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P2ros - Flora/Gasteinertal: Rosaceae - Artenzahl: 29
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Genus

Rosaceae

Rosengewächse

Ca. 3.000 Arten! Sie kommen als Kräuter, Sträucher oder Bäume vor.
Blatt: wechselständig, meist mit Nebenblätter.
Blüte: radiär und mit doppelter Blütenhülle. Die Staubblätter wurden im Laufe der Evolution in der Zahl sekundär vermehrt durch Einschub von zusätzlichen Staubblattanlagen. Auch im Fruchtkörper kommt Polymerie vor.
Frucht: Kapseln, Nüsse, Steinfrüchte und Beeren.
Inhaltsstoffe: Als Reservestoff in den Samen dient Eiweiß und fettes Öl, fast nie Stärke.

Chemische Merkmale: Gerbstoffe kommen praktisch bei allen Vertretern dieser Familie vor, entweder diffus verteilt oder in Gerbstoffidioblasten. Weit verbreitet sind auch die mono- oder dimeren polyphenolischen Vorstufen wie Catechine und Proanthycyanide ebenso wie Flavonoglykoside. Keine Ellagsäure bei Spiraeoideae, Maloideae und Prunoideae. Weiter sind typisch Triterpene und Saponine (Oleanolsäure, Ursolsäure im Cuticularwachs), Triterpenalkaloide in der Rinde etc. Cyanogene Verbindungen sind mit Ausnahme der Rosoideae weit verbreitet (Amygdalin). Fruchtsäuren und Schleim sind sehr verbreitet. Die Akkumulation von Sorbitol in Blättern und Früchten ist charakteristisch (Ausnahme: Rosoideae!). Insbesonders die Variabilität des Gynoeceums (=Fruchtkörpers) rechtfertigt die Einteilung in mehrere U-Familien (Spiracoideae, Rosoideae, Prunoideae, Maleoideae)!

Hier sollen nur Wildformen beschrieben werden. Kulturpflanzen sind hinreichend bekannt und gehören auch nicht unbedingt zur natürlichen Pflanzenwelt des Gasteinertales.

Arten der in Gastein vorkommenden Rosengewächse alphabetisch nach dem lateinischen Namen geordnet . . .
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ARCHIV - Beschreibung einzelner Arten
Alchemilla alpina Alchemilla alpina
Alpen-Silbermantel
Blütenstiele lang, dichotom verzweigt. Blätter 5-zählig, bis zum Grund eingeschnitten. An jedem Individuum 5 oder mehr als 5 Blättchen. Die Laubblattzähne etwa so lang wie breit, meist zusammenneigend. Laubblattunterseite silbrig, seidig glänzend behaart. Blättchen meist schmal-lanzettlich, mit der größten Breite in der Mitte. Wuchshöhe: 5-20 cm.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Schuhflicker 15.8.2005 // Tennkogel, Gasteinertal 26.7.2008
Alchemilla Alchemilla fissa
Geschlitzter Frauenmantel
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Stempel 1, Staubblatt 4. Wuchshöhe: 5 - 20 cm. Stängel bogig aufsteigend, kahl, Blätter oft bis auf die Hälfte und darüber eingeschnitten. Blattlappen flach bis spitzbogig, mit langen, groben Zähnen und durchscheinenden Blattnerven. Ganze Pflanze völlig kahl mit dünnen Stängel und Blütenstielen. Achsenbecher so lang wie die inneren Kelchblätter. Laubblattzähne über 1,5-5mm lang, 2-3x so lang wie breit.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gamskarkogelweg/Gasteinertal am 4.7.2004
Alchemilla monticola Alchemilla monticola
Bergwiesen-Frauenmantel
Alchemilla vulgaris agg.
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Laubblatt zu 1/4 zerteilt, 9lappig. Lappen meist parabolisch oder seltener rundlich. Basalbucht bis zu 1/4 offen bis fast geschlossen. Nebenblätter meist dicht behaart. Laubblatt beiderseits meist dicht behaart und dadurch mattgraugrün erscheinend. Laubblattzähne fein, gleichmäßig, krumm 3eckig. Achsenbecher eiförmig bis kugelig, oben etwas verengt, meist zerstreut behaart. Wuchshöhe: 10- 20cm.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Poserweg 18.05.2006 // Paarseenweg 15.05.2006 // Leidalm, Gasteinertal 09.08.2005
Aruncus dioicus Aruncus dioicus
Wald-Geißbart
◊ Bild-Galerie
Blatt ohne Nebenblätter. Blüte rispig angeordnet; schmale Ähren. Pflanze 2-häusig. Blatt 2-3fach, 3-zählig. Männliche Rispen gelblichweiß, die weiblichen rein weiß. Wuchshöhe: 80 - 150 cm.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Amoseralmweg, Gasteinertal 01.06.2007
Cotoneaster horizontalis Cotoneaster horizontalis
Fächer-Zwergmispel
Zweige auffällig zweizeilig, wechselständig, regelmäßig beblättert und verzweigt. Blüte fast sitzend. Kronblätter weiß bis rosa, aufrecht. Wuchshöhe um 50 cm. Frucht: rote Beeren, schwach giftig. Als Zierstrauch häufig kultiviert und gelegentlich verwildert. Beim Zerreiben der Rinde ergibt sich ein Marzipangeruch (Blausäure).
