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R-KG08/2 - Biotopkartierung/Gasteinertal: Bad Gastein/Remsach - Kötschachtal/Bergflora
Katastralgemeinde, Remsach Katastralgemeinde
Remsach
KG Remsach

Biotopkartierung . Gasteinertal

Remsach . Kötschachtal

Bergflora

Bereits am Eingang des Kötschachtales beim Hoteldorf Grüner Baum beginnnt die Bergflora der Katastralgemeinde Remsach. Sie erreicht im Inneren des Kötschachtales ihre Grenze zur Alpenflora im Kühkar bzw. Kesselkar ebenso wie im Westen etwa beim Reedsee und im Norden unterhalb des Throneck und der Tofererscharte.

Biotope: Die Bergflora besteht vornehmlich aus Fichten und Zirbenwald, durchsetzt auch mit Latschen. An der Baumgrenze sind es dann die Alpenrosenheiden und teilweise auch Fels- und Schuttfluren. Auenfluren, Grünerlen und Niedermoore ergänzen die Biotopregionen.

Biotope . Regionen . Bergflora

KG Remsach . 55008

Poserhöhe : Ardacker, Riepeiriedel, Torfer Boden, Bäckenalm, Schaiblinggraben, Froneck, Weißwand - 16
Kötschachkar : Kötschachkaralm, Döferlbach - 12
Himmelwand : Grüner Baum, Malerwinkel, Himmelwandhütte, Spiegelmaisgraben, Schedrinn - 38
Reedsee : Kohlplatzl, Reedsee, Rauchzaglkogel - 27
Tannwand : Plattenbach, Reedgraben - 10
Prossau : Schedrinn, Alpenhaus, Hintere Prossau - 34
Kesselkar : Kesselkarbach, Unteres Kesselkar, Kesselkarhütte - 21

Pfeil

Region : Poserhöhe

Anzahl der Biotope : 16 (6)

Ardacker . Riepeiriedel . Torfer Boden . Bäckenalm . Schaiblinggraben . Froneck . Weißwand

Die Poserhöhe umfasst das Gebiet Schaiblinggraben, Bäckenalm und Froneck. Der Südhang mit dem Steig auf die Poserhöhe liegt nördlich vom Grünen Baum und wird der Region - Himmelwand - zugeordnet. Im Süden markiert der Kötschachbach beim Grünen Baum die Grenze, im Westen ist es der Gasteiner Höhenweg, im Norden bzw. Nordwesten markiert der Remsachbach (Biotop 0214) die Grenze und im Nordosten etwa der Weg auf die Toferer Scharte bzw. der Torfer Boden mit den Grünerlengebüschen. Im Osten bildet die Weißwand und der Steig auf das Froneck bzw. Throneck die Grenze.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Poserhöhe • Remsachgraben - Karte : Kötschachdorf
Tümpel am Froneck
Code 0041
Tümpel am Froneck - Tümpel 1.1.4.1.0
Region: Seehöhe: 1840m.
Das annähernd runde Biotop befindet sich unmittelbar N des Fronecks auf einer Verebnungsfläche, die zwergstrauchreiche Hochlagen-Weiderasen (Borstgrasrasen) und montanen Nadelwirtschaftswald trägt.
Kennzeichen: Das Wasser des Tümpels wird nur mäßig beschattet und war zum Erhebungszeitpunkt nur 0,3m tief, weshalb der Tümpel periodisch austrocknen dürfte. Der Untergrund ist aufgrund organischer Substanzen braun gefärbt und beherbergt keine Makrophyten. Am Ufer kommen einzelne säureliebende Sumpfpflanzen vor. Eine kleine Insel ist enthalten. V. a. für Amphibien und Insekten dürfte das Biotop von hohem Wert sein. Das Biotop ist ein Beispiel für weitere, sehr kleine, ähnlich strukturierte, periodisch wasserführende Tümpel in der Umgebung des Fronecks (Größe: 1 bis 6 Quadratmeter; kartographisch nicht abgrenzbar).
Bearbeitet von O. Stöhr, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Tümpel - 1.1.4
Großseggensumpf, Bäckenalm
Code 0187
Großseggensumpf 3 bei der Bäckenalm - Rispenseggensumpf 1.5.2.1.2
Region: Seehöhe: 1.735 - 1.760m.
Das Biotop befindet sich 500m NNO der verfallenen Bäckenalm im Bereich der Grünerlenzone.
Kennzeichen: Es stellt einen hochwüchsigen Großseggensumpf dar, der von Rispen-Segge, lokal auch Davall-Segge, dominiert wird. Das Biotop ist feucht, stellenweise überrieselt und treppig aufgebaut. Es befindet sich auf einem Rutschhang und ist daher erosionsgefährdet. Einzelne Gehölze (v. a. Fichten) sind enthalten. In der artenreichen Fläche kommen zahlreiche Kalkzeiger und Hochstauden vor. Orchideen: Geflecktes Knabenkraut, Mücken-Händelwurz, Rundblättriges Zweiblatt.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Großseggensümpfe und -rieder - 1.5.2.
Grünerlengebüsch
Code 0221
Grünerlen 1 bei der Tofernscharte - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
Region: Seehöhe: 1.600 - 2.000m.
Das Biotop befindet sich zwischen der Bäckenalm und der Tofernscharte und stellt ein großflächiges Grünerlengebüsch dar.
Kennzeichen: Die Grünerlen sind Sukzessionsgehölze auf den ehemaligen Almmatten. Die Bestände sind meist dicht, stellenweise grasreich, enthalten aber auch zahlreiche Hochstauden. Aufgrund der beachtlichen Seehöhenerstreckung und dem Vorkommen basenreicher Gesteine ist das Biotop artenreich. Kleine Reste von Weiderasen (Borstgrasrasen), Alpenrosenheiden und Rostseggenhalden (je subsum.) kommen eingesprengt vor. Als Einzelbäume treten Lärche und Fichte auf. Ein markierter Wanderweg führt durch das Biotop.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
Großseggensumpf, Bäckenalm
Code 0226
Großseggensumpf 1 bei der Bäckenalm - Rispenseggensumpf 1.5.2.1.2
Region: Seehöhe: 1.530 - 1.550m.
Das Biotop befindet sich 150m SW der verfallenen Bäckenalm zwischen Weiderasen (Borstgrasrasen), Wirtschaftswald und einem Gebirgsbach; letzterer trennt die Fläche vom Biotop 0186 ab.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen Großseggensumpf mit dominanter Rispen-Segge, kleinflächig tritt zudem die Davall-Segge hervor. Der Bestand ist hochwüchsig (Hochstauden), zeigt z. T. bultige Ansätze und ist durch Kalkeinfluss artenreich. Gehölze kommen nicht vor. Ein kleines Gerinne, das bei einem von zahlreichen Amphibien besiedelten Tümpel (subsum.) seinen Ausgang nimmt, durchzieht das Biotop.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Großseggensümpfe und -rieder - 1.5.2.
Grauerlen beim Hotel Grüner Baum
Code 0327
Grauerlen beim Hotel Grüner Baum - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
Region: Seehöhe: 1.020 - 1.520m.
Das Biotop befindet sich 250m N vom Hotel Grüner Baum im Unterhangbereich zwischen Nadel-Wirtschaftswald und Fettwiesen und stellt einen überwiegend gleichaltrigen, ausgedehnten Grauerlen-Hangwald mit kleinen Auflichtungen dar.
Kennzeichen: Einzelne Fichten ragen über das relativ gleichförmige Kronendach der Grau-Erlen hinaus. Ein kleines anthropogen geprägtes Ufergehölz aus dominanter Grau-Erle unmittelbar N vom Hotel Grüner Baum wurde wie lokal vorkommende Felsfluren subsumiert. Im Unterwuchs des Bestandes dominieren nährstoffliebende und hochwüchsige Kräuter und Gräser. Eine Brennholznutzung findet im kleinen Umfang im Südteil statt. Das Biotop ist lokal blockreich, der Boden durchwegs feucht. Ein markierter Wanderweg führt durch die Fläche auf die Poserhöhe. Rote-Liste-Art: Busch-Nelke (RL: 4).
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
Horst- und Schlafwand
Code 0370
Weißwand - Horst- und Schlafwand 5.3.1.1 - Felswandbereiche
Region: Seehöhe: 1.470 - 1.730m.
Das Biotop befindet sich nördlich vom Hotel Grüner Baum im Kötschachtal und wird v. a. von Wirtschaftswald und Hang-Grauerlenwald umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um eine hohe, z. T. senkrechte bis vereinzelt überhängende Felswand aus basenarmen Glimmerschiefer, die als Weißwand bezeichnet wird. Die Fläche bietet Greifvögel eine Horst- und Schlafgelegenheit. Einzelbäume kommen mehrfach im Biotop vor. Der Bewuchs ist schütter, jedoch insgesamt artenreich. Die Weißwand ist durchwegs unzugänglich. Die Weißwand dem Biotoptyp Silikatfelsspaltengesellschaft - Code 3112 - zugeordnet.
Bearbeitet von O. Stöhr, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Felswände - 5.3.1
Karte, Gasteinertal Biotope : Poserhöhe
0041 - 0186 - 0187 - 0188 - 0189 - 0190 - 0214 - 0221 - 0223 - 0224 - 0225 - 0226
0327 - 0328 - 0329 - 0330 - 0370

