich waagrecht abstehend (Wegweisergras); oberstes Stängelblatt oberhalb der Mitte. Rispenäste ziemlich lang und dünn. Ährchen 1-5blütig; grünlich, in Hochlagen violett.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Erzwies/Gasteinertal am 22.8.2004
    Poa nemoralis Poa nemoralis
    Hain-Rispengras
     Ährenrispe   Gruppe   Habitus
    Rispengras! - Oberste Laubblattscheide kürzer als die Spreite. Blatthäutchen fehlend oder bis 0,5 mm lang. Ährchenachse meist weich behaart. Pflanze grasgrün bis blaugrün. Stängelblatt 1- 3 mm breit, meist deutlich waagrecht abstehend (Wegweisergras); oberstes Stängelblatt oberhalb der Mitte. Rispenäste ziemlich lang und dünn. Ährchen 1-5blütig; grünlich, in Hochlagen violett.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Ingelsbergweg, Bad Hofgastein am 3.6.2006
    Poa pratensis Poa pratensis
    Wiesen-Rispengras
     Ährchen  Ährenstand
    Blatt fast paralellrandig, plötzlich in eine kapuzenförmige Spitze zusammengezogen. Blatthäutchen vorhanden. Unterster Rispenast mit 4 grundständigen Zweigen. Deckspelze mit 5 starken Nerven, 3-6 mm lang, mit der benachbarten Deckspelze durch lange Zottenhaare zusammenhängend. Pflanze mit Ausläufer. Laub- und Halmtriebe einzeln oder in Büscheln, am Grund ohne strohfarbige, abgestorbenen Blattscheiden. Spreiten der Grund- und Stängelblätter flach oder rinnig, 2-6 mm breit, ihr Grund so breit wie die Halmbasis. Blatthäutchen an den Rändern der Scheide herablaufend. Rispe wenig länger als breit. Wuchshöhe bis 1 m.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Gasteinertal am 29.05.2003
    Poa remota Poa remota
    Locker-Rispengras
     Habitus
    Rispengras - Ährchen mit 2 Zwitterblüten. Hüllspelzen kürzer als das Ährchen, diese eiförmig. Blatthäutchen häutig, um 5 mm lang. Narben an der Spitze des Fruchtknotens. Deckspelze unbegrannt, v-förmig. unterste Rispenäste halbquirlig. Pflanze horstbildend. Nerven der Deckspelze deutlich. LB-Spreite 6-8 mm, in eine Spitze auslaufend (ohne Kapuzenspitze). Deckspelze auf dem Kiel mit feinen Borsten, am Grund mit wenigen krausen Haaren. Wuchshöhe: 50 - 150 cm. Edellaubwälder, Schluchtwälder, Auwälder. Montan bis subalpin.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Wasserfallweg, Bad Hofgastein am 19.6.2006
    Poa supina Poa supina
    Läger-Rispengras
     Habitus   Ähre   Rispe
    Rispengras! - Untere Hüllspelze 1-nervig, die obere 3-nervig. Ährchen 3- 7blütig. Rispe locker. Pflanze mit blütenlosen Kriechtrieben. Unterster Rispenast stets ohne grundständigen Zweig. Ährchen am Ende der Rispenäste gebüschelt. Größere Hüllspelze unterhalb der Mitte am breitesten. Deckspelze oft violett. Wuchshöhe: 5- 30 cm.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Poserhöhe/Gasteinertal am 25.05.2003
    Sesleria albicans Sesleria albicans
    Kalk-Blaugras
     Rispe
    Ährenrispe allseitwendig. Die unteren Rispenäste mit schuppenförmigen, häutigen Tragblatt. Von abgestorbenen Blattscheiden umgeben. Laubblattspreite mit deutlichen Kiel, Blattspitze kahnförmig. Bildet im Massenwuchs die Blaugrashalden (Ordnung: Seslerietalia) - Relikt der Eiszeit. Steinige Trockenrasen, Felsrasen, Magerrasen, subalpin bis aplin - kalkstet (Kalkzeiger) - flachgründige Wälder (bes. Föhrenwälder). Felsen und Hangschutt in den Alpen. kalkstet.
    Siehe dazu die Pflanzengesellschaft - Erico-Pinion
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Paarseenweg/Dorfgastein am 5.5.2004
    Sesleria ovata Sesleria ovata
    Psilothera ovata
    Eikopf-Blaugras
    Zwergblaugras
     Habitus   Biotop
    Deckspelze an der Spitze mit 5 Grannen, die mittlere fast so lang wie die Deckspelze selbst, die 4 seitlichen kürzer. Laubblattspreiten höchstens 1 mm breit. Ährenrispe dicht kugelig bis breit eiförmig, insgesamt 3 - 7 mm im Durchmesser. Wuchshöhe 5 - 10 cm.
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Erzwies/Gasteinertal am 22.8.2004
    Blaugras Sesleria varia agg.
    Blaugras
    Rispe stark ährig zusammengezogen - 2-3blütig, 4-5 mm lang, blau, gegen den Grund zu gelblich, pfriemlich-eiförmig. Hüllspelze etwa so lang wie das Ährchen. Deckspelze mit 3-5 Zähnchen. Hierher gehören nach Adler das Kalk-Blaugras (S.albicans, S.calcarea, S.varia) und das Moor-Blaugras (S.uliginosa, S.coerulea).
    Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Klammstein/Dorfgastein am 30.4.2004
    Zea mays Zea mays
    Mais
     Habitus   Perigon-m   Perigon-w   Blatt-Häutchen   Gruppe, Biotop
    Getrenntgeschlechtlich, einhäusig. Halm markerfüllt, bis 2,5 m hoch und 5 cm dick. Primäres Dickenwachstum. Zahlreiche sproßbürtige Wurzeln an der Basis. Blätter entland der Achse, bandartig (4-10 cm breit, bis 150 cm lang). Terminal endet der Halm mit der männlichen Rispe. Die Ährchen sind paarweise angeordnet und je mit 2 Blüten besetzt. Die weiblichen Blütenstände entspringen in den Blattachseln. Sie stellen Kolben dar, welche von Hüllblättern (Lieschen) umgeben sind. Der FrKn ist nur 2-3 mm lang mit bis zu 40 cm langen fädigen Griffel. Nach der Befruchtung erfährt der Kolben ein Dickenwachstum. Die Hüll-, Deck- und Vorblätter bleiben in der Entwicklung zurück, sodass sich die Karyopsen prall und unbespelzt vorwölben (diese sind reif, wenn sie sich mit dem Fingernagel nicht mehr ritzen lassen). Temperaturoptimum der Pflanze 30°C und 500-700 mm Niederschlag/Jahr. Bei Wassermangel schützt sich die Pflanze durch Einrollen der Blätter. Wildform nicht bekannt. Reste eines primitiven Wildmais sind in den Anden (5.000-3.500 v.Ch.) gefunden worden. Heimat: Mittelamerika. Bei uns als Kulturpflanze in Verwendung.
    Bildnachweis © Anton Ernst Lafenthaler - Dorfgastein, Gasteinertal 7.7.2007

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    Flora/Gasteinertal: Poaceae, Graminaceae - Süßgräser
    © 19.7.2005 by Anton Ernst Lafenthaler
    p-poacea