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Ingelsberg, Gasteinertal 15.05.2012
Cotoneaster integerrimus Cotoneaster integerrimus
Gewöhnliche Zwergmispel
Aufrechter, allseitig unregelmäßig verzweigter, laubabwerfender Strauch, oft ausgebreitet. Junge Zweige filzig, bald verkahlend. Blatt oval bis rundlich, oberseits tiefgrün, unterseits weiß, filzig. Kelch kahl, nur am Rand wie die Blütenstiele etwas weichhaarig. Blatt abgerundet mit aufgesetzter Stachelspitze. Frucht 6 mm, rot, selten weiß, kahl. Schwach giftig.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hochegg, Gasteinertal 07.07.2004/1.8.2007
Crataegus monogyna Crataegus monogyna
Eingriffel-Weißdorn
Spitzlappiger Weißdorn
Alle Blüten weiß mit 1 Griffel. Staubblätter rosa. Kelchblatt stets breit 3-eckig, etwa so lang wie breit, der Blütenknospe anliegend. Nebenblätter und Vorblätter ganzrandig. Einschnitte der Laubblätter ganzrandig. Nebenblätter blühender Kurztriebe eventuell mit wenigen groben, 3-eckigen Zähnen. Laubblatt gespalten bis geteilt. Wuchshöhe: 3- 6m.
Waldränder, trockene Gebüsche. Auen, lichtliebend.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Maierhofen, Gasteinertal 26.5.2008
Dryas octopetala Dryas octopetala
Silberwurz
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Spalierstrauch. Blüte einzeln 2- 4cm breit, weiß mit meist 8 Kronblätter. Blatt ungeteilt, gekerbt, ledrig, unterseits weißfilzig.
Als Pionier und Dauerstadium bildet die Silberwurz ein eigenes Biotop, genannt - Silberwurzteppich - . . .
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gadaunerer Hochalm 24.06.2001 // Throneck, Gasteinertal 05.7.2006
Filipendula ulmaria Filipendula ulmaria
Echtes Mädesüß
Spierstaude
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2 Subspecies! Blätter einfach gefiedert, Teilblättchen 3- 5cm lang in 2- 5 Paaren. Blüte gelblichweiß, in ästigen Trugdolden, stark duftend, z.T. mit 5- 6 Blütenblättern. Kronblatt 2- 5mm lang. Stängel beblättert. Grundblätter mit 2- 5 Paaren von großen Blättchen, diese 3- 8 mm lang. Wurzel nicht knollig verdickt.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal 26.09.2005 // Bertahof, Gsteineral am 1.7.2006
Fragaria moschata Fragaria moschata
Zimt-Erdbeere
Blüte 17- 29mm im Durchmesser. Blütenstiele abwärts bis waagrecht behaart. Stängel die Blätter deutlich überragend. Spitzen der Blattzähne rosa und grün gesäumt. Blüte unvollkommen zweihäusig. Blüte der weiblichen Pflanze mit verkümmerten Staubblättern, Blüte der männlichen Büte mit verkümmerten, beim Verblühen vertrocknendem Stempelköpfchen. Blättchen unterseits locker aufwärts-abstehend behaart, meist kurz gestielt.
DD: Fragaria vesca - Blätter unterseits dicht angedrückt behaart. Blütenstiele aufwärts anliegend behaart. Blättchen sitzend. Blüte zwittrig.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Badeseeau, Gasteinertal 14.6.2008
Fragaria vesca Fragaria vesca
Wald-Erdbeere
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Blütenstand 3-6blütig. Blüte 10- 16mm im Durchmesser. Stängel aufwärtsstehend behaart, nur wenig länger als das Blatt. Ausläufer sympodial. Grundblätter 3-teilig, Teilblättchen ringsum gezähnt. Blütenblätter nicht ausgerandet. Blätter enthalten Gerbstoffe (Tee-Ersatz). Blütenboden am Grund mit Haarkranz, sonst kahl. Fruchtknoten waagrecht abstehend; reife Früchte beim Pflücken ohne diese abreißend (DD. Fragaria viridis). Das Kelchblatt an der Frucht steht waagrecht ab oder ist zurückgebogen. Steinfrucht. Blüte zwittrig. Blättchen unterseits dicht anliegend behaart (höchstens am Grund absehend), sitzend.