Region : Kötschachkar

Anzahl der Regionen : 12 (2)

Kötschachkaralmhütte . Döferlbach

Die Kötschachkaralm beschreibt im wesentlichen das Einzugsgebiet des Döferlbaches, welcher an der Grenze zur Alpenflora zahlreiche Äste aufweist. In Talnähe soll hier noch das Gebiet zwischen Döferlbach und Bach W Flugkopf (Biotop 0333) eingeschlossen werden. Im Süden markiert der Kötschachbach der Region - Himmelwand - die Grenze, im Westen ist es der Sattelboden oberhalb des Froneck, im Norden markiert der Kreuzkogel (Döferl) die Grenze, im Osten ist es der Flugkopf bzw. das Gebiet oberhalb der Himmelwand.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Kötschachkar • Döferlbach - Karte : Kötschachdorf
Grauerlen beim Gasthaus Himmelwand
Code 0106
Grauerlen beim Gasthaus Himmelwand - Hang-Grauerlenwald 2.1.2.3.0
Region: Seehöhe: 1.090 - 1.210m. Das Biotop befindet sich 400m NW vom Gasthaus Himmelwand im Unterhangbereich (z. T. auf einem Schwemmkegel) zwischen zwei Bachläufen und stellt eine überwiegend gleichaltrige Grauerlensukzession mit kleinen Auflichtungen dar.
Kennzeichen: Einzelne Fichten ragen über das gleichförmige Kronendach der Grauerlen hinaus. Je nach Nutzung ist der Bestand sehr unterschiedlich ausgeprägt: die Krautschicht beweideter Teile ist stark verbissen und niederwüchsig; nährstoffliebende und hochwüchsige Kräuter dominieren hingegen im Bereich unbeweideter Teile. Eine Brennholznutzung findet im kleinen Umfang statt. Das Biotop ist blockreich, der Boden durchwegs feucht. Aufgrund der extensiven Weidenutzung ist das Biotop sehr artenreich. Rote-Liste-Art: Busch-Nelke (RL: 4).
Bearbeitet von O. Stöhr, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Schluchtwälder - 2.1.2.
Nadelmischwald, Kötschachtal
Code 0321
Nadelmischwald 10 im Kötschachtal - Fichten-Tannen-Wald 2.2.1.5.0
Region: Seehöhe: 1.200 - 1.780m. Das Biotop befindet sich 700m N vom Gasthaus Himmelwand auf einem südwestexponierten Mittelhang zwischen Gebirgsbächen und einer baumreichen Hochlagenweide (N).
Kennzeichen: Es stellt einen naturnahen, geschlossenen Nadelmischwald dar, in dem Fichte und Tannen dominieren; beigemischt sind Lärchen und Zirben. Weitere kleinflächig auftretende, für diese Höhenlage typische Waldgesellschaften wurden subsumiert. Alle Altersklassen und Waldentwicklungsphasen finden sich im Biotop, Baumholz tritt jedoch hervor. Totholz (stehend und liegend) ist zahlreich vorhanden. Der Wald ist blockreich, trotz seiner Naturnähe relativ pflanzenartenarm mit wenigen dominanten Arten wie Woll-Reitgras und Heidelbeere. Einzelne Felstürme befinden sich im Biotop. Weite Teilbereiche des Biotops sind unzugänglich. Eine forstliche Nutzung findet zur Zeit nicht statt.
Bearbeitet von O. Stöhr, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Fichten- und Fichten-Tannen-Wälder - 2.2.1
Karte, Gasteinertal Biotope : Kötschachkaralm
0052 - 0053 - 0055 - 0056 - 0057 - 0059 - 0106 - 0182 - 0183
0321 - 0332 - 0333

Region : Himmelwand

Anzahl der Regionen : 38 (13)

Malerwinkel . Himmelwandhütte . Kötschachbach . Spiegelmaisgraben . Schedrinn

Am Eingang des Kötschachtales liegt das Hoteldorf Grüner Baum mit dem Malerwinkel und der bekannten Himmelwand. Mit eingeschlossen werden hier die Himmelwand begleitenden Nadelmischwälder die bis zur Schedrinn die Nordflanke des Kötschachtales bilden. Die Biotope südlich des Kötschachbaches liegen beim Grünen Baum noch im Bereich der Katastralgemeinde Bad Gastein in der Region - Palfnerwald. Im Süden markiert im Bereich Grüner Baum der Kötschachbach die Grenze, im Bereich der Himmelwandhütte die Wandstufe (Biotop 0081) auf etwa 1200 m Seehöhe gelegen. Im Westen liegt die Grenze im Bereich der Materialseilbahn auf die Poserhöhe, im Norden ist es die Himmelwand mit den Nadelmischwäldern und im Osten ist es die Schedrinn bzw. der Bach in der Schedrinn (0335).
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Grüner Baum • Himmelwand - Karte : Kötschachdorf
Feuchtwiese, Kötschachtal
Code 0007
Feuchtwiese 1 beim Gasthaus Himmelwand - Futtergraswiese, extensiv, feucht 1.4.3.2.2
Region: Seehöhe: 1.080m. Das trapezförmige Biotop befindet sich 250m NW vom Gasthaus Himmelwand am orografisch rechten Ufer des Kötschachbaches. An der Wegstecke des Biotopes befindet sich ein Holzstadel, am Ostrand wird die Fläche von einem Ufergehölz begrenzt.
Kennzeichen: In der ebenen Fläche dominieren säuretolerante Feucht- und Frischwiesenarten. Zum Aufnahmezeitpunkt herrschte ein rötlicher Aspekt mit Kuckucksnelke vor; ein Entwässerungsgraben wurde neu angelegt, ein weiterer wurde gerade zugeschüttet. Der Boden ist frisch bis feucht, lokal auch nass. Punktuell kommen Torfmoose vor, Torf ist aber nicht vorhanden. Das Biotop wird als Weide (ev. auch Mähweide) extensiv genutzt. Ein hohes Entwicklungspotential ist gegeben. Orchideen: Breitblättriges Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Feuchtwiese, Kötschachtal
Code 0008
Feuchtwiese 2 beim Gasthaus Himmelwand - Futtergraswiese, extensiv, feucht 1.4.3.2.2
Region: Seehöhe: 1.080m. Das Biotop befindet sich 150m NW vom Gasthaus Himmelwand am orografisch rechten Ufer eines Zubringers zum Kötschachbach. An der Nordwestecke des Biotopes befindet sich ein Holzstadel.
Kennzeichen: In der ebenen Fläche dominieren säuretolerante Feucht- und Frischwiesenarten. Der Boden ist frisch bis feucht, lokal auch nass. Punktuell kommen Torfmoose vor, Torf ist aber nicht vorhanden. Das Biotop wird als Weide (ev. auch Mähweide) extensiv genutzt. Ein hohes Entwicklungspotential ist gegeben. Breitblättriges Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Feuchtwiese, Kötschachtal
Code 0009
Feuchtwiese 3 beim Gasthaus Himmelwand - Futtergraswiese, extensiv, feucht 1.4.3.2.2
Region: Seehöhe: 1.080m. Das Biotop befindet sich 100m NW vom Gasthaus Himmelwand nahe eines Fahrweges. An der Nordwestecke des Biotopes befindet sich ein Holzstadel.
Kennzeichen: In der ebenen Fläche dominieren säuretolerante Feucht- und Frischwiesenarten. Der Boden ist frisch bis feucht, lokal auch nass. Das Biotop wird als Weide (ev. auch Mähweide) extensiv genutzt. Ein hohes Entwicklungspotential ist gegeben. Orchideen: Breitblättriges Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Feuchtwiese, Kötschachtal
Code 0010
Feuchtwiese 4 beim Gasthaus Himmelwand - Futtergraswiese, extensiv, feucht 1.4.3.2.2
Region: Seehöhe: 1.080m. Das Biotop befindet sich 100m N vom Gasthaus Himmelwand zwischen einem Mittelgebirgsbach, einem Nadel-Wirtschaftswald und einem Hang-Grauerlenewald. Am Südrand des Biotopes befindet sich in der Mitte ein Holzstadel.
Kennzeichen: In der ebenen Fläche dominieren säuretolerante Feucht- und Frischwiesenarten. Der Boden ist frisch bis feucht, lokal auch nass. Das Biotop wird als Weide (ev. auch Mähweide) extensiv genutzt. Ein hohes Entwicklungspotential ist gegeben. Orchideen: Breitblättriges Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Feuchtwiese, Kötschachtal
Code 0011
Feuchtwiese 5 beim Gasthaus Himmelwand - Futtergraswiese, extensiv, feucht 1.4.3.2.2
Region: Seehöhe: 1.080m. Das rechteckige Biotop befindet sich 150m SO vom Gasthaus Himmelwand zwischen einem Mittelgebirgsbach und Fettwiesen. Ein Entwässerungsgraben quert von SO nach NW.
Kennzeichen: In der ebenen Fläche dominieren säuretolerante Feucht- und Frischwiesenarten. Der Boden ist frisch bis feucht, lokal auch nass. Das Biotop wird als Weide (ev. auch Mähweide) extensiv genutzt. Ein hohes Entwicklungspotential ist gegeben. Orchideen: Breitblättriges Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Niedermoorrest, Kötschachtal
Code 0012
Niedermoorrest beim Gasthaus Himmelwand - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.080m. Kleinflächiger Niedermoorrest unmittelbar S des Gasthauses Himmelwand.
Kennzeichen: Zum Aufnahmezeitpunkt wurde die Fläche aufgrund von Beweidung stark verbissen vorgefunden, weshalb ein größerer Pflanzenartenreichtum angenommen werden darf. Ein kleiner, sehr nasser, schwingrasenartiger Bestand, der einen Trupp des Schlamm-Schachtelhalmes aufweist, ist zur Unterbindung des Einsinkens des Viehs separat eingezäunt. Ein Entwässerungsgraben führt zum Teil randlich vorbei, zum Teil in das Zentrum der Fläche hinein. In der Krautschicht dominieren v. a. säuretolerante Arten, auch Torfmoose sind stellenweise im Biotop vorhanden. Die Torfschicht ist jedoch eher geringmächtig ausgebildet. Floristisch bemerkenswert ist ein größeres Vorkommen des Sumpf-Fingerkrautes. Insgesamt handelt es sich um einen hochwertigen und erhaltenswerten Niedermoorrest. Eine rasche Pflegeplanerstellung, die eine Extensivierung der Beweidung inkludiert, wird zur Erhaltung des Biotopes angeraten. Bemerkenswerte Rote-Liste-Art: Sumpf-Fingerkraut (RL: 3). Orchideen: Geflecktes Knabenkraut.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Teich, Kötschachtal