DD: Fragaria moschata - Blättchen unterseits locker aufwärts-abstehend behaart, alle kurz gestielt. Blüte unvollkommen zweihäusig.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenweg 10.05.2001 // Präaualmweg 29.08.2005 // Poserweg/Gasteinertal 20.04.2007
Geum montanum Geum montanum
Berg-Nelkenwurz
Petersbart
◊ Bild-Galerie
Endblättchen der Grundblätter viel breiter als die Seitenblättchen. Blättchen gefiedert, kerbig gezähnt. Stängel meist einblütig, behaart. Blütenblätter 5, gelb. Die verlängerten Griffel tragen einen zottigen Haarschopf (Haare lang).
Siehe auch die - Fotogalerie - ...
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm 22.06.2001 // Kolmkarscharte 04.09.2005 // Stubneralm/Gasteinertal 05.06.2007
Geum reptans Geum reptans
Gletscher-Petersbart
◊ Bild-Galerie
Synonyme: Kriech-Nelkenwurz, Sieversia reptans, Parageum reptans.
Blütenstand einblütig. Griffel nicht gegliedert; der ganze Griffel verbleibt bis zur Fruchtreife. Krone gelb. Endblättchen der Grundblätter nur wenig größer als die Seitenblättchen. Pflanze mit bis zu 1m langen Ausläufern.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Salesenkogel 12.08.2003 // Zittrauertisch 07.09.2005 // Silberpfennig 28.06.2005 // Stubnerkogel, Gasteinertal 10.7.2010
Geum rivale Geum rivale
Bach-Nelkenwurz
◊ Bild-Galerie
U-Familie: Rosoideae! Blüte nickend. Krone außen rötlich, innen gelb. Kelch an der Frucht aufrecht, rotbraun. Nebenblätter der Stängelblätter klein. Rhizom gestreckt, horizontal.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Planitzen 02.05.2006 // Rastötzenweg/Gasteinertal am 10.05.2001
Geum urbanum Geum urbanum
Echte Nelkenwurz
Endblättchen der Grundblätter viel breiter als die Seitenblättchen. 5 oder mehr gelbe Blütenblätter (oft seicht ausgerandet). Blättchen gefiedert, kerbig gezähnt. Stängel meist einblütig, behaart. Kelchblatt nach dem Blühen zurückgeschlagen, grün. Die verlängerten Griffel tragen einen zottigen Haarschopf (Haare lang).
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Angertal/Gasteinertal 09.07.2005
Malus domestica Malus domestica
Apfel
Kelchblatt kürzer als das Kronblatt. Staubbeutel gelb. Griffel am Grund verwachsen. Blüte in wenigblütigen Dolden oder Schirmtrauben. Blütenstiele kürzer als die Spreite. Zweige dornenlos. Blatt meist beidseits behaart. Achsenbecher weißfilzig. Kältekeimer!
Es gibt die verschiedensten Sorten in Gastein, die selbst die Besitzer oft nicht benennen können.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Gasteinertal am 23.9.2002
Potentilla anserina Potentilla anserina
Gänse-Fingerkraut
Blüte gelb, 5-zählig. Kelchblatt halb so lang wie das Kronblatt. Grundblätter 7-12paarig gefiedert, unterseits silbrig-seidig behaart. Lange, kriechende Ausläufer. Wuchshöhe: 15- 50cm.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Unterberg, Gasteinertal am 3.8.2008
Potentilla aurea Potentilla aurea
Gold-Fingerkraut
◊ Bild-Galerie
Blatt unterseits nur auf den Nerven und am Rand mit langen, silbrigen Haaren besetzt, sonst kahl, oberseits glänzend und fast kahl. Nervennetz durchscheinend. Die Grundblätter 5-zählig, die Stängelblätter 3-zählig mit 2 kleineren Nebenblätter. Krone goldgelb, ausgerandet, bis 2 cm; Kronengrund meist dunkelgelb.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Türchl-Wand/Gasteinertal am 30.7.2002
Potentilla crantzii Potentilla crantzii
Crantz-Fingerkraut
Potentilla villosa
Blüte gelb. Grundblatt 5-zählig, in der oberen Hälfte mit einigen Zähnen. Stängel behaart. Blättchen am Rand abstehend, nicht silbrig glänzend behaart, unterseits nur die Haupt- und Seitennerven sichtbar. Stängel aufrecht-abstehend behaart, zottig. Der Endzahn der Blättchen kaum kleiner als die übrigen.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Mitterasteinkopf, Gasteinertal am 1.8.2009
Potentilla erecta Potentilla (Tormentilla) erecta
Blutwurz
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Kräuter. Stängel liegend bis aufrecht, nie wurzelnd. Blätter 3-zählig, Blättchen der Grundblätter mit 3 - 4 Zähnchen jederseits. Stängelblatt sitzend oder kurz gestielt. Blütenblätter fast alle 4-zählig.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Brandneralm, Gasteinertal am 20.7.2004
Potentilla neumanniana Potentilla neumanniana
Potentilla verna
Frühlings-Fingerkraut
Laubblattunterseite hier nur mit einfachen Haaren, ohne Büschelhaare. Rhizom ausläuferartig verlängert. Pflanze stets lockere Polster bis Rasen bildend. Blütenstiele ohne Sternhaare aber mit einfachen Haaren und evtl. kurzen Drüsenhaare (selten lang und rotköpfig). Kriechtriebe wurzelnd - Artbestimmung unsicher!