Code 0013
Teich 1 beim Gasthaus Himmelwand - Teich, stark beeinflusst bis denaturiert 1.1.3.3.0
Region: Seehöhe: 1.080m. Das Biotop befindet sich unmittelbar SO vom Gasthaus Himmelwand und stellt einen extensiv genutzten Fischteich dar.
Kennzeichen: Der Untergrund ist steinig. Der maximale Wasserstand beträgt etwa 1m, das Wasser ist trotz starker Algenbildung klar. Der Wasserkörper ist nur gering strukturiert und überwiegend unbeschattet, Gehölze (Grauerlen und Fichten) sind nur am südlichen und westlichen Ufer vorhanden. Das Ufer ist als Flachufer ausgebildet, Großseggen kommen nur an einer Stelle vor (Schnabel-Segge). Ein kleiner Holzsteg ist vorhanden. Am Südufer leitet ein Rohr Wasser in den Teich ein, ein Abfluss ist im Norden vorhanden (Ableitung in den Kötschachbach).
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kleingewässer - 1.1.3.
Teich, Kötschachtal
Code 0023
Teich 2 beim Gasthaus Himmelwand - Teich, stark beeinflusst bis denaturiert 1.1.3.3.0
Region: Seehöhe: 1.080m. Das Biotop befindet sich 300m NW vom Gasthaus Himmelwand zwischen einem Fahrweg und dem Kötschachbach und stellt einen relativ neu angelegten Teich dar.
Kennzeichen: Eine fischereiliche Nutzung wurde zum Erhebungszeitpunkt noch nicht festgestellt. Der Untergrund ist sandig-schlammig, vereinzelt liegen Baumäste im Biotop, ansonsten ist der Wasserkörper unstrukturiert. Die Böschungshöhen betragen 2 bis 3m. Die Uferzone ist hochstaudenreich, Gehölze fehlen, weshalb die Wasseroberfläche unbeschattet ist. Vereinzelt ist im klaren Wasser Algenbildung erkennbar. Der Zufluss erfolgt über eine Rohreinleitung aus einem kleinen Waldbach im Süden, der Abfluss über eine Verrohung zum Kötschachbach. Zahlreiche Frösche wurden zum Aufahmezeitpunkt festgestellt.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kleingewässer - 1.1.3.
Ufergehölz, Kötschachbach
Code 0182
Ufergehölz 1 beim Gasthaus Himmelwand - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
Region: Seehöhe: 1.080 - 1.180m. Das Biotop befindet sich 200m NW vom Gasthaus Himmelwand an der Uferzone eines Mittelgebirgsbaches, welcher in den Kötschachbach einmündet.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein schmales, aber durchgängiges Ufergehölz, das von Grau-Erlen dominiert wird. Lokal sind Fichte, Berg-Ahorn, Esche und Großblättrige Weide beigemengt. Der Unterwuchs ist hochstaudenreich und nährstoffliebend.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
Ufergehölz, Kötschachbach
Code 0184
Ufergehölz 1 beim Hotel Grüner Baum - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
Region: Seehöhe: 1.065 - 1.075m. Das Biotop befindet sich 250m O vom Hotel Grüner Baum an der Uferzone des Kötschachbaches.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein schmales, aber durchgängiges Ufergehölz, das von Grau-Erlen dominiert wird. Lokal sind Fichte, Berg-Ahorn, Esche und Großblättrige Weide beigemengt. Der Unterwuchs ist hochstaudenreich und nährstoffliebend.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
Ufergehölz, Kötschachbach
Code 0185
Ufergehölz 2 beim Hotel Grüner Baum - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
Region: Seehöhe: 1.065 - 1.080m. Das Biotop befindet sich 250m O vom Hotel Grüner Baum an der Uferzone des Kötschachbaches.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein schmales, aber durchgängiges Ufergehölz, das von Grau-Erlen dominiert wird. Lokal sind Fichte, Berg-Ahorn, Esche und Großblättrige Weide beigemengt. Der Unterwuchs ist hochstaudenreich und nährstoffliebend.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
Himmelwand, Kötschachtal
Code 0322
Himmelwand (Teil 1) - Silikatfelsspaltengesellschaft 3.1.1.2.0
Region: Seehöhe: 1.200 - 1.620m. Das Biotop befindet sich 300m NO vom Gasthaus Himmelwand und wird v. a. von Wirtschaftswald und naturnahem Fichten-Tannenwald umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um eine hohe, z. T. senkrechte bis vereinzelt überhängende Felswand aus basenarmen Glimmerschiefer, die als Himmelwand bezeichnet wird. Die Fläche bietet Greifvögel eine Horst- und Schlafgelegenheit (subsum.). Vereinzelt kommen Einzelbäume im Biotop vor, kleinere Baumrotten wurden als Fichten-Tannenwald subsumiert. Der Bewuchs ist schütter, jedoch insgesamt artenreich. Die Himmelwand ist durchwegs unzugänglich, weshalb die Artenliste ev. unvollständig ist. Vereinzelte Kletterhaken deuten auf eine extensive Freizeitnutzung hin. Bemerkenswerte Rote-Liste-Arten: Hallers Schlüsselblume (RL: 4), Busch-Nelke (RL: 4).
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Felsspaltengesellschaften - 3.1.1.
Ufergehölz beim Hotel Grüner Baum
Code 0373
Ufergehölz 3 beim Hotel Grüner Baum - Anthropogen geprägtes Ufergehölz 1.3.3.5.0
Region: Seehöhe: 1.075 - 1.080m. Das Biotop befindet sich 660m O vom Hotel Grüner Baum an der Uferzone des Kötschachbaches.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein schmales, aber durchgängiges Ufergehölz, das von Grau-Erlen dominiert wird. Lokal sind Fichte, Berg-Ahorn, Esche und Großblättrige Weide beigemengt. Der Unterwuchs ist hochstaudenreich und nährstoffliebend.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Gesellschaften an Bach- und Flussufern - 1.3.3.
Karte, Gasteinertal Biotope : Himmelwand
0007 - 0008 - 0009 - 0010 - 0011 - 0012 - 0013 - 0016 - 0017 - 0018 - 0019 - 0020 - 0022 - 0023
0052 - 0079 - 0080 - 0081 - 0107 - 0108 - 0109 - 0110 - 0111 - 0182 - 0183 - 0184 - 0185 - 0217
0316 - 0318 - 0319 - 0320 - 0322 - 0323 - 0334 - 0335 - 0373

Region : Reedsee

Anzahl der Biotope : 27 (7)

Kohlplatzl . Reedsee . Rauchzaglkogel

Der Reedsee beschreibt mit dem Rauchzaglkogel das Gebiet unterhalb des Kühkar und grenzt mit dem Akar an den Kessel der Hinteren Prossau. Der Reedgraben und das Kohlplatzl wird ebenfalls dieser Region zugeordnet. Im Süden markiert der Zirbenwald die Grenze zur Region - Kühkar - im Westen ist es der Bach im Reedgraben (Biotop 0336), im Norden bzw. ist es der Kötschachbach und im Osten der Zirbenwald (Biotop 0229) im unteren Akar, welcher an die Felsflur (Biotop 0351) und die Grünerlen (Biotop 0265, 0266) der Region - Hinteren Prossau - grenzt.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Reedsee • Seekarl - Karte : Reedsee
Niedermoor, Kötschachtal
Code 0062
Niedermoor 1 beim Reedsee - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.860 - 1.870m. Das Biotop befindet sich 100m O der Reedseehütte auf einem Rücken nahe einer Jagdhütte.
Kennzeichen: Es handelt sich um eine fast ebene, nieder- bzw. übergangsmoorartige Vernässung mit einer großen Zentralschlenke mit dominanter Schnabel-Segge und weiteren kleinen Tümpeln (subsum.), Teilbereiche sind zudem überrieselt. Fragmente mit Latschen und Alpenrosen wurden subsumiert. Der Bestand wird überwiegend von Horst-Wollgras dominiert und ist arten- und blütenarm. Torfmoose kommen mehrfach vor und zeigen geringe Torfbildung an. Als floristische Besonderheiten kommen Moor-Bärlapp (RL: 1; sehr individuenarmes Vorkommen), Riesel-Segge (RL: 3), Fieberklee (RL: 3) und Wenigblütige Segge (RL: 3) vor. Das überaus hochwertige Biotop wurde ehemals beweidet. Die Fläche ist eine von mehreren, ähnlich strukturierten Vernässungen im Bereich des Reedsees.
Bearbeitet von O. Stöhr & S. Gewolf, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Reedsee
Code 0077
Reedsee - See, oligotroph, kalkarm 1.1.1.1.0
Region: Seehöhe: 1.825m. Das Biotop befindet sich in einer Geländemulde zwischen Rauchzaglkopf und Seekarl und stellt einen ovalen, im Gesamtlandschaftsbild äußerst ästhetischen Gebirgssee in der Bergwaldstufe dar.
Kennzeichen: Der Reedsee wird über einen Hauptzubringer im Süden und mehrere kleine, temporäre Bachläufe im Westen gespeist, ein oberirdischer Abfluss ist nicht vorhanden. Die Wassertiefe ist deutlich größer als 1m, vermutlich auch größer 5m. Das Wasser ist klar und dessen Oberfläche unbeschattet, vereinzelt liegen abgestorbene Baumstämme im Biotop. Der Wasserkörper ist zudem deutlich in Flach- und Tiefenwasserzonen gegliedert. Die Uferzonen sind überwiegend flach, zuweilen steinig-blockig-kiesig; am Westufer ist eine niedermoorartige Verlandungszone ausgebildet (Biotop 0076). Ansonsten reichen Latschen und Waldbestände direkt an den See heran. Das Biotop ist ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Seen - 1.1.1
Niedermoor beim Reedsee
Code 0075
Niedermoor 9 beim Reedsee - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.840m. Das Biotop befindet sich 400m NW der Reedseehütte auf einem Rücken in der Bergwaldzone oberhalb des Reedsees. Ein markierter Wanderweg durchquert die Fläche zentral.
Kennzeichen: Es handelt sich um eine ebene, nieder- bzw. übergangsmoorartige Vernässung mit einigen Tümpeln (subsum.), Teilbereiche sind zudem überrieselt. Fragmente mit Latschen und Alpenrosen wurden subsumiert. Der Bestand wird überwiegend von Horst-Wollgras dominiert und ist arten- und blütenarm. Torfmoose kommen mehrfach vor und zeigen geringe Torfbildung an. Die Fläche ist eine von mehreren, ähnlich strukturierten Vernässungen im Bereich des Reedsees. Bemerkenswerte Rote-Liste-Arten: Fieberklee (RL: 3), Riesel-Segge (RL: 3), Wenigblütige Segge (RL: 3).
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Niedermoor beim Reedsee
Code 0078
Niedermoor 10 beim Reedsee - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.770m. Das Biotop befindet sich 550m NW der Reedseehütte in der Bergwaldzone unterhalb des Reedsees. Ein markierter Wanderweg durchquert die Fläche zentral.
Kennzeichen: Es handelt sich um eine ebene, nieder- bzw. übergangsmoorartige Vernässung mit kleinen Tümpeln (subsum.), Teilbereiche sind zudem überrieselt. Der Bestand wird überwiegend von Horst-Wollgras dominiert und ist arten- und blütenarm. Torfmoose kommen mehrfach vor und zeigen geringe Torfbildung an. Die Fläche ist eine von mehreren, ähnlich strukturierten Vernässungen im Bereich des Reedsees. Bemerkenswerte Rote-Liste-Arten: Riesel-Segge (RL: 3), Wenigblütige Segge (RL: 3).
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Tümpel 6 beim Reedsee, Kötschachtal
Code 0155
Tümpel 6 beim Reedsee - Tümpel 1.1.4.1.0
Region: Seehöhe: 1860m.
Das Biotop befindet sich 250m ONO der Reedseehütte auf einer Verebnungsfläche in der Latschenzone.
Kennzeichen: Es stellt einen kleinen, stark verlandeten, ovalen Tümpel dar, dessen Wassertiefe zum Erhebungszeitpunkt nur 50cm betrug. Im Tümpel kommen Schnabel-Segge und Schmalblättriges Wollgras verbreitet vor und stellen die Hauptverlandungspioniere dar. Moosarten sind v. a. in der Uferzone dominant. Der Untergrund besteht aus organischem Detritus und Torf. Das Biotop ist zwar artenarm, jedoch aufgrund seiner Naturnähe hochwertig. Bemerkenswerte Rote-Liste-Art: Wenigblütige Segge (RL: 3).
Bearbeitet von O. Stöhr, Projektteam Biotopkartierung (Juli 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Tümpel - 1.1.4
Zirbenwald beim Reedsee
Code 0227
Zirbenwald 1 beim Reedsee - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.720 - 2.010m. Das Biotop befindet sich im Bereich des Reedsees und und stellt einen großflächigen Lärchen-Zirbenwald über Silikatgestein (Zentralgneis) dar.
Kennzeichen: Der Wald wird von diversen subalpin-alpinen Biotoptypen umgeben, wobei sich einige v. a. randlich mosaikartig mit dem Bestand verzahnen; insbesondere Alpenrosenheiden, Latschen, Schutt- und Felsfluren, aber auch subalpine Fichtenwälder sind hier zu nennen (je subsum.). Der Wald selbst ist unterschiedlich ausgeprägt, was den Schlussgrad betrifft (locker in den tieferen Lagen bis räumdig im Bereich der Waldgrenze). Der Bestand ist ungleichaltrig, wobei Baum- und Altholz dominiert; auch Verjüngungsstadien sind vorhanden. Der Wald ist von Felsblöcken durchsetzt und weist im relativ artenarmen Unterwuchs eine hohe Dominanz an Sträuchern (Latsche und Alpenrose) und Zwergsträuchern auf (Heidelbeere, Preiselbeere u. a.). Lokal kommt Totholz (liegend) vor. Das Biotop ist aufgrund seiner Naturnähe äußerst hochwertig und auch aus landschaftsästhetischen Gesichtspunkten wertvoll. Es stellt weiter einen wichtigen Lebensraum für Raufußhühner dar.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Zirbenwald beim Reedsee
Code 0229
Zirbenwald 3 beim Reedsee - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.480 - 2.080m. Das Biotop befindet sich im Bereich des Reedsees und und stellt einen großflächigen Lärchen-Zirbenwald über Silikatgestein (Zentralgneis) dar.
Kennzeichen: Der Wald wird von diversen subalpin-alpinen Biotoptypen umgeben, wobei sich einige v. a. randlich mosaikartig mit dem Bestand verzahnen; insbesondere Alpenrosenheiden, Latschen, Schutt- und Felsfluren (z. T. Trogwände am N-Rand), aber auch subalpine Fichtenwälder sind hier zu nennen (je subsum.). Der Wald selbst ist unterschiedlich ausgeprägt, was den Schlussgrad betrifft (locker in den tieferen Lagen bis räumdig im Bereich der Waldgrenze). Der Bestand ist ungleichaltrig, wobei Baum- und Altholz dominiert; auch Verjüngungsstadien sind vorhanden. Der Wald ist von Felsblöcken durchsetzt und weist im relativ artenarmen Unterwuchs eine hohe Dominanz an Sträuchern (Latsche und Alpenrose) und Zwergsträuchern auf (Heidelbeere, Preiselbeere u. a.). Lokal kommt Totholz (liegend) vor. Das Biotop ist aufgrund seiner Naturnähe äußerst hochwertig und auch aus landschaftsästhetischen Gesichtspunkten wertvoll. Es stellt weiter einen wichtigen Lebensraum für Raufußhühner dar.
Bearbeitet von O. Stöhr & S. Gewolf, Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Zirbenwald beim Reedsee
Code 0240
Zirbenwald 5 beim Reedsee - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.740 - 1.870m. Das Biotop befindet sich im Bereich des Reedsees und und stellt einen kleinen Lärchen-Zirbenwald über Silikatgestein (Zentralgneis) dar.
Kennzeichen: Der Wald ist unterschiedlich ausgeprägt, was den Schlussgrad betrifft. Der Bestand ist ungleichaltrig, wobei Baum- und Altholz dominiert; auch Verjüngungsstadien sind vorhanden. Der Wald ist von Felsblöcken durchsetzt und weist im relativ artenarmen Unterwuchs eine hohe Dominanz an Sträuchern (Latsche und Alpenrose) und Zwergsträuchern auf (Heidelbeere, Preiselbeere u. a.). Lokal kommt Totholz (liegend) vor. Das Biotop ist aufgrund seiner Naturnähe äußerst hochwertig und auch aus landschaftsästhetischen Gesichtspunkten wertvoll. Es stellt weiter einen wichtigen Lebensraum für Raufußhühner dar.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Latschen beim Reedsee, Gasteinertal
Code 0257
Latschen 2 beim Reedsee - Silikat-Latschenbestand 2.2.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.550 - 1.993m. Das Biotop befindet sich im Bereich des Gipfels des Rauchzaglkogels (Reedsee-Gebiet) und wird v. a. von Zirbenwald umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um Latschenbestände, die mit gehölzfreien Blockhalden (subsum.) und Felsen mosaikartig verzahnt sind. Fragmente von Schuttgesellschaften, Alpenrosenheiden, Felsspaltengesellschaften und Zirbenwald wurden subsumiert. Die Latschen weisen z. T. einen dichten Schluss auf, nur im Bereich einiger Grobblockhalden werden sie lückiger. Aufgrund der vorherrschenden reinen Silikatgesteine ist die Pflanzenartenvielfalt stark eingeschränkt.
Bearbeitung: Biotopkartierung Salzburg, O. Stöhr / S. Gewolf.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Latschenbestände - 2.2.3.
Karte, Gasteinertal Biotope : Reedsee
0062 - 0074 - 0075 - 0076 - 0077 - 0078 - 0103 - 0155 - 0156 - 0160 - 0177 - 0178
0227 - 0227 - 0228 - 0229 - 0240 - 0256 - 0261 - 0262 - 0263
0336 - 0337 - 0361 - 0362 - 0363 - 0366

Region : Tannwand

Anzahl der Biotope : 10 (2)