Anmerkung: Die Art hier in Maierhofen ist dicht mit Drüsenhaaren besetzt (rote Köpfchen), sowohl auf der Blattunterseite wie am Stängel und am Blütenköpfchen. Der Stängel ist am Grund von abgestorbenen Nebenblätter umscheidet. Keine Sternhaare. Wuchsort auf mit Moos besetzten Schiefergestein in Polstern.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Maierhofen, Dorfgastein am 15.4.2006
Prunus avium Prunus avium
subg. Cerasus
Süßkirsche
Fruchtstiel mindestens 2 x so lang wie die Frucht. Blüte mindestens 15 mm lang gestielt, in sitzenden Dolden oder Doldentrauben. Frucht meist kugelig (= Kirsche).
Laubblatt etwas runzelig, unterseits flaumig, nicht ledrig. Laubblattstiele (an der Spreitenbasis) stets mit 2 roten Warzen (Nektardrüsen). Blütenstand über den zurückgeschlagenen Knospenschuppen blattlos. Fruchtstiel 3- 5cm lang, Wuchshöhe: 2- 25m.
Prunus avium subsp. avium: Kulturpflanze verwildert = Wildsippe.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hauserbauer/Dorfgastein am 16.8.2004
Prunus padus subsp. padus Prunus padus subsp.padus
Traubenkirsche
◊ Bild-Galerie
Blüten in Trauben. Griffel ohne Furche, Narbe kopfig, nicht ausgerandet. Laubblatt scharf gesägt. Narbe kopfig. Achsenbecher innen behaart; Steinkern grubig gefurcht. Am Laubblattspreitengrund 2 grüne Warzen (extraflorale Nektardrüsen). Laubblatt selbst kahl, elliptisch; an der Unterseite höchstens in den Nervenaderwinkeln behaart. Trauben mehr oder weniger hängend.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Rastötzenalm am 10.05.2002 // Luggau am 10.6.2004 // Grüner Baum, Gasteinertal am 18.05.2006
Pyrus communis, Birnbaum Pyrus communis agg.
Birne
Mehrere Species! Staubbeutel rot bis violett. Griffel bis zum Grund frei. Blüte mindestens 2 cm breit, in wenigen Dolden oder Schirmtrauben. Blatt kahl. Blattstiele etwa so breit wie die Spreite.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Hauserbauergut/Gasteinertal am 12.9.2005
Rosa canina Rosa canina
Hundsrose
Griffelkanal schmal (höchstens 1 mm im Durchmesser), die ihn umgebende Ringscheibe breit. Kelchblatt im Fruchtzustand meist zurückgeschlagen, bald abfallend (= Rosa canina s.l.)