Plattenbach . Reedgraben

Die Tannwand umschreibt das Gebiet unterhalb des Tannwandkogels zwischen Plattenbach und Reedgraben bis hinunter zum Kötschachbach. Im Westen reicht das Gebiet an die Alpenrosen am Hüttenkogel (Biotop 0157) der Region - Graukogel - im Süden ist es der Bach im Reedgraben (Biotop 0336) wobei hier die Region - Reedsee - anschließt, im Norden ist es der Kötschachbach und im Osten ist es der Reedgraben selbst.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Tannwand • Reedgraben - Karte : Reedsee
Windwurffläche im Kötschachtal
Code 0102
Windwurffläche 4 im Kötschachtal - Freifläche nach Naturkatastrophe 2.4.1.2.1
Region: Seehöhe: 1.200 - 1.460m. Das Biotop befindet sich auf einem nordostexponierten Mittelhang im Kötschachtal auf Höhe Reedgraben und stellt eine große Windwurffläche im Nadel-Wirtschaftswald dar. Der Windwurf fand am 22.11.1996 statt, als ein Föhnsturm mit Spitzen von 200km/h bis zu 150 Jahre alte Bäume umknickte.
Kennzeichen: Der Biotop entspricht in seiner derzeitigen Ausprägung einer Schlagflur, da der Großteil der umgefallenen Bäume bereits abtransportiert wurde. Zum Erhebungszeitpunkt dominieren hochwüchsige, nährstoffliebende Kräuter und Gräser, wobei eine dichte, überaus artenreiche Schlagflurgesellschaft gebildet wird. In Teilbereichen wurde bereits wieder mit standortsgerechten Baumarten aufgeforstet (Flächen eingezäunt).
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Vorwaldgesellschaften - 2.4.1.
Zirbenwald, Tannwandkogel
Code 0374
Zirbenwald am Tannwandkogel - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.710 - 1870m. Das Biotop befindet sich im Bereich des Tannwandkogels und und stellt einen großflächigen Lärchen-Zirbenwald über Silikatgestein (Zentralgneis) dar. Der Wald wird von mehreren subalpin-alpinen Biotoptypen umgeben, wobei sich einige v. a. randlich mosaikartig mit dem Bestand verzahnen; insbesondere Alpenrosenheiden, Latschen, Schutt- und Felsfluren, aber auch subalpine Fichtenwälder sind hier zu nennen (je subsum.).
Kennzeichen: Der Wald selbst ist unterschiedlich ausgeprägt, was den Schlussgrad betrifft (locker in den tieferen Lagen bis räumdig im Bereich der Waldgrenze). Der Bestand ist ungleichaltrig, wobei Baum- und Altholz dominiert; auch Verjüngungsstadien sind vorhanden. Der Wald ist von Felsblöcken durchsetzt und weist im relativ artenarmen Unterwuchs eine hohe Dominanz an Sträuchern (Latsche und Alpenrose) und Zwergsträuchern auf (Heidelbeere, Preiselbeere u. a.). Lokal kommt Totholz (liegend) vor. Das Biotop ist aufgrund seiner Naturnähe äußerst hochwertig und auch aus landschaftsästhetischen Gesichtspunkten wertvoll. Es stellt weiter einen wichtigen Lebensraum für Raufußhühner dar.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Karte, Gasteinertal Biotope : Tannwand
0094 - 0102 - 0179 - 0180 - 0181 - 0347 - 0357 - 0358 - 0359 - 0374

Region : Prossau

Anzahl der Biotope : 34 (4)

Raffelrinnbach . Alpenhaus . Hintere Prossau

Die Hintere Prossau bezeichnet den Kessel mit den zahlreichen Wasserfällen, den sog. Tischlerkarfällen und der Südflanke des Böcksteinkogels. Das Gebiet Alpenhaus Prossau mit der Raffelrinne und den Nadelmischwäldern im Kötschachtal bis zur Schedrinn sollen hier ebenfalls mit eingeschlossen werden. Im Süden markieren die Latschengebüsche der Region - Tischlerkar - die Grenze, im Westen ist es der Kötschachbach mit der Felswand (Biotop 0351) und den Grünerlen (Biotop 0266) einerseits und der Schedrinn andererseits, im Norden bzw. Nordosten sind es die Nadelmischwälder im Kötschachtal (Biotop 0082, 0313) und im Osten grenzen der Zirbenwald (Biotop 0040) der Region - Kesselkar - und unterhalb des Böcksteinkogel die Latschengebüsche (Biotop 309) an.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Alpenhaus • Hintere Prossau - Karte : Reedsee
Lawinar beim Gasthaus Prossau
Code 0104
Lawinar 2 beim Gasthaus Prossau - Freifläche nach Naturkatastrophe 2.4.1.2.1
Region: Seehöhe: 1.300 - 2.010m. Das Biotop befindet sich 250m S vom Gasthaus Prossau auf einem westexponierten Hang im Waldbereich unterhalb des Böcksteinkogels.
Kennzeichen: Es stellt zwei steile Lawinenzüge dar, die im Mittelhangbereich eine Waldinsel (Fichte, Zirbe, Lärche) umschließen. Im nördlichen Teilbereich liegt zudem eine Schuttrinne (subsum.), in der sich große Gneisblöcke abgelagert haben; der Bewuchs ist hier äußerst spärlich. Der südliche Teilbereich beinhaltet ebenso eine Rinne mit Felsblöcken, hat aber mehr lawinartypische Ausprägung und weist eine höhere Vegetationsbedeckung auf. Es dominieren Heidelbeere und verschiedene Hochgräser, auch einzelne Gehölze kommen im Bestand vor. Ein Hochsitz findet sich im Westteil des Biotops.
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Vorwaldgesellschaften - 2.4.1.
Zirbenwald am Böcksteinkogel
Code 304
Zirbenwald 2 am Böcksteinkogel - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.470 - 2.020m. Das Biotop befindet sich am steilen Westabfall des Böcksteinkogels (ca. 1000m W vom Gipfel) im steilen Mittelhangbereich und wird v. a. von Lawinaren, Latschen und Wirtschaftswald umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen durchwegs alten, sehr hochwertigen Lärchen-Zirbenwald, wobei größere Felsblöcke enthalten sind. Der Schlussgrad ist überwiegend locker bis licht, lediglich in den tieferen Lagen wird der Wald dichter. Baum- und Altholz dominiert. Die Ungleichaltrigkeit ergibt sich durch Bäume verschiedener Altersklassen, wobei auch Totholz vorkommt. Im artenarmen Unterwuchs findet sich in den höher gelegenen Bereichen viel Rostrote Alpenrose, ansonsten ist der Unterwuchs schütter. Kleine Latschengebüsche und Fragmente von Alpenrosenheiden wurden subsumiert. Im Westen wurde zudem eine Felswand (inkl. Horst- und Schlafwand) subsumiert.
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Kötschachbach-Oberlauf
Code 0331
Kötschachbach-Oberlauf - Gebirgsbach 1.2.2.1.1 - Zustandsklasse 1
Region: Seehöhe: 1.085 - 2.453m. Das Biotop stellt den Oberlauf des Kötschachbaches von den Anfängen im Tischlerkar (Gletscherbäche) bis zur ersten Wasserausleitung bei der Domäne Blumschein dar.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen überwiegend gestreckten Gebirgsbach, der im obersten Abschnitt stark verästelt ist und über die ganze Länge kleinere Seitenbäche aufnimmt. Im Bereich des Tischlerkares fließt der Bach stark verästelt in einem Gletschervorfeld bzw. Rasen und Hochstauden, dann erfolgen Abstürze (Wasserfälle subsum.) über eine von Grünerlen und Latschen bestandene Trogschulter. Danach vereinigen sich die Bachläufe im Bereich eines Lawinenkessels bevor der Bach in den Nadelwaldbereich eintritt. Beim Gasthaus Prossau nimmt der Bach den Kesselkarbach auf, danach durchläuft er Grauerlenwaldfragmente (subsum.) und weist auf Höhe Reedgraben mehrere Schotterfluren (subsum.) auf, die artenreich sind und mehrere dealpine Pflanzenarten beherbergen. An dieser Stelle ist das Bachbett mit rund 25m am breitesten, ansonsten beträgt seine durchschnittliche Breite etwa 10m. Verlauf, Uferzonen (z. T. blockig) und Sohle (Felsblöcke, Kies, Sand) sind über die ganze Länge natürlich. Das Wasser ist rasch fließend, kalt und von hoher Güte. Der Wasserkörper ist strukturiert (Flach- und Tiefenwasserbereiche wechseln sich rasch ab), die Sohlrauigkeit ist groß. Die Wassertiefe betrug zum Aufnahmezeitpunkt max. 1,5m. Uferanrisse sind v. a. im unteren Abschnitt ausgebildet. Fische (Forellen, Saiblinge) sind im Bach vorhanden, eine extensive fischereiliche Nutzung findet statt. Makrophyten fehlen mit Ausnahme einiger Wassermoose gänzlich.
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juli 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Bäche - 1.2.2.
Lawinenkessel, Prossau (Teil 5)
Code 0350
Lawinenkessel in der Prossau (Teil 5) - Freifläche nach Naturkatastrophe 2.4.1.2.1
Region: Seehöhe: 1.410 - 1.670m. Das Biotop befindet sich im Talkessel der Hinteren Prossau auf der orografisch rechten Talseite. Es stellt einen Teil eines großen Lawinenkessels dar, das durch Gebirgsbäche in insgesamt fünf Abschnitte gegliedert wird (vgl. Biotope 0084-0087).
Kennzeichen: Im Nordteil des Biotopes kommen verschiedene Gehölze (Hänge-Birke, Grau-Erle, auch Fichte) auf. Ansonsten wird das Biotop durch eine hochwüchsige, waldfreie Vegetation geprägt; auch Farne kommen stellenweise zahlreich vor (die entsprechenden Biotoptypen wurden subsumiert). Nur kleine Grünerlen- und Latschenbestände sind eingelagert und wurden wie punktuell vorkommende Schuttgesellschaften subsumiert. Einzelne Treppelwege finden sich im Biotop, das überwiegend blockreich und dessen Mikrorelief stark bewegt ist. Trotz vorherrschender Silikatgesteine kommt eine artenreiche Vegetation vor.
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Vorwaldgesellschaften - 2.4.1.
Karte, Gasteinertal Biotope : Prossau
0010 - 0014 - 0015 - 0082 - 0083 - 0084 - 0085 - 0086 - 0087 - 0088 - 0089 - 0099 - 0100 - 0104 - 0105
0209 - 0265 - 0266 - 0267 - 0268 - 0269 - 0270 - 0271 - 0272
0303 - 0304 - 0313 - 0314 - 0315 - 0331 - 0348 - 0350 - 0351 - 0356 - 0372

Region : Kesselkar (Kühkar)

Anzahl der Biotope : 21 (9)

Kesselkarbach . Unteres Kesselkar . Kesselkarhütte

Das Kesselkar, oft mit dem unterhalb des Böcksteinkogel gelegenen Kühkar gemeinsam genannt, schließt den ausgedehnten Zirbenwald (Biotop 0040) östlich des Alpenhauses Prossau ein, welcher bis hinauf zum Niedermoor bzw. zur Kesselkarhütte reicht. Der Böcksteinkogel und das Kühkar selbst sind bereits Teil der Alpenflora der Region - Kleinelendscharte. Im Süden bildet die Alpenrosenheide des Böcksteinkogel (Biotop 0308) und der Zirbenwald (Biotop 0040) mit dem Kesselbach die Grenze, im Westen ist es das Alpenhaus Prossau, im Norden sind es die Latschengebüsche unterhalb des Grasleitenkopfes (Biotop 0310) und im Osten sind es die Schutthalden am Übergang ins Obere Kesselkar.
- Katastralgemeinde : Remsach - Bildgalerie : Kesselkarhütte • Unteres Kesselkar - Karte : Kleinelendscharte
Grünerlengebüsch, Kesselkar
Code 0036
Grünerlen 3 im oberen Kesselkar - Grünerlengebüsch 2.3.1.1.0
Region: Seehöhe: 1.790 - 1.810m. Das Biotop befindet sich im Talboden des oberen Kesselkares im Bereich des Kesselkarbaches unmittelbar O vom Kesselkarmoor.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein lückiges Grünerlengebüsch, das mit Silikatschuttgesellschaften (subsum.) verzahnt ist, weshalb der Boden sehr skelettreich ist. Der Bestand ist artenarm, beinhaltet aber einige Hochstauden. Im Unterwuchs kommen zudem Rostrote Alpenrose und säuretolerante Begleiter vor.
Bearbeitet von O. Stöhr (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Hochstaudengebüsche - 2.3.1.
Durchströmungsmoor
Code 0038
Kesselkarmoor (S-Teil) - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.760 - 1.790m. Das Biotop befindet sich in einer Mulde im Talboden des unteren Kesselkares und wird durch den Kesselbach vom nördlichen Teil des Kesselkarmoores (Biotop 0039) abgetrennt.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein äußerst hochwertiges und intaktes Durchströmungsmoor, das mit den mosaikartig verzahnten Schlenken, Alpenrosenheiden, Lärchen-Zirbenwald-Fragmenten (alle subsum.) und Hochlagen-Weiderasen (Borstgrasrasen) einen landschaftlich hohen Reiz ausübt. Einzelne Baum- und Gebüschgruppen sind im Biotop enthalten, ebenso zahlreiche kleine Rinnsale. Die Nutzung erfolgt im Zuge einer extensiven Beweidung durch Pferde von Mitte Juni bis Mitte September. Die säureliebende Artengarnitur ist aufgrund der unterschiedlichen Standortsbedingungen und der extensiven Nutzung überaus vielfältig, zahlreiche Torfmoose lassen auf Torfbildung schließen. Folgende Pflanzenarten der Roten-Liste kommen vor: Moor-Bärlapp (RL: 1), Schlamm-Segge (RL: 2), Riesel-Segge (RL: 3) und Wenigblütige Segge (RL: 3); jedoch auch tierökologisch (Amphibien, Insekten) ist das Biotop von hohem Wert. Ein markierter Wanderweg führt am Südrand des Biotopes vorbei.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp - Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Kesselkarmoor
Code 0039
Kesselkarmoor (N-Teil) - Nieder- und Übergangsmoor, ahemerob bis oligohemerob 1.4.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.786 - 1.795m. Das Biotop befindet sich in einer Mulde im Talboden des unteren Kesselkares und wird durch den Kesselbach vom südlichen Teil des Kesselkarmoores (Biotop 0038) abgetrennt.
Kennzeichen: Es handelt sich um ein äußerst hochwertiges und intaktes Durchströmungsmoor, das mit den mosaikartig verzahnten Schlenken, Alpenrosenheiden, Lärchen-Zirbenwald-Fragmenten (alle subsum.) und Hochlagen-Weiderasen (Borstgrasrasen) einen landschaftlich hohen Reiz ausübt. Einzelne Baum- und Gebüschgruppen sind im Biotop enthalten, ebenso zahlreiche kleine Rinnsale. Die Nutzung erfolgt im Zuge einer extensiven Beweidung durch Pferde von Mitte Juni bis Mitte September. Die säureliebende Artengarnitur ist aufgrund der unterschiedlichen Standortsbedingungen und der extensiven Nutzung überaus vielfältig, zahlreiche Torfmoose lassen auf Torfbildung schließen. Folgende Pflanzenarten der Roten-Liste kommen vor: Schlamm-Segge (RL: 2), Riesel-Segge (RL: 3) und Wenigblütige Segge (RL: 3); jedoch auch tierökologisch (Amphibien, Insekten) ist das Biotop von hohem Wert. Ein markierter Wanderweg führt am Südrand des Biotopes vorbei. Eine Holzhütte befindet sich am Westrand des Biotops.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp - Nieder- und Übergangsmoore - 1.4.3.
Zirbenwald im Kesselkar
Code 0040
Zirbenwald 1 im Kesselkar - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.460 - 2.000m. Das Biotop befindet sich am Nordfuß des Böcksteinkogels im unteren Kesselkar und greift von dort zungenartig bis fast in die Prossau hinunter.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen durchwegs alten, sehr hochwertigen Lärchen-Zirbenwald über Silikatschutt, wobei auch größere Felsblöcke enthalten sind. Der Schlussgrad ist überwiegend licht, lediglich in den tieferen Lagen wird der Wald dichter. Die Ungleichaltrigkeit ergibt sich durch Bäume verschiedener Altersklassen, wobei auch Alt- und Totholz vorkommt. Im artenarmen Unterwuchs findet sich in den höher gelegenen Bereichen viel Rostrote Alpenrose, ansonsten ist der Unterwuchs schütter. Ein markierter Wanderweg führt durch das Biotop.
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp - Kiefernwälder, Zirbenwälder und Lärchenbestände - 2.2.2.
Gletscherschliff, Kesselkar
Code 0288
Gletscherschliff 1 im Kesselkar - Glaziale und eiszeitliche Form 5.1.1.1.0