Blütenstiele und Blättchen kahl. Laubblatt drüsenlos. Zweigachsen grün. Fruchtstiele 10-20mm lang oder länger als die Frucht. Frucht kahl. Wuchshöhe: 1-3m.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Annenkaffee/Gasteinertal am 16.6.2002
Rosa pendulina Rosa pendulina
Rosa alpina
Alpen-Wildrose
Gebirgs-Rose
Hängefrucht-Rose
Griffel nur wenig aus dem Achsenbecher herausragend, Narben zum halbkugeligen Köpfchen vereinigt. Blättchen doppelt gesägt, kahl. Kelchblatt ungeteilt, ganzrandig. Zweige nicht stachelborstig, unbehaart. Stacheln der Blattzweige fast gerade. Blatt 7-9-zählig, meist doppelt, selten einfach drüsig gesägt. Nebenblätter flach. Frucht flaschenförmig bis länglich eiförmig, selten kugelig. Blüte etwa 3 cm im Durchmesser einzeln oder in wenigblütigen Blütenständen. Kronblatt leuchtend karminrot bis dunkelrosa. Kelchblatt nach der Blüte an der hängenden Frucht steil aufgerichtet und mindestens bis zur Fruchtreife bleibend. Frucht rot, nickend, meist mit Stieldrüsen und Stachelborsten.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Prossau 21.06.2003 // Rastötzenalm/Gasteinertal 03.11.2008
Rubus idaeus Rubus idaeus
Himbeere
Blatt zusammengesetzt, 5-zählig gefiedert, zuweilen auch nur 3-zählig, unterseits graufilzig, oberseits grün. Pflanze halbstrauchig mit schwach verholztem, oberirdischen Stängel (blütenlos im 1.Jahr). Kronblatt weiß, kürzer als der Kelch. Frucht rot. Sie löst sich vom Blütenboden zur Fruchtreife.
Siehe auch die Fotogalerie - Himbeerblüte - . . .
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Präaualmweg, Gasteinertal 12.05.2007
Rubus fruticosus Rubus fruticosus
Brombeere
Brombeeren weisen eine derart hohe Artenvielfalt, insbesondere durch Hypridisierung auf, dass an dieser Stelle eine sichere Artbestimmung nicht möglich ist. Die Samen entstehen hauptsächlich auf ungeschlechtlichem Weg (Agamospermie) und zeugen daher keine genetische Variation. Bei zufälligen Kreuzungsereignissen entstehen Hypriden, die wiederum genetisch konstant sind und sich deshalb wie Arten verhalten (=Agamospecies). In Österreich sind mittlerweile 42 Brombeerarten (?) bekannt.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Luggau 29.6.2002 // Unterberg, Gasteinertal 03.08.2008
Rubus saxatilis Rubus saxatilis
Felsen-Himbeere
Pflanze krautig, unbewehrt mit weichen, 0,5- 1,5mm langen Stacheln; vegetativer Stängel kriechend, fertile aufrecht. Blatt 3-zählig, Endblättchen grob gesägt, fast rhombisch. Basis mehr oder weniger keilförmig. Nebenblätter breit elliptisch bis eiförmig, am Stängel oder am Blattstielgrund entspringend. Blüten in Schirmtrauben. Kronblatt schmal, weiß, aufrecht. Frucht glasig rot. Wuchshöhe: 10- 30cm.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Heinreichalm/Dorfgastein am 19.6.2004
Sibbaldia procumbens Sibbaldia procumbens
Alpen-Gelbling
Kronblätter 4-6. Blüte mit Außenkelch, 4-5 Kelchblätter. Grundblatt 3-zählig, zusammengesetzt, alle Blättchen untereinander etwa gleich groß. Kronblatt 1-2 mm lang. Frucht zur Reifezeit nicht vom Achsenbecher eingeschlossen. Krone hellgelb, kürzer als der Kelch; selten fehlend. Laubblatt 5-zählig. Blättchen vorn 3-zählig. Wuchshöhe: 2-5 cm. Bodensaure Schneetälchen. In den Zentralalpen zerstreut.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Kreuzkogelweg, Gasteinertal am 14.8.2006
Sorbus aucuparia Sorbus aucuparia ssp.aucuparia
Eberesche, Vogelbeere
◊ Bild-Galerie
Blatt gefiedert, Borke glatt. Blatt ohne Zahndrüsen. Die Schirmrispen sind vielblütig. Griffel meist 2- 4. Frucht kugelig rot (6- 10 mm). Heurige Zweigachsen, Laubblattunterseite, Blütenstandsachse und Winterknospen behaart.
DD: Sorbus aucuparia ssp. glabrata - Heurige Zweigachsen, Laubblattunterseite, Blütenstandsachse und Winterknospen fast KAHL, oft mehr oder weniger klebrig.
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Foto: © Anton Ernst Lafenthaler - Brandnerbauer, Bad Hofgastein 28.05.2006 // Hauserbauer, Dorfgastein 14.08.2005
Siehe auch die Seiten:
- Systematik - Flora Gasteins - Pflanzenfamilien
- Pflanzenbilder - Bildergalerie - Übersicht

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Die Artbestimmung und deren Beschreibung ist ohne Gewähr.
Fehlbestimmungen können nicht ausgeschlossen werden.

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© 29.6.2010 by Anton Ernst Lafenthaler
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