Region: Seehöhe: 1.850 - 1.920m. Das Biotop befindet sich 1200m NW der Kote 2260 (Vermessungspunkt) im Kesselkar und wird von Schuttfluren, Grünerlengebüschen, Krummseggenrasen und Zirbenwald umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen massiven, glazial überformten, nordexponierten Silikatfels (Zentralgneis), der aufgrund der Gletschertätigkeit stark zerfurcht ist. Der Gletscherschliff weist fast keinen Bewuchs auf, z. T. ist er von kleinen Rinnsalen überrieselt. Aufgrund der schwierigen Begehbarkeit wurde eine Artenauswahlliste erstellt.
Bearbeitet von O. Stöhr (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp - Glaziale und eiszeitliche Form - 5.1.1.
Schutthalde, Kesselkar
Code 0296
Schutthalde 5 im oberen Kesselkar - Subalpin-alpine Silikatschuttgesellschaft 3.2.1.1.0
Region: Seehöhe: 1.800 - 1.890m. Das Biotop befindet sich im Kesselkar 100m südlich vom Kesselkarmoor-Ostteil und wird v. a. von Zirbenwäldenr, Grünerlengebüschen und einem Gletscherschliff umgeben
Kennzeichen: Es handelt sich um eine Silikatschutthalde, die einen hohen Anteil an Grob- und Blockschutt (subsum.) aufweist. Kartographisch nicht abtrennbare Biotoptypen wie Alpenrosenheide, Berg-Frauenfarnflur und Silikat-Latschenbestand wurden subsumiert. Die Vegetationsbedeckung ist je nach Aktivität der Schutthalde sehr unterschiedlich (dicht bis fehlend). Mehrere Schuttkegel sind vorhanden, ebenso Rinnen, wo kleine temporäre Rinnsale vorkommen und den Kesselkarbach speisen. Als floristische Besonderheit kommt der Krause Rollfarn vor.
Bearbeitet von O. Stöhr (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp - Subalpin-alpine Silikatschuttgesellschaft - 3.2.1.
Zirbenwald im Kesselkar
Code 0305
Zirbenwald 2 im Kesselkar - Subalpiner Lärchen-Zirben-Fichtenwald mit rostroter Alpenrose 2.2.2.4.1
Region: Seehöhe: 1.785 - 1.840m. Das Biotop befindet sich im Bereich der Kesselkarhütte im unteren Kesselkar und wird von v. a. Latschen und einem Niedermoor umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um einen kleinen, durchwegs alten, sehr hochwertigen Lärchen-Zirbenwald über Silikatschutt, wobei auch größere Felsblöcke enthalten sind. Der Schlussgrad ist überwiegend licht. Die Ungleichaltrigkeit ergibt sich durch Bäume verschiedener Altersklassen, wobei auch Alt- und Totholz vorkommt. Im artenarmen Unterwuchs findet sich viel Rostrote Alpenrose. Kleinflächig auftretende Fragmente von Alpenrosenheiden, Latschengebüschen und Schuttfluren wurden subsumiert.
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Latschenfelder im unteren Kesselkar
Code 0310
Latschenfelder im unteren Kesselkar - Silikat-Latschenbestand 2.2.3.1.0
Region: Seehöhe: 1.560 - 2.170m. Das Biotop befindet sich im unteren Kesselkar auf einem steilen, südexponierten Oberhang wird von Fels- und Schuttfluren, dem Kesselkarbach, dem Kesselkarmoor, Zirbenwälder und einem Bach in der Rafflrinne umgeben.
Kennzeichen: Es handelt sich um ausgedehnte Latschenfelder, die mit gehölzfreien Block- und Schutthalden und Felsen (je subsum.) mosaikartig verzahnt sind. Schuttrinnen, die stets wasserlos sind, sind mehrfach vorhanden. Kleinflächig auftretende Fragmente von Alpenrosenheiden und Zirbenwälder wurden subsumiert. Die Latschen weisen z. T. einen dichten Schluss auf, nur im Bereich einiger Grobblockhalden werden sie lückiger. Aufgrund der vorherrschenden reinen Silikatgesteine ist die Pflanzenartenvielfalt stark eingeschränkt.
Bearbeiter: Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
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Kesselkarbach
Code 0344
Kesselkarbach - Gebirgsbach 1.2.2.1.1 - Zustandsklasse 1
Region: Seehöhe: 1.250 - 2.350m. Das Biotop befindet sich im Kesselkar und stellt einen natürlichen Gebirgsbach (Zustandsklasse 1) dar. Der Kesselkarbach ist im Oberlauf reich verzweigt und weist mehrere periodisch wasserführende Zubringer auf. Die Hauptäste stammen aus dem Vorfeld des Kesselkeeses, stürzen in Form von Wasserfällen (subsum.) über eine Trogschulter in das Kesselkar hinab und vereinigen sich wenige Meter oberhalb einer Vernässung (Biotope 0028-0031). Nach dieser Vernässung fließt der Bach ein längeres Stück (z. T. unterirdisch) durch Blockwerk hindurch, bevor er in ein schmales Grünerlengebüsch eintritt. Danach erreicht er ein Durchströmungsmoor (Kesselkarmoor; Biotope 0038 und 0039), wo er z. T. mäandrierend relativ eben verläuft. In der Folge fließt er eine steile Geländestufe, die mit Latschen, Zirben- und Wirtschaftswälder bestanden ist, hinunter und mündet knapp unterhalb vom Gasthaus Prossau in den Kötschachbach.
Kennzeichen: Der Bach ist über die ganze Länge natürlich (Sohlsubstrat, Ufer, Verlauf); seine Ausprägung ist der Höhenstufe entsprechend. Die Breite des Bachbettes beträgt 0,5m (Quellbereich) bis 8m (Mündungsbereich). Das Sohlsubstrat ist blockig (hohe Sohlrauigkeit), nur lokal steinig-kiesig (z. B. Kesselkarmoor). Der Verlauf ist gestreckt, das Wasser ist schnell fließend, klar und von hoher Güte. Makrophyten kommen nicht vor.
Bearbeiter: O. Stöhr - Projektteam Biotopkartierung (Juni 2003)
 » Bilder-Galerie - Biotoptyp : Bäche - 1.2.2.
Karte, Gasteinertal Biotope : Kesselkar
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Biotope im Gasteinertal

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Anmerkung: Die Biotopabgrenzung entspricht der - Biotopkartierung - des Landes Salzburg bzw. der Kartierungsanleitung von G. Nowotny, H. Hinterstoisser, B. Fölsche, S. Stadler und W. Urban 1994 - und bleibt in der Beschreibung inhaltlich unverändert.

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